Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Einsamkeit | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Mon, 26 Jan 2026 10:40:50 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Einsamkeit | BSZ https://bszonline.de 32 32 U35 Social Line: Speed-Kennenlernen statt Kopfhörer und Handy https://bszonline.de/2026/01/19/u35-social-line-speed-kennenlernen-statt-kopfhoerer-und-handy/ https://bszonline.de/2026/01/19/u35-social-line-speed-kennenlernen-statt-kopfhoerer-und-handy/#respond Mon, 19 Jan 2026 10:29:30 +0000 https://bszonline.de/?p=25972 Am 22.01 kannst Du ganz einfach neue Menschen kennenlernen – und musst dafür nicht einmal dein gewohntes Umfeld verlassen.

Du sitzt in der Bahn und schaust die ganze Fahrt gebannt auf Dein Handy? Und hast keinen Kontakt mit den anderen Menschen in der Bahn? Dann ist die neue Initiative von „Vereint Bochum“ eine ganz neue Möglichkeit für Dich. Der Verein macht es sich zum Ziel, Begegnungen zwischen Menschen zu organisieren und fördert das Knüpfen von Kontakten unter Menschen in Bochum. Er organisierte bereits eine Workshop-Reihe und einen Abend gegen Einsamkeit im Schauspielhaus Bochum – auch in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum. Zudem arbeitet Prof. Dr. Maike Luhmann, die an der RUB psychologische Methodenlehre unterrichtet, an diesem Projekt mit und bringt ihr Fachwissen zur Einsamkeitsforschung ein.

Die neue Aktion der Initiative heißt „U35 Social Line: Raus aus dem Tunnel und Anschluss finden“. Am Donnerstag, den 22. Januar, um 17 Uhr startet die Social Line. Kern des Projekts ist das Speed-Kennenlernen mit sechs Runden, die jeweils ca. 15 Minuten dauern. Dabei sind auch Guides anwesend, die helfen, dass neue Gespräche leicht zustande kommen, und das Event moderieren.

Du möchtest teilnehmen? Dann kannst Du Dir kostenlose Slot-Tickets sichern. Es gibt auch die Möglichkeit, spontan an fast allen Stationen der U35 zuzusteigen. Die Route der U35 Social Line geht von der Haltestelle Hustadt bis zur Haltestelle Riemke Markt und umgekehrt. Die erste Fahrt beginnt um 17:07 Uhr an der Haltestelle Riemke Markt, die letzte Fahrt endet dort voraussichtlich um 19:16 Uhr. Die genauen Uhrzeiten für die sechs Fahrten, alle Haltestellen und weitere Infos zum Ablauf findest Du auf der Website von Vereint Bochum.

Das Projekt richtet sich besonders an Studierende und Auszubildene, wie an neu zugezogene Bochumer:innen. Alle Haltestellen sind barrierefrei zugänglich.

Dir reicht eine kurze Fahrt mit der U-Bahn nicht und Du möchtest mehr Zeit haben, um neue Menschen kennenzulernen? Dann bietet Vereint Bochum am 22. Januar. noch eine weitere Option an: das Deep Dive Foyer im BOGESTRA-Gebäude an der Haltestelle Oskar-Hoffmann-Straße (Universitätsstraße 58). Von 17-21 Uhr gibt es Snacks, Getränke und die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen.

Mitgründer Tim Kramer, der die Idee für Vereint Bochum hatte, erzählt uns, dass die Idee für die U35 Social Line von ganz persönlichen Erfahrungen herrührt: „Ich selbst nutze [die U35] schon mein Leben lang und fand es immer faszinierend: Wir sitzen dort oft dicht an dicht, sind gedanklich aber meist weit weg und scrollen am Handy.“ Zudem habe er selbst auch die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so leicht ist, in einer neuen Stadt Anschluss zu finden. Wieso findet diese Aktion denn gerade in der U35 statt? „Die U35 verbindet die größten Hochschulen Bochums und ist so etwas wie die Herzschlagader unserer Stadt“, erzählt Tim.

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Studis allein zuhaus https://bszonline.de/2021/05/14/studis-allein-zuhaus/ https://bszonline.de/2021/05/14/studis-allein-zuhaus/#respond Fri, 14 May 2021 08:55:55 +0000 https://bszonline.de/2021/05/14/studis-allein-zuhaus/ Wohnheim. Studierende sind diejenigen, die nicht nur bei den Impfungen gerne mal vergessen werden. Während von Öffnungsperspektiven für Kitas und Schulen gesprochen wird, gibt es keinen konkreten Plan für die Unis. Doch während die Dozierenden nach fast zweieinhalb Onlinesemestern so langsam einen Plan haben, sieht die Situation in den Wohnheimen etwas anders aus. Was passiert mit dem privaten und studentischen Leben? Diese Fragen beantwortet Konstantin Schauerte, Sprecher des Wohnheims Auf der Papenburg. 

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Wohnheim. Studierende sind diejenigen, die nicht nur bei den Impfungen gerne mal vergessen werden. Während von Öffnungsperspektiven für Kitas und Schulen gesprochen wird, gibt es keinen konkreten Plan für die Unis. Doch während die Dozierenden nach fast zweieinhalb Onlinesemestern so langsam einen Plan haben, sieht die Situation in den Wohnheimen etwas anders aus. Was passiert mit dem privaten und studentischen Leben? Diese Fragen beantwortet Konstantin Schauerte, Sprecher des Wohnheims Auf der Papenburg. 

:bsz: Wie hat sich das studentische Leben in den Wohnheimen seit der Pandemie verändert?

Konstantin Schauerte: Das ist auf ein absolutes Minimum runtergefahren worden, weil schlicht und ergreifend die ganzen Wohnheimsaktivitäten wie Barabende, die Sauna  und die Küche alle zugemacht wurden, sogar die Schlösser abgeschraubt wurden, da kommt man überhaupt nicht rein. Und weil das der Haupttreffpunkt für Wohnheimsleben bei uns ist, hat das das Wohnheimsleben komplett heruntergefahren. Das Einzige, was man jetzt noch hat, ist, dass gelegentlich Leute draußen auf den Treppen sitzen oder vor dem Wohnheim, wenn das Wetter schön ist.

Was ist mit Onlineveranstaltungen speziell für Wohnheimslebende?

Es kommt drauf an, was man genau machen wollen würde, aber das ist schwierig mit der Satzung zu vereinbaren. Unser Hauptproblem ist, dass wir nicht wirklich befugt sind irgendetwas vernünftig zu machen, denn unser Heimrat ist nun fast drei Semester alt. Eigentlich bräuchte man einen neuen Heimrat mit frischen Leuten, dafür müsste man die aber erstmal wählen, mit einer Heimratsversammlung, die kriegt man online gar nicht zusammen. Und bei sonstigen Aktionen ist das Problem, dass viele neue Leute ins Wohnheim gezogen sind, was die Kommunikation bei denen ein bisschen vorbeiführt, das macht das Ganze schwer zu organisieren. 

Wird das Geld, das ihr als Heimrat jetzt bekommen würdet, aufgespart, da es aktuell keine Veranstaltungen gibt?

Ja, das wird jetzt aufgespart. Eigentlich geht das immer für das Sommerfest des Wohnheims drauf, den Glühweinabend und Halloween und für die Barabende an sich, das sammelt sich jetzt einfach so an. Und das wird wahrscheinlich in ein großes Sommerfest investiert werden.

Wie hat sich die Kommunikation zum AKAFÖ verändert?

Die Kommunikation war eher suboptimal. Wir haben vom AKAFÖ selbst nicht so viele Informationen erhalten, was wir aber hatten ist die Wohnheimsrunde mit allen Sprecher:innen, wo jemand vom AKAFÖ dabei war. Das ist das Hauptsprachrohr, über das wir Infos bekommen haben.

:gust

 

Knapper Wohnraum trotz Online-Semester

Trotz der Corona-Pandemie und den damit zusammenhängenden sinkenden Erstsemestler:innenzahlen, den Finanzierungsroblemen vieler Studierenden und der Tatsache, dass zahlreiche Studis, vor allem zugezogene, im letzten Jahr wieder ins Elternhaus zurückgekehrt sind, um Wohnkosten einzusparen, ist studentischer Wohnraum im Ruhrgebiet offenbar nach wie vor knapp. Das geht zumindest aus den Antworten des Studierendenwerks Dortmund und des Akademischen Studienwerks (AKAFÖ) auf eine Anfrage der :bsz hervor. Das AKAFÖ ist nicht nur für die Ruhr-Universität Bochum, sondern auch für die Hochschule Bochum, die Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, die Technische Hochschule Georg Agricola, die Hochschule für Gesundheit und die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen zuständig. Ihm zufolge bewarben sich vor Corona sechs Studierende auf ein Wohnheimzimmer, zuletzt waren es noch immer zwei bis drei. Auch der Wohnraum, den das Dortmunder Studierendenwerk anbietet, ist nach wie vor restlos ausgebucht. In konkreten Zahlen heißt das, das AKAFÖ hat nach wie vor circa 4.200 und das Studierendenwerk Dortmund derzeit rund 2.600 Mieter:innen. Mieteinbußen haben beide Studentenwerke  entsprechend nicht. Für den Pandemieschutz haben sie für ihre jeweiligen Einrichtungen Hygienekonzepte ausgearbeitet, die etwa verstärkte Reinigungen, Abstandsregeln, die Schließung von Gemeinschaftsräumen und spezielle Auflagen beim Ein- und Auszug umfassen. Das AKAFÖ stellt zudem spezielle Quarantäne-Apartments zur Verfügung, für den Fall, dass Mietende in Isolation müssen. Derweil bemängelt das Dortmunder Studierendenwerk, dass sich von Seiten der Mieter:innen wiederholt nicht an die vorgeschriebene Corona-Schutzverordnung gehalten worden sei und dass man „die entsprechenden Personen mietvertraglich ermahnt“ habe.

:lewy

 

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Briefe gegen die Einsamkeit https://bszonline.de/2020/04/17/briefe-gegen-die-einsamkeit/ https://bszonline.de/2020/04/17/briefe-gegen-die-einsamkeit/#respond Fri, 17 Apr 2020 17:39:36 +0000 https://bszonline.de/2020/04/17/briefe-gegen-die-einsamkeit/ Projekt. Ein Projekt der Slavistik, bei dem man nicht nur CPs sammeln, sondern auch Senior*innen während der Coronakrise – und darüber hinaus – helfen kann.

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Projekt. Ein Projekt der Slavistik, bei dem man nicht nur CPs sammeln, sondern auch Senior*innen während der Coronakrise – und darüber hinaus – helfen kann.

Vieles ist in der Coronakrise aktuell nicht mehr möglich – und auch Projekte leiden darunter. Doch manchmal entstehen aus dem zwangsweisen Umdenken auch wieder neue Aktionen: So auch bei UnVergessen, einem Projekt des Seminars für Slavistik an der RUB.

Unter der Leitung von Dr. Katrin Bente Karl existiert UnVergessen seit 2016. Laut der Selbstbeschreibung als ,,Projekt zur sprachlichen Situation russisch- und polnischsprachiger Pflegebedürftiger‘‘ fand es in Form eines Seminars wiederholt über den Verlauf von jeweils zwei Semestern statt. In dieser Zeit betreuten Studierende mehrsprachige Bewohner*innen in Senior*innenheimen – hierbei lag der Fokus auf mehrsprachigen Menschen, da durch Krankheiten wie Demenz häufig Verlust der Zweitsprache und durch die daraus entstehenden Kommunikationsschwierigkeiten eine Isolation mit einhergeht. Die russisch- und polnischsprachigen Student*innen konnten den Senior*innen helfen, indem sie sich in ihrer Herkunftssprache unterhielten. Mittlerweile hat sich das Seminar auf weitere Sprachen ausgeweitet; dieses Sommersemester sollten auch monolinguale deutschsprachige Menschen inkludiert werden.

Neben dem Kontaktaustausch und Aufbau einer Beziehung standen hierbei für die Studierenden auch wissenschaftliche Fragen zu Themen wie Sprachverlust oder Isolation sowie sprachliche Praxis im Vordergrund. ,,Wir haben dabei viele Erfolgserlebnisse‘‘, erzählt Aldona Rzitki, Mitorganisatorin des Projekts. ,,Menschen, die kaum noch mit anderen agiert haben und beispielsweise nur noch in ihrem Stuhl oder Bett saßen, haben wieder angefangen, mit anderen zu sprechen, waren fröhlich, sind aufgeblüht und haben sich am Miteinander im Pflegeheim wieder beteiligt.‘‘

All dies ist jedoch aktuell nicht möglich. Eigentlich sollte das Projekt dieses Semester ausgeweitet werden, doch stattdessen mussten alle Besuche eingestellt werden.
Jedoch entstand aus der Not heraus die Idee für eine neue Abwandlung des Projekts: die Aktion ,,Briefe gegen die Einsamkeit‘‘. Bei dem Projekt können Interessierte sich in eine Liste eintragen und an eine*n Bewohner*in aus einem Seniorenheim oder ähnlicher Einrichtung vermitteln lassen. Im Anschluss schreiben die Teilnehmer*innen regelmäßig Briefe an die Senior*innen; auch Postkarten oder eigene Zeichnungen können versendet werden. Einige der Empfänger*innen können die Briefe selbst lesen und antworten, wodurch eine Art der Brieffreundschaft entstehen kann.

Zuerst wurde ein Aufruf gestartet, um zu schauen, ob viele Leute Interesse an der Aktion hätten – worauf die Organisator*innen zahlreiche Antworten bekamen. ,,Immer noch ist es so, dass sich jeden Tag fünf neue Personen als Helfer*innen für das Projekt melden‘‘, so Aldona. Allein vor Ostern konnten 191 Paare erfolgreich vermittelt werden. Aldona erklärt: ,,Wir hatten gar nicht so viele Pflegebedürftige, denen wir helfen konnten. Deshalb ist das Projekt automatisch gewachsen.‘‘ Es wurde Kontakt zu neuen Kooperationspartnern in Form von Seniorenheimen und betreutem Wohnen gefunden – nach Ostern werden sich die Organisator*innen weiterhin Mühe geben, möglichst vielen Senior*innen diese Möglichkeit zu bieten.

Briefe gegen die Einsamkeit hat keine befristete Laufzeit. Die Hoffnung der Organisator*innen ist momentan, dass die Aktion auch nach dem Kontaktverbot fortgesetzt werden kann und sich aus einigen der Vermittlungen auch langfristige Brieffreundschaften entwickeln.

Wer sich selbst gern beteiligen möchte, kann sich an projekt-unVergessen@rub.de wenden. Die Bewohner*innen entsprechen einer vielschichtigen Sprachpalette und die Paare werden auch danach vermittelt. Neben der persönlichen Ebene können Studierende im Sommersemester auch in Form eines digitalen Projektseminars daran teilnehmen und sich dieses universitär anrechnen lassen. Aldona fügt an: ,,Aber über das Seminar und das wissenschaftliche hinaus ist es einfach unglaublich schön, zu wissen, dass man anderen Leuten damit helfen kann.‘‘    

  :Charleena Schweda

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