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Ich bin kein Hitzemensch und daher vermutlich nicht gerade die Beste, um Tipps zu geben. Ich leide einfach und warte darauf, dass es vorbei ist. Erträglicher machen es allerdingsRollos, welche die Sonne reflektieren. Und die ziehe ich den ganzen Tag nicht hoch. Aber auch ein längerer Mittagsschlaf oder Siesta, wie die Menschen von der iberischen Halbinsel sagen wurden hilft mir sehr. So verpasse ich die größte Hitze einfach. Abends, wenn es leicht abgekühlt ist, kann ich dann noch mal etwas besser funktionieren.
Pro-Tipp einer „guten“ Stundentin: Meidet die falschen Räume in der Universitäts Bibliothek! Man meinen könnte meinen, dass der Betonklotz ausreichend kühlen würde, aber dem ist nicht so! Zumindest die Seite zum Audimax hin heizt sich leider sehr stark auf!
:leen
Ja, man kennt es. Im Hochsommer ist es mittags einfach viel zu heiß, um nach draußen zu gehen, geschweige denn, körperlich aktiv zu werden. Sobald man nach draußen tritt, kommt einem der Boden wie eine Herdplatte vor. Gerade aus diesem Grund gehe ich bei hohen Temperaturen gerne in Waldgebiete. Einfach dort spazieren gehen. Die dichten Baumkronen halten die Sonnenstrahlen davon ab, mich bei lebendigem Leibe zu brutzeln. Normalerweise ist das Klima hier vergleichsweise kühl. Und falls Ihr ein Hund habt, wird er es Euch danken!
:levi
Suche dir den kühlsten Raum in deiner Wohnung aus für den Schlaf. Halte das Bett kühl, indem du leichte Bettwäsche benutzt oder ein Baumwolltuch verwendest. Es ist auch empfehlenswert, eine kalte Wärmflasche mit ins Bett zu nehmen. Wenn es mal richtig heiß ist, kann man kühle Tücher vorbereiten, um sich diese auf die Stirn und Arme oder Beine zu legen. Dies kann die Körpertemperatur mildern. Für eine optimale Schlafkleidung sollte man sich atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle oder Seide aussuchen.
Heißer Tipp: Bettwäsche und Kleidung in den Kühlschrank gewähren eine angenehme Kühle!
:jen
Ihr habt noch das ein oder andere Festival vor Euch, aber kommt bei dem Gedanken an die hohen Temperaturen jetzt schon ins Schwitzen? Dann packt unbedingt eine faltbare Wasserflasche und einen Fächer mit ein. Die Wasserflasche lässt sich ganz einfach an einer Tasche befestigen. An den kostenlosen Trinkbrunnen könnt Ihr diese dann auffüllen. So ist sichergestellt, dass Ihr auf jeden Fall ausreichend trinkt. Der Fächer ist zudem ein richtiger Allrounder, wenn es um Hitze geht. Ob Luft zufächeln, Schatten schaffen oder den Schweiß im Gesicht verbergen – das Ding ist ein Naturtalent und kostet kaum was. Sucht Euch aber am besten einen aus, den Ihr an Eure Kleidung oder Accessoires klemmen könnt, damit spart Ihr nicht nur Taschenplatz, sondern habt den Fächer auch immer griffbereit.
:ano
Wer ein kühles Zimmer möchte, sollte wissen, wie man richtig lüftet. Zunächst erscheint es doch logisch, bei warmem Wetter und stickiger Luft auch tagsüber frische Luft in die Räume hineinzulassen. Doch das ist leider ein Trugschluss. Wer tagsüber lüftet, lässt eigentlich nur die warme Luft von draußen rein und heizt damit das Raumklima unnötig an. Am Besten wird früh morgens gelüftet, wenn die Sonne noch nicht alles aufgewärmt hat. Danach gilt es, Fenster und Vorhänge zu schließen. Denn auch die Sonnenstrahlen, die durch das Fenster scheinen, heizen die Wohnung auf. Wenn der Raum dunkel ist, bleibt es in der Regel auch kühl.
:afa
Jaja, die Sache mit der Hitze. Ich trinke an heißen Tagen heißen Tee. Ja, ihr habt richtig gelesen HEIßEN Tee. Warum? Das hat mir Vattern schon beigebracht. Es gibt auch den Mythos, dass das genau das richtige sei. Da es in Ländern rund um die Sahara und wärmeren Gebieten häufig eine Art Standard ist. Aber das wurde wissenschaftlich noch nicht beweisen. Generell ist es erstmal wichtig, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, den wir so ausschwitzen. So geht es dem Kreislauf gut und die Schweißproduktion wird auch nicht beeinträchtigt. Was ich Euch aber sagen kann ist, dass eiskalte Getränke Magenkrämpfe verursachen können insbesondere, wenn diese gesüsst sind.
:bena
Mein persönlicher Favourite an heißen Tagen: selbst-gemachter Eistee. Drei Beutel Schwarztee mit einem Liter Wasser aufkochen, drei Zitronen auspressen und Saft hinzugeben. Dann Zucker hinzufügen, bis es süß genug ist (bei mir ca. 50 Gramm), ab in den Kühlschrank und fertig. Hält sich knapp eine Woche, erfrischt und schmeckt super!
:juli
Mein Hitzetipp sind lange, breite Gewänder. Ein langer Rock oder breite, luftige Hosen und ein helles Oberteil sind perfekt, um sich vor der Hitze der Sonne zu schützen, die uns insbesondere hier in Deutschland zu schaffen macht. Gepaart mit einer Kopfbedeckung und Wasser bin ich so perfekt gewappnet für den Sommer.
:ayem
„Hey?! Schon mal nach 22 Uhr in der RUB-Bib gewesen? Da soll es in den oberen Etagen echt heiß hergehen!“ So oder so ähnlich habt Ihr es vielleicht schon mal von dem oder der einen Studierenden an der Ruhr-Universität gehört. Nachts soll es in der Bibliothek kuschelig und wuschelig werden, so zumindest köchelt die Gerüchteküche. Ein guter Grund für einen investigativen Journalisten, sich das ganze mal persönlich anzuschauen! Außerdem steht ja über die Semesterferien sowieso auch noch die ein oder andere Hausarbeit an, also vielleicht lässt sich das in diesem Falle ja sogar gut kombinieren …
Bevor zweimal darüber nachgedacht werden konnte, schnell daheim den Laptop eingepackt, einen Collegeblock, zwei, drei Stifte (Kugelschreiber und Textmarker) gegriffen und auf ins Getümmel! Angekommen an der Universitätsbibliothek wirkt die sonst so volle Bücherleihstelle an diesem ausgewählten Donnerstagabend eher verloren. Es scheint als wären mehr Spinde in Benutzung, als Studierende hier anwesend. Doch von Geisterstadt ist auch noch nicht so ganz die Rede. Die meisten einsamen Seelen halten sich aber zumindest direkt im Untergeschoss auf. DOCH OBEN SOLL ES JA HEISS HER GEHEN! Irgendwie sehen hier unten alle so aus, als würden sie arbeiten wollen. Unterwegs nach ganz oben, laufe ich weiter an vereinzelten Studierenden vorbei, die trostlos auf PDFs schauen. Entweder ist es Corona-Vorsicht oder hier liegt doch nicht so viel Liebe in der Luft wie mir versprochen wurde. Egal, weiter hoch bis in die fünfte Etage, weil ich feststellen muss, dass die Treppe zur sechsten Etage auf den ersten Blick nicht zu finden ist. Ist dort vielleicht der geheime Ort für Techtelmechtel? Muss ich den Fahrstuhl nehmen? Oder alles nur Gerüchte?
Ich denke nach über „gute“ Sprüche, die die Stimmung kippen könnten: „Hey, bist du hier zum Lernen? Oder zum Kennenlernen?“ Und stelle mir Fragen wie: „Gibt es in der Bib eigentlich Bücher übers Flirten?“ Naja, Flirtsprüche sollten in der Regel nicht mehr als kitschig-peinliches Kopfkino sein und wirken in der Realität häufig cringy. Doch hier geht es heute um Enthüllungsstorys! Aber wo ich auch suche, kein Anzeichen von Bib-Flirts. Vielleicht zwischen den Bücherregalen? Fehlanzeige. In den hintersten Ecken? Auch nichts … In den bequemen Liegesesseln mit Sichtschutz? Ist heut niemand …
Knapp 22:30 Uhr: Einsam mit drei weit verteilt sitzenden, mitleidenden Student*innen habe ich mich nun auf der vierten Etage eingefunden, öffne meinen Laptop und möchte damit beginnen, mir die Dokumentation zu Ende anzuschauen, die ich daheim für eine Hausarbeits-Recherche angefangen habe. Kaum habe ich mich hingesetzt, ertönt auch schon der Gong und eine Durchsage: „Die Bibliothek schließt in einer halben Stunde, bitte begeben Sie sich zum Ausgang.“
Shit … aber `ne halbe Stunde lass ich es noch krachen! Spaß beiseite, sollte Euch wirklich mal jemand ungefragt in der Bib unangenehm zu Nahe kommen, sagt dem*derjenigen, dass ihr nicht am Flirt interessiert und hier zum Lernen seid. Wendet Euch zur Not an den Sicherheitsdienst. „Die Bibliothek schließt in fünfzehn Minuten, bitte begeben Sie sich zum Ausgang“. Und noch einmal auf Englisch: „The library closes in 15 minutes, please go to the exit. Don’t forget your personal belongings“ Hey! Das ham se so gar nicht gesagt!
:Christian Feras Kaddoura
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