Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Gesundheitsamt Bochum | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:43:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Gesundheitsamt Bochum | BSZ https://bszonline.de 32 32 Corona-Kontakt – was nun? https://bszonline.de/2020/11/06/corona-kontakt-was-nun/ https://bszonline.de/2020/11/06/corona-kontakt-was-nun/#respond Fri, 06 Nov 2020 17:17:39 +0000 https://bszonline.de/2020/11/06/corona-kontakt-was-nun/ Reporatage. Die Zahl der aktiven Fälle in Bochum hat am 1. November die 1.000er-Marke überschritten. Neue Corona-Schutzverordnung, doch was tun, wenn der Anruf kommt? Ein Mensch im Umfeld ist Corona-positiv. Wie sollten wir damit umgehen und wo sollen wir uns melden und wann wird getestet? 

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Reporatage. Die Zahl der aktiven Fälle in Bochum hat am 1. November die 1.000er-Marke überschritten. Neue Corona-Schutzverordnung, doch was tun, wenn der Anruf kommt? Ein Mensch im Umfeld ist Corona-positiv. Wie sollten wir damit umgehen und wo sollen wir uns melden und wann wird getestet? 

D a war der Anruf. Mit der Nachricht, dass eine Person im direkten Kontakt mit mehreren Menschen war, die auf Corona positiv getestet wurden. Ein Anruf einer Person, die wie ich Risikopatientin ist. Die Sorgen machten sich breit. Was nun? Was ist meine Aufgabe in diesem Konstrukt, da mir gesagt wurde, ich solle erst einmal auf den nächsten Anruf dieser Person warten. Währenddessen hatte ich schon herausgefunden, dass mein Hausarzt gar keine Corona-Tests macht und ich über eine Liste Ärzte finden würde, die einen auf das Virus testen würden. Und in der Theorie stimmt das auch so weit. Der zweite Anruf sollte auch nicht informativer sein: Da Stand jetzt zur Zeit noch keine Symptome bei meiner Kontaktperson vorhanden sind, sei laut Gesundheitsamt kein Test notwendig und Drittkontakte könnten, wenn sie symptomfrei sind und bleiben, dem „normalen Alltag“ nachgehen. Ich würde wohl erstmal nicht vom Gesundheitsamt informiert. Die Person solle sich einfach nochmal beim Gesundheitsamt selbst melden, wenn das grundsätzliche Befinden schlechter werde. Der Wunschtraum eines jeder:n (Risiko)-Patient:innen! Während der Facharzt eine Krankschreibung anfertigt, da man diese symptomfrei nicht vom Hausarzt bekommt, plädiert auch dieser, dass meine Kontaktperson sich doch bitte testen lassen solle. Denn trotz der aktuellen Lage würden und müssten Risikopatient:innen getestet werden. Doch diesbezüglich vertröstet das Gesundheitsamt nach stundenlangem Einwählen meine Kontaktperson und sagt, wenn es von Dringlichkeit sei, doch ins Krankenhaus zu fahren und sich dort checken zu lassen, falls Symptome vorhanden seien. Doch ist es so leicht, auch mit Symptomen einen Corona-Test zu bekommen? Im Rahmen des Beitrags nahm ich Kontakt mit einem jungen Mann Namens Daniel auf. Er erzählte mir davon, dass er sich tagelang geschwächt gefühlt hat und erkältungsartige Symptome hatte, wie Schnupfen, Schleim im Hals und Husten. Zu diesen Anzeichen kam hinzu, dass er mit starken Kopfschmerzen zu kämpfen hatte und sogar Schwächeanfälle erlitt.  

Mehr noch: Auch die Corona-Warn-App zeigte ihm eine Risikobegegnung an. Aus diesem Grund wollte er sich bei seinem Arzt darüber informieren, was er nun machen müsse. Er wendete sich an die extra für Corona eingerichtete Hotline der Stadt Bochum und merkte schnell: ein Durchkommen ist kaum möglich. Dasselbe Bild ergab sich beim Hausarzt sowie beim Gesundheitsamt. Er traf meist auf besetzte Leitungen oder kam direkt in eine Warteschleife. Als er über die Krankenkasse endlich mit einem Arzt sprechen konnte, legte dieser Arzt ihm nahe, einen Test zu machen, jedoch müsse ihm klar sein, dass es derzeit so gut wie unmöglich sei, einen solchen zu bekommen. Am besten, er achte auf die gegebenen AHAL-Regeln und solle sich noch mal melden, wenn sich die Symptome verschlechtert haben sollten.  

Währenddessen bekam ich einen neuen Anruf von meiner Kontaktperson, die mir erzählte, dass sie mit einer weiteren auf Corona positiv getesteten Person in Kontakt kam und ob sich ein Gesundheitsamt (die Kontaktpersonen leben in verschiedenen Kommunen) bei mir gemeldet habe. Nein, bis jetzt hat sich niemand bei mir gemeldet, da ich vermeintlich mit keinem Menschen, der Corona hat, in Kontakt gekommen bin. Was wäre nun, wenn meine Kontaktperson positiv wäre und sich nicht bei mir gemeldet hätte? Ich würde meinen Alltag normal weiterführen, zwar mit Maske und AHAL-Regeln, aber Wirt könnte ich trotzdem sein und vielleicht jemensch in der Bahn oder im Supermarkt anstecken. Also ab ins Quarantäneleben und darauf hoffen, dass die Symptome bei den infizierten Leuten mild bleiben.                 

  :Abena Appiah

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Sexuell übertragbare Infektionen https://bszonline.de/2012/12/17/sexuell-uebertragbare-infektionen/ https://bszonline.de/2012/12/17/sexuell-uebertragbare-infektionen/#respond Mon, 17 Dec 2012 14:57:19 +0000 https://bszonline.de/2012/12/17/sexuell-uebertragbare-infektionen/ Noch bis zum 28. Februar 2013 besteht die Möglichkeit, sich bei der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit im Gesundheitsamt Bochum kostenfrei auf die zwei weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen – nämlich durch Chlamydien und Gonokokken (Gonorrhoe-Erreger) – testen zu lassen. Die Tests finden im Rahmen der vom Robert-Koch-Institut zusammen mit Gesundheitsämtern in NRW durchgeführten STI-HIT-Studie statt. „STI“ steht hierbei für „sexual transmitted infections“ (sexuell übertragbare Infektionen) und „HIT“ für die HIV-Testberatung. Die STI-HIT-Studie untersucht, bei wie vielen der Menschen, die zum HIV-Test kommen, andere sexuell übertragbare Infektionen als HIV vorliegen. Die Studienergebnisse sollen helfen, Maßnahmen zur Prävention, Feststellung und Behandlung solcher Infektionen  zu verbessern.

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Noch bis zum 28. Februar 2013 besteht die Möglichkeit, sich bei der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit im Gesundheitsamt Bochum kostenfrei auf die zwei weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen – nämlich durch Chlamydien und Gonokokken (Gonorrhoe-Erreger) – testen zu lassen. Die Tests finden im Rahmen der vom Robert-Koch-Institut zusammen mit Gesundheitsämtern in NRW durchgeführten STI-HIT-Studie statt. „STI“ steht hierbei für „sexual transmitted infections“ (sexuell übertragbare Infektionen) und „HIT“ für die HIV-Testberatung. Die STI-HIT-Studie untersucht, bei wie vielen der Menschen, die zum HIV-Test kommen, andere sexuell übertragbare Infektionen als HIV vorliegen. Die Studienergebnisse sollen helfen, Maßnahmen zur Prävention, Feststellung und Behandlung solcher Infektionen  zu verbessern.

Wer an der Studie teilnehmen und sich testen lassen möchte, der kann ohne Termin in die offene Sprechstunde der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit im Gesundheitsamt (Westring 28/30) kommen: montags von 9.00 bis 13.00 Uhr und donnerstags von 14.00 bis 17.30 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten kann telefonisch ein Termin vereinbart werden (Tel. 0234 910 3233 oder 0234 910 1113). Der Test auf Chlamydien und Gonokokken kann neben den in der Beratungsstelle auch sonst angebotenen, kostenfreien Tests auf HIV und Syphilis durchgeführt werden oder ohne diese. Für die Laboruntersuchung entnehmen Frauen sich selbst einen Abstrich aus der Scheide, während Männer eine Urinprobe abgeben. Die Teilnahme an der Studie besteht ansonsten im anonymen Ausfüllen eines Fragebogens. An der STI-HIT-Studie teilnehmen können volljährige Frauen und Männer, die noch nicht an der Studie teilgenommen haben. Nicht teilnehmen können Frauen, die schwanger sind, die stillen oder die ihre Periode haben und Tampons benutzen. Ein positiver Befund auf Chlamydien oder Gonokokken wird den Teilnehmenden nach ein bis zwei Tagen vom Gesundheitsamt mitgeteilt.

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Auch wer in Bezug auf seinen Harn- und Geschlechtsapparat keinerlei Symptome einer Krankheit zeigt und keine Beschwerden hat, sollte ernsthaft erwägen, sich bei dieser Gelegenheit auf Chlamydien und Gonokokken testen zu lassen. Gerade Chlamydien-Infektionen bleiben meist unerkannt, auch da sie bei Männern häufig und bei Frauen in den meisten Fällen keine merklichen Symptome hervorrufen. Schätzungsweise jede zehnte bis zwanzigste junge Frau in Deutschland ist mit Chlamydien infiziert – wobei junge Männer in einem ähnlichem Maß betroffen sein dürften. Unbehandelt können Chlamydien bei Frauen durch Entzündungen in den Eileitern Unfruchtbarkeit oder ein hohes Risiko für Eileiterschwangerschaften verursachen. Bei Männern kann es zu Entzündungen in der Prostata und in den Nebenhoden kommen, die ebenfalls Unfruchtbarkeit verursachen können. Etwa die Hälfte aller Fälle von Unfruchtbarkeit bei Frauen in Deutschland wurde durch unbehandelte Chlamydien-Infektionen verursacht.
Auch die von Gonokokken ausgelöste Infektionskrankheit Gonorrhoe (umgangssprachlich Tripper) verläuft in einem Teil der Fälle ohne merkliche Symptome. Unbehandelte Gonorrhoe kann ebenfalls zu Unfruchtbarkeit führen. Sowohl Chlamydien als auch Gonorrhoe sind mit Antibiotika gut behandelbar. Unbehandelt können sie jedoch neben den bereits erwähnten noch andere schwerwiegende Probleme oder Schäden verursachen, vor allem, wenn diese Infektionen auf weitere Organe übergreifen. Beide Infektionskrankheiten können zudem ernste Komplikationen bei einer Schwangerschaft auslösen und bei der Geburt auf das Kind übertragen werden, was insbesondere zu gefährlichen Augeninfektionen bei Neugeborenen führen kann. Eine frühzeitige Feststellung und Behandlung dieser sexuell übertragbaren Infektionen ist also von großer Wichtigkeit – für Frauen und Männer.

Eine gute Gelegenheit

Die Möglichkeit zum kostenfreien Test auf Chlamydien und Gonokokken im Rahmen der STI-HIT-Studie ist eine gute Gelegenheit, um eventuelle Unsicherheiten und Risiken bezüglich der eigenen Gesundheit auszuräumen. Sich mit diesem Thema ernsthaft auseinander zu setzen, zeugt von Verantwortungsbewusstsein für sich und andere Menschen. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftig mehr kostenfreie Testmöglichkeiten für sexuell übertragbare Infektionen angeboten werden. Ist deren frühzeitige Erkennung doch essentiell, sowohl um die weitere Verbreitung zu verhindern, als auch um sie optimal behandeln zu können.

Patrick Henkelmann

 

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