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Endlich wurden die neuen Hauptdarsteller:innen der kommenden Harry Potter Serie bekannt gegeben. Wer wird das magische Trio verkörpern und wer kann sich die Nebenrollen sichern?
Es ist 14 Jahre her, seitdem Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 in den Kinos die Kassen klingeln ließ. Nun werden im Rahmen einer HBPO-Serie alle sieben Bände der Buchreihe erneut verfilmt werden — in sieben Staffeln wird die famose Fantasy Reihe wieder zum Leben erweckt.
Für die ikonische Saga aus Großbritannien ist man einem britischen Cast treu geblieben. Einige Schauspieler:innen wurden bereits für Nebenrollen in dem Film verpflichtet. Nach und nach wird der Vorhang kurz vor Beginn der Dreharbeiten gelüftet. Doch viele der Darsteller:innen sind tatsächlich alles andere als Unbekannte!
Bertie Carvel wird in die Fußstapfen von Robert Hardy treten und in der kommenden HBO-Serie offiziell die Rolle von Cornelius Fudge übernehmen. Bisher kennen wir Carvel aus diversen Nebenrollen des britischen TVs — darunter Sherlock, Doctor Who oder Inspector Barnaby. Einem breiteren Publikum wurde durch die Serie The Crown bekannt, wo er gegen Ende der 5. Staffel zum Hauptcast dazustieß und dort den britischen Premierminister Tony Blair verkörperte.
Der US-Schauspieler John Lithgow, bekannt durch seine Rollen in „The Crown“ und „Conclave“, wird als der weise Professor Albus Dumbledore zu sehen sein. Nick Frost, ein berühmter britischer Comedystar, wird den liebenswerten Wildhüter Rubeus Hagrid spielen.
Die Rolle von Severus Snape wird von Paapa Essiedu gespielt und keine andereBesetzung hat so viel Kritik von Fans hervorgerufen wie diese. Online wird zunehmend eine unzureichende Ähnlichkeit zur Buchfigur bemängelt. Snape, der im Buch als fahl und unattraktiv beschrieben wird, würde nicht charakteristisch dargestellt werden. Andere Stimmen betonen, dass Snapes Charakter mehr durch seinen inneren Kampf als über sein Aussehen definiert wird. Die Kritik an der Besetzung durch einen schwarzen Darsteller sei auch auf Rassismus zurückzuführen. Seine bekannten Rollen in der Serie “I May Destroy You” (2020) und dem Film “The Outrun” (2024) beweisen so oder so Essiedus schauspielerisches Talent. In “I May Destroy You” (2020) spielte er eine zentrale Rolle in Michaela Coels gefeierter BBC/HBO-Serie, was ihm Emmy- und BAFTA-Nominierungen einbrachte und seinen Ruf als ernstzunehmenden Schauspieler festigte.
Er war zudem der erste schwarze Hamlet der RSC in “Hamlet” (2016) und gewann den Ian Charleson Award für diese Leistung.
Gerüchten zufolge soll Oscarpreisträger Cillian Murphy einen Bösewicht spielen. Welchen, ist nicht bekannt, doch die Figur des Lord Voldemort wäre naheliegend.
Das neue Trio
Im vergangenen September folgten rund 32.000 Kinder dem Castingaufruf. Laut HBO sichtete das Castingteam täglich Videoaufnahmen von bis zu 1.000 Kandidat:innen. Dominic McLaughlin, Alastair Strout und Arabella Stanton sind schließlich die drei Newcomer, die mit der Harry Potter-Serie in die Rollen des ikonischen Trios schlüpfen sollen. Dominic McLaughlin wird den zauberhaften Helden Harry spielen. Sein Alter von schätzungsweise zehn bis elf Jahren macht ihn jedoch nicht zum absoluten Anfänger. Er hat die letzten fünf Jahre an der "Performance Academy Scotland" eine Ausbildung in den Bereichen Drama, Theater und Schauspiel genossen und wie "Mirror" berichtet, wird er trotz seiner jungen Jahre auch schon bald in anderen Produktionen, wie dem Sky-Original "Grow" und "Gifted" auf dem britischen Sender BBC zu sehen sein.
Die zehn jährige Arabella Stanton, die die wissbegierige Hermine Granger verkörpert, hat bereits auf der West End-Bühne gestanden, wo sie als Matilda in “Matilda the Musical” und als Control in Andrew Lloyd Webbers Produktion “Starlight Express” auftrat. Stanton wird online bereits für ihr Casting Video gefeiert, in dem sie die neunmalkluge Hermine laut den Fans absolut buchgetreu verkörpert. In die Fußstapfen von Emma Watson zu treten ist kein leichtes Unterfangen, doch es heißt, ihre voluminösen Haare und die präsenten Schneidezähne würden ihr sogar eine größere optische Ähnlichkeit zur Buchfigur verschaffen.
Der rothaarige Alastair Stout übernimmt die Rolle des authentisch-tollpatschigen Ron Weasley. Im Vergleich zu den anderen beiden Hauptdarsteller:innen scheint er die geringste Erfahrung in der Filmbranche zu haben. Er ist bisher nur in einer Werbekampagne aufgetreten, wo er eine Rolle als ‘son at dinner’ verkörperte.
Die Dreharbeiten zur Serie sollen noch in diesem Sommer beginnen, die TV-Premiere ist für 2026 geplant. Das Drehbuch wird von Francesca Gardiner geschrieben, die auch schon zahlreiche Episoden der Erfolgsserien „Succession“ und „Killing Eve“ geschrieben hat. Produziert wird die Serie von HBO, dem Studio hinter Serien wie „Sopranos“, „The Wire“ und „Game of Thrones“.
Hitziger als die Rivalität zwischen Harry und dem dunklen Lord sind nur noch die Onlinediskussionen darüber, inwieweit man ein Remake überhaupt braucht.
Meine abschließende Meinung dazu ist nur das, was mein Vater immer zu sagen pflegte: „Was braucht man schon?“. Die alten Filme werden nicht in Vergessenheit geraten und dennoch ihren Kultstatus behalten. Viel mehr sollte man sich Gedanken über J.K. Rowlings diskriminierende Haltung gegenüber Trans*-Menschen und inwiefern man ihren menschenfeindlichen Aktivismus durch das Streamen der neuen Serie mitfinanzieren möchte. Es ist also keine Frage der Notwendigkeit, sondern der Folgenschwere.
:Levinia Holtz
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Muggel

1. Professor Snapes Fachgebiet! Der Meister der Zaubertränkewill wissen:
Was hilft gegen die meisten Gifte?
2. Die erste Fahrt nach Hogwarts: Harry packt einen Schokofrosch aus – welcher Charakter ist auf seiner ersten Sammelkarte?
Halbblüter

1. Wer hat den Zauberspruch „Levicorpus“ erfunden, der den Getroffenen an den Füßen in die Luft reißt?
2. Welchen Zauberspruch wendet Hermine im Drei Besen an, um den Weihnachtsbaum vor ihren Tisch schweben zu lassen, damit Harry, der verbotenerweise in Hogsmead ist, nicht von Fudge nicht entdeckt wird?
Reinblüter

1. Sportfreaks aufgepasst! Es gibt 700 Arten ein Foul zu begehen, sie alle fanden beim Endspiel der Ersten Quidditch-Weltmeisterschaft statt – doch in welchem Jahr war sie?
2. Charakteren. Menschen, Tiere, Kreaturen, Pflanzen, Geschöpfe. Einige haben Namen andere nicht. Ein Charakter heißt „Hokey“. Wer ist er oder sie?
:Kendra Smielowksi
Lösungen: Bezoar; Albus Dumbledore/ Snape; Mobiliarbus/ 1473; Die Hauselfe von Hepzibah Smith
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Welche Gestalt hat der Patronus von Luna Lovegood? Welche Gravur hat der Stein auf dem Ring der Familie Gaunt? Wieviel Sickel wollte Mundungus Fletcher von den Weasley-Zwillingen für die Knarlkiele? Keine Ahnung, wovon die Rede ist? Dann wärt Ihr beim Pub Quiz mit dem Thema Harry Potter am vergangenen Dienstag ziemlich aufgeschmissen gewesen. Zehn Teams mit jeweils zehn Leuten traten in mehreren Kategorien gegeneinander an. Darunter Muggelkunde, Zaubertränke, Verteidigung gegen die Dunklen Künste, um nur einige zu nennen. Wer nicht im Zehnerpack angetreten ist, wurde mit anderen Teilnehmer*innen zusammengewürfelt, sodass immer Zehnerteams entstanden sind. Pub Quiz – connecting people sozusagen.
Organisiert wurde das Pub Quiz zur Potter-Welt zum zweiten Mal von der Fachschaft Lehramt. Und es scheint erfolgreich gewesen zu sein: Das KuCaf war voll, die Teams motivert und kreativ. So kämpften „Die Niffler“, „Die weisen Steine“, „Das Inquizitionskommando“ und sieben weitere Teams um den Sieg. Zu gewinnen gab es mysteriös-geheimnisvolle Tüten. Am Ende sollte sich herausstellen, dass ein Poster vom Schloss, eine vegane Schnatz-Seife und ein Kissenbezug im Potterstyle drin waren.
Nach einigem Auf und Ab konnte „Das Inquizitionskommando“ das Rennen in der „Goldener Schnatz“-Bonusrunde für sich entscheiden, bei der es sogar Minuspunkte hätte geben können. Micha aus dem Gewinnerteam resümiert: „Die Fragen waren klasse; ich hatte einen zauberhaften Abend.“ Auch wenn er ein bisschen enttäuscht ist: „Ich hatte gehofft, in den Gewinntüten wäre Wein“, sagt er mit einem Augenzwinkern.
Für kommende Quizze sollte die Organisation noch ein wenig angepasst werden. So ließ sich der Punktestand zwar jederzeit – jedenfalls theoretisch – auf einem Whiteboard mitverfolgen, allerdings war die Schrift gerade in den hinteren Reihen schlicht zu klein und dadurch schwierig zu lesen. Als Wink mit dem Zaunpfahl empfehle ich dem FSR noch die Schreibweisen des einen oder anderen Namens nachzulesen.
PS.: Die Lösungen: Ein Hase, das Wappen der Familie Peverell und sechs Sickel.
:Kendra Smielowski
]]>Ganze Generationen kennen und lieben den vernachlässigten Schrankbewohner und die Welt, die er rettet. Nach Hogwarts Mysteries kam vergangene Woche Wizards Unite in den Google Playstore. Das Potteruniversum kommt ins real life. Durch die Uni streifen und fix einen Werwolf bekämpfen, verlorene Schätze einsammeln, Auror*in oder Professor*in werden, Tränke brauen ohne einen miesepetrigen Snape, der einem auf die Finger guckt. Mein Nerd-Herz schlägt höher.
Das Game von Niantic nutzt das selbe Gameplay wie Pokémon Go. Über GPS wird der Standort verzeichnet, mit eingeschalteter Kamera werden die Kreaturen und Monster in die reale Welt übertragen und eingefügt. Kämpfe werden über Zaubersprüche ausgetragen, die mit dem Finger in einer bestimmten Zeit möglich akkurat nachgezeichnet werden müssen. Beruflich kann man Auror*in, Magiezoolog*in oder Professor*in werden. Die Berufe bringen einzelne Vorteile mit sich, beispielsweise die Mitkämpfer*innen in einer Begegnung in den Ruinenkammern heilen zu können oder gegen bestimmte Monstergruppen (beispielsweise „Dunkle Magie“) besonders stark zu wirken.
Unterschiedliche Stops sind im Vergleich zu Pokémon Go ebenfalls anzutreffen. Es gibt normale Gasthäuser, in denen die Zauberenergie aufgefüllt werden kann (die Ressource, die für Kämpfe benötigt wird); es gibt Gewächshäuser, die ebenfalls die Zauberenergie auffüllen und in denen Zutaten für die Tränke sowohl gesammelt als auch angepflanzt werden können. In den Taschen können Zutaten gesammelt, Tränke gebraut, Portschlüssel durch Schritte freigeschaltet werden.
Die Storyline: Irgendwas hat die Magische Welt vereinnahmt. Diverse magische Gegenstände (im Game „Findbare Gegenstände“ genannt), die den Potter-Fans gut bekannt sind, werden von Wichteln oder Feuer bewacht („Fundwächter“). Ebendiese werden von Dir als rumlaufendem Zauberer oder Hexe bekämpft, damit die Dinge an ihren Platz zurückkommen. Gekämpft wird, wie erwähnt, über Zauber, die bei möglichst akkurater und schneller Ausführung die Fundwächter erfolgreich in die Flucht schlagen.
In den Festungen können Gruppenkämpfe gegen mehrere Monster ausgetragen werden. Dabei wird die Schwierigkeit, die Anzahl und Art der Gegner zum einen von dem Level der betretenen Kammer bestimmt als auch von der Stärke und Art der eingesetzten Runensteine. Abhängig vom gewählten Unterrichtsfach (beispielsweise Runenstein zum Thema „Dunkle Künste“) treten Monster aller Art auf (beispielsweise „Todesser“), die für Auror*innen (mit ihrem Bonus gegen Schwarze Magie) leichter zu bekämpfen sind.
Durch Schritte freigespielte Portschlüssel bringen einen an einen völlig anderen Ort, an dem man Schlickschlupfe fangen muss, um Boni zu bekommen.
Alles in Allem für mich als – ich gestehe – Fangirl der Potterwelt ein ziemlicher Zeitkiller. Das Spielen selbst ist durch mehr Interaktion mit der Spielewelt und durch unterschiedliche Arten, die Zauber auszuführen, kurzweiliger als Pokémon Go und weniger schnell eintönig. Die Spawnrate (für die Noobs unter Euch: die Rate mit der die Gegenstände erscheinen) ist ebenfalls besser. Die Kämpfe sind abwechslungsreicher, das Spiel auch allein gut spielbar, sogar die Festungen sind allein spielbar.
Für mich ein klares „Go“ an die Wizards dieser Welt!
Text und Screenshots :Kendra Smielowski
]]>Jedes Jahr im März veranstaltet das LWL-Museum für Archäologie eine lange Museumsnacht, die unter einem besonderen Motto steht. Üblicherweise ist dieses immer auf eine aktuelle Sonderausstellung abgestimmt worden. Doch dieses Jahr stand alles unter dem Zeichen der Fantasy.
Aber wie passt ein archäologisches Museum und ein Fantasy-Ort zusammen? Denn viele Geschichten dieses Genres basieren auf Erkenntnissen der Archäologie und der Geschichtswissenschaft.
Um 20 Uhr öffnen sich die Türen des Museums. Michael Völkel alias Spielmann Michel begrüßt die Besucher*innen mit mittelalterlicher Musik auf seinem Zupfinstrument. Kaum erreicht man die Dauerausstellung, schon sieht man eine Ents-Gärtnerei. Die baumartigen Wesen aus „Herr der Ringe“ werden in selbst gestaltete Pflanztöpfe eingepflanzt und mit nach Hause genommen. Als nächstes lernt man Auraya und Lumivatar, zwei helle Erscheinungen, kennen. Die beiden leuchtenden Wesen begrüßen die Nachtschwärmenden auf Stelzen. Je tiefer man in die Dauerausstellung geht, desto mehr entdeckt man „Mittelerde“, wo Spielen und Selbermachen im Vordergrund stehen, wie Midgard-Rollenspiele und Kinderschminken. Wem der Trubel zu viel ist, kann den gesamten Abend aus Werken von Fantasy-Autor*innen an verschiedenen Orten im Museum zuhören.
Püntklich um 20:30 Uhr erscheint Kai Bernhardt als Newt Scamander aus dem Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“. Mit einem magischen Koffer, in dem seine gefährlichen Tierwesen versteckt sind, und einem Einhorn-Stab gerüstet, führt er die Besucher*innen durch die Ausstellung. „Das tolle ist, man geht durch die Ausstellung, aber nicht wie sonst mit archäologisch-historischen, sondern mit literaturwissenschaftlich affinem Blick“, erklärt der RUB-Student. So sehen die Besucher*innen Überreste eines Mammuts und Kiefer eines Wollnashorns, die einst als Knochen eines Drachen gedeutet wurden. Bernhardt erzählt, wie das Horn des Narwals zu dem des berühmten Phantasietier, dem des Einhorns, wurde: „Seefahrer haben solche Knochen mitgebracht, um zu beweisen, dass es Einhörner wirklich gibt.“
„Als Kind wollte ich immer eine Eule haben“, erzählt Bernhardt, „und wollte zu der magischen Welt von Harry Potter gehören. Heute als Erwachsener gestalte ich mir meinen Job so, dass ich auch eine magische Welt habe.“
Wer diese Führung auch mal mitmachen möchte, hat die Gelegenheit bei der Extraschicht oder kann diese im LWL-Museum für Archäologie in Herne buchen.
:Katharina Cygan
]]>Harry Potter – essentieller Bestandteil meiner Kindheit und Jugend. Ich habe die Filme unzählige Male gesehen, und ja – ich gebe es zu – ich schlafe immer noch mit den Hörbüchern von Rufus Beck ein, auch wenn ich sie mitsprechen kann. „Harry Potter: Hogwarts Mystery“ – Musik in meinen nerdigen Ohren. Und der Start ist gut! Die Grafik ist meines Erachtens super für ein kostenloses Game, man kann sogar das Geschlecht des Charakters auswählen und zwischen mehreren Haarfarben, Frisuren, Augen-, Mund- und Nasenpartien wählen. Man wird direkt in die Interaktion geworfen. Rowan, die erste Freundin, auf die man stößt, steht ebenfalls verloren am Anfang der Winkelgasse. Sie schickt einen dann zunächst einkaufen. Nachdem man bei „Flourish & Blotts“ seine Bücher aus den Regalen gesucht hat (indem man auf die unauffälligen blau umrandeten Items tippt) und bei „Ollivander“ zwei Zauberstäbe getestet hat (verschiedene Bewegungen mit dem Finger nachzeichnen) und dann seinen eigenen bekommt (Oh mein Gott – ein Zauberstab!), erfährt man auch warum Ellie (so heißt mein Charakter) so nervös vor ihrem Schulbeginn ist. Ihr Bruder ist in Hogwarts verschwunden. Die unausgesprochene Mission: Finde ihn!
Was wäre ein Harry-Potter-Game ohne einen Arschlochmitschüler beziehungsweise -mitschülerin? Merula setzt alles daran, mich in Schwierigkeiten zu bringen. Erst sabotiert sie meinen Zaubertrank (weil ich ja nicht eh schon in Harrys Fußstapfen trete und Snape mich ohnehin schon hasst …), dann sperrt sie mich auch noch zu einer Teufelsschlinge in den Keller. Wunderbar.
Bei all der Euphorie liegt dennoch für mich ein bleierner Schatten über der magischen Welt. Die Grafik ist gut, die Story ist ebenfalls in Ordnung – soweit ich das bisher beurteilen kann, genau da sind wir am springenden Punkt. Der gesamte Spielfortschritt hängt an der Energie. Jede Aufgabe, die erfüllt werden muss (Zauberspruch lernen, Trank mixen, Fliegen lernen …) benötigt einzelne Aktionen (Zuhören, Nachschlagen, Fragen stellen …). Für jede Aktion werden ein bis fünf Energiepunkte abgezogen, es gibt jeweils etwa vier verschiedene Aktionen, manchmal mehr. Alle vier Minuten regeneriert sich ein Energiepunkt. Wer hier denkt „Stell’ ich halt die Uhrzeit vor“, denkt in „Candy Crush“-Logik – das zieht hier nicht, ich hab’s getestet. Obwohl die Energie kaufbar ist (für Diamanten, die man sowohl erspielen als auch kaufen kann), sind die Preise unfassbar unverschämt. Also heißt es: Sitzfleisch anlegen und warten.
Für mich bleibt am Ende: Grafik klasse, Story am oberen Ende von „In Ordnung“, Gameplay selbst superlangweilig (faktisch tippt man solange auf blaue Balken bis diese gefüllt sind oder wartet darauf, dass der Energiebalken sich auffüllt, um dann weiter tippen zu können). Die Synchronisation lässt zu wünschen übrig (Außer „Uhhrg“ und „Ahhh“ gibt’s da nichts), manchmal ruckelt das Spiel (stört mich wenig). Ich würd’s für 3 Euro kaufen oder mir alle 20 Minuten Werbung angucken, wenn ich dafür in der Story vorwärtskommen würde, denn so heißt es „Potter spielen?“ „Träum weiter!“
:Kendra Smielowski
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Wie unsere Lieblingszauberer und -hexen als Erwachsene aussehen, wird schon im umstrittenen Epilog der Harry-Potter-Saga gezeigt. Die Fortsetzung – leider vorerst nur als zweiteiliges Theaterstück in London – zeigt uns aber nicht die altbekannten, sondern durchweg neue Gesichter. Erste Bilder wurden letzte Woche veröffentlicht.
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Wie unsere Lieblingszauberer und -hexen als Erwachsene aussehen, wird schon im umstrittenen Epilog der Harry-Potter-Saga gezeigt. Die Fortsetzung – leider vorerst nur als zweiteiliges Theaterstück in London – zeigt uns aber nicht die altbekannten, sondern durchweg neue Gesichter. Erste Bilder wurden letzte Woche veröffentlicht.
Wie man vom WM-Helden zum nächsten Ehrengast einer roten Hochzeit wird, hat Mario Götze letzte Woche eindrucksvoll bewiesen: Spoilern was das Zeug hält. Der Fußballer machte den Fehler, auf Instagram direkt nach Ausstrahlung der neuesten „Game of Thrones“-Folge zu jubilieren, dass – letzte Chance, sich nicht spoilern zu lassen! – Jon Snow lebt. Ein Fauxpas, den ihm wohl so schnell keineR verzeiht. Wer mag schon Spoiler?
Der Begriff kommt aus dem Englischen und ist abgeleitet von „to spoil“, was so viel heißt wie verderben, ruinieren, berauben. Götze ist somit zum Spielverderber erster Klasse geworden, als er das lange und gut gehütete Geheimnis unbedarft mit dem Post lüftete: „#Goetzeguckt #GoT #JonSnowHe‘salive!“
Das Internet reagierte empört und bezeichnete ihn als „Trottel“, „Vollidiot“ und „Hurensohn“. „Spoiler mag niemand“ war die vorherrschende Meinung, die mal zornig, mal resigniert („Blöd, hat noch nicht jeder gesehen“) zum Ausdruck gebracht wurde. Angesichts der teils harsch formulierten Angriffe verteidigen die Fans ihn aber mittlerweile auch und geben Götze den gut gemeinten Tipp, das nächste Mal doch mit #Spoiler zu warnen.
Dank Internet ist unser Leben zumindest in einer Hinsicht schwerer: Sobald die nächste Folge der Lieblingsserie oder das lang ersehnte Buch endlich draußen ist, gibt es sie schon: diese eine Person, die der Netzgemeinde mitteilen muss, dass Elena jetzt träumt statt Vampirtagebücher zu schreiben, Han Solo den neuesten Sternenkrieg nicht überlebt oder Dumbledore den Elderstab abgibt. Und so manch eineR reagiert recht verschnupft, wenn Neuigkeiten über Tod, Auferstehung, Hochzeit oder Transformation des Lieblingscharakters das hemmungs- und ahnungslose Mitfiebern unmöglich machen.
Mit Scheuklappen durchs Internet (und Leben) zu pirschen und beim kleinsten Hinweis auf Spoiler die Richtung zu wechseln, kann aber mehr als anstrengend sein. Dabei sollte man auch zwischen zufälligen und bösartigen Spoilern unterscheiden: Beiläufig zu lesen, dass Shailene Woodleys Bestimmung ist, als Leiche auf der großen Leinwand zu erscheinen, ist eine Sache. Eine andere ist es, wenn der nervige Kommilitone seine Flirtversuche mit Spoilern spickt: „Ah, du hast also gerade angefangen, „Pretty Little Liars“ zu gucken? Bist du schon da, wo sie herausfinden, dass Mona ‚A‘ ist?“. Und natürlich ist man genau da noch nicht gewesen. Flirtversuch mehr als gescheitert. Spoiler mag eben niemand.
Dank Götze wissen wir jetzt jedenfalls, dass Jon Snow lebt. Und das, obwohl so ziemlich jeder mit der Serie in Verbindung stehende Mensch die letzten Monate damit verbracht hat, die Fans an der Nase herumzuführen. Blöd gelaufen. Aber eigentlich auch naiv anzunehmen, dass man nach Erstausstrahlung der Folge diesen Spoiler hätte vermeiden können, ohne sich mit null Kontakt zur Außenwelt auf eine einsame Insel zurückzuziehen.
Der Post von Mario Götze war mit Sicherheit nicht der erste Jon-Snow-lebt-Spoiler– höchstens der erste einer berühmten Person. Dass man sich damit zur Zielscheibe macht, mag ihm nicht bewusst gewesen sein – nächstes Mal wird er sich mit #Spoiler gegen das Wüten der Scheuklappenherde zu schützen wissen.
:Stefanie Lux
]]>Vor zehn Jahren wurde „Muggel-Quidditch“ von zwei Studenten in den USA erfunden; von dort aus verbreitete sich der Ballsport auch nach Europa und an die dortigen Hochschulen. Es dauerte nicht lange, bis sich die International Quidditch Association bildete und das fiktive Spiel sich zu einem realen Sport entwickelte. Die Regeln basieren zum größten Teil auf denen, die im Buch geschildert werden; mit der Ausnahme, dass Muggel nicht fliegen können und dementsprechend während des Spiels einen gelben Gymnastikstab als Substitut zwischen den Beinen balancieren müssen. Abgesehen von dem Stab enthält Quidditch Elemente aus schon vorhandenen Ballsportarten wie Handball, Rugby und Völkerball.
Jedes Team besteht aus drei JägerInnen, zwei TreiberInnen, eineN SucherIn und eineN HüterIn. Ziel des Spiels ist es, einen Ball in einen von jeweils drei Ringen, die als Tore fungieren, zu werfen. Jeder Treffer belohnt das Team mit zehn Punkten. Nach elf Minuten wird der „Schnatz“ auf das Feld geschickt; besser gesagt, eine den Teams nicht zugehörige Person trägt den Schnatz, der sich in einer Socke befindet und so getragen wird, dass er hinten am Rücken aus den Shorts hängt. Frei auf dem Spielfeld umherlaufend muss er etwa eine Minute später von den SucherInnen gefangen werden. Ist der Schnatz einmal der Person entwendet, endet das Spiel und das Team, das den Schnatz für sich beanspruchen konnte, bekommt 30 Punkte.
Dominik Harwardt (27) Student der angewandten Informatik in Dortmund, war am Sonntag der erste Schnatz. „Mit Quidditch hatte ich nicht viel zu tun, doch als eine Freundin mich fragte, ob ich als Schnatz einspringen könnte, hatte es mich schon gereizt.“ Anstrengend und als neue spannende Sportart bezeichnete Dominik seinen ersten Eindruck als Schnatzaushilfe. Dass ein solches Event nicht ohne eineN SchiedsrichterIn auskommt, welcheR unter anderem ein 200-seitiges Regelwerk beherrschen muss, erzählte Kulturwirtschaftsstudentin Anna Kramlova (25), die extra aus Hamburg zum RUB-Derby anreiste. „Aus Mangel an Referees kam ich nach Bochum zum Pfeifen und bis jetzt hat es mir sehr viel Spaß gemacht.“
Im Januar findet bereits die Deutsche Meisterschaft in Darmstadt statt und auch die Weltmeisterschaften werden bereits nächstes Jahr im Sommer in Frankfurt ausgetragen. Interessierte des Muggel-Quidditch können sich an der Hochschule Ihrer Wahl in einem Team eintragen lassen und den aufkommenden Sport kennenlernen.
:Eugen Libkin &
:Katharina Cygan
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