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Bermuda3Eck
Wat wäre Bochum ohne dat Eck? Hier bekommste dat ein oder andere Schlürpf und wat zu Futtern. Nich nur dat, zu nich Viruszeiten findeste hier sogar wat zum Absteppen. Kleiner Tipp: vielleicht gibbet immer noch unerschrockene Jünglinge, die vor der Anneliese (Konzerthaus), bei kühleren Temperaturen sich warmtanzen. Vielleicht ja dann mit Glühwein, satt Bierchen dazustossen.
Aber et muss ja auch nich immer feiern sein, kannst auch einfach ma ins Kino gehen, Billiard spielen oder einfach rumschlawenzeln und gesehen werden.
Theater/Kunstvielfalt
Wusstese, dass die Bochumer Kunstszene richtig vielfältig is? Hier gibbet nich nur dat berühmte berüchtigte Schauspielhaus, sondern ne richtig große freie Kulturszene. So kannse Dir zum Beispiel im Theater unter den Schienen,
Rottstr. 5, intime und neu gedachte Theaterkunst anschauen. Und wenn et mal nich Theater sein soll, kannse ma schauen, wat im Bahnhof Langendreer stattfindet. Denn da kannse auch ma aktiv mitmachen, selber die Kunst sein oder erlernen. Und wenn dat Virus nich wär, könntese dat ein oder andere Konzert erleben. Ob in der Jahrhunderthalle, am Bahnhof, im Riff oder inna Rotunde. Vielleicht findeste ja wat Passendes, dat dieses Jahr nich ausfällt.
Museen
Bissken Kultur und Tradition muss auch ma sein. Hier kannse von unter Tage bis in den Weltraum. Dat geht nich ma in New York! Hier lernse noch echte
Kerls kennen, die richtig malocht haben. Zum Beispiel im berühmten Bergbau-Museum. Et is zwar nie ein aktivet Werk gewesen, bringt Euch dennoch den Spirit des Ruhrgebietes nah. Und wenn et nach Corona mal wieder geöffnet hat, dann solltesse ma auf jeden Fall ins Planetarium gehen, natürlich nur wenne keine Angst vor den Weiten des Weltalls has!
Natur
Gehma an die frische Luft! Nen Herbstspaziergang im botanischen Garten an der Uni hat noch niemandem geschadet. Und wenne doch nen bisken Seeluft wills, kannse auch zur Kemnade fahren und ne große Runde um den Teich machen und dat sogar mit dem Fahrrad oder auf Inliner. Nich zu vergessen, dasse sogar im Sommer da surfen kannst. Und wenn wa schon bei Sport sind. Warum nich ne Runde durch den Westpark joggen? Oder mit eifrigen Sportler:innen ein kleines Bootcamp auf den Wiesen machen? Wenne raus willst, gibbet viel Grün und Möglichkeiten. Und wenne zugezogen bis und in Uninähe wohnst, dann kannse in Querenburg, in Wohnheimnähe, auf den Kalwes gehen und dich von 35 Hektar Eichen- und Buchenmischwald erden lassen.
:Abena Appiah
]]>Beim „Fest der Kulturen“, das sich in diesem Jahr unter der Kooperation zwischen der Stadt Bochum, der Bochumer Veranstaltungs-GmbH und dem Bahnhof Langendreer zum vierten Mal jährt, stehen laut Veranstaltungstext das gemeinsame Miteinander, Feiern, Zuhören, Mitmachen und Kennenlernen im Mittelpunkt. Es wird für jedeN etwas geboten, die kulturelle Vielfalt spielt eine zentrale Rolle und wird zelebriert.
Herausragende KünstlerInnen und AkteurInnen aus verschiedenen Ecken der Welt werden ihre Kunst darbieten. So tritt mit Orlando Julius & the Heliocentrics ein Held der nigerianischen Musik auf – er mischt Rhythm and Blues mit Soul und afrikanischen Beats und macht aus einfachen Melodien geradezu hypnotische Themen. Das Duo Gato Preto, bestehend aus Gata Misteriosa und Lee Bass aus Düsseldorf, mischt Grooves aus verschiedenen Gegenden der Welt und machen eine spannende Mischung aus Favela Funk und Techno, unterlegt mit portugiesischen Lines.
Daneben bietet der Marktplatz auf dem Außengelände der Jahrhunderthalle wieder zahlreiche Möglichkeiten, an den Ständen der verschiedenen Initiativen, Gruppen und Vereine sich auszutauschen und zu informieren. Auch allerlei ausländische Köstlichkeiten werden angeboten. Der IFAK e.V., der Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe und Migrationsarbeit, hat auch in diesem Jahr wieder ein turbulentes und abwechslungsreiches Kinderprogramm im Petto. Finanzielle Unterstützung erhält Ruhr International seit vielen Jahren von der Sparkasse Bochum. Annette Adameit, dortige Kommunikationsleiterin, betont: „Bei Ruhr International kommen an und in der Jahrhunderthalle die unterschiedlichsten Kulturen zusammen, sie feiern und genießen gemeinsam. Dieses friedliche Kennenlernen im gegenseitigen Respekt unterstützen wir gerne“.
Ruhr International versteht sich – laut OrganisatorInnen – als Wegbegleiter zu einer Metropole der kulturellen Vielfalt, des Austausches und der Kommunikation. 2016 hat sich das Festival auf vielfache Weise mit dem Schwerpunkt „Flucht und Kultur“ auseinandergesetzt. 2018 möchte man zeigen, dass das was 2016 noch diskutiert wurde, 2018 bereits gelebt wird.
:Helena Patané
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„Das ist das großartigste Event, auf dem ich je gewesen bin; das ist Steampunk“, schwärmte der niederländische Tüftler Mickey Knox aus Amsterdam, der mit seiner zehnköpfigen Gruppe Clockwork Carrousel auf dem Jahrmarkt ihre fantasievollen Erfindungen präsentierte. „Die Mischung zwischen alter Fabrik, Karneval und Steampunk – das ist der perfekte Mix.“ Knox hatte sich vor zweieinhalb Jahren in das anachronistische Science-Fcition-Subgenre verliebt, zu dessen Hauptmerkmalen viktorianisch angehauchte Kleidung und dampfbetriebene Apparaturen gehören. Knox reize vor allem, dass er seiner Kreativität freien Lauf lassen und erschaffen könne, was er wollte. Je nach Größe seiner Projekte dauere der Bau mehrere Stunden, manchmal aber auch Monate. Viel Geld kosteten ihn seine Tüfteleien dagegen nicht.
„Ich baue gern alles aus Schrott, aus Müll“, erläuterte Knox anhand seiner Steampunk Double Gatling Gun, an der er sechs Monate lang fünf Stunden pro Woche gebastelt hatte. „Alle Teile habe ich gefunden, nur eins habe ich gekauft für 25 Euro. Mehr hat mich die ganze Gatling Gun nicht gekostet.“
Ausgefallene Apparate gab es auch bei der Gruppe S-Team-Art aus Baden-Württemberg zu bestaunen, die ihren Stand neben der Geisterbahn am gegenüberliegenden Ende der Jahrhunderthalle aufgebaut hatten. Der Zeppelin, der im Laufe des Tages mehrfach in der Halle kreiste, hielt leider nicht das ganze Event lang durch, aber die anderen Maschinen, über deren Sinn und Zweck das Publikum rätseln mag, werden in regelmäßigen Abständen vorgeführt.
„Wichtig ist mir auch die Funktionstüchtigkeit; es soll sich was drehen, bewegen, leuchten“, erklärte Raphaelius Alva Grußer über den eigenen Anspruch an die Erfindungen. Bei komplexeren Apparaten müsse er sich vor dem oft mehrmonatigen Bau auch Skizzen machen, kleinere Projekte entstünden auch nebenher. „Ich bin stolz auf jedes, in jedem steckt viel Liebe und Arbeit.“ So etwa in dem Dampfhorn-Spielophon, einer dampfbetriebenen Spieluhr mit Beleuchtung. Neben dem Basteln ist aber auch der Kontakt zu Gleichgesinnten bei den Treffen seiner Gruppe wie auch bei Events wie dem Steampunk-Jahrmarkt ein wichtiger Aspekt des Hobbys, so Grußer: „Ich lerne viele Leute kennen, die ähnlich ticken wie ich, die so – in Anführungszeichen – verrückt sind wie ich, denn ganz normal sind wir ja nicht.“
Nicht nur die AusstellerInnen präsentierten ihre anachronistischen Science-Fcition-Erfindungen, sondern auch zahlreiche BesucherInnen. Für viele von ihnen ist der Steampunk-Jahrmarkt ein Entfliehen aus der Realität in eine magische Welt, darunter auch die 34-jährige Medzinstudentin aus Bonn, die sich in dem Steampunk-Gengre als Jules H. Aetherton vorstellt. „Ich möchte lieber nicht darüber nachdenken, wie lange ich an meinem Kleid gearbeitet habe“, antwortet Jules auf die Anfrage, wie viel Zeit sie für ihr detailreiches Kleid brauchte. Auf ihrem Rücken trug sie eine Art schmaler Rucksack mit rundem Fenster, in dem Blitze zuckten. „Man braucht dafür eine Plasmascheibe, die auf Ton reagiert, so entstehen dann die Blitze“, erklärte Jules, die nicht als einzige steampunkiges Gepäck mitschleppte. Zahlreiche BesucherInnen hatten runde oder eckige Gefäße als Rucksack, die mit Wasser befüllt und mit LEDs beleuchtet waren. Immer wieder pusteten sie in Schläuche, damit sich ein Luftkissen aufblies und es in den Gefäßen sprudelte.
Julia und Pierre Leszczyk sind das ganze Jahr über auf viktorianischen Veranstaltungen unterwegs und das weltweit. Sie sehen sich als Teil der Zeitreiseszene. Die Leszczyks mögen die Offenheit und Freundlichkeit ihrer Gleichgesinnten. „Es ist toll auf diesen Veranstaltungen immer wieder neue Menschen kennenzulernen, die dasselbe Interesse zeigen und wir die neuen Freundschaften auch immer wieder auf Events antreffen und uns austauschen können“, schwärmte Pierre.
Bereits auf dem ersten Steampunk-Jahrmarkt waren auch einige Mitglieder des Karnevalsvereins Scooterteam Linz, darunter Thomas Singer: „Wir suchen uns hier neue Anregungen und haben dieses Jahr zu Karneval auch einen Wagen im Steampunk präsentiert.“ Normalerweise sei der Karnevalsverein über das Jahr gesehen kein Fan von Zeitreisen, für die Vereinsmitglieder sei es ein Grund mehr sich zu verkleiden, daher werden sie an diesen Freitag auch beim „Rock ‘n‘ Roll anne Raupe“ in neuen Kostümen den Jahrmarkt unsicher machen.
:Johannes Opfermann &
:Katharina Cygan
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