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Aber was macht der Fachschaftsrat? Erst einmal sind sie die Repräsentation der Fachschaft in Hochschulpolitischen Angelegenheiten. Wenn zum Beispiel die Mitarbeiter:innen und Dozent:innen Deines Institutes, also deines Studienfaches, eine Institutsversammlung haben, sind dort auch Leute Deines Fachschaftsrates dabei und haben das Recht, Anliegen der Studierendenschaft dort mit auf die Tagesordnung zu bringen und sie haben auch Stimmrecht. Auch in andere Gremien kann dein FSR Mitglieder:innen hinschicken, um Angelegenheiten von den Studierenden der Fachrichtung dort zu teilen und zu besprechen. Sie organisieren aber auch Veranstaltungen oder Partys für Dich und alle anderen Studierenden. Vom Filmband, über Grillen oder die Veranstaltungen in der Ersti Woche. Sie bieten hier häufig Führungen über den CampSus, Frühstück zum Kennlernen deiner Kommiliton:innen oder auch Ersti-Beratungsveranstaltungen an. Die meisten Veranstaltungen sind dabei für Dich und andere Studis komplett kostenlos!
Es gibt aber auch noch ein Gremium, wo alle Fachschaftsräte vertreten sind. Die FSVK, oder Fachschaftsvertreter:innen Konferenz, ist ein wöchentlich tagendes Plenum, welches speziell dafür da ist, damit Fachschaften sich austauschen können. Dort kann man Fragen zur FSR-Arbeit stellen oder andere FSRe Fragen, ob sie Events in Kooperation mit einem machen wollen. Dort wird aber auch über die Entscheidungen der Hochschulverwaltung und allen dazugehörigen Gremien beraten.
Das Beste bei diesen Gremien für Erstis ist: bei beiden kann man ohne Weiteres Mitmachen und sich einbringen. auch wenn man nicht Mitglied ist. Die Tagungen sind in der Regel öffentliche Sitzungen. Als Mitglied einer Fachschaft kannst Du selbst als Gast bei einer FSR-Sitzung mit abstimmen. Die einzige Ausnahme sind Angelegenheiten, bei welchen es um Finanzen geht. Du kannst auch zu den Sprechstunden deines FSR gehen, wenn Dir was auf dem Herzen liegt. Bei speziellen oder kleineren Fragen kann dir neben der Studienberatung auch dein FSR helfen
Dein FSR ist also deine Repräsentation, deine Beratungsstelle und auch dein Event Planner, eigentlich ganz cool, oder? Wenn Du also jetzt Interesse an deinem Fachschaftsrat hast, halte in der Ersti Woche nach Leuten Ausschau, die Schilder mit dem Namen deines Studienfaches hochhalten oder geh einfach auf Instagram und suche RUB, FSR und dein Fach. Dort findest Du meistens die Ankündigungen zu Veranstaltungen und alles Weitere. Wir von der :bsz wünschen einen tollen Einstig ins Studium!
:Steven Schöpper
]]>An unserer Universität gibt es insgesamt 47 Fachschaftsräte, welche die Interessen der das Fach Studierenden vertreten und bei sozialen sowie organisatorischen Fragen beraten und tatkräftig zur Seite stehen. Tatsächlich fällt auch das Veranstalten von Erstipartys und Ausflügen in den Kompetenzbereich der Fachschaftsmitglieder. Die FachschaftverteterInnenkonferenz setzt sich, wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, aus Repräsentant:innen der Fachschaftsräte zusammen, die sich in einem „Koordinationsgremium“ – wie sich die FSVK selbst bezeichnet – mit den Vertreter:innen der Fachschaften und den drei SprecherInnen der FSVK austauschen. Bei diesen drei Sprecher:innen handelt es sich momentan um Rebecca Westerholt, Jan-Philipp Lenk und Franziska Steiner. Sie vertreten die Interessen der Fachschaften bei Beschlussfassungen des Studienparlaments, organisieren, moderieren und protokollieren die FSVK und nehmen weitere hochschulpolitische Aufgaben wahr. Die drei stehen unter dem imperativen Mandat; sie sind dementsprechend dazu verpflichtet, die Beschlüsse der FSVK zu vertreten. Außerdem nennt sich die FSVK ein „Bindeglied“ zum Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), der Selbstorganisation der Studierenden, die sich ebenfalls der Bedürfnisse und Angelegenheiten der Studierenden annehmen, und zum Studierendenparlament (StuPa), das zusammen mit dem Asta die zwei wichtigsten Organe zur Selbstverwaltung darstellen, sowie zur Verwaltung der RUB. Im Austausch mit diesen Stellen versuchen die FSVK-Vertreter:innen die mit den Fachschaftsvertreter:innen gemeinsam gefassten Beschlüsse umzusetzen. Die vergangenen Sitzungen der FachschaftsvertreterInnenkonferenz fanden in der Vorlesungszeit immer montags um 18 Uhr im Ausländer:innenzentrum an der RUB statt, doch unter den aktuell geltenden Coronabeschränkungen wurden sie auf Zoom verlegt. Sie sind auf der Website der FSVK öffentlich zugänglich, sodass auch Neugierige und Interessierte den Sitzungen beiwohnen können. Darüber hinaus veranstalten die drei Vertreter:innen (Ferien-)Sprechstunden, informieren auf ihrer Website über RUB-bezogene Stellen-Ausschreibungen wie zum Beispiel auch :bsz-Redakteur:innen-Jobs, und bieten ein umfangreiches Glossar zu verschiedensten Studierendenfragen und -problematiken. Wenn Ihr Lust habt, Euch intensiver mit der FSVK auseinanderzusetzen, findet
Ihr alles Weitere hier: fsvkbo.de.
:Rebecca Voeste
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Häufig wird der Begriff der Gleichstellung als rechtliche, berufliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen und Männern verstanden. Insbesondere im universitären Bereich ist dies die klassische Definition. Deutlich wird dies an der Position des zentralen und der dezentralen Gleichstellungsbüros. Diese müssen mit Frauen besetzt werden und behandeln in der Regel ausschließlich deren Belange. Doch nicht nur Frauen sind von Chancenungleichheit betroffen. Zum Beispiel People of Color, nicht heterosexuelle oder Menschen mit Behinderungen können ebenfalls Benachteiligungen erfahren – diesen stehen jedoch keine
eigenen universitären Anlaufstellen zur Verfügung. Außerdem ist nicht deutlich, inwiefern der Aufgabenbereich und die Besetzung der Gleichstellungsbeauftragten Transfrauen und non-binäre Personen einschließt.
Diese Problematik führte jüngst zu einer Debatte in der FSVK (Fachschaftsvertreter*innenkonferenz), die zu einer Stellungnahme an das Rektorat der RUB führte. Darin heißt es: „Die FSVK steht der Tatsache kritisch gegenüber, dass nur weibliche Mitglieder der Hochschule für die Position als Gleichstellungsbeauftrage wählbar sind und die Gleichstellungsbeauftragte nur die Belange der Frauen wahrzunehmen hat.“ Allerdings ist der Handlungsspielraum der Universität begrenzt, wie auch aus der Stellungnahme hervorgeht. Denn das Landesgleichstellungsgesetz NRW schreibt die Besetzung der Stelle mit Frauen vor. So heißt es in Paragraph 15a: „Als Gleichstellungsbeauftragte ist eine Frau zu bestellen.“ Im Hochschulgesetz wird zudem der Aufgabenbereich der Gleichstellungsbeauftragten weiter definiert. „Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte hat die Belange der Frauen, die Mitglieder oder Angehörige der Hochschule sind, wahrzunehmen.“
Dennoch sehen die Fachschaftsräte Handlungsmöglichkeiten bei den Vertreter*innen der Ruhr-Universität: „Eine solche Maßnahme könnte darin bestehen, das Aufgabenfeld der Gleichstellungbeauftragten so zu erweitern, dass alle Personen, die potenziell Diskriminierung aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Personengruppe erfahren, durch die Gleichstellungsbeauftragte Unterstützung erfahren.“ Eine solche Kompetenzerweiterung könnte allerdings auch die Kapazitäten der jeweiligen Büros übersteigen. Daher wird als weitere Möglichkeit die Schaffung weitere Stellen vorgeschlagen, die sich mit den Belangen der jeweils benachteiligten Gruppen befasst.
:Stefan Moll
]]>Gleichstellungsbüro (GA 8/58)
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte:
gleichstellungsbuero@rub.de
Studentische Gleichstellungsbeauftragte:
Nina.vonWitzleben@uv.rub.de
Autonomes Ausländer*innenreferat (SH 0/83)
aar@rub.de
Autonomes Frauen*Lesbenreferat (SH 0/15)
frauen@rub.de
Autonomes Schwulenreferat (SH 0/14)
schwulenreferat@rub.de
Autonomes Referat für Menschen mit Behinderungen und sämtlichen Beeinträchtigungen (SH 0/16)
ar-mbsb@rub.de
Arbeiterkind.de
Ortsgruppe: bochum.arbeiterkind.de
:bsz: Liebe FVSK-Sprecher*innen, fangen wir mal ganz klein – oder eher vorne – an: Was ist die FSVK?
Sprecher*innen: Die FSVK ist vor allem ein Koordinationsgremium, in dem sich die Fachschaftsräte (FSRe) mit ihren Vertreter*innen austauschen können. Sie ist Bindeglied zwischen den Fachschaften und dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) sowie dem Studierendenparlament (StuPa) und versucht, die gemeinsam gefassten Beschlüsse auf diesen Ebenen umzusetzen. Die FSVK wird derzeit von drei FSVK-Sprecher*innen vertreten.
Ihr seid diese drei Sprecher*innen. Was sind Eure Aufgaben?
Unsere Aufgaben umfassen die Vor- und Nachbereitung sowie die Moderation und Durchführung der wöchentlichen FSVK-Sitzungen. Darüber hinaus verwalten wir die Finanzierungsanträge der FSRe und vertreten ganz allgemein die Interessen der Fachschaften gegenüber Dritten. Wir sind in allen Angelegenheiten, die FSRe betreffen, Ansprechpartner*innen und versuchen, bei Fragen hilfreich zur Seite zu stehen.
Wo und wann trifft sich die FSVK?
Die FSVK-Sitzungen finden in der Vorlesungszeit immer montags um 18 Uhr im Ausländer*innenzentrum (AZ) an der RUB statt.
Kann bei Euch jede*r Studi mitmachen?
Mitglieder der FSVK sind die FSRe und diese bestimmen jeweils Vertreter*innen, die an den einzelnen Sitzungen teilnehmen. Wie viele Vertreter*innen eine Fachschaft entsendet, ist ihr überlassen, auch wenn sie bei Abstimmungen nur eine Stimme haben. Grundsätzlich sind die Sitzungen öffentlich, sodass Interessierte vorbeikommen könnten.
Eure Arbeit – als Sprecher*innen und die der FSVK – hört sich stark nach Hochschulpolitik an. Was unterscheidet Euch von anderen hochschulpolitischen Akteur*innen?
Natürlich ist die Arbeit hochschulpolitisch. Jedoch unterliegen wir als Sprecher*innen dem imperativen Mandat der FSVK, das heißt, wir sind an deren Beschlüsse gebunden und können somit nicht, wie der AStA und die Listen, unserem eigenen hochschulpolitischem Programm nachgehen. Das unterscheidet uns auch von anderen hochschulpolitischen Akteuren.
Was ermutigt Euch, ehrenamtlich für die Studierendenschaft zu arbeiten?
Rebecca: Mich motiviert vor allem, für die Studierenden da zu sein und ihre Belange aufrichtig gegenüber dem AStA und anderen zu vertreten.
Freddy: Mich hat vor allem die gute Arbeit meiner Vorgänger*innen motiviert. Zudem möchte ich dazu beitragen, Anderen bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit zu helfen. Engagement von Studis für Studis ist und wird immer wichtig bleiben und wenn ich dazu beitragen kann, dann mache ich das gerne.
Falk: Ich habe durch meine eigene Teilnahme an der FSVK für meinen FSR festgestellt, dass man hier viel bewirken und an diesen Aufgaben wachsen kann. Mir gefällt dabei vor allem die neutrale Rolle, die wir als Personen durch das imperative Mandat einnehmen, weil es um gemeinsame Ziele geht und nicht um die Durchsetzung persönlicher Interessen.
Was wünscht Ihr Euch für die Zukunft der FSVK?
Wir haben uns als Team gerade neu formiert, sodass wir momentan damit beschäftigt sind, die Arbeit der VorgängerInnen wieder aufzunehmen.
Wir wünschen uns jedoch, dass die Zusammenarbeit mit dem AStA weiterhin so gut funktioniert und selbstverständlich freuen wir uns, wenn es weiterhin viele engagierte Studierende in der FSVK gibt.
Das Interview führte :Justinian L. Mantoan
]]>Wer seine Studienlaufbahn beginnt, kommt schnell mit ihr in Kontakt: die Hochschulpolitik. Egal, ob dies direkt durch das Wählen des Studierendenparlaments oder durch eine vom AStA organisierte Veranstaltung indirekt geschieht. Die Hochschulpolitik ist überall. Doch an den Hochschulen sind nicht nur die Studienparlamente Austragungsorte von studentischer Mitbestimmung und Politik. Genauso wichtig sind die Gremien und Kommissionen in der Universitätsverwaltung, bei denen auch Studierende Mitspracherecht haben. Sie können darin über die Verwendung von Geldern bestimmen oder sich über die Verbesserung von Forschung und der Lehre beraten. Somit sind die Studis direkt daran beteiligt, wie die Studierendenschaft der RUB ihren Unialltag erleben.
An der RUB gibt es insgesamt fünf zentrale Kommissionen. Vier davon sind ständige Kommissionen: die Qualitätsverbesserungskommission (QVK), die Kommission für Forschung und Wissenstransfer (UKF), die Kommission für Lehre (UKL) und die Kommission für Planung, Struktur und Finanzen (UKP). Zusätzlich gibt es die Gleichstellungskommission, die sich um Dinge wie die Gleichstellung von Frauen und Männern oder die Vereinbarkeit von Familie und Uni kümmert. Die Mitglieder der Kommissionen werden vom Senat gewählt. Sowohl der Senat als auch die Gremien bestehen aus einer Mischung aus Studierenden, ProfessorInnen, wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und Angestellten aus der Technik und Verwaltung. Dabei sind die Stimmen in den meisten der Beschlusskörper so aufgeteilt, dass eine Viertelparität besteht.
Das heißt, dass die vier Gruppen jeweils dieselbe Stimmmenge haben. Somit soll ein gleichberechtigter Austausch zwischen Studierenden und Angestellten sichergestellt werden.
Einzig in der QVK gibt es eine andere Verteilung der Stimmmehrheiten. Denn anders als in den restlichen Gremien haben die Studierenden hier die Sitzmehrheit, wodurch die QVK ein zentrales Organ der studentischen Mitbestimmung ist. Insgesamt sieben studentische Mitglieder sind Teil der dreizehnköpfigen Gruppe, deren Vorsitz ebenfalls aus der Studierendenschaft gestellt wird. Aufgabe der QVK ist es, dem Senat Vorschläge zur Verwendung von Geldern, den Qualitätsverbesserungsmitteln, zu machen. Außerdem geht sie, zusammen mit der Universitätskommission für Lehre, Mängeln in den Lehr- und Prüforganisationen nach.
Die Empfehlungen, die dabei gemacht werden, betreffen unmittelbar das Leben der Studierenden. Zum Beispiel hat die QVK in letzter Zeit beschlossen, dass mehr Geld in den Ausbau der studentischen Lern- und Arbeitsbereiche in der Universitätsbibliothek fließen soll. Oder dass zusätzliche Stellen zur Verbesserung der Digitalisierungsstrategie beim Zentrum für Wissenschaftsdidaktik gefördert werden sollen.
Studierende sind somit ein wichtiger Bestandteil der universitären Verwaltung und haben Möglichkeiten, ihre Stimmen abseits der Seminarräume zählen zu lassen. Auch in Zukunft ist es essentiell, diese Orte der Beteiligung zu nutzen. Denn dadurch ist der erste Schritt zu einer Uni gegangen, die die Interessen der Personen widerspiegelt, für welche sie gebaut ist.
INFO:BOX
Seit kurzem ist die Viertelparität vermehrt Stichwort von Debatten. Grund ist ein Eckpunktepapier für ein Hochschulnovellierungsgesetz, welches die schwarz-gelbe Landesregierung verabschieden möchte. Darin wird vorgeschlagen, die Gruppenparität im Senat abzuschaffen. Der Vorschlag stieß auf Unmut in der Studierendenschaft, welche die studentische Mitbestimmung bedroht sieht. Mehr dazu in :bsz 1159 und :bsz 1157.
:Stefan Moll
]]>INFO:BOX
Gremien-Guide
Partizipation. Für Studierende gibt es Möglichkeiten, den Campus mitzugestalten. Ein kleiner Überblick.Die Fachschaftsräte (FSRe)
Für Studierende ist es die erste Anlaufstelle, wenn sie Probleme oder Fragen zu ihrem Studienfach haben. Die Fachschaftsräte suchen aber auch Engagierte, die anderen Studierenden mit Rat und Tat zur Seite stehen, sich mit Dozierenden austauschen oder Einfluss auf die Gestaltung des Lehrplans nehmen.FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK)
Die FSVK ist das Gremium, in dem die VertreterInnen aus den Fachschaftsräten regelmäßig zusammen kommen. Ihre Aufgaben: Austausch und gegenseitige Unterstützung der FSRe, Koordinierung von Campus-Projekten oder Beratung des AStAs.Autonome Referate
Gegen Diskriminierung und mangelnde gesellschaftliche Gleichstellung setzen sich an der RUB gleich vier von AStA und StuPa unabhängige Referate ein. Dazu gehören das Autonome AusländerInnenreferat, das Frauen*Lesbenreferat, das Schwulenreferat sowie das Autonome Referat für Menschen mit Behinderungen und sämtlichen Beeinträchtigungen.MZ und SKF
Du machst gerne Kunst oder Theater? Dann kannst Du Dich im Rahmen der Studentischen Programmkonferenz des Musischen zentrums einbringen! Mehr Infos zu den öffentlichen Sitzungen findest Du im Moodlekurs:Studentische Programmkonferenz des MZ. Der Studienkreis Film beheimatet im HZO 20 das Kino der RUB. Dort kannst Du Klassiker sowie aktuelle Filme schauen oder sogar bei der Organisation und Planung des Programms mitmachen.:bent
Die Umstrukturierung des Musischen Zentrums sei nichts, was von jetzt auf gleich geschehen ist, versichert Prof. Anette Pankratz, Leiterin des MZ an der Ruhr-Uni. Vielmehr sei schon vor fünf Jahren klar gewesen, dass sich etwas ändern würde. Was genau das sein sollte, wurde erst im Laufe der Zeit bekannt. Von einer Reduzierung der Bereiche Bildende Kunst und Fotografie war die Rede, doch da wollte der Wissenschaftliche Personalrat (WPR) nicht mitspielen und legte ein Veto ein: Eine Bereichsleitung müsse eine ganze Stelle zugesichert bekommen. Somit waren die ersten Pläne gescheitert.
Nun wurden Nägel mit Köpfen gemacht, meinen Studierende der Ruhr-Universität. Sie kritisieren den neuen Bereich „Künstlerische Gestaltung und Visuelle Medien“, da er das Ende der Fotografie am Musischen Zentrum bedeute, wie er bisher bekannt war. Ein Blick in die aktuellen Pläne von Bereichsleiterin Windl lassen erahnen, dass sich diese Befürchtung durchaus bewahrheiten könnte, denn für die nächsten beiden Semester stehen die visuellen Medien tatsächlich im Vordergrund, von Fotografie erstmal keine Spur. Das Aus für die beliebte Kunstform? Anette Pankratz spricht von einem Rotationsprinzip, die Fotografie bleibe dem MZ auch in Zukunft erhalten; nur nicht in der bisherigen Angebotsfülle.
Corinna Marheinecke, Lehrbeauftragte im Bereich Fotografie und Mitglied der Studentischen Programmkonferenz, sieht die Pläne bezüglich der Zusammenlegung kritisch und berichtet in der Fachschaftsvertreter- Innenkonferenz (FSVK) von der geplanten Abschaffung der analogen Fotografie aus dem Programm des MZ. „Die Fotografie ist eines von vielen Medien, und von den Bildebenen das wichtigste Verfahren, was es momentan gibt“, so Marheinecke. Ihr gehe es auch nicht um den eigenen Lehrauftrag, von dem sie noch nicht sagen könne, ob er verlängert wird. Eine Universität müsse es sich leisten, Angebote zu haben, die die Studierenden interessieren. Die analoge Fotografie sei solch ein Angebot.
Anette Pankratz betont hierzu, dass es einfach nicht möglich sei, das gesamte Angebot der Fotografie zu übernehmen, man müsse sich letztendlich entscheiden: digital oder analog. Ob die nun bevorstehende Freiräumung der Fotolabore der analogen Fotografie für die nächsten zwei Semester das endgültige Ende dieser Angebotsform ist, ist daher noch nicht entschieden. Entscheidend jedoch sei, welcher Bereich Studierende mehr ansprechen würde. Hier sieht man im Musischen Zentrum die digitale Fotografie der analogen Technik klar überlegen.
Mitglieder der zukünftigen studentischen Programmkonferenz des Musischen Zentrums kritisieren, dass alle Entscheidungen ohne ihr Zutun gefallen seien; auch beim Programm der kommenden zwei Semester sei man nicht miteinbezogen worden. Hier habe Windl jedoch nach der Satzung des Musischen Zentrums gehandelt, betont Anette Pankratz. Dort sei festgehalten, dass die LeiterInnen autonom über das Programm ihrer Bereiche entscheiden können. Die frühe Bekanntgabe des Programms sei dem Willen der Lehrbeauftragten geschuldet.
Lest dazu Andreas Kommentar!
:Justinian L. Mantoan
]]>Es scheint ein leidiges Thema zu sein. Schon immer rangen die Listen und politischen Hochschulgruppen um aktiven Nachwuchs. Jahr für Jahr bekleideten einzelne Persönlichkeiten verschiedene Gremien in Mehrfachbesetzung. Um zu garantieren, dass diese Posten auch in Zukunft besetzt werden, schlossen sich GRAS (Grüne und Alternative Studentinnen), LiLi (Linke Liste) und die DGB Hochschulgruppe (Deutscher Gewerkschaftsbund) zusammen, um interessierten Studis einen Überblick über hochschulpolitisches Engagement zu verschaffen.
„Im Prinzip fußt die studentische Selbstbestimmung an der Uni auf zwei Säulen: studentische Selbstverwaltung und akademische Selbstverwaltung“, erklärte Referent Leon Schmitz, der selbst „quasi mal in jedem Gremium war“. Zur akademischen Selbstverwaltung gehören alle Gremien, die statusgruppenübergreifend zusammengesetzt werden und unirelevante Themen bearbeiten: von Berufungsverfahren, Anwesenheitspflicht und der Infrastruktur bis hin zu Fragen, ob es Unisex-Toiletten oder mehr Mülleimer auf Damentoiletten geben soll. Hier sitzen Studierende, Rektorat, ProfessorInnen, wissenschaftliche MitarbeiterInnen und KollegInnen aus Technik und Verwaltung an einem Tisch – im Senat sowie in den Kommissionen für Lehre, Forschung, Gleichstellung, Planung oder der QVK (Qualitätsverbesserungskommission). Zur studentischen Selbstverwaltung zählen die üblichen Repräsentativen: der AStA, die FSVK (FachschaftsvertreterInnen-Konferenz), die Hochschulgruppen und am Fuße des Gremien-Berges? Die Studierenden selbst.
Wenn man sich die Uni als gigantisches Hafen-Hostel des Wissens vorstellt, in das wir temporär einkehren, um Erfahrung und Muscheln zu sammeln, dann sind die Studierenden das A & O. „Im Dezember stehen wieder StuPa-Wahlen an. Das ist dieser elendig lange Zettel“, scherzt Referent Fabian Wisotzky, der ebenfalls auf eine lange Gremien-Geschichte zurückblickt. „Das Parlament beschließt dann, wofür die 19 Mio. Euro Haushalt ausgegeben werden“, so Wisotzky weiter.
Und wer wurde erreicht? Mit Kartenabfragen und interaktiven Methoden konnte das Dreiergespann von Teamenden jedenfalls einige Interessierte überzeugen. Studi Kenneth war von der „Lebendigkeit der Diskussionen“ überrascht und gedenkt auch, der LiLi beizutreten: „Bisher kannte ich solche Runden nur als ‚Im-Kreis-sitzen-und-reden‘, da war heute schon ein bisschen mehr Action.“ Auch SoWi-Studentin Yvonne ist überzeugt und fühlt sich in ihrem Wunsch bestärkt, der DGB Hochschulgruppe beizutreten. Sie erfuhr über Facebook von der Veranstaltung: „Meine Fragen wurden jetzt quasi ausgetauscht – die alten sind weg, dafür sind neue da – aber ich habe auf jeden Fall einen ganz guten Überblick erhalten.“ Auch Teamerin Beatrice van Berk ist begeistert, wie viele Interessierte zusammengekommen sind und bleibt gespannt: „Wir werden sehen, ob diejenigen, die jetzt hier waren, sich nochmal melden und an den Fragen und Problemen, die wir hier gemeinsam diskutiert haben, weiterhin dranbleiben.“
:Marcus Boxler
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Die FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) hatte einen Arbeitskreis gegründet, der bis Mitte Oktober mögliche Leitlinien zur Prävention von sexistischer Werbung entwickelt hat (siehe :bsz 1143). Vor der Diskussion in der FSVK sollte allerdings noch ein ExpertInnen-Input von außen stattfinden – sowohl als Informationsgrundlage, als auch um eine weitere Perspektive in den Diskurs einfließen zu lassen.
Ihren Vortrag für die Fachschaftsräte baute Schiff auf der zentralen Frage auf, was denn eigentlich Sexismus bedeute. Hierbei zeigte sich rasch, dass der gesamte Themenbereich Sexismus eine vielschichtige Angelegenheit ist, wo nicht mit einfachen Aussagen gearbeitet werden kann. Denn, so die Referentin, auch wenn jedeR einige Formen von Sexismus benennen könne und sich generell sagen ließe, dass FeministInnen sich gegen Sexismus positionierten, ginge es bei Fragen des (Anti-)Sexismus immer auch um den jeweiligen Kontext der gesellschaftlichen Situation von Frauen und Männern. Beispielsweise bei der häufigen Darstellung von Frauen als sexualisierte Dekorationsobjekte in der Werbung, die im Kontext mit der Unterrepräsentation von Frauen in Wirtschaft und Politik zu betrachten sei.
Als Essenz ihrer anschaulichen Ausführungen vermittelte Anna Schiff die Definition, dass Sexismus in der Kombination von ungleicher Machtverteilung zwischen den Geschlechtern und dem Wirken von Geschlechterstereotypen bestehe. Sexistische Werbung sei vor diesem Hintergrund eben wegen der Verstärkung von Stereotypen problematisch. Das Publikum empfand diese Informationen als sehr hilfreichen Input für kommende Diskussionen in der FachschaftsvertreterInnenkonferenz.
:Gastautor Patrick Henkelmann
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Menschen sind bekanntlich verschieden – und keineR kann so ohne Weiteres wissen, was andere in bestimmte Bilder hineindeuten. Doch nach zahlreichen Beschwerden über immer wieder auftauchende zweideutige Plakate entschieden sich die FachschaftsvertreterInnen, einen Arbeitskreis gegen Sexismus in der Werbung zu gründen. Dabei ging es zwar auch, aber keineswegs nur um phallische Reagenzgläser.
Trotz sehr unterschiedlicher Ausgangspositionen gelang es dort, einen gemeinsamen Werte-Konsens zu finden und Problematiken dieser Art in Zukunft zu vermeiden.
:Die Redaktion
Menschen sind bekanntlich verschieden – und keineR kann so ohne Weiteres wissen, was andere in bestimmte Bilder hineindeuten. Doch nach zahlreichen Beschwerden über immer wieder auftauchende zweideutige Plakate entschieden sich die FachschaftsvertreterInnen, einen Arbeitskreis gegen Sexismus in der Werbung zu gründen. Dabei ging es zwar auch, aber keineswegs nur um phallische Reagenzgläser.
Trotz sehr unterschiedlicher Ausgangspositionen gelang es dort, einen gemeinsamen Werte-Konsens zu finden und Problematiken dieser Art in Zukunft zu vermeiden.
Hier findet ihr den ausführlichen Artikel!
:Die Redaktion
Sexistische Werbung war 2016 und 2017 häufiger ein Thema in den Medien, da es in Deutschland und Großbritannien verschiedene Vorstöße zu deren Verbot gab, so auch von Innenminister Heiko Maas. In der medialen Darstellung wurden diese feministisch-beeinflussten Initiativen zum Teil allerdings verzerrt dargestellt, als ginge es um ein von Prüderie motiviertes, pauschales Abbildungsverbot von leichtbekleideten oder nackten Frauen. Als sexistisch gelten entsprechende Frauenbilder tatsächlich jedoch erst dann, wenn sie beispielsweise die Frauen ohne sachlichen Bezug zum Produkt rein als sexualisierte Dekorationsobjekte gebrauchen.
Auch auf dem RUB-Campus finden sich immer wieder Plakate, die in den Bereich der sexistischen Werbung oder zumindest einer umstrittenen Grauzone fallen. Zum einen sind dies Frauendarstellungen, die für Veranstaltungen in Diskos wie der Matrix werben. Zum anderen betrifft dies ein paar der Plakate, die für Fachschaftspartys werben. Insbesondere ein Motiv der „Get Reacted“-Party des FSR Chemie und Biochemie, welches die Schattenriss-Darstellung von Frauen zeigt, denen aus Reagenzgläsern Flüßigkeit in den Mund tropft (:bsz-Titelbild), hat sich dabei als Stein des Anstoßes erwiesen.
In der FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) war Party-Werbung von Fachschaftsräten „schon des Öfteren“ Gegenstand der Kritik anderer Fachschaftsräte, wie die FSVK-SprecherInnen berichten. Schließlich kam bei einer FSVK-Sitzung die Idee für einen Arbeitskreis auf, der Leitlinien gegen sexistische und anderweitig diskriminierende Werbung erarbeiten sollte.
Der Arbeitskreis traf sich das erste Mal im August und wurde vor allem von VertreterInnen des FSR Chemie und Biochemie sowie des FSR Gender Studies besucht. Der Fokus der Gruppendiskussion lag bei mehreren Treffen auf besagtem Plakat mit den Reagenzgläsern, das von KritikerInnen als pornographische Cumshot-Anspielung interpretiert worden war, während die ChemikerInnen von dieser geschilderten, von ihnen unbeabsichtigten Assoziation überrascht waren. Sie hätten dieses Element des Plakatdesigns lediglich wegen dem bei der Party praktizierten Alkoholtrinken aus Reagenzgläsern gewählt sowie im Zuge ihres Gesamtkonzepts des optischen Anspielens an chemische Gefahrensymbole. Daniel Eggerichs erklärt im Nachhinein für den FSR der ChemikerInnen: „Zu den Missverständnissen zur Symbolik von gewissen Plakaten sehen wir manche Dinge inzwischen klarer und uns wurden Perspektiven aufgezeigt, die wir zuvor nicht betrachtet hatten.“
Doch auch nach der Klärung der Missverständnisse ging die Diskussion zum Plakat weiter, vor allem wegen der Frauensilhouette an sich, welche Jan Nastke vom FSR Gender Studies als charakteristische Darstellung einer Stripperin analysierte – und dementsprechend als für eine Party unpassendes Suggerieren sexueller weiblicher Verfügbarkeit. Jan war es in diesem Zusammenhang zudem ein Anliegen, den Begriff Rape Culture in den Arbeitskreis einzuführen, da solche Objektifizierung weiblicher Körper eben auch das System der Rape Culture reproduziere. Es bestehe hier ein Zusammenhang zwischen der Frauen objektifizierenden Bewerbung einer Feier und einer möglichen Objektifizierung von Besucherinnen, deren Nein dann von männlicher Seite in sexuell-übergriffigem Verhalten ignoriert werde.
Dieser Bogen erschien für die VertreterInnen des FSR Chemie und Biochemie jedoch offenkundig als zu weit gespannt, zu abstrakt und für die Ziele des Arbeitskreises nicht dienlich. Daniel beschreibt, dass die langen Debatten um komplexe gesellschaftliche Theorien bei seinen KollegInnen zeitweilig zu Frustration über den langsamen Fortschritt bei der Findung der Werbe-Leitlinien geführt hätten. Für manche Mitglieder seines FSR hätte diese ausführliche Auseinandersetzung mit fundamental unterschiedlichen Sichtweisen andererseits jedoch „in gewisser Hinsicht zur menschlichen Entwicklung“ beigetragen.
Umgekehrt empfand auch Vivian Sper vom FSR Gender Studies die Debatten mitunter als frustrierend – doch zugleich als persönlichen Lernprozess: „Mir wurde klar, dass gewisse Dinge, die mir selbstverständlich sind, für andere völlig fremd, unverständlich oder gar absurd sind. Sexismus, Rape Culture, die Bedeutung von Medien wie Werbung und die allgegenwärtige, pornographische Darstellung von Frauen sind für mich als Gender Studies Studierende nicht nur Forschungsgegenstände, sondern die (konstruierte!) Realität, in der ich lebe.“ Die unterschiedlichen Perspektiven auf solche Themen sollten jedoch nicht zum Gesprächsabbruch führen, denn nur durch Offenheit und Wissensaustausch könne eine geistige Annäherung gelingen.
In den insgesamt fünf Treffen bis Mitte Oktober wurde – nach viel zäher Diskussion – schließlich gemeinsam ein Entwurf für Werbe-Leitlinien entwickelt. Dieser orientiert sich sowohl an denen des Deutschen Werberates, als auch an den weitergehenden Ausführungen des Vereins Pinkstinks, der sich seit Jahren besonders gegen sexistische Werbung engagiert. Die Leitlinien werden in der FSVK zur Diskussion und Abstimmung stehen. Zuvor wird es als Informationsgrundlage zu Sexismus in der Werbung jedoch einen Vortrag der feministischen Publizistin Anna Schiff geben, als öffentliche Veranstaltung am 24. Oktober um 16 Uhr im AZ.
Im Nachhinein blicken alle TeilnehmerInnen des Arbeitskreises zufrieden auf das von ihnen Erarbeitete – und optimistisch auf dessen Rezeption in der FSVK. Die FSVK-SprecherInnen hoffen, dass bereits die Vorstellung der Leitlinien bei allen Fachschaftsräten zu einer Sensibilisierung für sexistische und diskriminierende Werbung führe, auf die in unserer Gesellschaft viel zu oft mit abgestumpfter Gleichgültigkeit reagiert werde. Und über die RUB hinaus sei bei solch einem Thema stets auch die Gesellschaftsebene zu betrachten: „Wenn man einen kleinen Impuls gibt, sei es auch zuerst nur auf dem Campus und andere Menschen dann auch sehen, dass das nicht gut ist, kann es irgendwann durchaus einen Umdenkprozess innerhalb der Gesellschaft geben.“
:Gastautor Patrick Henkelmann
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