Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Gefahr | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 09:04:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Gefahr | BSZ https://bszonline.de 32 32 NRW denkt an Wälder https://bszonline.de/2018/12/17/nrw-denkt-waelder/ https://bszonline.de/2018/12/17/nrw-denkt-waelder/#respond Mon, 17 Dec 2018 16:21:42 +0000 https://bszonline.de/2018/12/17/nrw-denkt-waelder/ Kommentar. Die NRW-Landesregierung stellt ein Konzept für die Zukunft der Wälder auf. Wie sarkastisch.

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Kommentar. Die NRW-Landesregierung stellt ein Konzept für die Zukunft der Wälder auf. Wie sarkastisch.

Das Kohle-Land Nordrhein-Westfalen sorgt sich um die Wälder. Nicht jedoch etwa um Klimaschutz oder gar den Hambacher Wald, sondern um wirtschaftlich nutzbaren Wald, so genannten Forst. Der wirtschaftliche Nutzen der Wälder steht für die Marktradikalen und Wirtschaftsliberalen im Landtag also im Vordergrund. Von der Notwendigkeit intakter Ökosysteme für Klima, Fauna und Menschheit ist kaum etwas oder gar nichts zu vernehmen. Dabei sind die Ergebnisse der aktuellen Untersuchungen zum Waldbaumbestand erschreckend: 78 Prozent des nordrhein-westfälischen Baumbestandes weisen eine deutliche oder schwache Kronenverlichtung auf, nur 22 Prozent verbleiben ohne diese Schäden. Die Gründe für den desolaten Zustand der heimischen Wälder sind vielfältig: Neben dem starken Wintersturm „Friederike“ im Januar sorgte auch der niederschlagarme und extrem warme Sommer für zahlreiche Schäden in heimischen Wäldern. Eine besondere Gefahr für die Fichtenpopulation – welche knapp ein Drittel des hiesigen Baumbestandes ausmacht – ist der Borkenkäfer.
 
Klimawandel

Besonders zynisch wird der Komplex der Waldschäden, wenn Umweltministerin Ursula Heinen-Esser den Klimawandel ins Spiel bringt. Statt auf die Notwendigkeit intakter Waldökosysteme für die Stabilisierung des Klimas und die Bindung von CO2 aus der Atmosphäre zu setzen, liegt das Augenmerk auf der wirtschaftlichen Nutzung. Dabei bleibt die Tatsache ungeachtet, dass ein Hektar Mischwald pro Jahr etwa 13 Tonnen  CO2 speichert. Zugegeben: verarbeitetes, nicht verfeuertes Holz, etwa als Baustoff, speichert das CO2 ebenfalls, doch besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang der massenweise Anbau von Fichten. Zwar speichert das Nadelholz etwa 0,7 Tonnen bei einer Höhe von 35 Metern, jedoch erreichen die Bäume diese Höhe erst nach 100 Jahren. Die Bäume werden jedoch meist nach 70-80 Jahren gefällt. Umso wichtiger sind gerade in einer forstwirtschaftlich so stark genutzten Region wie NRW alte, naturnahe Wälder, die ein notwendiger Bestandteil des
Klimaschutzes sind.           

  :Justinian L. Mantoan

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Drogenbericht 2017: Konsum und Folgen https://bszonline.de/2017/06/12/drogenbericht-2017-konsum-und-folgen/ https://bszonline.de/2017/06/12/drogenbericht-2017-konsum-und-folgen/#respond Mon, 12 Jun 2017 13:07:12 +0000 https://bszonline.de/2017/06/12/drogenbericht-2017-konsum-und-folgen/ Bilanz. Das European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (EMCDDA) hat diesen Monat seinen Drogenbericht für Deutschland und andere europäische Ländern veröffentlicht. 

Der Country Drug Report 2017 präsentiert einen Überblick über das Drogenphänomen in Deutschland. Ein Großteil der statistischen Daten hierfür kommen hauptsächlich von Institutionen wie dem Institut für Therapieforschung (IFT) oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und beziehen sich auf das Jahr 2015. Behandelt werden, neben Drogenangebot und Konsum, Probleme des Gesundheitswesens sowie die Drogenpolitik. 
 

Drogenkonsum

In Deutschland gibt mehr als ein Viertel der Erwachsenen Bevölkerung an, bereits einmal in ihrem Leben illegale Drogen genommen zu haben. Jede zehnte Person gibt an, in den letzten zwölf Monaten konsumiert zu haben; von den Befragten circa die Hälfte in den letzten 30 Tagen. Der Bericht indiziert, dass Cannabis bei Weitem die am häufigsten gebrauchte illegale Droge unter Erwachsenen sowie Jugendlichen bleibt. Im Allgemeinen ist der illegale Drogenkonsum unter Männern üblicher als unter Frauen und er bleibt höher bei jungen Erwachsenen, insbesondere bei 18- bis 25-Jährigen. 2015 waren Amphetamine zum ersten Mal die populärste Droge unter Erwachsenen, gefolgt von Kokain und MDMA. Um die 2,8 Prozent der deutschen Erwachsenen gaben an Neue Psychoaktive Substanzen (NPS) probiert zu haben, während es 2,2 Prozent bei jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 25 Jahre waren.
 

Vorfälle und Tote

2014 konnten circa 20.000 Krankenhausaufenthalte mit illegalen Drogen in Verbindung gebracht werden, wohingegen um die 3.800 drogenbezogenen Vorfälle durch Giftinformationszentren verzeichnet wurden. Grund für die Hospitalisierung der meisten PatientInnen war eine Mischung verschiedener psychoaktiver Substanzen. Die meisten Anfragen an die Giftinformationszentren waren im Zusammenhang mit Aufputschmitteln. 
Das Bundeskriminalamt (BKA) verzeichnete 2015 zum dritten Mal in Folge einen Anstieg von durch Drogen hervorgerufene Tode, durch Vergiftung oder Überdosis. Der häufigste Grund sind Opioide, gefolgt von Kokain oder Crack und Amphetaminen. Die durch Drogen verschuldete Todesrate lag 2015 bei 22,2 Millionen pro EinwohnerInnen in Deutschland, im Vergleich dazu lag der Europäische Durchschnitt bei 20,3 Millionen.
:Gianluca Cultraro
 
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