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Bei dem Wettbewerb gewinnt der Post mit den meisten Kommentaren pro Follower auf der Meme-Seite. Dabei sind dieses Mal Gelsenkirchen, Münster, Bonn, Aachen, Paderborn und Essen.
Es galt zu klären, wer auf Münster folgt, dem Sieger des ersten Meme-Duells von 1Live im vergangenen Jahr. Wer die Titelverteidigung der Münsteraner Meme-Seite @muenster_dings verhindern wollte, für die hieß es zwei Tage lang so viel in die Tasten zu hauen, wie nur möglich. Denn: Mehrfach kommentieren war ausdrücklich erlaubt. Und das taten unzählige Menschen.
In Essen waren das am Ende die meisten Leute, denn sie holten sich die meisten Kommentare aller 6 sechs Städte. Und nicht nur das: Weil sie sich so ins Zeug legten, holten sie sich einen deutschen Rekord. Der Post zum Meme-Duell ist nun offiziell der am meisten kommentierte deutsche Beitrag aller Zeiten auf Instagram – eine unglaubliche Leistung der Follower:innen von @essendiese, der Essener Meme-Seite. Mit über 21,7 Millionen Kommentaren ließen die Essener:innen den bisherigen Spitzenreiter, einen Post von @bibisbeautypalace mit knapp 16 Millionen Kommentaren, problemlos hinter sich. Der Konzern Meta bestätigte 1Live den Rekord auf Anfrage, für dessen Einstellung sie gerade einmal knapp 40 Stunden gebraucht hatten. Auch weltweit dürften sie damit mindestens in die Top 5 vorgedrungen sein. Laut @essendiese sei man aktuell auf Rang 2 weltweit. Sie erreichten so ein Verhältnis von 169,35 Kommentaren pro Follower:in.
Wie war das möglich?
Eine Rolle spielten dabei sicherlich einige Anreize: Die Sparkasse Essen kündigte etwa an, je nach Platzierung eine hohe Summe Geld an einen guten Zweck zu spenden, für den ersten Platz 100.000, für den zweiten 75.000 und für den dritten 50.000 Euro. @essendiese kündigte zudem mehrere Hundert Liter Freibier in einer Essener Kneipe im Falle eines Sieges an. Der offizielle Instagram-Account der Stadt Essen bot der Meme-Seite zudem an, ihren Account für eine Stunde zu übernehmen, sollten sie fünf Millionen Kommentare erreichen. Die Band Scooter verloste Tickets für ihre Show, Rot-Weiß Essen für Ligaspiele.
Am Ende war es aber wohl vor allem der Wille und die Verrücktheit der Essener:innen, die den Rekord möglich machten. @essendiese repostete Storys von Follower:innen, auf denen mehrere Essener:innen zusammen in größeren Gruppen saßen und sekündlich aufs Handy tippten, um Emojis und Buchstaben möglichst schnell abzuschicken. Man sah dort selbst auch Menschen bei der Arbeit fleißig am Kommentieren – egal, ob im Büro, im Krankenhaus oder im Friseursalon.
Die Meme-Seite lobte deshalb in einem selbst veröffentlichten Statement ausdrücklich die »Zusammenarbeit in der Stadt, aber auch über die Stadtgrenzen hinaus«. Diese habe sie für einen kurzen Moment daran glauben lassen, dass »wir alle eine Einheit sind und gemeinsam Großes schaffen können«.
Über die Stadtgrenzen hinaus? Damit spielte die Meme-Seite auf die Solidarität innerhalb des Ruhrgebiets an. Denn als Essen Gelsenkirchen vorzeitig überholte, war klar, dass es zu einem Kopf an Kopf-Rennen zwischen Essen und Aachen kommten würde. Menschen aus anderen Ruhrgebietsstädten wie aus Gelsenkirchen und auch aus Bochum – so las man in Storys von Meme-Seiten sowie in den Kommentaren – eilten zur Unterstützung. Der Tenor war klar: Gegen andere hält der Pott zusammen. Der Titelkampf hieß am Ende also nicht Essen gegen Aachen, sondern Aachen gegen das Ruhrgebiet. Ein eigentlich aussichtsloser Kampf, sollte man meinen.
Doch das Kuriose und die unerwartete Wendung in der Geschichte ist: Den Sieg holten sich am Ende die Aachener:innen mit über 16,7 Millionen Kommentaren. Ein gigantisch hoher Wert, beachtet man die Follower:innenzahl der Meme-Seite @acbushofmemes von 95.000. Zum Vergleich: Essen hat aktuell 131.000 Follower:innen. Der Sieg ging letztlich aufgrund des besseren Verhältnisses von Kommentaren und Follower:innenanzahl an Aachen.
Gleichzeitig sollte es aber nicht darüber hinwegtäuschen, welch unglaubliche Leistung die Essener:innen vollbracht haben – berücksichtigt man zusätzlich, dass mit einer höheren Follower:innenzahl auch eine höhere Anzahl an inaktiven Accounts einhergeht. Zudem kämpfte die Meme-Seite – aufgrund der ausufernden Beteiligung der Community – mit Einschränkungen seitens Meta, die etwa die Kommentare sowie die Sichtbarkeit des Posts zeitweise für viele einschränkte. Klar ist zudem: Den deutschen Rekord für die meisten Kommentare nimmt @essendiese und seiner Community so schnell niemand, wenn es selbst die übermotivierten Aachener:innen nicht schaffen konnten.
Und: Durch den 2. Platz sicherten sie die Spende der Sparkasse Essen in Höhe von 75.000 Euro. Nach eigenen Angaben befindet sich @essendiese aktuell im Austausch mit Vertreter:innen der Sparkasse, um das Ziel der Spendensumme möglichst sinnvoll auszuwählen. Allein darauf kann die Community der Meme-Seite stolz sein. Hinter all den Accounts der Kommentierenden steckten unzählige Menschen, die in den 48 Stunden des Wettbewerbs »auf seltsame Art und Weise miteinander verbunden waren«, so beschreibt es @essendiese in seinem Statement. Sie alle haben etwas geschafft, das im ersten Moment sinnlos und stumpf klingt, aber bei näherem Hinsehen eine ganze Stadt für zwei Tage (und darüber hinaus) näher zusammengeschweißt, Solidarität innerhalb des Ruhrgebiets ausgelöst und eine sechsstellige Spendensumme herbeigeführt hat – und all das ist sowie so viel mehr wert als der erste Platz in einem Meme-Wettbewerb. Deshalb beendet auch @essendiese sein Statement mit folgendem Appell: „Seid bitte stolz auf das, was ihr da abgerissen habt. Es hat vielen Menschen – auch uns – echt was bedeutet.“
:Gastartikel von Leon Hartmann
Watt ‘n Spaß in Wattenscheid
Bereits amSonntag, dem 02. März geht es in Bochum-Wattenscheid mit dem Karnevalsumzug los. Ab 14:00 Uhr könnt Ihr auf der Günnigfelder Straße vorbei am August-Bebel-Platz bis zur Einmündungen der Sedanstraße ausgelassen feiern!
Gänsereiten und Festumzug in Hörntrop
In Bochum-Hörntrop startet das Gänsereiten der Höntroper und Sevinghauser Gänsereiter um 13:00 Uhr im Südpark. Der Umzug beginnt anschließend um 14:00 Uhr am Spelbergsfeld und führt über die Op de Veih, die Höntroper Straße und den Wattenscheider Hellweg bis zur Straße Alter Zoll. Dieses Jahr wurde die Route also abgeändert.
Bochum Linden und der Lindwurm
Um 14:11 startet der jährliche Umzug von der Lindener Straße aus. Entlang der Wuppertaler Straße schlängelt sich der Lindwurm über die Hattinger Straße und wird an der Dr.-C.-Otto-Straße schließlich zur Ruhe kommen. Keine Sorge, Iihr müsst nicht unbedingt als kühner Ritter verkleidet erscheinen. Denn statt Feuer speit er jede Menge Süßigkeiten. Einheimische sagen zu diesem Traditions-Umzug: kKleiner aber umso feiner!
In Gelsenkirchen feiern wieder alle
Die Stadt, die seit der Bundestagswahl eher in blaues Licht getaucht ist, nimmt am Montag wieder alle Farben des Regenbogens an. Ab 14:30 Uhr zieht der Zug seine Runden über die Cranger Straße. Begleitet wird er dabei von den Fußgruppen der örtlichen Karnevalsvereine.
Party und Politik in Düsseldorf
Der Düsseldorfer Rosenmontagszug beginnt um 12:24 Uhr auf der Corneliusstraße in Bilk und führt durch die Innenstadt. Das Chaos, in dem die Welt wie immer versinkt, wird hier in einen Trubel der feierlichen Art umfunktioniert. Wagenbauer Jacques Tilly präsentiert hier so erneut seine bekannten politischen Motivwagen. Awareness und Abfeiern können so doch noch irgendwie zusammenpassen. Das Spannende? Die genauen Motive bleiben bis zum Umzug geheim. Vielleicht werden deshalb auch nicht weniger als 11.000 Teilnehmende erwartet!
Kirmes und Karneval in Dortmund
Auch In Dortmund findet ein Rosenmontagszug ab 14:00 Uhr an der Eber Straße bis zum Friedensplatz am Südwall statt. Ein weiteres Highlight? Überdies gibt es von Weiberfastnacht bis Rosenmontag eine Karnevalskirmes im Bereich der Reinoldikirche und dem Alten Markt. Have fun!
Doppelt hält besser in Duisburg
Natürlich darf auch Duisburg nicht fehlen. Hier startet der Umzug um 13:11 Uhr am Philosophenweg, verläuft durch den Innenhafen und kommt gegen 16:00 Uhr am alten Güterbahnhof zum Abschluss. Das soll es aber noch nicht gewesen sein! Im Anschluss könnt Ihr noch bei der „After-Zug-Party“ im Festzelt richtig abfeiern.
Es(sen) ist bald so weit!
Auch Essen wollen wir nicht vergessen 😉 Man beachte: Gemeint ist die Stadt, nicht die Berliner, die Krapfen oder Kreppen — aber die lasst Ihr sicherlich auch nicht außer Acht! Bochums Nachbar bietet einen Festumzug unter dem Motto „In den Farben getrennt, im Karneval vereint“. Anders als im Bundestag wird hier nicht zwischen Grün, Rot oder Gelb unterschieden, denn alle feiern gemeinsam im bunten Konfettiregen. Der Zug beginnt um 13:11 Uhr auf der Rüttenscheider Straße und endet gegen 16:30 Uhr. Macht Euch bereit auf eine stolze Zahl von erwartungsgemäß 60.000 bis 100.000 Teilnehmenden.
:levi
]]>Ich bin ausm Pott, hier komm ich wech und ich bin stolz drauf! Meine Liebe für das Ruhrgebiet wurde unter anderem durch meinen Vater geweckt, der mir schon früh unsere Industriekultur gezeigt und mich samstags zum Fußball mitgenommen hatte – Auf Schalke natürlich. Ich wohne in einem Bergmannshaus gegenüber einer der unzähligen umfunktionierten Zechen, welche man überall hier findet. Mir wurde also diese Identität quasi in die Wiege gelegt. Einen großen Anteil an meiner Liebe für die Region und die Menschen hier, kommt aber auch von dem Projekt Ruhr 2010. Ein Projekt des RVR, um sich von der Europäischen Union den Titel Kulturhauptstadt geben zu lassen.
Mit Fördergeldern und Spenden wurde ein Projekt zusammengestellt, welches allen Besucher:innen zeigen sollte: Wir können mehr als Kohle und Fußball. Was nämlich weniger Beachtung gefunden hat, waren zum Beispiel die unzähligen Shows; ob Theater, Kino oder Musical, welche 2010 hier stattgefunden haben. Ob im Schauspielhaus Bochum oder auf unzähligen Open Air Bühnen, die Kunst des Schauspiels ist Teil der Identität des Ruhrgebiets. Auch der Film und das Kino sind untrennbar von der Geschichte dieser Region, so ist es nicht verwunderlich, dass einige der am längsten dauerhaft bestehenden Theater und „Lichtspielhäuser“ sich hier im Ruhrgebiet befinden. Im Jahr, in dem wir das Kulturzentrum Europas waren, war es nur logisch diesen Teil dieser Identität zu feiern.
Es gab aber auch viele Projekte, die sich rund um den Bergbau drehten; Kohle, Stahl und Maloche! So gab es die Schachtzeichen, gelbe mit Gas gefühlte, Ballons, welche überall da waren, wo sich früher der Eingang für einen Bergschacht befunden hat. Über 300 dieser Ballons markierten für einige Wochen den Strukturwandel für alle. Denn die meisten standen nicht bei einem Förderturm, sondern auf Parkplätzen, in Waldstücken oder in Wohnsiedlungen.
Auch sahen wir 2010 die Eröffnung des Ruhrmuseums Essen – eines Museums, das wie kaum ein anderes für das Ruhrgebiet steht. Aber auch das Bergbau-Museum nahm eine besondere Rolle ein: Es war das größte Besucherzentrum im Ruhrgebiet und empfing Millionen von Besucher:innen, die sich hier über das Programm der Kulturhauptstadt informieren konnten.
Ein weiteres sehr interessantes Projekt war die Sperrung der A40, dort wurden dann Tische und Stühle aufgebaut und ein Picknick veranstaltet. Die A40 steht für das Ruhrgebiet wie kaum ein anderes Stück Infrastruktur. Sie so zu nutzen und Menschen mal anders zu verbinden, war ein schönes Zeichen für diese Region. Der Ruf des Ruhrgebiets ist schließlich geprägt von dem Satz „Arm aber Ehrlich“ oder „Arm aber herzlich“. Ein solches Projekt, um also den Zusammenhalt und die Gemeinschaft zu feiern, war den Veranstaler:innen sehr wichtig. Allgemein stärkte Ruhr 2010 das Gemeinschaftsgefühl des Ruhrgebiets, man kommt halt nicht einfach aus Essen oder Dortmund, sondern aus dem Pott. Das ist eine Sachen, die auch noch 15 Jahre später geblieben ist; das Bewusstsein dieser Region. Aber was sonst noch?
Erst einmal die Route der Industriekultur, welche eine Strecke durch das ganze Ruhrgebiet markiert und auf dessen Weg alle Industriedenkmäler liegen. Die Strecke ist so geplant, dass man sie theoretisch mit dem Fahrrad oder mit dem Auto abfahren kann. Dies ist aber nur ein Beispiel für das Sichtbare; das nicht-Sichtbare ist aber der Abschluss des Strukturwandels der Region. Von einer ehemaligen Industrieregion zu einer boomenden Kultur-Metropole, die unglaublich viel zu bieten hat. So viele Theater, Museen oder Landschaftsdenkmäler findet man selten wo anders in Deutschland und hier sind sie auf nur einem Fleck versammelt. Das Ruhrgebiet ist mit über fünf Millionen Einwohner:innen eines der größten Ballungszentren in Europa und dementsprechend groß ist hier auch die Vielfalt. Das Ruhrgebiet ist bunt, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sehen kann. So war dieses ganze Jahr der Kulturhauptstadt insgesamt ein Segen für das Ruhrgebiet, nur deswegen konnte auch dem Kulturangebot hier die Aufmerksamkeit zuteilwerden, die es jetzt immer noch hat. So besteht vieles davon auch heute noch und sorgt weiter dafür, dass dieses wunderschöne Fleckchen Erde so pulsierend mit Leben gefüllt ist. In diesem Sinne: Glück Auf!
:Steven Schöpper
]]>Wenn man an das Ruhrgebiet denkt, dann vielleicht nicht unbedingt an Filmstudios und Dreharbeiten. Doch auch hier gibt es eine lebhafte Kultur rund um die Bewegtbilder. Die Ausstellung im Ruhrmuseum auf Zeche Zollverein zeigt unter anderem die Darstellungen des Ruhrgebiets in verschiedenen deutschen und europäischen Produktionen. Das Interesse an der Region, die für Kohle und Stahl, Fußball etc. steht war immer groß. Von Dokumentarfilmen, bis hin zu Blockbuster Spielfilmen wurde hier schon fast alles gedreht. Aber auch die Kinokultur wird bei der Ausstellung thematisiert. Früher gab es unzählige davon in ganz Deutschland und eben auch hier bei uns. Das Aussterben der kleinen Kinos und die Geschichte der Filme die im Ruhrgebiet spielen, werden den Besucher:innen natürlich nicht nur durch Dinge in Schaukästen erklärt, sondern auch durch viele kleine Kinovorstellungen in der Ausstellung.
Daneben gibt es aber auch ein umfangreiches Kinoprogramm sowie Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops. Einer davon ist eine praktische Übung, die für die angehenden Historiker:innen der Ruhr-Uni Bochum angeboten wird – und zwar als Blockseminar. Über das Filmprogramm und auch alle anderen Programmpunkte zur Ausstellung, kann man sich auf der Website des Ruhrmuseums informieren Link. Es werden unter anderem Klassiker gezeigt wie „Das Wunder von Bern“, „Manta-Der Film“ und „Der junge muss an die frische Luft“. Besonders sind hierbei die internationalen Filme, die im Ruhrgebiet spielen und in der originalen Vertonung gezeigt werden.
:Film ab! Kino- und Filmgeschichte des Ruhrgebiets. Die neue Sonderausstellung auf Zeche Zollverein
Für nicht-Bochumer:innen klingt das sicherlich bizarr: Dick in meinen Wintermantel eingehüllt stehe ich neben der Bühne auf dem Doktor Ruer Platz und schaue gebannt nach oben. Dort ist bereits der berühmt-berüchtigte Schlitten des Weihnachtsmannes gespannt und schwankt bedrohlich im Wind. Die Rentiere scheinen ganz so wie ich ordentlich zu frieren, so stocksteif wie sie dort oben in der Luft auf ihren Schlittenführer warten. Dieser hat sich eigentlich für 18:30 Uhr angekündigt, aber mittlerweile sind schon drei Minuten vergangen, in denen sich so viel tut wie an Weihnachten auf der Autobahn. Ach, und habe ich vergessen zu erwähnen, dass neben mir Oberbürgermeister Thomas Eiskirch im straffen Tempo fleißig Weihnachtsstollen anschneidet und ausgibt? Er macht bestimmt so manchem Weihnachtselfen Konkurrenz. Naja, jetzt wird‘s aber mal Zeit, denke ich. Sonst komme ich noch auf die Idee, auf den gelben Krahn zu starren, der hinter der stählernen Schnur, auf welcher der Schlitten hängt, in die Höhe ragt. Das muss ein paar Augenrollen im Stadtmarketing gegeben haben… Endlich ertönt aus ein paar Boxen eine nicht lokalisierbare Stimme. Wer spricht denn da? Das muss der Weihnachtsmann sein!
Ein (un)normaler Arbeitstag in Bochum
Nein, natürlich ist es ein Schauspieler, der sein Eintreffen ankündigt. Jetzt zerstöre ich den Vibe, wie der besagte Krahn. Aber eigentlich will ich so nicht sein. Sonst komme ich noch auf die Liste der bösen Studis. Der „Weihnachtsmann“ also schwenkt sich endlich in seinen Schlitten und dann ist auch der Krahn vergessen. Die Kinder um mich herum starren staunend in die Höhe, während sie gebannt der Geschichte lauschen. Anscheinend hat der gebürtige Finne am Bochumer Hauptbahnhof seinen Geschenkesack vergessen. Das erklärt auch die Zugverspätungen. Insgesamt ist es ganz süß gemacht, nur von den Funken unterm Schlitten habe ich mir etwas mehr erhofft. Das Highlight ist eher, dass der Weihnachtsmann auf einmal von seinem Schlitten über eine Seilbahn Richtung Bühne saust. Wie wird man eigentlich der fliegende Weihnachtsmann? Das ist auch mal eine etwas andere Art von Job, denke ich mir.
The Christmas menu, please
Hier auf dem Eröffnungstag des Bochumer Weihnachtsmarktes ist es vor allem eines: voll. Ich bin hier mit der Familie verabredet und verliere diese mehrmals aus den Augen. Aber das gehört halt irgendwie dazu. Nun ist es Zeit, sich auf Nahrungssuche zu begeben. Ich inspiziere dafür akribisch die hellerleuchteten Stände. Dabei erblicke ich gegenüber vom Hinterausgang von Balz einen Stand mit Pitas, kleinen Minipizzen und einen mit ausschließlich vegetarischen und veganen Angeboten. Das sieht ja schon mal gut aus! Natürlich gibt es auch die gewohnten Stände: Backkartoffeln, Flammlachs oder gebratene Champignons und co., doch die Neugierde treibt mich bei meiner Suche weiter. Ebenso entdecke ich einen Stand mit orientalischen und holländischen Spezialitäten. Auch für ein Dessert wäre schon mal zweifellos gesorgt: Natürlich gibt es zahlreiche Stände mit Obst am Stiel in Schokolade umhüllt, Lebkuchen oder gebrannten Mandeln.
Auch Crepês und bunte Bonbons sehe ich en masse. Am Rathausplatz entdecke ich zudem noch Reibekuchen und sogenannte Baumstriezel, die ich noch nie probiert habe. Was genau soll das eigentlich sein?
Was mir dort ebenfalls in Auge fällt, ist eine Bude mit Milchreis und diversen Toppings.
Massenware und Märchenwald
Am Ende wird es allerdings doch die traditionelle Backkartoffel hinter C&A. Was soll ich sagen — in der Hinsicht bin ich vielleicht etwas eingefahren. Da könnte sich der Weihnachtsmarkt, wie Stollenverkäufer Thomas Eiskirch am Dr. Ruer Platz, aber auch mal eine Scheibe von abschneiden. Kunsthandwerkstände gibt es nur drei, wodurch es dem Markt in der Hinsicht vielleicht etwas an, nun ja, an „Marktcharme“ fehlt. Stattdessen reihen sich vor allem nahe des Dr- Ruer- Platz Textilien aneinander, die man genauso gut auf jedem Weihnachtsmarkt finden könnte – Massenware. Dies fällt mir vor allem bei Strickware auf, die eher billig produziert und aus dem Ausland importiert zu sein scheint. Aber ich will damit gar nicht sagen, dass der Bochumer Weihnachtsmarkt insgesamt nichts Einzigartiges mit sich bringt: Dafür gibt es schließlich den fliegenden Weihnachtsmann oder auch den Bochumer Märchenwald, der mit seinen sprechenden Figuren wenig später ein Lächeln auf mein Gesicht zaubert. Auch andere Traditionsstände, wie den Eierpunschstand gegenüber Balz, erblicke ich dieses Jahr wieder, was in mir ein Gefühl heimatlicher Verbundenheit auslöst.
Zeitreisen
Auch der Mittelaltermarkt hat seinen persönlichen Charme und entführt mich während meines kurzen Rundganges in eine andere Welt. Bis ich plötzlich Zeugin einer großen Streiterei werde. Manche Menschen haben wirklich ein bitteres Bild von Kindererziehung. Als ich jedoch in eine der offenen Hütten schaue, in der bereits fertige Bienenwachskerzen in zahlreichen Größen und Formen liegen, nehme ich vor allem eines wahr: den Duft von Kindheit. Hier habe ich früher immer Kerzen und Handcreme aus Bienenwachs gekauft und der Stand hat sich tatsächlich bis heute gehalten. Direkt gegenüber erblicke ich dann einen Eyecatcher der ungewöhnlichen Art: ein Schild mit der Aufschrift: “Die schärfste Chili der Welt”. Also da sehe ich wortwörtlich rot. Aber wer einen kleinen Nervenkitzel sucht, erlebt hier bestimmt eine schöne Bescherung. Ich gebe mich mit meinen von der Kälte geröteten Wangen zufrieden.
Lohnt es sich denn nun?
Ja, offenbar gibt es doch noch so einiges, was den Bochumer Weihnachtsmarkt zu etwas Besonderem macht. Und als gebürtige Bochumerin weiß ich das auch zu schätzen. Zweifellos ist der Markt nicht so groß wie der in Ruhrpottmetropolen wie Essen oder Dortmund — aber dafür ist alles eben überschaubarer. Sowieso vergleicht man Granatäpfel nicht mit Schokobirnen. Deshalb verlasse ich den Bochumer Weihnachtsmarkt mit einem Lächeln. Die Frage lautet nicht, ob ich wiederkomme, sondern wann. Schließlich war es ein gelungener Auftakt der Weihnachtszeit, deren Blütezeit uns erst noch bevorsteht.
: Levinia Holtz
]]>Im Studium im Stadion
Zugegeben, für den VfL-Bochum sieht es momentan wie mit dem Herbstwetter aus — düster. Aber die Saison dauert ja noch bis ins Frühjahr hinein, also, keine Panik!
Da bleibt man also noch in Stimmung für ein spannendes Fußballwochenende im Vonovia Ruhr Stadion. Egal, ob Heim- oder Gästefans, junge Erwachsene oder Senioren, Familien oder Groundhopper, hier kommen alle auf ihre Kosten.
An jedem Bundesliga-Heimspieltag des VfL Bochum finden besondere Events statt, die exklusive Einblicke und aufregende Begegnungen bieten. Von Ruhrpott-Tapas und einer Stadionführung über ein Dartturnier und Eisstockschießen bis hin zu einer Tour durch die Fiege-Brauerei – stets in Begleitung einer VfL-Legende. Beim kommenden Heimspiel des VfL Bochum gegen Bayern München wird ein Fußball-Kino veranstaltet, bei dem das Spiel der letzten Saison gezeigt wird. VfL-Legenden sind ebenfalls vor Ort. Für das leibliche Wohl ist mit Bier und Currywurst gesorgt. Weitere Details zum Programm werden bald bekanntgegeben.
Um Euch über weitere Angebote zu anderen Spielen zu informieren, könnt Ihr auf diesen Link klicken: https://www.bochum-tourismus.de/fussball-wochenende.html
Maß statt Module
Das Studi-Portmonee hat eine Reise nach München nicht hergegeben? Und in der Mensa bekommt Ihr auch keine Maß mehr? Nun, vielleicht ist dieser Traum doch noch nicht endgültig verpufft! So veranstaltet Glas Strack ein eigenes Oktoberfest — á la Ruhrpott sozusagen. Mitten in Bochum Wattenscheid heißt es am 18 und 19. Oktober zwei Tage Festzeltparty mit einem vielfältigen Rahmenprogramm: Kirmesattraktionen und Food-Meile sollen für Oktoberfest-Stimmung sorgen. Auch für verschiedene musikalische Acts ist gesorgt. So wird unter anderem der bekannte Ballermann-Sänger Julian Sommer am Freitag auftreten.
Tickets findet Ihr hier: https://www.bochum-oktoberfest.de. Bitte beachtet, dass der Einlass ab 18 Jahren ist.
Eure Noten sind kein Verbrechen
Manchmal erreicht man in der Uni nicht die Leistung, die man sich erhofft hat. Aber wer ist schon perfekt? Vielleicht hilft es Euch ja, daran zu denken, dass ein Mensch weitaus größere Fehler begehen kann. Möglich wird dies für Euch am 17. Oktober ab 20 Uhr im Ruhr Congress in der Innenstadt.
Auf der dortigen Bühne diskutieren der Anwalt Dr. Alexander Stevens und Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber reale Kriminalfälle mit unerwarteten Wendungen und mysteriösen Indizien. Stevens, bekannt aus einem der erfolgreichsten True-Crime-Podcasts Deutschlands, und Schreiber, der Jura studiert hat, wollen gemeinsam die Frage klären: Schuldig oder nicht? Wenn Ihr fortan nochmal an Eure Noten denkt, dürfte Euch das Verzeihen deutlich leichter fallen…
Tickets könnt Ihr hier noch kaufen: https://www.ruhrcongress-bochum.de/event/alexander-stevens-constantin-schreiber
Macht doch mal ein Drama
Ja, das Semester hat gerade erst angefangen. Aber das heißt nicht, dass man sich nicht noch mal eine Woche Pause gönnen kann: Vom 21. bis zum 27. Oktober habt ihr nämlich von 10 bis 17 Uhr die Möglichkeit, Euch auf der Bühne auszuprobieren und neue Ausdrucksformen zu entdecken. Kai Bettermann und sein Team laden Menschen zwischen 6 und 86 Jahren zu einem interkulturellen, intergenerationellen Theaterprojekt in Bochum Langdreer ein. Ihr könnt eigene Erfahrungen und Erlebnisse – sei es aus dem Alltag oder über das Leben zwischen Kulturen – in die Theaterstücke einfließen lassen.
Neben dem Spaß verspricht das Projekt auch andere Benefits: Es vermittelt Euch vielfältige theaterpädagogische Methoden, um Sprachbarrieren zu überwinden und eure Stimme sowie Präsenz zu stärken. So fördert Ihr Eure Ausdruckskraft und Selbstwahrnehmung, stärkt Vertrauen und knüpft Kontakte im Stadtteil.
Am Ende sollen die Ergebnisse dann auch öffentlich im Bochumer Osten oder im LutherLAB aufgeführt werden.
Mehr Infos findet Ihr hier: https://www.lutherlab.de/theaterprojekt-fuer-alle-altersgruppen-und-kulturen-im-lutherlab/
Klausur, Kreditpunkte- Känguru!
Ihr habt schon genug von Klausuren und Kreditpunkten? Im Essener Theater Freudenhaus im GREND könnt Ihr am 19. Oktober und 3. November eine szenische Lesung von Marc-Uwe Klings Känguru-Chroniken besuchen. Die humorvolle und gesellschaftskritische Geschichte dreht sich um einen Kleinkünstler und ein kommunistisches Känguru, die zusammen in einer WG leben. In dieser Adaption werden die Themen Kapitalismuskritik, Medien, Sprachgebrauch und Philosophie auf humorvolle Weise behandelt.
Zudem wird hier das Känguru aus dem Beutel gelassen, wenn es um brennende Fragen der Fans geht: War das Känguru beim Vietcong? Und wer ist besser: Bud Spencer oder Terence Hill?
Tickets gibt es hier zu kaufen: https://www.eventim.de/event/marc-uwe-kling-co-normal-die-zero-heroes-neues-vom-kaenguru-lichtburg-essen-18552176/
:Levinia Holtz
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Sogenannte „Tafeln“, also Orte, an denen Lebensmittel an Bedürftige ausgegeben oder für geringen Preis verkauft werden, sind nicht wegzudenken aus den Hilfsangeboten für Menschen, die sich anderweitig nicht zu helfen wissen. Erst 1993 wurde in Berlin die erste Tafel gegründet, eine Tatsache, die vielen jüngeren Menschen vielleicht überhaupt nicht bewusst ist. In fast alles Städten und Kommunen gibt es sie heutzutage, aus dem einfachen Grund, dass es auch in allen Städten und Kommunen Menschen gibt, die auf sie angewiesen sind. Doch es muss klar sein, dass Tafeln weder die Gründe noch die Realität von Armut bekämpfen können, sondern nur einige der schlimmsten Symptome bekämpfen. Und eine noch größere Frage stellt sich: Wie kann es sein, dass in einem Staat, der sich die „Würde des Menschen“ an erster Stelle in die eigene Verfassung schreibt, eine Hilfsorganisation dafür verantwortlich ist, Grundbedürfnisse wie Zugang zu Nahrung zu decken. Natürlich gibt es auch Stimmen, die meinen, die Tafeln seien aus ganz anderen Gründen problematisch: Man gebe den Menschen auch noch Essen, statt sie zum Sparen und Auskommen mit Hartz-IV zu animieren – wenn man den Menschen alles schenkt, warum sollten sie dann noch arbeiten gehen? Das gemütliche Lotterleben der Armen ist so schön, man fragt sich, warum nicht mehr hart arbeitende Konzernchefs einfach ihr Geld verschenken und sich in das bequeme Fallnetz der Sozialhilfe und Tafeln sinken lassen. Aber ich schweife ab.
Es wirkt teilweise so, als würde man sich darauf ausruhen, dass es die Tafeln gibt. Warum etwas tun, um die Auswirkungen von Armut abzufedern, wenn sich ehrenamtliche Helfer*innen ja sowieso schon darum kümmern, dass die Leute etwas zu essen bekommen. Und Armut an ihren Wurzeln zu bekämpfen, wäre sowieso utopisch. Während der COVID-19-Pandemie hat sich die Lage an den Tafeln verschärft: Immer mehr bedürftige Menschen mussten sie in Anspruch nehmen, viele Tafeln konnten die Abstandsregeln nicht befolgen und mussten schließen und es fehlten ehrenamtliche Helfer*innen – viele von ihnen gehörten Risikogruppen an. Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine kam ein neuer Stressfaktor hinzu. Auch bei den nach Deutschland kommenden Geflüchteten mangelte es an Nahrungsversorgung, viele Helfer*innen verwiesen auf die Tafeln, die jedoch bereits am Limit ihrer Kapazitäten waren. Geflüchtete Menschen seien außerdem oft traumatisiert, und für den Umgang mit ihnen benötige es Schulungen für die Ehrenamtler*innen, so Jochen Brühl, Vorsitzender Tafel Deutschland e.V. Man fühlte sich alleingelassen von der Politik, die einfach darauf zu hoffen schien, dass die Tafeln schon das schlimmste abwenden. Und einem selbst etwas Arbeit abnehmen. Nun steigen Preise bei Energie und Lebensmitteln, der Betrieb wird teurer und immer mehr Menschen brauchen Hilfe. Tafeln sollen, dürfen und können kein Ersatz für staatliche Sozialleistungen sein. Der Trend des Kaputt-Sparens in allen Bereichen, die keinen Profit erwirtschaften ist fatal für vulnerable Gruppen, das zeigt sich bei den Tafeln, aber auch in Krankenhäusern, bei der Feuerwehr oder bei den öffentlichen Verkehrsmitteln.
:Jan-Krischan Spohr
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Wer Live-Musik will, aber knapp bei Kasse ist – oder das Konzert- und Festival-Budget für 2022 bereits aufgebraucht hat – kommt bei einem der vielen Gratis-Festivals in NRW auf seine:ihre Kosten. Bochum Total ist wohl allen schon ein Begriff, doch auch in der Nachbarstadt Essen gibt es diesen Sommer viel für wenig (kein) Geld.
]]>Wer Live-Musik will, aber knapp bei Kasse ist – oder das Konzert- und Festival-Budget für 2022 bereits aufgebraucht hat – kommt bei einem der vielen Gratis-Festivals in NRW auf seine:ihre Kosten. Bochum Total ist wohl allen schon ein Begriff, doch auch in der Nachbarstadt Essen gibt es diesen Sommer viel für wenig (kein) Geld. Zuerst am 29. und 30. Juli das Nord Open Air und dann am 19. und 20. August das Turock Open Air. Beide eher für Fans von Metal und Hardcore Punk geeignet, gibt es dort nun schon seit einigen Jahren immer auch international bekannte Acts. Eher Rock und Punk, aber auch mal anderes, gibt es beim Olgas Rock in Oberhausen am 12. und 13. August. Beim Stemweder Open Air in der nördlichsten Ecke NRWs am 19. und 20. August geht es musikalisch auch in Richtung Gitarrenmusik, es sind mit Disarstar und Moscow Death Brigade, jedoch ein paar Rap-Abstecher bestätigt. Zum Abschluss, dieses Textes und der Saison, gibt es den Bochumer Musiksommer vom 26. bis zum 28. August. Dort kommen auch Fans von Jazz, Klassik und elektronischer Tanzmusik auf ihre Kosten.
:kjan
Nicer Spaziergang
Der Westpark an der Jahrhunderthalle und der Bochumer Stadtpark sind DIE Orte für den Sonntagsspaziergang. Doch dabei muss es nicht bleiben. Ihr könnt Euren Spaziergang zum kostengünstigen Erlebnis machen, indem ihr mit ein paar Freund:innen picknicken geht oder Euch für Outdoor-Spiele verabredet. Der Stadtpark bietet schöne Sitz- und Liegegelegenheiten am See in der Umgebung von Enten, Eichhörnchen und anderen kleinen knuffigen Tierchen. Im Stadtpark könnt Ihr das eine oder andere Ballspiel mit Kaltgetränk spielen – Flunkyball vielleicht – und es bietet flache grüne Flächen für ein Wikingerschach-Duell. Grillen geht hier auch voll klar, immerhin gibt es extra Pläze dafür. Schnibbelt etwas Gemüse, packt Obst und eine Decke – notfalls ein altes Bettlaken – ein und los geht der Sommerspaß.
:naro
Des Müllers Lust
Wen es in die Natur zieht, der findet hier einige lokale Tipps. Ob Wandereinsteiger:innen oder Bergsportprofis: Diese Strecken lohnen sich!
Im Ruhrgebiet gibt es wider Erwarten einige grüne Wander- und Spazierrouten. Wenn es Euch nach einer gelungenen Mischung aus Natur und Pottkultur dürstet, ist die Erzbahntrasse empfehlenswert. Hoch über der Landschaft könnt Ihr Euch einen Weg über die vielen Brücken bahnen, welche die Streckenpunkte markieren und Informationstafeln entnehmen, an welchem besonderen Ort Ihr Euch gerade jeweils befindet. Der Südabschnitt der Erzbahntrasse startet bei unserer Jahrhunderthalle und führt Euch entspannte 9km ohne besondere Steigungen und über glatten Asphalt bis nach Gelsenkirchen – direkt zur ZOOM Erlebniswelt. Ein Zoobesuch lässt sich anschließen! Für die sportlich versierteren unter Euch ist der Baldeneysteig zu empfehlen. Mit 27km Länge ist diese Wanderroute in der Nähe des Baldeneysees in Essen für fortgeschrittene Wanderer:innen geeignet. Ihr lauft unter anderem an der Villa Hügel vorbei und erlebt eine eigentümlich charmante Mischung aus Wald-, und Seestrecken und Abschnitten in Wohngebieten. Auch das Kraxeln über eine Mountainbike-Strecke ist inbegriffen. Mit einer ungefähren Dauer von acht Stunden ist der Baldeneysteig als reizvolle Tagestour zu empfehlen. Egal, zu welcher Wandertour Ihr im Juli aufbrechen solltet: Denkt auf jeden Fall an genügend Verpflegung und Sonnenschutz.
:becc
Wasserspaß
Fahrradfahren, Inlineskaten, Tretbootfahren, Sandstrand – das könnt ihr am Kemnader See erleben. Tretbootfahren und hillen am Sandstrand ist leider nicht umsonst. Für die Strandbar müsst ihr wenigstens ein Getränkt kaufen, aber wenn ihr Bock auf Trettboot habt, dann könnt ihr mit einer größeren Gruppe den Preis von 12€ aufteilen und etwas sparen. Was definitiv umsonst ist, ist der Ausblick über den großen See, der eine:n sofort entspannen lässt. Zum spazieren und joggen ist es auch super geeignet. Mit separaten gleichmäßigen Wegen für Fußgänger:innen und Mensch-auf-Mobilenzeug kommt eine:r ungestört voran. Um den See herum, befinden sich Schafe – die natürlichen Rasenmäher – die ihr beobachten und streicheln könnt. Kleiner Tipp: Kombiniert euren Ausflug zum Kemnader See mit einem Spaziergang durch den Botanischen Garten der RUB – das lohnt sich, denn ein kurzer Weg verbindet beide Attraktionen. Eher Lust auf Schwimmen? Dann hier ein kleiner Insider: Ab an die Ruhr! Dafür braucht ihr nur eure Badeklamotten einzupacken, bis zur Haltstelle „Dahlhausen Bahnhof“ fahren, und immer der Nase nach Richtung Wasser gehen – tadaaa, schon könnt ihr loslegen! Ob es eine Abkühlung im Fluss, Sonnen oder Volleyball spielen auf der Wiese wird – alles ist schöner und umweltfreundlicher im Natur-Freibad!
:naro
Die Miete, der wöchentliche Einkauf, die Semestergebühren und noch viele andere Ausgaben. Die finanzielle Lage von Studierenden ist immer: kritisch.
„Je günstiger, desto besser“ ist der Inflation wegen nicht mehr nur das Motto für Student:innen, sondern für den Großteil der Bevölkerung. Denn trotz Steuervorteilen, mehr Kindergeld oder anderen „helfenden“ Maßnahmen der Regierung, rasseln so gut wie alle Studierende durch das sogenannte soziale „Auffangnetz“ und bleiben auf ihren immer weiter steigenden Kosten sitzen. Viel Geld für Freizeitaktivitäten bleibt da selten über – umso mehr können sich Studierende über den nachfolgenden Tipp freuen, denn der ist ganz kostenlos! Wer an der RUB, HSG und EvH RWL studiert kann von der Theaterflatrate des Schauspielhauses Bochum profitieren und kostenlos Karten für reguläre Vorstellungen erhalten. Die Tickets können Student:innen an der Theaterkasse erhalten (Stichwort: „Theaterflatrate“) oder auch online erwerben unter: https://tickets.schauspielhausbochum.de/eventim.webshop/webticket/eventlist
Wichtig ist aber: Studentenausweis unbedingt zur Vorstellung mitnehmen, denn wer den vergisst kommt nicht rein!
:mimo
Mega Aussicht
Für einen schönen Ausblick braucht Ihr gar nicht weitzugehen – schaut in den Spiegel! Und wenn Ihr an der Ruhr-Universität (RUB) seid, dann geht auf die Terasse der Mensa. Für Studis, wie mich, die im Studiwohnheim leben, ist es quasi der Balkon. Spätestens seit Corona ist es kein Insider mehr, dass Ihr dort eine wunderschöne Aussicht auf Bochum und Witten habt. Nachts gibt es die ein oder andere spontane „geheime“ Party, wo eine:r auf neue Leute trifft. Tagsüber ist ein super chilliger Leseort oder auch einfach zum meditieren geeignet – wobei, da kommt es auf die Uhrzeit an, weil nachmittags ist es ein sehr beliebter Ort für Liebes-/Spaßsuchende aka Dates. Personen die mehr Bock auf Bewegung haben, können zum Tippelsberg wandern. Dieser ist ein 150 m hoher Berg im Norden Bochums der bestens „zum Spazieren, Bewundern, Entdecken, Spielen, Drachensteigen, Verweilen und Träumen einlädt“. Wenn mensch auf dem Gipfel gelangt, erhält eine:r einen herrlichen und weitreichenden Blick auf Sehenswürdigkeiten des Ruhrgebiets (Essen, Gelsenkirchen, Bochum usw.). Besonders empfehle ich euch bei klaren Himmel zum Sonnenauf- und -untergang dort zu sein. Und wer weiß vielleicht trefft Ihr auf den Riesen Tippulus.
:naro
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Es war nicht die erste Premiere, die in der Lichtburg zu sehen war, und auch nicht die erste Premiere des Films selbst. Dennoch warteten am 13.06.2022 viele Menschen gespannt am roten Teppich auf die Stars des Abends.
Das Liebesdrama „A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“ ist der vierte realisierte Spielfilm von Regisseurin und Drehbuchautorin Nicolette Krebitz und eine deutsch-französische Koproduktion. Die beiden Hauptfiguren Anna und Adrian werden von Schauspielerin Sophie Rois und Neuentdeckung Milan Herms dargestellt. Uraufgeführt wurde der Film auf der Berlinale 2022, er war dort nominiert für den Goldenen Bären. Nun kann er auch in den Kinos angesehen werden.
Ein schwarzer Wagen fuhr vor. Sie waren da – Nicolette Krebitz, Sophie Rois und Milan Herms. Eifrig wurden Kameras bereitgehalten und die professionell posierenden Filmstars abgelichtet. Vor einer Fotowand wurde das Ganze wiederholt. Die Besuchenden hatten derweil schon im großen Kinosaal Platz genommen.
Der Film startete und damit eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Anna, eine alternde ehemalige Schauspielerin, nimmt widerwillig den Job als
Sprechlehrerin eines jugendlichen Waisenjungen an. Obwohl sie diesen als einen Taschendieb wiedererkennt, gewinnt sie den jungen Mann gern. Auch Adrian verliebt sich in seine Lehrerin. Er klaut ihr Geschenke und versucht, ihr näherzukommen. Nachdem er sogar des Nachts auf der Straße vor ihrer Haustür liegt und laut nach ihr ruft, gibt Anna schlussendlich nach und lässt ihre Gefühle zu. Damit beginnt für beide ein großes Abenteuer. Insgesamt kam der Film mit sehr wenigen Darstellenden aus und bot eindrucksvolle Bilder.
Regisseurin Nicolette Krebitz erklärte im nach dem Film erfolgenden kurzen Gespräch auf der Bühne, dass es im Film versteckte Hinweise auf französische Filme der 60er/70er-Jahre gebe. Zu dieser Zeit hätten sich Frauen in die Welt aufgemacht und frivole Dinge getan, dabei aber ihre Würde behalten. Laut Sophie Rois ist Annas Tugend die Arroganz. Sie und ihr Schüler seien beide arrogant und eroberten sich somit ein Stück Leben. Der Film zeige auf elegante Weise, wie sie auf die Verhältnisse pfiffen. Milan Herms verriet über seinen Charakter Adrian, dass dieser viele Ängste habe und daher Distanz zu seiner Umwelt wahre. Beim Dreh habe er daher Selbstwertprobleme zulassen müssen. Anna sei nicht nur Sprechlehrerin, sondern auch Adrians Lehrerin in Arroganz, Selbstwert und Außenseitertum.
Es ist ein künstlerischer Film, der vielfältige emotionale Reaktionen bei den Zuschauenden wecken kann. Nicht nur die außergewöhnliche Beziehung der beiden Hauptfiguren, auch die kleinen liebevollen Details bleiben im Gedächtnis.
:Alissa Wolters
]]>Ein weiterer Vorteil der Mensa gegenüber dem schnellen Snack im Uni-Center sind die satten Studi-Rabatte, die Ihr mithilfe eures Studierendenausweises an der Kasse bekommt. In den gewaltigen Speisesälen sollte auch immer für alle ein komfortabler Sitzplatz zu finden sein. Natürlich lässt es sich auch, besonders im Sommersemester, wunderbar draußen speisen, wie es beispielsweise das Q-West bei den G-Gebäuden anbietet. Wer aber in den Räumlichkeiten die Mahlzeit verbringen will, sollte seinen:ihren 3G-Ausweis bereithalten, der an der Kasse kontrolliert wird. Möchte man sich nur etwas zum Mitnehmen besorgen, ist dieser Nachweis nicht vonnöten. Wir wünschen Euch viel Spaß in der wunderbaren Welt der wohlverdienten Mittagspausen!
:Henry Klur