Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111
Es ist ganz einfach.
Okay, Darknet. Wie komme ich dahin? Es handelt sich dabei natürlich nicht um einen Ort. Aber es klappt auch nicht einfach mit alternativen URLs, sondern Ihr braucht einen speziellen Browser. Den findet Ihr indem Ihr per Internetsuche schnell mal den Tor Browser sucht oder dem Link torproject.org/download/ folgt. Dort könnt Ihr für Euer gewünschtes Betriebssystem die passende Installationsdatei finden.
(Solltet Ihr Euch allerdings über ein iOs-Gerät anmelden, müsst Ihr dafür nach dem Onion Browser suchen). Schnell downloaden und doppelklicken. Nach der Installation müsst Ihr auswählen aus welchem Land Ihr Euch gerade anmeldet. Falls Ihr Euch beispielsweise gerade in einem Land aufhaltet, in dem der Torbrowser eigentlich gesperrt ist, wird Euch quasi eine Server-Brücke gebaut, um Euch beim Setup Prozess dennoch freizuschalten. Anschließend werdet Ihr in einem sieben Punkte Tutorial begrüßt und über die Vorteile und Dienste des Torbrowsers aufgeklärt.
Hier könnt Ihr auch Eure Privatsphäre-Einstellungen anpassen.
Euer Google heißt jetzt DuckDuckGo und sammelt nicht länger jegliche Daten von Euch, um Euch personalisierte Werbung anzuzeigen und Euer Klick-Verhalten zu studieren. Außerdem findet Ihr nun Seiten, die Ihr mit den herkömmlichen Internetbrowsern nicht erreicht hättet. Sogenannte .onion-Domains sind durch mehrere Abwehrschichten gesicherte Websites. Die Entwickler*innen des Tor Browsers sehen ihre Mission wie folgt: „To advance human rights and freedoms by creating and deploying free and open source anonymity and privacy technologies, supporting their unrestricted availability and use, and furthering their scientific and popular understanding.“ Also nutzt es nicht einfach für irgendwelchen illegalen Scheiß, doch fühlt Euch etwas freier und unbewacht im Netz.
:Christian Feras Kaddoura
]]>Die Meisten kennen das Darknet wahrscheinlich nur aus zwei Szenarien. Das Erste wäre der viel mystifizierte Drogenerwerb im dunklen Netz, wo die Hacker-Elite dieser Welt ihr Zeug herbekommt, a la „Mr. Robot“. Das Zweite wäre das nicht wirklich greifbare Thema, das immer mit grünen Binärcodes durch Medien dargestellte Bilder, wenn mal wieder ein Brennpunkt zum Thema Schattenseiten des Internets kommt. Tatsächlich ist es relativ einfach ins Darknet zu kommen und meistens beschränkt sich das Ganze nur auf ein paar Internetseiten, die nicht auf einem einzigen Server gehostet werden, sondern sich auf mehrere Server im Tornetzwerk verteilen und somit anonym bleiben. Damit sind sie nicht auf einzelne Nutzer*innen und Betreiber*innen zurückzuführen.
Heutzutage versammeln sich im Darknet verschiedene Formen politischer Strömungen, die für viele Arten von Protesten essentiell sind. In Ländern, in denen Literatur zensiert wird und Bildung kein allgemeines Gut ist, lässt sich durch verschiedene Seiten, wie zum Beispiel die „Tor Library“, Zugang zu Bildung finden, die sonst verborgen bleiben würde. Auch die Enthüllungsplattform Wikileaks benutzt Torverschlüsselung, um auf Themen aufmerksam zu machen, die sonst keine Plattform haben, um thematisch behandelt zu werden. Mittlerweile lassen sich auch Unternehmen wie Facebook und die New York Times im Tornetzwerk finden. Alles ein Zeichen dafür, dass das Darknet immer mehr in den Mainstream rückt.
Mit einer Generation, die das Internet immer mehr als etwas versteht, das greifbar ist und in der Datenschutz ein immer größeres Thema wird, wird es wahrscheinlich, dass auch immer mehr Unternehmen das Tornetzwerk als eine Möglichkeit verstehen den Handel mit persönlichen Daten kritischer zu beäugeln. Natürlich finden sich im Darknet auch alle möglichen Dinge, die viele Personen sehr abschreckend finden – man denke an alle verbotenen Formen der Pornographie, Austausch rechtsextremer Gruppierungen und so weiter. Entscheidend bleibt aber, dass diese Möglichkeiten so oder so bestehen bleiben, solange das Tor-Netzwerk bestehen bleibt. Fest steht auch, dass durch ein immer größeres Wachstum an Nutzer*innen im Darknet automatisch auch eine größer werdende Vielfalt an Themen abgedeckt werden kann. Das Prinzip von Tor ist Open Source, also für jeden zugänglich, und lässt somit auch ein Internet formen, das frei von Einzelinteressen und für seine Konsument*innen ist, anstatt diese als ein Produkt wahrzunehmen.
Wenn sich zurzeit nur die Leute im Tor Netzwerk aufhalten, die das tun, um ansonsten illegale Dinge zumachen, wird das Darknet auch nur mit illegalen Dingen voll sein. Versteht man das Darknet aber als etwas, das von tatsächlichem Nutzen ist, wird sich mit Sicherheit auch die Vielfalt an den Dingen ändern, auf die man im Netzwerk Zugriff hat. Dass man dazu kein Hacker sein muss, ist dabei das i-Tüpfelchen.
Als Konsument*in muss man sich heutzutage die Frage stellen, wie mit persönlichen Daten umgegangen wird. Das Tor-Netzwerk bietet dabei die Möglichkeit, frei von personalisierter Werbung und „Popup-Ads“ das Internet zu nutzen. Ein Internet, das weder gut noch böse ist, sondern seine Konsument*innen in der Verantwortung hält, zu wissen, was diese machen.
:Gerit Höller
]]>Am 7. Oktober ist es so weit. An der Ruhr-Uni werden ganz offiziell die neuen Erstsemesterstudierenden willkommen geheißen.
Für die geschätzt 5.500 neuen Studierenden, die an diesem Morgen im Audimax der RUB begrüßt werden, geht dann ganz offiziell das Unileben los. Für die „Erstis“ gewährt das Audimax an besagtem Tag ab 9 Uhr Einlass, bevor dann um 9:30 Uhr die Einführungsveranstaltung startet. Auch im Falle eines überfüllten Audimax ist es durch weitere Liveübertragungen, aus verschiedenen Hörsälen möglich die Begrüßung dennoch zu verfolgen. Prof. Dr Axel Schölmerich, Rektor der RUB, begrüßt die Erstsemesterstudierenden mit einer Willkommensrede, aber es werden auch weitere Gäst*innen erwartet. Die Veranstaltung soll bis ca. 10:30 Uhr andauern, bevor dann auf dem Forum des Campus, die Fachschaften die Erstsemesterstudierenden empfangen und zu den jeweiligen Fachbereichen führen. Einen genauen Überblick welche Fachschaft wann und wo zu finden ist, findet ihr auch auf: tinyurl.com/ErstiWS19-20
Im Anschluss verteilt der AStA an die neuen Studierenden die heiß begehrten Ersti-Tüten und dann startet für sie auch schon die Zeit des Progresses, des Orientierung- oder Anschlusssuchens, des Neubeginns oder auch der Anfang einer langen, ungewissen Reise auf der Suche nach Wissen. Alles neu. Oder auch zum zweiten oder dritten Mal, ist dabei egal. Was immer man vom Unialltag erwartet, manches könnte unter Umständen sogar eintreffen.
Die Orientierung werden die meisten aber ganz bestimmt am Anfang ihres Studiums, an der Ruhr-Uni, ab und an verlieren. Denn wer schon ein paar Semester an der RUB studiert hat, hat mit Sicherheit schon zwei, drei gute Storys über ewig lange Suchaktionen von Räumen, Büros oder Kommiliton*innen auf Lager. GAFO, UFO und Co. lassen grüßen.
Also stehen wir nun vor den angebrochenen letzten Wochen, in denen die Menschen noch wie Schlafwandler*innen ihre mittlerweile mehr als vertrauten Wege ziehen. Ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, welche Farbe der Pfeil haben muss, der den Weg zum richtigen Institut zeigt. Dabei meistern wir die Strecke von der Bibliothek zum besten Kaffee auf dem Campus, zurück zu dem Büro, wo wir noch die letzten Dinge erledigen (bevor das WS 19/20 anfängt) und landen dann zur richtigen Zeit wieder in der Mensa, wenn es nicht mehr ganz so voll ist. Das Übliche? Das Übliche!
:Christian Feras Kaddoura