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Bei der internationalen Woche ging es vor allem darum, die vielen PartnerInnenprogramme der als weltoffen betitelten Ruhr-Uni mit zahlreichen Universitäten im Ausland hervorzuheben.
Der Donnerstag stand unter dem Titel „The Americas – From North to South“ und der Titel war Programm – denn schließlich besteht der amerikanische Kontinent nicht nur aus den USA und Kanada; und so widmete sich ein Großteil der dargebotenen Vorträge und Infostände vor allem den Austauschprogrammen mit Unis auf dem lateinamerikanischen Teil des Kontinents.
In diesem Teil der Welt, so Stefan Hollensteiner in seinem Vortrag, sei die RUB sehr aktiv. Gemeinsam mit der TU Dortmund und der Uni Duisburg-Essen betreibt die Ruhr-Uni unter dem Namen „Universitätsallianz Ruhr“ (UAR) seit 2009 zwei Büros in den brasilianischen Metropolen Rio de Janeiro und São Paulo.
Letztere stellt zugleich den größten deutschen Industriestandort im Ausland dar. „Außerdem gilt die Universidade de São Paulo traditionell als beste Uni Lateinamerikas“, erklärt Hollensteiner mit Blick auf verschiedene internationale Hochschulrankings.
Während die UAR-Büros in Brasilien Studierende in den Ruhrpott locken wollen, funktioniert der Austausch natürlich auch in die andere Richtung: Mit sieben brasilianischen Unis besteht derzeit eine Austauschkooperation, so Veronika Fuckel vom International Office der RUB. „An jeder Uni haben wir zwei Plätze für RUB-Studierende – außerdem konnten wir achtzig Prozent der Bewerber durch das Stipendienprogramm PROMOS fördern“, erläutert sie. Obwohl die brasilianischen Austauschprogramme prinzipiell Studierenden aller RUB-Fakultäten offen stehen, hebt Stefan Hollensteiner vor allem die Bedeutung des Landes als naturwissenschaftlichen Forschungsstandort hervor.
Auf eines müsse man sich allerdings einstellen, wenn man das Abenteuer Brasilien wagen möchte: „Seien Sie darauf vorbereitet, dass die Lehrveranstaltungen auf Portugiesisch abgehalten werden!“
So stehen bei der Internationalen Woche zwar auch Austauschprogramme mit Unis in aller Welt im Vordergrund, etwa wenn sich am Asien-Tag die chinesische Tongji University oder die Ewha University in Südkorea als Partner-Unis der RUB die Ehre geben, doch die Infoveranstaltung wird eingebettet in ein kulturelles Rahmenprogramm mit japanischem Schwertfechten oder einer Führung durch den kürzlich wiedereröffneten Chinesischen Garten.
Kulturelles wird dem Publikum auch am Osteuropa-Tag am Dienstag geboten. Neben einer Aufführung des Stücks „Die 12 Stühle“ nach einem russischen Literaturklassiker der Autoren Ilja Ilf und Jewgeni Petrow erwarten Euch Lesungen auf Polnisch und Russisch sowie das Fotoprojekt „Die Schönheit Makedoniens“ des Künstlers Dejan Krajčevski.
Am Mittwoch bricht die Internationale Woche am Westeuropa-Tag in Gefilde auf, die uns auf den ersten Blick vielleicht näher erscheinen – aber dann doch wieder exotisch wirken, wenn es beispielsweise darum geht, in Mini-Kursen Einblicke in Sprachen wie Gälisch oder Katalanisch zu erhalten. Der The Americas-Tag am Donnerstag hingegen wartet vor allem mit Crashkursen in Spanisch und Portugiesisch auf – schließlich besteht der amerikanische Kontinent nicht nur aus den USA und Kanada. Dementsprechend orientiert sich auch das Rahmenprogramm vor allem an der Kultur Lateinamerikas.
Abgerundet wird die Internationale Woche mit dem Global Day am Freitag, an dem unter anderem ein Workshop zum Thema „Interkulturelle Kompetenzen“ ein Gefühl für den Umgang mit fremden Kulturen vermitteln soll – denn wer weiß, vielleicht wurde der ein oder andere von Euch ja für einen Auslandsaufenthalt begeistert?