Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Goldkante | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:57:03 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Goldkante | BSZ https://bszonline.de 32 32 Zehnter Studierendenkongress Komparatistik tagt an der Ruhr-Universität https://bszonline.de/2019/06/12/zehnter-studierendenkongress-komparatistik-tagt-der-ruhr-universitaet/ https://bszonline.de/2019/06/12/zehnter-studierendenkongress-komparatistik-tagt-der-ruhr-universitaet/#respond Wed, 12 Jun 2019 07:58:42 +0000 https://bszonline.de/2019/06/12/zehnter-studierendenkongress-komparatistik-tagt-der-ruhr-universitaet/ Vom 13. bis 15. Juni findet auf dem Campus der RUB ein studentischer Literaturkongress statt. Was für Veranstaltungen Euch erwarten, erfahrt Ihr hier.

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Vom 13. bis 15. Juni findet auf dem Campus der RUB ein studentischer Literaturkongress statt. Was für Veranstaltungen Euch erwarten, erfahrt Ihr hier.

Der Fachschaftsrat Komparatistik lädt Mitte Juni zu einer besonderen Veranstaltung ein: Der Studierendenkongress Komparatistik (SKK). Bereits neunmal fand diese literarische Konferenz an verschiedenen Universitäten statt; letztes Jahr tagte sie beispielsweise in Wien. Jedes Mal gibt es Vorträge und teilweise Workshops zu einem bestimmten Überthema namens ,,Literatur und …‘‘ – dieses Jahr lautet das Thema ,,Literatur und das Böse‘‘. ,,Wir haben fachschaftsintern drei Themenvorschläge ausgewählt, diese ausführlich beschrieben und dann den Studierenden über Facebook die Möglichkeit gegeben, für ihr Lieblingsthema abzustimmen‘‘, erklärt Rika Sakalak, Mitglied im Fachschaftsrat Komparatistik und im Organisationsteam für den SKK.
Der Kongress wurde vollständig von RUB-Student*innen der Komparatistik organisiert, wobei diese sich je auf verschiedene Aufgabenbereiche wie zum Beispiel Finanzen, Verpflegung oder Social Media-Betreuung fokussiert haben. Für die Vorträge gab es einen Call for Papers, der bis Mitte April 2019 geöffnet war. Im Anschluss haben die Organisator*innen die Abstracts gesichtet, ausgewählt und in thematisch passende Panels unterteilt. Vom 13. bis 15. Juni finden 31 Vorträge sowie ein Workshop in neun verschiedenen Panels statt, wovon einige wiederum in zwei parallel laufende unterteilt sind. Die Vorträge selbst fokussieren sich hierbei auf unterschiedliche literarische Themen: Es gibt Untersuchungen verschiedener böser Figuren wie Wölfe, soziale Monster oder verrückte Wissenschaftler,*innen philosophische Ansätze zur Ästhetik des Bösen, religiös-orientierte Forschungsansätze oder auch Analysen des dystopischen Bösen. Dabei fokussieren sich die Vortragenden sowohl auf literarische Klassiker aus verschiedenen Kulturen als auch auf Werke aus der Popkultur wie Musicals, Filmen oder Comics. Nicht alle Vortragenden kommen aus der Komparatistik; einige referieren zu Themen aus anderen geisteswissenschaftlichen Bereichen, zum Beispiel der Anglistik, Philosophie oder Medienwissenschaft. Der Fachschaftsrat Komparatistik glaubt deshalb, dass für alle Teilnehmer*innen etwas dabei ist, wofür sie sich interessieren.
Neben den studentischen Vorträgen und dem Workshop finden auch weitere Veranstaltungen statt. So halten am ersten Tag ab 13.30 Uhr  Prof. Bettina Full aus der Romanistik und Dr. Stephanie Heimgartner aus der Komparatistik einen Einführungsvortrag. ,,Wir freuen uns sehr darüber, dass diese Dozentinnen uns in das Thema ,Literatur und das Böse‘ einführen werden‘‘, so Sakalak. Am letzten Tag wird es außerdem eine Abschlussdiskussion geben, in der nochmal über alle zuvor gehörten Beiträge diskutiert und möglicherweise auch einige Schlussfolgerungen bezüglich des Bösen in der Literatur gezogen werden können. Neben diesen akademischen Veranstaltungen gibt es auch ein Freizeitprogramm: Zum Beispiel findet am ersten Abend ein gemeinsames Essen im Q-West statt und Freitagabends wird zum Kneipenabend in der Goldkante geladen. Beginnen wird der Kongress auch mit einem Brunch, bei dem sich die Teilnehmer*innen und Vortragenden bereits kennenlernen können.
Im Anschluss an den Kongress wird ein Tagungsband herausgegeben. Hierfür werden die 20 besten Beiträge ausgewählt, verschriftlicht, vom Organisationsteam lektoriert und letztlich veröffentlicht.               

:Charleena Schweda

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Trip-Tipps durch die Stadt https://bszonline.de/2019/04/02/trip-tipps-durch-die-stadt/ https://bszonline.de/2019/04/02/trip-tipps-durch-die-stadt/#respond Tue, 02 Apr 2019 13:03:14 +0000 https://bszonline.de/2019/04/02/trip-tipps-durch-die-stadt/ Unterwegs. Was kann man in Bochum machen und wo solltet Ihr schon mal gewesen sein? Das beantworten Euch Redakteur Philipp und Redakteurin Bena in ihrem ganz persönlichen Guide durch Grönemeyers Heimatstadt.

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Unterwegs. Was kann man in Bochum machen und wo solltet Ihr schon mal gewesen sein? Das beantworten Euch Redakteur Philipp und Redakteurin Bena in ihrem ganz persönlichen Guide durch Grönemeyers Heimatstadt.

I am Love

Ihr liebt Eis und seid auf der Suche nach einer neuen Stammeisdiele? Dann ist das „I am Love“ genau das Richtige für Euch! Mit saisonalen Eiskreationen und Exoten wie dem Gurkeneis, kommen nicht nur Naschkatzen*kater auf ihre Kosten. Und wenn Ihr mal kein Eis mögt, könnt Ihr auch frische Waffeln oder herzhafte Kost wie Paninis verspeisen. Natürlich auch vegan, versteht sich. Neben den Speisen finden auch immer wieder Veranstaltungen wie Konzerte oder Poetry Slams statt.  Schaut doch mal in die Veranstaltungen unter: facebook.com/iamlove.de 

BIOKU

Der Bio- & Kulturmarkt ist mehr als ein gewöhnlicher Supermarkt. Hier könnt Ihr unverpackt Eure Lebensmittel einkaufen und der Umwelt was Gutes tun oder die coolsten Trends der Fairfashion entdecken. Vom Bambustrinkbecher bis zum Ököreinigungsmittel, wie das Olivenwaschmittel: Alles steht im Sinne der Nachhaltigkeit.
Falls Ihr Euren grünen Daumen mal einsetzen und lernen wollt, wie Ihr  zum Beispiel Eure Kosmetik selbst herstellt, dann guckt auf facebook.com/BIOKUBochum nach und meldet Euch für einen der Kurse an.


Bermuda3eck

Wer in Bochum etwas unternehmen will, kommt nur schwer am Bermuda3eck vorbei. Zahlreiche Bars, Kneipen, Cafés, Restaurants, Clubs und Kinos tummeln sich auf engstem Raum und bieten jedem*jeder etwas, egal ob man nur gemütlich einen Cocktail schlürfen oder feiern gehen will. Für Studierende gibt es außerdem ein besonderes Angebot: Jeden Montag ist Student‘s Day, bei dem sich Studierende auf viele Vergünstigungen freuen können. Und wie sagt ein Bochumer Sprichwort so schön: Letzter Stop – Intershop.

Goldkante

Ihr wollt Euch schon immer mal als DJ oder DJane ausprobieren? Dann ist die Goldkante an der Hattinger Straße genau der richtige Ort für Euch. Jeden Mittwoch ab 21 Uhr darf sich jede*r mit mitgebrachter Musik an den Decks austoben. Und auch so ist die gemütliche Bar etwas anders, denn sie „gehört“ ihren Gäst*innen: Geleitet wird sie von einem Verein, bei dem jede*r Gäst*in Mitglied werden kann und so seine Vorstellungen für die Einrichtung und Veranstaltungen einbringen kann.

:Abena Appiah und  Philipp Kubu

Wir haben exklusiv zwei Gäst*innenlistenplätze für die Mensaparty des Akafös für Euch. Um teilzunehmen kommentiert bei Facebook oder Instagram den Post mit wem Ihr kommen wollt. Oder schreibt bis 10. April eine Email an
redaktion@bszonline.de mit dem Betreff: „SemesterAnfangsParty“.

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„Was für eine tolle Band“ https://bszonline.de/2019/04/01/was-fuer-eine-tolle-band/ https://bszonline.de/2019/04/01/was-fuer-eine-tolle-band/#respond Mon, 01 Apr 2019 13:43:23 +0000 https://bszonline.de/2019/04/01/was-fuer-eine-tolle-band/ Downbeat. Bummelzug:Acht ist vergangenen Samstag, den 30. März in der Goldkante aufgetreten. Doch wer sind sie und wie wirken sie auf Menschen.

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Downbeat. Bummelzug:Acht ist vergangenen Samstag, den 30. März in der Goldkante aufgetreten. Doch wer sind sie und wie wirken sie auf Menschen.

Der hintere Raum der Goldkante in Bochum Ehrenfeld ist dafür bekannt, dass man dort mal eben noch ein bisschen tanzen gehen kann und das alles bei Live-Musik. So auch am vergangenen Samstag, als die Kneipe damit warb, dass der Bummelzug:Acht nach Hause in die Goldkante zurückkommt, denn dort habe vor anderthalb Jahren die erste spontane Session der Band stattgefunden. Durch das positive Feedback der Angestellten hat sich das fünfköpfige Bochumer Downbeat Kollektiv im September 2017 gegründet. Seitdem vereinen sie natürliche und elektronische Elemente. Dieses Genre wird auch Downtempo genannt und dient als Sammelbezeichnung für elektronische Musik, die sich durch langsame Beats auszeichnet. Für den  Gesang in der Band ist die 29-jährige Kristin zuständig. Zusätzlich spielt sie diverse Percussion-Instrumente, wie Tamburin oder verschiedene Shakers: „Wir spielen live ein, was uns in elektronischer Musik verwandt vorkommt“, so Kristin. Des Weiteren treffen Bratsche (Tobi) und Gitarre (Mathis) auf elektronische Beats und Bässe. „Die Challenge für uns ist, dass wir uns abwechseln und nicht alle drauf los spielen“, führt Kristin fort, „ganz wichtig für uns ist Freddy, der das alles koordiniert.“ Freddy arbeitet mit Ableton live, einer Art Werkzeug zur Musikproduktion, das ermöglicht, Musik-Arrangements in Echtzeit auf der Bühne darzubieten. Ansonsten gibt es noch Pascal, der auf seinem Synthesizer die weichen Klänge der Band spielt.

Nächster Termin

Besucher Hendrik ist spontan in der Goldkante gelandet und meint: „Was für eine schöne Musik. Was für eine tolle Band.“ Aber nicht nur Hendrik war begeistert: In dem dichtbefüllten Raum sah man zufriedene Gesichter, die sich fast meditativ zu den sanften Klängen auf und ab bewegten. Wenn Ihr Euch auch von Bummelzug:Acht zum „Schnecken“ (so heißt der Tanz zu Downbeat) verleiten lassen  möchtet, dann habt Ihr die Chance am 13. April im Schumacherclub von 2 bis 4 Uhr. Ansonsten könnt Ihr Termine unter
facebook.com/BummelzugAcht einsehen.
               

:Katharina Cygan

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Wenn Instrumente kämpfen https://bszonline.de/2017/05/29/wenn-instrumente-kaempfen/ https://bszonline.de/2017/05/29/wenn-instrumente-kaempfen/#respond Mon, 29 May 2017 15:48:46 +0000 https://bszonline.de/2017/05/29/wenn-instrumente-kaempfen/ Zeitgenössische Musik. Am 26. Mai spielte das internationale Trio Three for Three in der Goldkante ihren modernen zeitgenössischen Jazz mit Einflüssen aus Deutschland, Chile und Spanien. 

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Zeitgenössische Musik. Am 26. Mai spielte das internationale Trio Three for Three in der Goldkante ihren modernen zeitgenössischen Jazz mit Einflüssen aus Deutschland, Chile und Spanien.

Wer das Wort Jazz hört, denkt automatisch an Saxofone in kleinen verrauchten Salons in amerikanischen Großstädten, wo Männer und Frauen mit Hüten Zigarre rauchen. In der Goldkante konnte man zwar nicht rauchen, aber dafür 

stilecht auf Cocktailsesseln aus den 60ern sitzen und den komplexen Klängen des Trios Three for Three lauschen. Dabei ist die Band Three for Three alles andere als klassisch. Das internationale Trio besteht aus dem Schlagzeuger Jaime Moraga Vasquez aus Chile, dem Gitarristen Alfredo Moran Lada aus Spanien und dem Bassisten Patric Siewert aus Deutschland. Keine BläserInnen, keinen PianistInnen.  

Jazz in Ekstase

Patric Siewert, E-Bassist der Band, würde die Musik als Contemporary Jazz oder zeitgenössischen Jazz beschreiben. Es soll bewusst nicht an Klassiker wie Take Five oder ähnliches erinnern, sagt Siewert: „Das gab‘s ja alles schon. Wir wollen irgendwie eine eigene Sache erfinden. Jeder bringt seine Einflüsse mit.“ Am Ende entstehe dann die Musik, die beeinflusst ist von anderen Stilrichtungen, von den Umständen und der momentanen Stimmung. Jedes Stück erzähle eine Geschichte. „Man verarbeitet sowas ja alles in seiner Musik und unsere Worte sind dann die Klangfarben“, so Siewert.  Auch die Einflüsse der jeweiligen Herkunftsländer sind bestimmend. So gab es beispielsweise verschiedene exotischere Sounds wie rhythmisches Muschelgeklapper.  

Während des zweiteiligen Konzerts wechselten sich sperrige, wild improvisierte Parts, die roh und intensiv wirken, mit groovend harmonischen Parts ab. Ein Song im Repertoire des Trios wurde von der Stadt Essen inspiriert. Gerade hier wirken die improvisierten Parts verworren und chaotisch wie eine Momentaufnahme des Großstadtlebens. 

In anderen Songs fühlt man sich selbst wie Allan Ginsberg oder Jack Kerouac, während man Improvisationen auf komplexen Harmonie-Schemata verfolgt, bei denen sich Bassläufe 

zu treibenden Schlagzeug Pattern bis zur Ekstase steigern. Immer wieder verschiebt der Drummer Akzente oder Rhythmik, die dann vom Gitarristen und Bassisten aufgegriffen werden müssen. Alles ist so schnell und komplex, dass man am Ende fast selbst außer Atem ist. 

Niemals gleich

„Das Schöne ist, dass man es auch immer wieder neu entwickeln kann. Das Stück kann morgen ganz anders sein“, sagt Siewert. Es gäbe zwar eine festgelegte Form, aber was währenddessen passiere, könne jeden Tag anders sein. Siewert lacht und verabschiedet sich von einem Bekannten: „Da muss man halt schon aufpassen. Da passiert unheimlich viel. Schwierige Akkorde, auf denen man dann improvisieren muss, tricky Rhythmik. Manchmal läuft es gut und manchmal ist es halt schwierig, sich auszudrücken.“ Wir seien alle nur Menschen, schiebt er hinterher. 

Ihre Musik ist keine Rockmusik, wo man auswendig lernt, was gespielt wird und es dann runterrattert. Trotzdem wollen Three for Three diese Woche noch ein repräsentatives Album aufnehmen.  Da kann man dann immer wieder dasselbe hören. Live klingt das dann natürlich wieder ganz anders.

:Andreas Schneider

 
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Voll, voller, am vollsten https://bszonline.de/2014/09/11/voll-voller-am-vollsten/ https://bszonline.de/2014/09/11/voll-voller-am-vollsten/#respond Thu, 11 Sep 2014 09:00:29 +0000 https://bszonline.de/2014/09/11/voll-voller-am-vollsten/ Ich beginne meinen Absturzabend gegen 18 Uhr im legendären Absinth, in dessen Biergarten auf der Ecke von Diekamp- und Rottstraße sich die uralten Platanen am Pfingstmontag in weitgehend entlaubte Torsos verwandelt haben. Nirgendwo ist Schatten, sodass ich die Septembersonne ungehindert genießen kann. Umso mehr haut die im letzten Jahrhundert noch verbotene «Fée Verte» rein, die hier mit ihrem unverdünnten Alkoholgehalt von 45 bis 89,9 Prozent zum Einheizpreis von 3,70 Euronen feilgeboten wird.

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Ich beginne meinen Absturzabend gegen 18 Uhr im legendären Absinth, in dessen Biergarten auf der Ecke von Diekamp- und Rottstraße sich die uralten Platanen am Pfingstmontag in weitgehend entlaubte Torsos verwandelt haben. Nirgendwo ist Schatten, sodass ich die Septembersonne ungehindert genießen kann. Umso mehr haut die im letzten Jahrhundert noch verbotene «Fée Verte» rein, die hier mit ihrem unverdünnten Alkoholgehalt von 45 bis 89,9 Prozent zum Einheizpreis von 3,70 Euronen feilgeboten wird.

Die mit brennendem Zucker versüßte grüne Fee lösche ich schnell mit einem Kristallweizen für 3,40 Euro, zahle und entere noch vor Sonnenuntergang den Freibeuter, wo das Bermuda3eck am erträglichsten und das Kristall auch nur 20 Cent teurer ist. Draußen ist nur noch auf der Raucherbank ein Plätzchen frei – der Restbiergarten mit seinen kreisrunden Tischen in der Fußgängerzone am Konrad-Adenauer-Platz ist proppenvoll. Da drinnen mal wieder ein cooler DJ auflegt, gilt dasselbe für den Innenbereich, der mit seiner Aquarium- und Piratendeko auch an normalen Abenden ein nettes Ambiente bietet.

Heute entschließe ich mich jedoch, Richtung Schauspielhaus zur Goldkante an der Alten Hattinger Straße weiterzuziehen – eine Kulturevent-Kneipe, die von einem Verein in Eigenregie bewirtschaftet wird. Neben Theater-Performances und Lesungen wird auch hier zuweilen gut aufgelegt und die Goldkante verwandelt sich in eine Disco. An diesem Donnerstagabend ist jedoch nichts besonderes los – bis auf die Cocktail-der-Woche-Aktion: Den Preis für einen (leider etwas dünnen) Wodka-Zitrone-Melone-Minze-Mix kann ich selbst auswürfeln und habe hier für einen Kollegen schon mal zwei Einser geschafft, der dann mit 1,10 Euro dabei war. Heute habe ich weniger Glück und erwürfle einen Preis von 5 Teuro 30.

Etwas angeschlagen torkle ich über die Oskar-Hoffmann-Straße Richtung Lohring, um auf dem Nachhauseweg eine knappe halbe Stunde in der Straßenbahn-Linie 310 nach Witten zu chillen. Dort werde ich kurz vor 22 Uhr am Rathaus ausgespuckt – gerade noch rechtzeitig zur zweistündigen „Happy Hour“ im Casa Cuba, die dort täglich um 20 Uhr beginnt. Als Absacker gönne ich mir zum einheitlichen Cocktail-Preis von 4,50 Euro einen hervorragenden Caipi, von dem ich weiß, dass er seine Wirkung nicht verfehlen wird…

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