Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 LWL | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:49:57 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg LWL | BSZ https://bszonline.de 32 32 Ein seit Jahrtausenden beliebter Wohnort! https://bszonline.de/2017/09/25/ein-seit-jahrtausenden-beliebter-wohnort/ https://bszonline.de/2017/09/25/ein-seit-jahrtausenden-beliebter-wohnort/#respond Mon, 25 Sep 2017 13:47:28 +0000 https://bszonline.de/2017/09/25/ein-seit-jahrtausenden-beliebter-wohnort/ Siedlung. Nicht nur als StudentIn lässt es sich gut wohnen in Querenburg, auch unsere Vorfahren wussten einen bestimmten Platz wohl zu schätzen.

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Siedlung. Nicht nur als StudentIn lässt es sich gut wohnen in Querenburg, auch unsere Vorfahren wussten einen bestimmten Platz wohl zu schätzen.

Auf der Laerheidestraße in Bochum-Querenburg soll ein neues Studierendenwohnheim entstehen, doch bei den Bauarbeiten stieß man auf einige überraschende Funde: Keramikscherben und Steinwerkzeug weisen laut Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) darauf hin, dass der Platz schon vor bis zu 6.000 Jahren bewohnt war. Unter den Funden befindet sich neben vor Ort üblichen Keramikwaren mit tiefen, dekorativen Einschnitten auch Steinwerkzeug, das laut LWL-ArchäologInnen aus dem so genannten Rullen-Feuerstein gefertigt wurde, eine Gesteinsart, die im Süden Belgiens zu finden ist. Alle Funde werden der Rössener Kultur zugeordnet, einer Kultur aus der Mittleren Jungsteinzeit, die auf 4790 und 4550 v. Chr. datiert werden kann.

Durch den Fund vermuteten die ArchäologInnen weitere Funde im näheren Umfeld der Bauarbeiten. Grabungen bestätigten diese Vermutung: weitere jungsteinzeitliche Funde sowie Keramikscherben, welche mehrere Tausend Jahre jünger als die Ausgangsfunde sind und der Vorrömischen Eisenzeit zugeordnet werden konnten. Außerdem weisen Pfostenlöcher darauf hin, dass der Ort tatsächlich bewohnt war, denn laut LWL stand an diesem Ort ein großer Speicherbau oder ein kleines Wohnhaus.

Orte mit historischem Potential 

Professor Michael Baales, Leiter der Außenstelle für Archäologie in Olpe, weist auf den Zusammenhang zwischen den Funden aus unterschiedlichen Epochen hin, denn es sei typisch, dass Menschen gute Siedlungslagen immer wieder aufgesucht haben. Daher plädiert er auch dafür, vor Beginn jedweder Bauarbeiten auf dem Gebiet der Hellwegzone archäologische Grabungen durchzuführen, um das historische Potential der Region für die Nachwelt zu konservieren. „Nur so können Spuren einer mehrtausendjährigen Besiedlungsgeschichte vor der unwiederbringlichen Zerstörung gesichert werden“, so Baales.

Mit dem Bau eines Studierendenwohnheims an der Stelle urgeschichtlicher Siedlungen reiht sich das Akafö also in eine lange Reihe von SiedlerInnen ein. Dass die Funde Auswirkungen auf das Marketing des entstehenden Wohnheims haben, kann laut Akafö jedoch ausgeschlossen werden.

:Justinian L. Mantoan

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Bronzezeit-Scherben bringen Glück https://bszonline.de/2016/11/14/bronzezeit-scherben-bringen-glueck/ https://bszonline.de/2016/11/14/bronzezeit-scherben-bringen-glueck/#respond Mon, 14 Nov 2016 15:49:45 +0000 https://bszonline.de/2016/11/14/bronzezeit-scherben-bringen-glueck/ Archäologische Ausgrabungen begleiten aktuell den Bau der neuen Vonovia Unternehmenszentrale in Bochum an der Wasserstraße. Die gefundenen Scherben, Pfosten und Lagergruben lassen sich dem Übergang von der Bronzezeit zur vorrömischen Eisenzeit zuordnen. Ein für die Region eher seltener Fund.

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Archäologische Ausgrabungen begleiten aktuell den Bau der neuen Vonovia Unternehmenszentrale in Bochum an der Wasserstraße. Die gefundenen Scherben, Pfosten und Lagergruben lassen sich dem Übergang von der Bronzezeit zur vorrömischen Eisenzeit zuordnen. Ein für die Region eher seltener Fund.

Auf etwa 30.000 Quadratmetern Baufläche will die Bochumer Wohnungsbaugesellschaft Vonovia ihre neue Hauptzentrale errichten und mit rund 6.900 MitarbeiterInnen circa 340.000 Wohnungen verwalten. Doch nun sorgen die gefundenen Überbleibsel von etwa 800 bis 1.200 v. Chr. für eine unerwartete Situation

Die alten Pfosten von Häusern, Gruben und Utensilien zur Lagerung von Saatgut und Scherben von Keramiktöpfen werden derzeit von ArchäologInnen des Landschaftsverbandes Ostwestfalen-Lippe (LWL) in Zusammenarbeit mit der Fachfirma Archäologische Baugrund-Sanierung (ABS) ausgegraben, vermessen, dokumentiert und digital erfasst.

Mithilfe der gefundenen Relikte lässt sich dann nachvollziehen, „wie die Siedlung hier zur damaligen Zeit ausgesehen hat, wie die Menschen hier auch miteinander lebten, wie sie ihren Alltag organisierten“, erklärt Katja Burgemeister vom LWL. Die arbeiten werden – maßgeblich abhängig vom Wetter – wahrscheinlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Wie geplant fortgesetzt

Vonovia rechnet nicht mit einer Verzögerung im Bauvorhaben, denn trotz der laufenden Ausgrabung können die Baumaßnahmen fortgesetzt werden. „Wir gehen davon aus, dass wir wie geplant 2018 in unsere neue Zentrale einziehen können“, sagt Nina Henckel, Pressesprecherin von Vonovia. Die Kosten für den Neubau beliefen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag, sagt Henckel über das Bauprojekt als solches. Über die Mehrkosten durch die Ausgrabung könne sie aber noch keine seriösen Auskünfte geben. Die Kosten, die durch den Fund entstehen müssen nach denkmalrechtlichen Vorschriften vollständig vom Bauherrn, also von Vonovia übernommen werden. Dies tut das Unternehmen selbstverständlich und leistet damit auch „einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Bewahrung unserer Kulturgüter“, so Henckel.

:Kendra Smielowski

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RUB klagt gegen Bescheid https://bszonline.de/2015/12/07/rub-klagt-gegen-bescheid/ https://bszonline.de/2015/12/07/rub-klagt-gegen-bescheid/#respond Mon, 07 Dec 2015 16:27:32 +0000 https://bszonline.de/2015/12/07/rub-klagt-gegen-bescheid/ Der Denkmalschutz für die RUB ist in Kraft getreten. Was heißt das nun für unsere Betonschönheit? Da das nicht einmal die Zuständigen wissen, geht es jetzt vor Gericht.

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Der Denkmalschutz für die RUB ist in Kraft getreten. Was heißt das nun für unsere Betonschönheit? Da das nicht einmal die Zuständigen wissen, geht es jetzt vor Gericht.
 
Auf Betreiben der Bezirksregierung Arnsberg und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) wurde die Ruhr-Universität Bochum in die Liste der Denkmäler aufgenommen. Die Verantwortlichen seitens der RUB haben Klage eingelegt, da noch nicht abzusehen ist, inwiefern der Handlungsspielraum in Bezug auf geplante bauliche Maßnahmen eingeschränkt sein wird. 
Laufende Arbeiten, so etwa der Neubau der Gebäude IA, IB und GD sowie die bereits begonnenen Forschungsbauten Zemos und ZGH, seien nicht betroffen; diese seien laut Jens Wylkop, Pressereferent der RUB, bereits mit der Denkmalpflege abgestimmt worden. Kommende Umbauten könnten allerdings sehr wohl von dem Denkmalstatus beeinträchtigt werden. Geplant ist eine flächendeckende Modernisierung der gesamten Universität bis 2027, darin inbegriffen seien sowohl Kernsanierungen als auch Abrisse und anschließende Neubauten sämtlicher Fakultätsgebäude.
 Deshalb ist es Wylkop wichtig zu betonen, „dass bei künftigen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen die Abstimmung mit allen Beteiligten nicht zu kompliziert wird, dass sich der jeweilige Kostenrahmen der Maßnahmen möglichst nicht erhöht und dass die jeweils vorgesehenen Zeitpläne eingehalten werden.“  Markus Fischer, zuständiger Pressesprecher des LWL, dazu: „Die Denkmalpflege hat immer großes Interesse daran, dass Denkmäler genutzt werden.“
 
Prestige oder Last?
 
Wie könnte der neu erworbene Status für unsere Uni förderlich sein? Die RUB hätte, so Wylkop, als erste Universitätsneugründung der BRD und vor allem im Zusammenhang mit dem just auslaufenden Jubiläumsjahr „RUB 50“ ohnehin von ihrer „regionalen und überregionalen Bedeutung profitiert“. Rezipiert würde sie international als weltoffen, innovativ und forschungsstark und bedürfe diesbezüglich keines Denkmalstatus. Klage wurde eingereicht, um sich Zeit dafür zu nehmen, etwaige Bedenken und Kritik in Ausführlichkeit darlegen zu können. Langfristig sei aber das Ziel laut Wylkop, „mit allen Beteiligten zu einer einvernehmlichen und praktikablen Lösung“ zu kommen. 
 
Missverständnisse
 
Wir haben Studierende befragt, was sie davon halten, dass die RUB jetzt unter Denkmalschutz steht: 
„Ich finde nicht, dass die RUB architektonisch reizvoll genug ist, um  eine denkmalgeschützte Anlage zu werden“, meint Timo (27, studiert  Anglistik/Germanistik). Mitja (25, studiert Anglistik/Philosophie) kommentiert den neuen Status ähnlich, die RUB sei „ein typisches Bauwerk der 60er, grau in grau, nicht besonders hübsch anzusehen und ohne architektonische Schönheit“.
Auch schlaue Studierende unterliegen aber Irrtümern. Die „Kategorie Schönheit“ werde, so Fischer vom LWL, bei der Bewertung nicht im mindesten berücksichtigt. Vielmehr sei ein Denkmal ein „Geschichtszeugnis in Stein“; und das ist unsere RUB allemal.
 
:Tobias Möller 
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