Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Grillen | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 09:04:18 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Grillen | BSZ https://bszonline.de 32 32 Der Hunger ist groß, die Grillsaison geht wieder los https://bszonline.de/2019/05/20/der-hunger-ist-gross-die-grillsaison-geht-wieder-los/ https://bszonline.de/2019/05/20/der-hunger-ist-gross-die-grillsaison-geht-wieder-los/#respond Mon, 20 May 2019 14:58:26 +0000 https://bszonline.de/2019/05/20/der-hunger-ist-gross-die-grillsaison-geht-wieder-los/ Würschtels. Draußen ist es heiß und die Sonne scheint wieder länger als nur 5 Minuten zwischen den Regenschauern. Raus die Stühle, raus die Menschen, raus die Kohle(-grills).

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Würschtels. Draußen ist es heiß und die Sonne scheint wieder länger als nur 5 Minuten zwischen den Regenschauern. Raus die Stühle, raus die Menschen, raus die Kohle(-grills).

Kaum hat man es das erste Mal bei Sonnenschein auf den Balkon geschafft, merkt man, dass mindestens ein*e Nachbar*in schneller war und bereits ein betörender Geruch in der Luft liegt. So schön, so poetisch, doch auch nur wenn fähige Grillmeister*innen am Werk sind. Sonst riecht es manchmal eher so, wie ohne Überholmöglichkeit hinter einem Baujahr `72 VW Golf festzustecken, der mindestens seit `84 seinen Auspuff über den Boden schleift und schon aus mehreren hundert Metern Entfernung durch seine Rauchsignale auf sich aufmerksam macht. Dann eher unschön.
Egal ob Kohlegrill, E-Grill, Wegwerfgrill oder Lagerfeuer mit Stockbrot, Marshmallows und Folienkartoffeln, wichtig ist vorallem eins diese Saison so wie eigentlich jede Saison: Denkt an eure Mitmenschen und die Umwelt!

Schmeißt den Müll weg!

Klar, bei Grillfesten möchte man feiern und nicht zu selten geschieht dies auch überaus feuchtfröhlich, dennoch sollte nach Rauch und Rausch zumindest gewährleistet sein, dass man das Chaos beseitigt, am besten noch bevor am nächsten Morgen Spaziergänger*innen, Hunde und Kinder denken: „Na toll, und solchenLeuten soll ich später die Rente bezahlen.“ Spaß beiseite, Müll in die Tonne und Würstchen auf den Herd! Zumindest, wenn man sich so ernährt, ansonsten natürlich auch gerne mit veganer oder vegetarischer Alternative. Wem das alles nicht geheuer ist, dem empfehle ich dieses Jahr für die Grillsaison Kuchen. Es ist nicht nur ein guter “Heiß“breaker bei der Grillparty, sondern vorallem auch lecker in jeder Lebenslage.
Was hätten wir nur alles ohne die Beherrschung des Feuers verpasst. Wir hätten nie mit Rauchsignalen kommunizieren, wir hätten nie alte Liebesbriefe verbrennen und vorallem hätten wir nie eine rischtisch gescheite Mahlzeit vom Grill genießen können. Und was wäre das für eine Vorstellung? Grillen oder Grillieren, abgeleitet vom lateinischen craticulum für „Flechtwerk, kleiner Rost“, bezeichnet das Braten in Wärmestrahlung.
Nachwievor zählt diese ursprüngliche Methode des Garens von Lebensmitteln zu einer der weltweit beliebtesten sozialen Freizeitbeschäftigungen. Denn was gut ist, bringt zusammen, kommt auf den Tisch, ins Brötchen oder einfach direkt in die Hand. Zu den verschieden Arten des Grillens zählt: direktes Grillen, indirektes Grillen und Plankengrillen. Das letztere stellt eine besondere Form des indirekten Grillens dar. Diese Zubereitungsart eignet sich besonders
für Fisch.
Nicht nur um die sozialen Kontakte zu pflegen, es soll auch gut für die Gesundheit sein. Beim Grillen wird kein oder kaum Fett hinzugegeben, gegrillte Lebensmittel seien fettärmer „als in der Pfanne gebraten“. Hier sei angemerkt: Indirektes Grillen gilt als gesünder, als das direkte Grillen, da bei dem direkten Grillen gesundheitsschädliche Stoffe aus der Glut und dem hineintropfenden Fett ins Grillgut übergehen können. Die entstehenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe gelten als krebserregend. Also: Wer sicher grillt, grillt indirekt.

:Christian Feras Kaddoura

Grill Gedicht – „Der gute Grille zählt“

Oh Flamme, die du bist im Grill,
du weißt doch, was ich heute will,
du weißt doch, so wie gestern schon,
sitzt du im echten Eisenthron.

Der Anblick deiner feinen Kost,
macht, dass mein Herz zu klopfen stoppt,
es rutscht herab in meinen Magen,
um auf den ersten Gang zu warten.

Burger-Patty und Boulette,
Wirsing, Kohl und Zigarette,
alles an der frischen Luft,
alles solch betörend Duft.

Viele wissen dich zu schätzen,
zählst zu dem bekanntlich besten,
Nachbars Freundschaft kann man testen,
aber erstmal, muss man essen.

:fufu

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Grillen erwünscht https://bszonline.de/2019/05/20/grillen-erwuenscht/ https://bszonline.de/2019/05/20/grillen-erwuenscht/#respond Mon, 20 May 2019 14:57:39 +0000 https://bszonline.de/2019/05/20/grillen-erwuenscht/ Outdoor. Mit dem Frühling steigt der Wunsch an, in geselliger Runde zu grillen. Passenderweise stellt die Ruhr-Uni Plätze bereit.

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Outdoor. Mit dem Frühling steigt der Wunsch an, in geselliger Runde zu grillen. Passenderweise stellt die Ruhr-Uni Plätze bereit.

Wer nicht im Luxus eines eigenen Grillplatzes auf dem Balkon oder im Hinterhofgarten schwelgt, muss eben auf öffentliche Plätze zurückgreifen. Die Stadt Bochum hat hierfür auch eine Anzahl von Flächen zur Verfügung gestellt und zwar fast alle öffentlichen Park- und Grünlagen. Mit einigen Einschränkungen gibt es allerdings ein striktes Grillverbot. Dieses gilt für den Stadtpark Bochum, den Stadtgarten Wattenscheid, die Grünflächen am Kemnader See, den Park Haus Weitmar und einen großen Teil des Westparks.

Einfach an der RUB

Nach dem Lernen noch grillen? Das ist an der RUB möglich. Nicht nur Studierende und Mitarbeiter*innen der Uni sind eingeladen, die Campus-Grillplätze zu benutzen, auch Externe können einen der drei installierten Grille benutzen. Dafür sind allerdings einige Dinge zu beachten: Vorab muss der Grillplatz via Formular auf der Seite des Dezernat 5.I ausgefüllt und an igm@uv.rub.de geschickt werden. Das Gebäudemanagement bittet um eine Anmeldung 14 Tage vor dem eigentlichen Grilldatum. Ebenfalls sollten die Sicherheitsmaßnahmen auf der zweiten Seite des Formulars beachtet werden, wie etwa keine flüssigen Grillanzünder zu benutzen oder Sand beziehungsweise Erde für eventuelle Feuer zum Löschen dabei zu haben.  Die vier Grillplätze sind über den Campus verteilt: Drei davon haben sogar einen Stromanschluss. Die begehrtesten und auch bekanntesten Plätze sind vor den G-Gebäuden direkt auf der Grünanlage und hinter dem HZO mit genügend Raum für größere Gruppen. Zwei weitere sind am Sportplatz mit vier Tischen und acht Bänken und zwischen dem ID und dem ND – allerdings ohne feste Ausstattung. Um die benutze Kohle zu entsorgen, stehen unter den Grillinstallationen Metallbehälter, in die sogar die heiße Kohle entsorgt werden kann. Aufgrund der großen Nachfrage wird über einen fünften Platz nachgedacht – doch bisher ist die Umsetzung noch nicht abzusehen.                             

:Sarah Tsah

 

Mehr Hummus

Grillrezept. Was bei einem gelungenen Grillen nicht fehlen darf, ist etwas zum Dippen. Um den Geschmack und die Speisevorschriften jedes*r einzelnen zu beachten, gibt’s von der :bsz ein gluten-, laktose- und fleischfreies Hummusrezept.

Dazu wird benötigt:
• 500g Kichererbsen gekocht (kann auch                
    aus dem Glas oder Dose sein)
• 150 ml Tahina (Sesampaste)
• 3 – 4 Knoblauchzehen (oder mehr)
• 1 – 1½ Zitronen
• ¾ TL Salz
• 1 ½ TL Cumin (Kreuzkümmel)
• (Paprikapulver optional)
• Stabmixer, Rührschüssel

Kichererbsen mit etwa 200ml Wasser (wodrin es gekocht wurde, beziehungsweise, die Flüssigkeit aus dem Glas oder der Dose) zusammen mit den Knoblauchzehen und den Gewürzen zu einem Brei pürieren. Falls es sich schwer pürieren lässt, etwas Flüssigkeit hinzufügen.
Jetzt die Zitronen ausdrücken und den Saft zurückstellen.
Wenn das Püree gut vermengt ist, wird die Tahina auf die Oberfläche geschüttet. Bitte vorher die Tahina gut vermengen, das Öl setzt sich meistens oben ab.
Ohne zu rühren auf die Tahina in der Rührschüssel den Zitronensaft raufgießen. Erst jetzt lässt sich alles gut zu einer homogenen Masse vermengen.
Jetzt etwa eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen und gegebenenfalls noch etwas mit Zitrone, Knoblauch oder Cumin abschmecken. Nun nur noch mit etwas Olivenöl oben drauf servieren
und fertig.                   

Mitmachen!

Ihr habt auch Grillrezepte? Dann teilt sie uns mit und wir posten die Besten auf Facebook und Instagram.
Einfach eine E-Mail an redaktion@bszonline.de mit dem Betreff „Campus-Grillen“.

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Gegrillte Petri-Buletten aus dem Labor? https://bszonline.de/2013/08/19/gegrillte-petri-buletten-aus-dem-labor/ https://bszonline.de/2013/08/19/gegrillte-petri-buletten-aus-dem-labor/#respond Mon, 19 Aug 2013 17:18:30 +0000 https://bszonline.de/2013/08/19/gegrillte-petri-buletten-aus-dem-labor/ (ck) Es ist Sommer. Es wird gegrillt. Für nicht wenige Menschen hat diese Aussage schon fast kausalen Charakter. Sobald die Temperaturen steigen, werden die Grillgeräte aus dem Haus geholt und befeuert. Dominantes Grillgut ist „traditionell“ Fleisch. Auch auf meinem Rost tummeln sich während der wärmeren Monate die verschiedensten Fleischsorten. Bisher habe ich mir nicht viele Gedanken zu meinem sommerlichen Ess- und Grillverhalten gemacht – doch dies hat sich kürzlich ein wenig geändert.

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(ck) Es ist Sommer. Es wird gegrillt. Für nicht wenige Menschen hat diese Aussage schon fast kausalen Charakter. Sobald die Temperaturen steigen, werden die Grillgeräte aus dem Haus geholt und befeuert. Dominantes Grillgut ist „traditionell“ Fleisch. Auch auf meinem Rost tummeln sich während der wärmeren Monate die verschiedensten Fleischsorten. Bisher habe ich mir nicht viele Gedanken zu meinem sommerlichen Ess- und Grillverhalten gemacht – doch dies hat sich kürzlich ein wenig geändert.
 
Eine einseitige Ernährung ist ungesund und schädigt den Körper. Diese Aussage wird durch zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigt und lässt sich auch in der Natur beobachten. Herz- und Kreislauferkrankungen gehören mit zu den häufigsten Krankheitsbildern, die durch eine einseitige Ernährung auf Fleischbasis hervorgerufen werden können. Auch das Risiko von Schlaganfällen soll bei übermäßigem und einseitigem Fleischkonsum zunehmen. Keine guten Aussichten also, wenn man täglich den Grill anwirft und seine Würstchen dreht.

Kostspieliger…

Die Naturschutzorganisation WWF hat errechnet, dass in jedem Kilogramm Rindfleisch ca. 6,5 Kilogramm Getreide und 36 Kilogramm Raufutter stecken. Vom Tag der Geburt des Nutztieres bis zum Tag seiner Schlachtung werden rund 15.500 Liter Trinkwasser benötigt, um es zu versorgen (bei Schweinen sind es ungefähr 10.000 Liter). Einen Großteil der Futtermittel beziehen die industriellen Mastbetriebe aus Ländern, in denen bedingt durch den Futtermittelanbau zu wenig Flächen für den heimischen Anbau von Nutzpflanzen zur Verfügung stehen. Infolgedessen müssen die betroffenen Länder Nahrungsmittel importieren, um den Bedarf der einheimischen Bevölkerung decken zu können. Ein kostspieliges Unterfangen. Damit in den Konsumentenländern vier Personen jeweils ein 250-Gramm-Steak essen können, müssen andere Menschen hungern oder unter den hohen Importpreisen für Nahrungsmittel leiden. Der übermäßige Verzehr von Fleisch schädigt somit nicht nur den eigenen Organismus, sondern unter bestimmten Umständen auch andere Menschen. Ein Faktum, das gerne mal ignoriert wird oder nicht jedem/r bewusst ist.

… „Genuss“

Wie interessant und spannend Esskultur sein kann, haben die großen TV-Sender bereits vor einigen Jahren entdeckt. Zahlreiche TV-KöcheInnen tummeln sich in den verschiedensten Sendungen und Formaten. Fleisch steht oftmals als zentrale Zutat im Mittelpunkt und wird im finalen Gericht malerisch als „Genussmittel“ bezeichnet. Doch lässt sich in diesem Zusammenhang überhaupt noch von „Genuss“ sprechen?
In den 1950er Jahren stellte sich diese Frage nicht oder nur äußerst selten – Fleisch war in vielen deutschen Küchen ein seltener Gast. Im Verhältnis zum durchschnittlichen monatlichen Nettoverdienst belief sich der Schweinefleischpreis auf 1,6 Prozent (1950). 1975 waren es nur noch 0,58 Prozent; 2002 sank der Preis auf 0,28 Prozent. Durch die moderne Massentierhaltung, neue Mastmethoden und medizinische Verfahren konnte der Preis von Fleisch auf Discountniveau gedrückt werden. Nicht nur auf Kosten der Verbraucher, wie zahlreiche Skandale und Mängel in der Massentierhaltung und Zucht belegen, sondern vor allem auf Kosten der Tiere, die unter teils unzumutbaren Bedingungen ihr Dasein fristen.

Fleischkonsum 2.0

Doch es gibt einen Streif am Horizont: Anfang August wurde in London das erste künstliche Burger-Fleisch präsentiert und verköstigt. Fleisch aus der Petrischale – ganz ohne die zahlreichen Negativeffekte, die Fleisch aus der Massentierhaltung so mit sich bringt. Prof. Mark Post von der Universität Maastricht arbeitete fünf Jahre an dem 150 Gramm schweren und 280.000 Euro teuren Stück Laborfleisch. Hierzu züchtete er aus Stammzellen und einer Nährlösung 40.000 Milliarden Muskelzellen. Sollte das Verfahren in zwanzig Jahren, so lange schätzt der Wissenschaftler wird es noch dauern ein finanzierbares industrielles Modell zu entwickeln, marktreif werden, könnte dies das Ende der Massentierhaltung bedeuten. Aus den Stammzellen einer einzelnen Kuh könne man 175 Millionen Burger produzieren – eine Fleischmenge, für die heute 440.000 Kühe geschlachtet werden müssten. Trotzdem bleibt fraglich, ob die KonsumentInnen die neuen Labor-Buletten annehmen würden. Ein bisschen ekelig hört sich die ganze Geschichte schon an und wirklich gesünder ernährt man sich mit Synthetik-Fleisch auch nicht. Zu viel Fleisch bleibt weiterhin ungesund.

Doch wo bleibt die Einsicht?

Obwohl die gesundheitlichen Risiken einer einseitigen Ernährung auf der Hand liegen sowie die gesellschaftlichen und moralischen Probleme offensichtlich sind, stellt sich in der Regel kein Umdenken ein. Die Einsicht bleibt aus. Grillen ist für viele Menschen so etwas wie eine Passion, fast schon eine Religion. Eingefleischte Grill-PatriotInnen lassen sich ihr Recht auf uneingeschränkten Grillgenuss nicht nehmen. Was den Magen füllt, soll jedeR selbst entscheiden – so viel Freiheit muss sein. Grillen und Fleisch, das gehört irgendwie untrennbar zusammen. Worte, die denen anderer Genussmenschen sehr ähneln und den Eindruck vermitteln, dass der Preis des Fleisches gerne mal ausgeblendet wird.
 
Anmerkung des Autors: Dieser Artikel fokussiert einige der Folgen für den Menschen, die sich aus einem übermäßigen und einseitigen Fleischkonsum ergeben. Die Rolle der Nutztiere soll in diesem Zusammenhang weder unterschlagen noch verharmlost werden.
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