Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Medizinstudium | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:51:34 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Medizinstudium | BSZ https://bszonline.de 32 32 50 Jahre RUB-Medizin: Laudationes und Luft nach oben https://bszonline.de/2019/10/21/50-jahre-rub-medizin-laudationes-und-luft-nach-oben/ https://bszonline.de/2019/10/21/50-jahre-rub-medizin-laudationes-und-luft-nach-oben/#respond Mon, 21 Oct 2019 15:06:28 +0000 https://bszonline.de/2019/10/21/50-jahre-rub-medizin-laudationes-und-luft-nach-oben/ Medizinstudium. Die medizinische Fakultät feierte 50-jähriges Bestehen und bilanzierte Entstehen, Erfolg und Zukunft des „Bochumer Modells“.

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Medizinstudium. Die medizinische Fakultät feierte 50-jähriges Bestehen und bilanzierte Entstehen, Erfolg und Zukunft des „Bochumer Modells“.

„Eine Alma Mater ohne medizinische Fakultät wäre nichts Ganzes“, sagte Ministerpräsident außer Dienst, Wolfgang Clement in seiner Festrede zum 50-jährigen Jubiläum der Fakultät, welches am Freitag im Audimax gefeiert wurde. Wenn auch heute selbstverständlicher Teil des Studienangebots, stand die RUB-Medizin in den 1970er-Jahren vor dem frühen Aus. Zahlreiche Grußworte, Rückblicke, Laudationes und ein Beitrag des Fachschaftsrats boten Gelegenheit in die „bescheidenen Tiefen der Fakultätsgeschichte“ abzutauchen und die großen Erfolge des „Bochumer Modells“ zu benennen. Doch klangen auch kritische Töne an, inwiefern „Innovation als Daueraufgabe“ – so Titel der Festrede – in Bochum gelebt wird und werden kann.

Für Clement ist die Ruhr-Uni mitsamt ihrer medizinischen Fakultät in der akademisch isolierten Industrieregion ein „Katalysator für den Strukturwandel“ gewesen. Doch verlor sie in den 1970ern – nachdem sich die vorklinische Ausbildung bereits etabliert hatte, vorerst das bis dato als Ausbildungsstätte genutzte Klinikum Essen und so scheiterte auch der Plan, eine Campus-eigene Klinik zu errichten. Finanzielle und politische Probleme im Land führten zum Aufschub des Vorhabens auf unbestimmte Zeit und einer notdürftigen „Weichenstellung“: Ab Wintersemester 1977 übernahmen verschiedene umliegende Kliniken die Ausbildung der Studierenden. Das erst durch Kooperationsverträge gesicherte „Bochumer Modell“ wurde 1988 verstetigt, in das „Universitätsklinikum der Ruhr-Universität-Bochum“ umbenannt und im Laufe der Jahrzehnte um weitere Kliniken erweitert. Am Freitag war lobend die Rede von der Praxisnähe des heutigen „Vorzeigemodells“. Dekan Ralf Gold betonte ferner die Verbesserungen des Medizinstudiums seit den Empfehlungen des Wissenschaftsrats 1995 (die Ergebnisse der neuen Evaluation werden diese Woche erwartet): darunter die Einrichtung von Institutionen wie dem Zentrum für Proteindiagnostik und dem Forschungsbau THINK. Clement riet der Fakultät eindringlich ihren „Reformgeist“ beizubehalten: Die allgemeine Kürzung der Ausgaben für Bildung seitens der Politik seien „unverantwortlich“ und der deutsche Wissenschaftsbetrieb unkooperativ; dabei verlange der demografische Wandel sofortiges Handeln.

Unter den acht durch Ehrenpromotion oder mit der Kortum-Medaille ausgezeichneten Professor*innen war am Freitag nur eine Frau. Die lediglich in zwei Halbsätzen angeschnittene Unterrepräsentation von Frauen auf medizinischen Lehrstühlen war am selben Tag Thema auf einem Kongress des Deutschen Ärztinnenbundes: Laut einer Erhebung des Verbandes sind trotz der steigenden Anzahl von Ärztinnen noch immer nur 13 Prozent der medizinischen Lehrstühle von Frauen besetzt. Auch der Fachschaftsrat appellierte in seinem Beitrag nach den feierlichen Reden augenzwinkernd an die „Innovation als Daueraufgabe“. „Wir haben grad den Eindruck bekommen, wir würden in Harvard studieren“, leiten zwei Studenten ein und präsentieren den „Werdegang eines Bochumer Medizinstudierenden“ in Bildern; inklusive wackelnder Bodenplatten, ernüchternder Staatsexamen-Ergebnisse und Anspielungen auf die fehlende „richtige“ Uni-Klinik. Die Kritik am Klinik-Standort Ostwestfalen-Lippe, dem einige Studierende seit 2016 per Losverfahren zugeteilt und so aus ihrem Umfeld „herausgerissen“ würden, sei die einzig ernst gemeinte; der Rest sei lustig zu verstehen und gut aufgenommen worden, berichtet Fachschaftssprecher Felix Wullenkord nach der Veranstaltung. Letztendlich sei Bochum ein „schöner Studienstandort, nicht vom ästhetischen, aber menschlichen“, bilanziert die Fachschaft am Ende ihres Beitrags.

:Marlen Farina

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Studie: Teilbereiche des Medizinstudiums uneinheitlich https://bszonline.de/2017/05/22/studie-teilbereiche-des-medizinstudiums-uneinheitlich/ https://bszonline.de/2017/05/22/studie-teilbereiche-des-medizinstudiums-uneinheitlich/#respond Mon, 22 May 2017 13:50:53 +0000 https://bszonline.de/2017/05/22/studie-teilbereiche-des-medizinstudiums-uneinheitlich/ Lehre. Für alle Medizinstudierenden in Deutschland ist der Querschnittsbereich Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin (GTE) Pflicht. Doch bundesweit weist dieser Unterschiede in puncto Lehrinhalte, der Anzahl GTE-Studierender sowie der zugehörigen personellen Ausstattung auf.

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Lehre. Für alle Medizinstudierenden in Deutschland ist der Querschnittsbereich Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin (GTE) Pflicht. Doch bundesweit weist dieser Unterschiede in puncto Lehrinhalte, der Anzahl GTE-Studierender sowie der zugehörigen personellen Ausstattung auf.

Dies ergab eine Studie der Erstautoren Dr. Jan Schildmann vom Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin an der RUB und Dr. Florian Bruns vom Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Die Publikation ihrer Studie erfolgte im „GMS Journal for Medical Education“.

Die reformierte ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) trat zum Wintersemester 2003/2004 in Kraft, machte den Bereich GTE zum Pflichtcurriculum Medizinstudierender und integrierte „die geistigen, historischen und ethischen Grundlagen ärztlichen Verhaltens“ als wichtige Ziele der Vermittlung in der ärztlichen Ausbildung. Daraus folgte eine, wie es in der Studie heißt, „äußerst heterogene Lehrsituation“, innerhalb welcher sich die GTE-Lehrveranstaltungen „in Form, Inhalt und Methode erheblich voneinander“ unterscheiden, auch in puncto Schwerpunktsetzung. Eine bundesweite Untersuchung des Querschnittsbereichs hinsichtlich Inhalt und Methodik hätte laut Studie daher nahe gelegen.

Ergebnisse

Für die Durchführung der Umfrage wurde ein Fragebogen an 38 für die Lehre in GTE verantwortliche Institutionen versandt. 

An lediglich 19 angefragten Instituten liegt für die GTE-Lehre eine Professur vor und die Anzahl Studierender pro Jahr variiert von unter 100 bis über 350. Als Mittelwert für die Semesterwochenstunden (SWS) wurde 2,18 berechnet; die Maximalangabe belief sich auf 6, minimal auf 1. Angaben zur quantitativen Gewichtung der Teilbereiche in GTE ergaben, dass 35,4 Prozent der Lehre auf die Geschichte, 14,7 Prozent auf die Theorie und 49,9 Prozent auf die Ethik entfallen. 

Laut Studie gelten im Bereich Geschichte die Medizin im Nationalsozialismus, im Bereich Theorie der Gesundheits- oder Krankheitsbegriff und im Bereich Ethik Dilemmata am Lebensende als wichtigste Lehrinhalte. Insbesondere fällt in den Bereichen Ethik und Geschichte eine starke Streuung der Themen auf.

Bewertung

„Die Arbeit macht deutlich, dass sich die Inhalte und strukturellen Voraussetzungen der Lehre in GTE an den medizinischen Fakultäten in Deutschland erheblich unterscheiden. Bei einer Bewertung der Ergebnisse könnte man die inhaltliche Vielfalt der Lehrangebote als Vorzug in einem ansonsten standardisierten Curriculum begreifen“, erklärt Schildmann. „Andererseits muss gefragt werden, ob zumindest in Bezug auf bestimmte Themengebiete eine Vereinheitlichung der GTE-Lehre hergestellt werden sollte.“ So könnten alle angehenden Ärzte und Ärztinnen in Deutschland über vergleichbare Grundkenntnisse verfügen.

Und wie steht es um die RUB? „Aufgrund der Lehrverpflichtungen an zwei Fakultäten (RUB und Universität Duisburg-Essen) bei begrenzten personellen Ressourcen kann der angestrebte Unterricht in kleinen Gruppen leider nicht angeboten werden, was wir sehr bedauern“, erklärt Schildmann. Allerdings würden, ergänzend zu Vorlesungen und Seminaren, schon seit Jahren entsprechende Wahlfächer für kleine Gruppen angeboten, in welchen innovative Lehrmethoden, zum Beispiel SimulationspatientInnen, zum Einsatz kämen. „Diese Lehrveranstaltungen, beispielsweise zum Überbringen schlechter Nachrichten oder Entscheidungen am Lebensende, sind nicht nur regelmäßig ausgebucht, sondern wurden auch mit mehreren Lehrpreisen bedacht.“  

 

:Tobias Möller

 
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Ein Recht auf Leichen! https://bszonline.de/2016/06/21/ein-recht-auf-leichen/ https://bszonline.de/2016/06/21/ein-recht-auf-leichen/#respond Tue, 21 Jun 2016 13:40:11 +0000 https://bszonline.de/2016/06/21/ein-recht-auf-leichen/ Durch erhöhte Formaldehydwerte in den MA-Sälen erhalten Studierende der Medizin seit dem WiSe 2015/16 keine Möglichkeit mehr, Anatomie anhand von Sektion zu erlernen. Ein offener Brief an die Landesregierung NRW und Unterschriften der Studierende sollen auf das schwerwiegende Problem aufmerksam machen. 

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Durch erhöhte Formaldehydwerte in den MA-Sälen erhalten Studierende der Medizin seit dem WiSe 2015/16 keine Möglichkeit mehr, Anatomie anhand von Sektion zu erlernen. Ein offener Brief an die Landesregierung NRW und Unterschriften der Studierende sollen auf das schwerwiegende Problem aufmerksam machen. 
 
Schon im vergangenen Jahr hat die EU Formaldehyd als krebserregend eingestuft. Die Chemikalie wird vor allem für die Konservierung von Leichen verwendet. Durch die Einstufung kam es bundesweit zu Messungen der Formaldehydwerte, was an der RUB im vergangenen WiSe zur sofortigen Schließung der entsprechenden Säle geführt hatte, da die seit Januar 2016 tolerierten Werte stark überschritten wurden. Die Präparationskurse bleiben seitdem aus. Bis jetzt scheint trotz Bemühungen der Uni und der Studierenden keine Änderung der Lage in Sicht zu sein. Das stellt die Studierenden vor enorme Probleme, ist das vermittelte Wissen doch Teil des Staatsexamens. 
Eine Studierendeninitiative hat nun einen offenen Brief an die Landesregierung NRW verfasst, der ihr erst noch vorgelegt wird. Die Unterschriftenaktion wird unterstützt durch AStA und FSVK. So findet am 27. Juni ab 11:15 Uhr eine Protestaktion auf dem Forum vor dem Audimax statt. 
 
:Andrea Lorenz
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