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Der Sommerwind trägt jede Menge Festivals ins Jahr 2025, die den Duft von langen Nächten, guter Musik und leckerem Essen mitsichtragen. Darunter befindet sich ein elektronischer Klassiker: das Ruhr in Love Festival 2025. Am 4. Juli verwandelte sich der Olga Park in Oberhausen wieder in ein buntes, pulsierendes Paradies für Technoliebhaber:innen aus allen Altersgruppen.
Bereits seit vielen Jahren ist das Ruhr in Love ein fester Bestandteil der deutschen Festivallandschaft. In diesem Jahr erwartet es seine Besucher:innen mit über 30 Bühnen und rund 300 Acts, die zusammen ein großartiges Line-Up ergeben. Darunter befinden sich musikalische Talente wie zum Beispiel Kalte Liebe oder Gestört aber Geil. Geht es um die verschiedenen Richtungen und Abstufungen elektronischer Musik, drückt das Ruhr in Love hierbei alle Knöpfe auf dem Mischpult und zieht die Regler hoch Richtung Vielfalt. Von Techno über House bis hin zu Hardcore und Goa – hier ist für jedes Ohr der passende Klang und für jedes Tanzbein der perfekte BPM dabei. Und das Coole daran: Viele der Acts greifen nicht nur brandaktuelle Sounds und Beats auf, sondern nehmen das Publikum auch mit auf eine Zeitreise durch verschiedene Epochen der Techno-Szene – und das Ganze für etwas mehr als 40 Euro.
Das Festival beginnt um 12:00 Uhr und endet rund zehn Stunden später um 22:00 Uhr.
Das Festivalgelände ist riesig und nur schwer mit einem Blick zu überschauen. Und obwohl das Festival bis zu 35.000 Besucher:innen erwartet, wirkt es überraschend persönlich – ja fast schon süß. Die Leute sind freundlich und vor allem sind sie da, um Spaß zu haben und eine schöne Zeit zu verbringen, während im Hintergrund ihre Lieblingsmusik läuft. Alle sind am viben, keiner guckt doof oder rempelt dich absichtlich weg. Es gibt ein paar Festivals, da sieht das Ganze schon ein bisschen anders – weniger familiär – aus. In der Nähe der Bühne gibt es jedoch kaum Unterschiede. Hier ist es wie zu erwarten enger und natürlich auch um einiges lauter.
Das Publikum ist so vielfältig wie die Musik selbst; von jung bis alt, teilweise freizügiger gekleidet und teilweise bedeckter. Die Farbe des Tages ist auf jeden Fall schwarz, doch man begegnet auch Besucher:innen, die etwas farbenfroher oder sogar vollständig in der Kontrastfarbe Weiß gekleidet sind. Die Techno-Community zeigt sich hier in all ihren Facetten – mit coolen Sonnenbrillen, Glitzer, Ketten-Details und jeder Menge Herz für Musik. Selbst bei der Hitze wird glücklich zu den Beats und dem Bass getanzt. Das Gelände zeigt sich währenddessen von seiner guten Seite: staubig, aber nicht matschig und als idealer Grund, über den man rhythmisch seine Schuhe drüberziehen kann. Und wird es doch mal etwas zu warm, weil die Sonne wieder mit ganzer Kraft durch die Wolken bricht, so hilft etwas „kalte Liebe“ sicher beim Abkühlen.
Auch kulinarisch werden die Besucher:innen gut bedient und es bleibt kein Wunsch für den Snack zwischendurch oder das verspätete Mittagessen offen. Von Pizza, Asia-Nudeln, Burgern und Pommes über Brezeln und Waffeln ist alles dabei, wonach es das hungrige Festivalherz dürstet. Und wer zwischendurch Durst bekommt, kann sich neben Cocktails und anderen süßen Getränken auch kostenlos am Außenwaschbecken bedienen. Wasser ist hier zur Genüge vorhanden – wenn auch die Seife fehlt (oder wir haben sie einfach nicht mehr gesehen). Die blauen Toilettenhäuschen waren erstaunlich sauber und stellten sich in diesem Fall als echtes Plus für das Tagesfestival heraus.
Was die Anreise angeht, so ist diese denkbar einfach: Wer mit dem Zug oder dem Bus anreist, hat mit dem Festivalticket bereits eine Fahrkarte inklusive. In Oberhausen sorgen dann spezielle Shuttlebusse dafür, dass die Festivalgänger:innen am Ziel ankommen – wenn auch etwas gestresst und verschwitzt, denn diese Busse sind entsprechend gut mit Menschen beladen und ganz schön muckelig.
Das Ruhr in Love 2025 beweist einmal mehr, warum es weit mehr ist als nur ein weiteres Festival in unseren Kalendern. Es ist ein Ort an dem sich die Techno-Szene trifft, tanzt und sich connected. Laut, frei, bunt, staubig – und gleichzeitig auch irgendwie liebenswert und echt. Wenn Du elektronische Musik liebst, solltest Du Dir diesen Tag im Juli unbedingt rot im Kalender markieren. Für das Jahr 2026 steht uns mit Samstag, dem 4. Juli, bereits die nächste Runde bevor. Seid dabei!
:Alina Nougmanov
]]>Was für laute und belebende vier Tage. In der Bochumer Innenstadt fand, vom 07. bis zum 10. Juli, (nach zwei Jahren Corona-Pause!) zum 35. Mal das Festival Bochum Total (BoTo) statt. Ein Highlight war auch das Campus-Ruhr Comer, das vom Akafoe Kulturbüro BOSKOP, in der Trompete veranstaltet wurde. Als BSZ-Redakteur:innen haben wir uns das nicht entgehen lassen. Hier gibt es die big news, welche Band beim Battle gewonnen hat und ein paar Eindrücke zum Festival zu lesen.
Wenn eine:r, wie ich, aus der Richtung des Bochumer Hauptbahnhofes kommt, wird eine:r von den Bässen der Ringbühne angezogen. Diese Bühne verkörpert puren Rock und Metall. Es wird gerockt, gepogt, und (natürlich) getrunken. Die Alex Mofa Gang läutet mit ihren starken Gitarren- und Bassklängen das Ende des ersten Abends ein. Auf der Mainstage ist Amilli Headlinerin des Abends. Eine gebürtige Bochumerin, die scheinbar nur 10 Minuten bis aufs Festival-Geländer brauchte. In der front row stehen Fans, die textsicher mit Amilli mitsingen. Ich bin positiv überrascht, da ich bis vor kurzem noch der Meinung war, dass dieses Jahr keine sonderlich bekannten Acts dabei sind und die Leute nur gratis Live-Musik genießen. Die meisten sind in der Tat laute Beobachter:innen: Sie schunkeln mit dem Beat mit, steigen beim zweiten Refrain ein, tanzen und lachen. Viele stehen am Bierstand und schauen von da aus zu. Wo aber aller dabei sind, ist beim Applaus. Das Publikum hat Bock. „Ich freue mich! Die letzten zwei Jahre ist es ja ausgefallen durch Corona und ich freue mich einfach. Es macht echt schon Spaß und es ist eine echt schöne Zeit“, so Alex, der zum ersten Mal BoTo-Besucher ist.
Neben den Fangirls, -boys, und -people fällt mir auf: Die Crowd ist sehr durchmischt. Von Alter, Gender und Race scheint alles dabei zu sein. Ein leicht negatives Merkmal: Corona scheint vergessen zu sein. Nasen-Mundschutz-Masken tragen nur eine handvoll Menschen und dabei ist es mega voll, aber immerhin draußen. Die Sehnsucht nach Party und Vergessen ist hoch. Das Stimmungsbild wird mir von Jana, leidenschaftliche BoTo-Gängerin, bestätigt: „Dieses Jahr ist lebensfroher, sag ich mal. Alle haben es glaube ich vermisst hier zu sein und deswegen ist es umso cooler, dass es jetzt wieder geht.“ Für die ausgelassene Stimmung gehört für einige das ein oder andere alkoholische Getränk, was den Pegel je länger der Abend wird, umso höherschlagen lässt. Ganz a-la-BoTo holen sich viel ihre Getränke ganz klassisch im Bermuda-Rewe. Hier stehen vor jeder Tür und jede der Kassen jeweils ein:e Security. Hier herrschen , die von den Kassen bis zum Eingang gehen. Neben der allgemein hohen Security- und Polizeipräsenz im Bermudadreieck, fallen die Aufstellung der gängigen Imbissbuden auf. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es 2019 (im Pre-Corona-Jahr) auch so war. Diese versperren mit ihren Theken den Eingang in den Laden. Sie sehen aus wie Drive-ins, nur halt ohne Autos, sondern mit Menschen.
Aus der Richtung des Schauspielhauses strömen Menschenmassen aufs BoTo-Gelände und einige bleiben an der Sparkassenbühne stehen. Hier ist es chilliger als an der Mainstage. Die Leute haben mehr Platz zum Tanzen. Das Publikum hier kann auch sitzen und ihr Bier genießen, anstatt, wie an der Ringbühne, im Moshpit darin zu baden. DJ Ellis an der König Pilsener Bühne spielt Bochum von Herbert Grönemeyer und gefühlt alle singen mit. Doch nach ein paar Sekunden wird die Nostalgie mit Angels von Robby Williams unterbrochen. Dieser Song leitet das Ende des ersten Abends ein, sodass auch um Punkt 22 Uhr geschlossen wird. Für die Menschenmenge geht es weiter zu ins Bermuda3eck. Die Bars, die vor ein paar Minuten noch wie leer gefegt standen, sind jetzt rappel voll. Je später der Abend, umso lauter die Nacht, dachte ich, machen sich die Leute auf den Heimweg. Wo 2019 bis 5 Uhr morgens Menschen noch in den Kneipen waren, machten sich an diesem Samstagabend die meisten Leute schon gegen 2 Uhr auf den Heimweg. Rein äußerlich schien Corona kein Thema zu sein, aber innerlich ist es definitiv noch eins. Ich finde, wir sind noch dabei uns ans Feiern und allgemein unter Menschen zu sein zu gewöhnen. Irgendwie komisch: Was eins so selbstverständlich war, braucht jetzt Zeit, um es zu erlernen.
:Nathalia Rodriguez
Ruhrcom(er)back
Nach zwei Jahren war es wieder soweit! Die Frage, aller Fragen wurde beantwortet. Welche Studi-Band ist die Beste in unserem Bundesland?
Am Donnerstag, dem 7. Juli, mit dem offiziellen Start von Bochum Total fand auch das Finale des Campus Ruhrcomer statt. Bis zum 10. April hatten Bands die Möglichkeit, sich für diesen Wettbewerb anzumelden. Im Mai hieß es dann: Spielen ums Finale. Die Vorrunden starteten am 13. und 14. Mai. In dem ersten Vorrundenwettbewerb, der in der Weststadthalle in Essen stattfand, traten folgende Künstler:innen an: JAMES‘ MUM, Jokers Kingdom, King of Fruits und Youngest Member. In der zweiten Vorrunde traten loud Trips, Down to Earth, Fynn Schlemminger und Ocean Boulevard in der Finalspielstätte auf. Das Publikum konnte jeweils entscheiden, welche zwei Bands den Finalauftritt verdient haben. Cloud Trips, JAMES‘ MUM, Ocean Boulevard und Youngest Member haben es ins Finale geschafft und konnten im Rahmen des beliebten Musikfestivals vor einem breiten Publikum auftreten. Cloud Trip startete in den Abend. Das Duo aus Bochum mischten Elemente aus verschiedensten Genres mit poetischen Lyrics. Danach kam Alternativ-Rock aus Oberhausen von Youngest Member. Dies war ihr erster Auftritt und leider hatte die Band ein paar technische Probleme, welches sie durch ihre gute Stimmung verzeihen ließen. Im Anschluss kam zum Runterkommen Indie-Pop von Ocean Boulevard. Das Ganze endete mit JAMES‘ MUM und wie sagt man so schön? Das Beste kommt zum Schluss. Die Band aus Düsseldorf konnte den Sieg einfahren. Aber bei diesem Contest sind die Verlier:innen auch Gewinner:innen. Denn es wurden Sonderpreise an alle Bands vergeben.
So konnten sie sich über diese Sonderpreise freuen:
Auftritt bei der Juwenalia 2023 in Krakau: Joker’s Kingdom
Auftritt bei Westparkfest 2023 in Dortmund: Ocean Boulevard
Auftritt beim Bochumer Musiksommer 2022: King of Fruits
Auftritt beim Campusfest der Westfälischen Hochschule: JAMES‘ MUM.
:Abena Appiah
Zwei Jahre ist es her, dass sich die Straßen unserer Stadt zuletzt vorübergehend in eine Festivallandschaft mit einem Aufgebot an Bühnen und Essens- und Getränkeständen verwandelte. Eingefleischte Bochum Total-Gänger:innen dürften sich noch gut an das Programm aus dem Juli 2019 erinnern. Dieses wurde damals unter anderem durch Bands und Künstler:innen wie The King’s Parade, Boppin‘ B, Reis Against The Spülmaschine, Betontod, Kuult und Klassiker wie die Kopfhörerparty bereichert. Außerdem fand, wie in diesem Jahr auch, das Campus-Ruhrcomer-Finale statt. Auch die Acts 2022 klingen vielversprechend: Darunter sind Jupiter Jones, Long Distance Calling und der Hagener-DJ Mambo Kurt neben vielen bekannten und unbekannten Gesichtern. Auf die kommenden Julitage, Musiker:innen und Künstler:innen freuen sich nicht nur die Gäste Bochum Totals, sondern auch die Veranstalter:innen von Cooltour sind Feuer und Flamme für BoTo, eines der größten kostenlosen Rock-Pop-Festivals in Europa.
Wie für uns Festivalgänger:innen waren die letzten zwei Jahre auch für die Eventbranche eine harte Durststrecke. Umso schöner ist es, dass alle zusammen nun wieder durchstarten können: Nachdem 2020 und 2021 maximal kleine Events abgehalten worden sind, „ist die Begeisterung bei allen riesig“, verrät mir eine Mitarbeiterin von Cooltour Bochum, jener Eventagentur, die Bochum Total seit 1986 jeden Juli organisiert. Bei Cooltour – übrigens auch die Veranstalter:innen des aktuell laufenden Fiege KinoOpenAirs im Innenhof der Familienbrauerei Moritz Fiege (fiegekino.de/) – läuft alles auf Hochtouren, um Euch ein wie jedes Jahr wieder einmaliges Festivalerlebnis zu präsentieren. Die Begeisterung der sich freuenden Festivalbesucher:innen sei schön mitanzusehen und motiviere dabei nochmal extra: „Wenn man den ganzen Tag hart gearbeitet hat, und am Ende sieht, ‚ja, guck mal, das haben wir aufgebaut‘ und die ganzen glücklichen Leute sieht – das ist einfach ein Traum.“
Am Donnerstag, dem 7. Juli, ist es dann so weit. Wie immer startet Bochum Total kurz vor dem Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen. Bis einschließlich zum 10. Juli könnt Ihr Euch dort Musik und mehr auf die Ohren geben. Und „mehr“, das ist Bochum Total sowieso – mehr als ein Festival. BoTo ist auch Begegnungsstätte und Ort vieler vergangener Highlights, wie Ihr im Nachfolgenden lesen könnt. Was bedeutet Bochum Total für Euch, liebe Leserinnen und Leser? Was habt Ihr zu erzählen? Berichtet uns gerne von Euren Erlebnissen von dem diesjährigen Bochum Total 2022. Ihr könnt uns Eure Eindrücke und Texte ganz einfach über Instagram (@bszbochum) oder via E-Mail (redaktion@bszonline.de) zukommen lassen. Wenn Ihr also etwas erlebt habt, von dem Ihr unbedingt berichten wollt, wie beispielsweise einem tollen Musikerlebnis oder dem besten Bier, das Ihr jemals getrunken habt oder Euren neu angetroffenen Freunden, dann immer her damit. Wir würden uns freuen, Eure Erlebnisse in einer unserer nächsten Ausgaben abzudrucken!
:Rebecca Voeste
Total Bock
Umsonst und draußen. Viel mehr braucht es meist nicht, um mich von einer Veranstaltung zu überzeugen. Konzerte und Festivals sind auch gern mal sehr teuer, und wenn man sich überhaupt welche leisten kann, muss man oft genau überlegen, welche man wählt. Mit etwas Glück erwischt man ein paar Lieblingsbands jedoch auf einem der Gratisfestivals in NRW. Ganz nah dran, zeitlich und räumlich, ist Bochum Total. Dabei gibt es dieses Mal auch ein paar Highlights. Erstmal natürlich das Finale von Campus RuhrComer 2022, am 7. Juli von 18 bis 21 Uhr. Hier könnt ihr für einen Euro einen Stimmzettel erwerben und für euren Liebling unter den vier Finalist:innen abstimmen. Im Anschluss könnt ihr noch die Gewinner von 2020, The Honeyclub, genießen. Allgemein kommen, wie auch die letzten Jahre, besonders Indie-Fans bei BoTo auf ihre kosten. Doch auch für die, die sich gern aufs Rennrad schwingen, einen schnellen Espresso trinken und abends einen Vino Rosso genießen, gibt es etwas: Roy Bianco & die Abbrunzati Boys liefern am Sonntag, den 10. Juli, Italo-Schlager auf höchstem Niveau.
:kjan
Eurovision-Vibes beim Bermuda
Bochum Total versetzt die Innenstadt noch mehr als beispielsweise der Weihnachtsmarkt für kurze Zeit in einen Ausnahmezustand. Es gibt keine Möglichkeit, in Bochum unterwegs zu sein, ohne die feiernden Massen zu bemerken. Lässt man sich auch in diesen Strudel saugen, bewegt man sich durch meist gut gelaunte Menschen zwischen Ständen, an denen man sich überall für zwei Euro zu viel verköstigen kann. Doch wer sparen will, kann sich ja auch zu Hause den Bauch vollschlagen und sich nur für Musik und Stimmung über die Straßen bewegen. In diesem Jahr gibt es auch zwei musikalische (Geheim-)Tipps für besonders Eurovision-Begeisterte: denn mit Maël & Jonas und Emily Roberts gibt es direkt ein Drittel des diesjährigen deutschen Vorentscheides auf die Ohren. Außerdem wäre da noch das Schweizer Duo Sinplus, das 2012 einen unverschämt catchyen Song beim ESC performte und knapp den Finaleinzug verpasste. Bei Bochum Total kommt also jede:r auf seine:ihre Kosten und sollte zumindest einmal kurz die Event-Luft schnuppern.
:hakl
„BoTo ist wie Kirmes nur mit Live-Bands“
Von der Rotunde bis zur Trompete, von der Tompete bis zum Burger King, vom Burger King bis zur Buchhandlung Janssen, von der Buchhandlung Janssen bis zum REWE des Bermudadreiecks – sie alle können dem Beben der Straßen nicht entkommen und das nicht wegen überlichen Bermudadreiecks-Partygäst:innen. Hämmern tut der Bass wegen der Bands und den Performer:innen auf den ganzen Bühnen. Ihr wisst alle, wovon die Rede ist: Bochum Total (BoTo). Dieses Jahr ist das Festival wieder am Start! Ich persönlich bin kein riesiger Fan davon, denn letzten Endes sind es ein paar unbekannte Bands mit xten Indie-Sound und wenn mal ein bekanntes Lied ertönt, dann von irgendeinem alten weißen Rocker – that’s it. Zudem kommt noch hinzu, dass die Sachen dort mega überteuert sind, aber hey wenigstens kein Eintritt. BoTo ist quasi wie Kirmes, nur anstatt Fahrgeschäften gibt es Live-Bands, die Adrenalin pumpen sollen. Das Beste an ganzem finde ich, dass es ein Versammlungsort mit good-old Freund:innen ist. Ich freu mich einfach unter Menschen zu sein und abgehen zu können – nach zwei Jahren Pandemie nehme ich alles, was ich kriegen kann. Bochum Total you better not dissappoint me!
:naro
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:Die Redaktion
Ich würde mich selbst als Festivalliebhaberin durch und durch bezeichnen. Das letzte Rock am Ring, das ich besucht hatte – Rock am Ring 2019 – zählt bis heute zu den besten Erinnerungen meines bisherigen Lebens. Und das sage ich ganz ohne Übertreibung. Entsprechend groß war meine Freude auf das diesjährige Festival, und im Nachhinein bleibt mir zu sagen: Ja, sie war angebracht und ja, ich wurde enttäuscht.
Kurze und kleine Lichtblicke
Insgesamt hat mir das Festival großen Spaß bereitet: Endlich wieder Konzerte, endlich wieder Bands auf der Bühne, die ich schon immer einmal live sehen wollte. Endlich wieder nächtelang wach, um mit Gleichgesinnten gute Musik zu hören, ein Bierchen (oder in meinem Fall eine alkoholfreie Bowle) zu zischen und Kontakte zu knüpfen. Denn das war neben der guten Musik das Highlight – ständig sind mir neue interessante Menschen über den Weg gelaufen, mit denen meine Freund:innen und ich sehr schnell und umgänglich ins Gespräch gekommen sind; das Gemeinschaftsgefühl am Ring war groß. Und das war schön, selbst auf den Campingplätzen herrschte eine weitgehend familiäre Atmosphäre unter „Zeltnachbarn“. Diese Harmonie hat mich beeindruckt, genauso sehr wie es mich irritiert hat, wenn sie gebrochen wurde.
Feiern in Nürburg – veraltete Konzepte?
Man darf nämlich nicht vergessen, dass zwischen diesen ganzen tollen Menschen, die gemeinsam mit uns feiern wollten, auch Personen gehockt haben, die meinten, bei dem Nürburgring handele es sich um Mallorca 2.0. Sie waren zum Saufen da, nicht mal unbedingt für die Musik, zum Saufen und dazu, Frauen unangemessen anzugraben und zu hoffen, eine Nummer abzugreifen. Vor allem von den Männern ausgerufene „Booty and Boobs“-Contest waren unter den Ballermann-Atzen sehr beliebt. Im Nachhinein haben die Veranstalter:innen von Rock am Ring auf Instagram in einer Story veröffentlicht, dass es auf dem Gelände diskriminierende und körperliche Angriffe gegen weiblich und queer gelesene Personen gekommen ist. Bei der vorher angeführten Klientel verwundert mich das nicht und ich frage mich: Wieso wurde nicht schon vor Ort so ein Verhalten unterbunden? Wieso wird im Nachhinein gesagt, dass so etwas auf dem Ring nicht geduldet wird, aber an jedem fünften Zelt hing ein Plakat, das Frauen dazu aufforderte, sich auszuziehen? Für mich unverständlich. Genauso unverständlich wie die nicht vorhandene Diversität auf Rock am Ring. Auf den Bühnen: (Alte) weiße Männer). (Alte) weiße Männer, die gute Musik machen, ja, mehr aber auch nicht. Einige junge und queere Bands wie Drangsal haben ihre Auftrittszeit dazu gebraucht, um auf diese Problematik hinzuweisen und selbst die befreundete Sängerin Mia Morgan auf die Bühne geholt – wenn es sogar bei den Bands ankommt, dass das Line-Up längst überholt ist, wieso nicht bei den Veranstalter:innen?
Ein weiterer gravierender Negativaspekt von Rock am Ring ist das Müllmanagement. Bereits ab dem dritten Campingtag – dem ersten Festivaltag, dem Freitag – sind einige Bereiche der Campingplätze im Müll versunken. Und dieser Müll wurde auch liegengelassen, als sich die Verantwortlichen montags auf den Weg nachhause machten, genauso wie Zelte unterschiedlicher Größe, Pavillons und sogar Kühlschränke. Mich lässt es mit einer schockierten Ungläubigkeit zurück: Wie können wir in Zeiten des Klimawandels und des Umweltschutzes Festivals abhalten, die ganze Naturschutzgebiete in Müllhalden verwandeln – und es ist okay?
Es entwirft sich ein Bild von Rock am Ring, das auf so vielen Ebenen unzeitgemäß ist, dass es mich wundern würde, wenn das Festival in den nächsten Jahren weiterhin gut besucht bleibt, wenn sich nichts ändert.
:Rebecca Voeste
]]>Weltweit liegen hinter den meisten Eventverantstalter:innen eine lange Durststrecke. Auch in Deutschland wurden in den letzten zwei Jahren nahezu alle kleinen und großen Veranstaltungen abgesagt, unter diesen auch die größten Musikfestivals unseres Landes. Neben kostenlosen Festivals – das am stärksten besuchte davon Bochum Total – fanden auch kostenpflichtige wie das Wacken Open Air, das Deichbrand oder Rock im Park nicht statt. Mittlerweile, unter fallenden Corona-Beschränkungen, hält die Festivalsaison allerdings wieder Einzug in Deutschland und Rock am Ring, das als traditionsreichstes Rockfestival Deutschlands gilt, beginnt diesen Mittwoch.
Jedoch zeigt sich schon im Vorfeld, dass Corona Spuren hinterlassen hat, und zwar nicht nur jene, die seit der Pandemie in aller Munde sind – nämlich fehlende Einnahmen, sowohl für die Veranstalter:innen und Bands als auch die Catering-Unternehmen. Außerdem haben Corona und die vergangene Zeit stark am 2020 angekündigten Line-Up geschraubt. Fans freuten sich auf den Headliner System Of A Down und weitere weltweit bekannte Bands wie Disturbed, Powerwolf, Yungblud und Electric Callboy, welche in den nächsten Tagen alle nicht am Ring auftreten werden. Dafür werden kleinere Bands die Stages bespielen, beispielsweise die Donots oder The Linda Lindas, deren Bekanntheitsgrad durch die Auftritte am Ring steigen dürfte. Aber die zweijährige Verzögerung förderte auch einige erfreuliche Änderungen im Line-Up: Måneskin, die italienische Band, die den Eurovision Song Contest 2021 mit nachhause nahm und eine filmreife Karriere hinlegte, rockt am Freitag die Utopia-Bühne, und Scooter erfreut die Fans Samstagnacht. Auch einige der am meisten erwarteten Bands von 2020 blieben erhalten; dazu gehören die Headliner Green Day und Volbeat sowie The Offspring. Dass das Line-Up von 2020 jedoch mehr Anklang gefunden zu haben schien, zeigt sich in den Ticketverkäufen. Im März 2020 war das Festival nahezu ausverkauft und nur noch sehr wenige Tickets verfügbar – nach coronabedingten Umtausch- und Rückerstattungsaktionen, steigenden Ticketpreisen, sich wandelndem Line-Up und steigender Inflation, waren eine Woche vor Beginn des Festivals die Camping-Tickets zwar ausverkauft, jedoch gab es noch 1.000 unverkaufte Wochenend-Tickets. Sollten diese auch noch vollständig verkauft worden sein, tummeln sich am Wochenende 90.000 Besucher:innen auf dem Ringgelände. Im Vergleich zu 2019 sind dies 5.000 mehr. Um bei dieser hohen Zahl zumindest ein Minimum an Infektionsschutz zu gewährleisten, wird in den Shuttlebussen das Tragen einer Maske empfohlen. Es ist trotzdem mit einem relativ hohen Infektionsrisiko zu rechnen, wenn man die Hygienebedingungen auf den Camping- und Caravanplätzen und die Menschenmassen vor den Bühnen bedenkt. Doch Corona rückt Angesichts der allgemeinen Freude über das Fest in den Hintergrund. Es sind nicht nur Festival:gängerinnen, die sich lange zum Ring zurückgesehnt haben, es ist auch der Ring selbst, der die Festivalliebhaber:innen erwartet hat. Rock am Ring und der Autorennen auf dem Nürburgring bilden den Wirtschaftsmotor der Region und sind eine wichtige Einnahmequelle. Umso schöner, dass beides wieder stattfinden kann. Das einzige, was sich über die letzten beiden Jahre für Rock am Ring nicht verändert hat, ist übrigens das Wetter: Für das Wochenende wird Regen und Gewitter vorhergesagt, die Temperaturen fallen nachts unter 10 Grad. Auf ungastliches Wetter am Ring kann
man sich verlassen.
:Rebecca Voeste
]]>Am vergangenen Samstag begrüßte die Partymeile Bochums den Sommer, indem die meisten Kneipen und Restaurants wortwörtlich ihre Stühle hinaus in die ersten warmen Sonnenstrahlen stellten. Die Straßen des Bermuda3Ecks boten unter Stühle Raus, einem Streetklavierfestival, sieben verschiedene Klaviere, die an unterschiedlichen Standorten aufgestellt worden waren. Die Instrumente – unter ihnen ein Flügel und ein Klavier der Bochumer Klavierfabrik Thürmer – wurden von verschiedenen Musiker:innen und musikalischen Bochumer:innen aus dem Publikum bespielt. Unter den engagierten Pianist:innen befanden sich unter anderem 18 Schüler:innen der Musikschule Bochum und ein ukrainisches geflüchtetes Mädchen aus Charkiw namens Oleksandra Kondratieva. Die Spielenden vertraten ganz unterschiedliche Stilrichtungen: Von Blues, Boogie, Jazz bis Filmmusik und Klassik war alles dabei. Des Weiteren konnten sich die Festivalbesucher:innen an sogenannten Walking Acts sowie Live-Musik auf der Impulsbühne am KAP erfreuen, denn dort traten unter anderem ab 18 Uhr Tänzer:innen der Stylez Unlimited auf, der String-Band mit einzigartigen Covern von bekannten älteren Hits wie China Girl von der Musikikone David Bowie konnte gelauscht werden und Mambo Kurt haute zum Programmabschluss ab 20 Uhr in die Tasten. Unterstützt wurde Stühle Raus von der Familienbrauerei Moritz Fiege, Fidena, der Thürmer Klavierfabrik, dem KlavierEck, Neustart Kultur und der BKM. Die Acts stießen bei den Zuschauer:innen im Bermuda3Eck auf rege Begeisterung, sodass bei guter Laune, dicht gedrängt lachend und mit einem (Fiege-)Bier in der Hand die dargebotenen Shows in ausgelassener Atmosphäre genossen werden konnte. Stühle Raus erfreute sich auch in diesem Mai wieder an einem starken Besucher:innenstrom, und der Andrang der Bochumer:innen und der von außerhalb Kommenden lässt auf eine erfolgreiche Sommersaison 2022 hoffen – mit Bochum Total, Bier, neuen Bekanntschaften und einer niedrigen Inzidenz. Die drei Kreuze im Kalender sind gesetzt.
:Rebecca Voeste
Am ersten Tag der diesjährigen Ausgabe des seit 2018 veranstalteten Astroworld-Musikfestivals mussten die restlichen dazugehörigen Konzerte schon wieder abgesagt werden. Der US-Rapper Travis Scott, der das Festival selbst organisiert, stand mit seinem Programm auf der Bühne, als sich eine Massenpanik unter seinen rund 50.000 Zuschauer:innen verbreitete. Anscheinend hatte der hintere Teil der Menge Richtung Bühne gedrängt, weshalb der vordere Teil des Publikums Angst haben musste, zerquetscht zu werden. Bei der daraufhin entstandenen Panik wurden mehr als 300 Menschen verletzt, während bisher acht von ihnen verstorben sind. „Es wurden Menschen geschubst und niedergetrampelt, und als ich mir den Weg nach draußen erkämpfte, sah ich Leute auf dem Boden liegen“, erzählte ein Konzertbesucher. Der Rapper selbst habe angeblich auf der Bühne davon nichts mitgekriegt, weshalb er seine Show auch bis zum Ende weiterspielte und erst auf einer von Drake organisierten After-Show-Party von dem Unglück erfuhr.
Mittlerweile sind schon zahlreiche Zivilklagen der Betroffenen an Travis Scott und die Mitveranstalter Live Nation eingegangen, die Schadenersatz in Millionenhöhe fordern, da diese zu spät reagiert haben sollen. Scott hat sein tiefstes Beileid bekundet und angekündigt, dass er persönlich für die Bestattungskosten der Opfer aufkommen will und sämtliche Ticketkosten rückerstattet werden sollen. Zusätzlich zur Massenpanik kamen wohl auch noch einige Drogen-Überdosen während des Konzerts dazu, deren Hintergrund noch nicht geklärt ist. „Innerhalb weniger Minuten gingen mehrere Menschen zu Boden und hatten eine Art Herzstillstand“, hieß es vom Drogendezernat. Unter den Drogen-Opfern war auch ein Sicherheitsbeamter, dem wohl von einem Besucher eine Spritze in den Hals verabreicht worden war. Es werden noch sehr viele Umstände geklärt werden müssen, die zu dieser Tragödie geführt haben und in jedem Fall wird es für den Musiker und die weiteren Organisator:innen ein langes
gerichtliches Nachspiel geben.
:Henry Klur
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Kommentar. Menschen und die Massenpanik! Einen Schuldigen auszumachen ist meist schwer: Was hat der Künstler mitbekommen und wie hätte man am besten reagieren können? Fragen über Fragen, die einige gerne auf spirituelle Art beantworten.
Kommentar. Menschen und die Massenpanik! Einen Schuldigen auszumachen ist meist schwer: Was hat der Künstler mitbekommen und wie hätte man am besten reagieren können? Fragen über Fragen, die einige gerne auf spirituelle Art beantworten.
Die heutige Welt lässt es zu, dass jede:r es besser weiß. So auch nach dem Festival von Travis Scott! Auf Tik Tok und Instagram fand man Menschen, die berichteten und erzählten, wie sie es erlebt haben! Ungefiltert und nah! Der Schock der Menschen zeigte sich in den Augen! Die Emotionen klar und mitreißend! Und am Ende fragen wir uns wer hat‘s verkackt? Wer ist schuld? Die Veranstalter? Travis Scott? Das Sicherheitspersonal oder gar die Polizei? Schwierig zu sagen. Und was wissen die Kardashians? Eins ist klar, es wird eine Anklagewelle kommen, gegen alle und jeden, die beteiligt waren. Aber zu Phänomenen, die man sich nicht einfach erklären kann, kommt meist die Komponente des Mystischen dazu! So gab es auch viele Theorien von beschworenen Teufeln und besessenen Menschen. Travis und die Veranstaltung kamen einer Apokalypse gleich! Das Setting, die Bilder von brennenden Tauben und so weiter! Dass das Venue nur für 50.000 Menschen angedacht war und dennoch 100.000 Karten verkauft worden sind, ohne die Fläche zu erweitern, wird dann schnell vergessen! Dramatisch, denn die Theorien rund um die Dämonen, die ihr Frischfleisch holten, machen es für die Familien nicht einfacher! Es ist nichts neues, dass Konzerte mit Travis Scott wild sind. So kann es auch vorkommen, dass jemand von der Empore ins Publikum springt und mit einer Lähmung nach Hause kommt! Zudem wurde Scott schon mehrfach aufgrund von Animieren zu schweren Körperverletzungen angeklagt. Dieser Mythos des Dämonisierens ist problematisch, weil er allen die Verantwortung entzieht. Den Fans, Travis, den Veranstaltern, einfach allen. Und dennoch ist es beliebt anzusprechen, dass alle besessen waren. Fans wird somit das eigene Handeln und Denken abgesprochen, die auch ihren Teil dazu beigetragen hatten, da sie das Gelände ohne Tickets gestürmt haben. Der Security, da sie zu spät oder gar nicht gehandelt haben und Scott selbst, weil er das Schreien der Fans nicht als Hilferuf wahrgenommen hat. Vielleicht sollte man die Informationen sammeln und abschließend bewerten, ehe man von der Dämonisierung der Menschheit ausgeht.
:Abena Appiah
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Was ist das Zehn X Freiheit Festival?
„Das ist ein besonderes Theater-Wochenende des Netzwerks der Ruhrbühnen.“ - Alessandra Carpentiere
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Was ist das Zehn X Freiheit Festival?
„Das ist ein besonderes Theater-Wochenende des Netzwerks der Ruhrbühnen.“ – Alessandra Carpentiere
Es ist das zweite Großprojekt des Netzwerks, welches schon seit einigen Jahren existiert, das nach Jackpot erscheint. Das Erste war 2015, das war die Theaterreise der Ruhrbühnen. Ein wichtiges Projekt, vor allem jetzt nach der Corona-Zeit, um zu zeigen, dass der Reichtum der Kultur ungebrochen ist. Alle Theater, die beteiligt sind und auch durch öffentliche Hand getragen werden, sind immer noch da und feiern immer noch das Theater, damit die Öffentlichkeit das zu schätzen weiß. „Theater sind für’s Publikum da und deswegen spielen sie.“
Warum Freiheit?
Das Festival war schon vor Corona geplant gewesen. Da hätte man dann vor leeren Häusern spielen müssen und es wurde sich dagegen entschieden. Corona ist nicht der Grund des Theater-Wochenendes und somit auch nicht der Hauptgrund für die Freiheit, die in den Stücken thematisiert wird, aber natürlich ein wichtiger Aspekt.
Freiheit ist das Grundthema des Wochenendes und wird von allen Theatern anders interpretiert mit Stücken zwischen Oper und Schauspiel oder sonstigen Arten. Es geht um postkoloniale Freiheit oder um die Freiheit des eigenen Körpers, um zwei Beispiele zu nennen. Also die Interpretation der Freiheit wird in jedem Stück unter ganz eigenen Aspekten behandelt, die sich dann im Theater vereinen und die sich auch durch das Kombi-Ticket vereinen.
Eckdaten:
– Tickets für die einzelnen Stücke sind vorbestellbar, aber auch an der Abendkasse erhältlich, falls noch vorhanden
– Kombi-Tickets kann man bis zum 28. Oktober um 09:00 Uhr bestellen. 4 Tickets für 45€ (oder ermäßigt für 30€). Dabei kann man die Premieren individuell zusammenstellen.
– am 30. und 31. Oktober kann man in je zwei Stücke gehen
– Tickets unter:
ticketportal.comfortticket.de/de/package/0
Stücke
Das Schauspielhaus Bochum trägt das Stück Schande (Disgrace) vor. Darin werden Machtstrukturen, Verhältnisse und eine postkoloniale Gesellschaft zum Thema gemacht. Es ist einem Roman von J.M. Coetzees nachempfunden.
Das Schauspielhaus in Essen gibt ein „dokumentarisches Portrait von drei Frauengenerationen aus Arbeiterfamilien im Ruhrgebiet“ mit polnischen Untertiteln.
Das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen gibt Adam & Eve zum Besten. „Zwischen dystopischen und utopischen Assoziationen bewegt sich Liliana Barros’ Idee eines Ortes nach unserer Welt. Eine Reise in Tanzform.
Das Schlosstheater Moers spielt das Stück die Polizey nach Friedrich Schiller und inszeniert von Anna-Elisabeth Frick. Hier geht es „um Fragen nach der Möglichkeit einer sittlichen Gesellschaftsordnung durch die Erziehung des Einzelnen“.
Es gibt noch viel mehr Inszenierung mit dem Thema Freiheit an diesem Wochenende. Alle Stücke findet Ihr unter www.ruhrbuehnen.de/de/menu/projekte/zehn-x-freiheit-die-stucke/.
:Lukas Simon Quentin
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