Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Dortmund | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 27 Mar 2025 13:44:00 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Dortmund | BSZ https://bszonline.de 32 32 Candlelight Konzert – musikalische Magie oder oberflächliches Marketing? https://bszonline.de/2025/03/27/candlelight-konzert-musikalische-magie-oder-oberflaechliches-marketing/ https://bszonline.de/2025/03/27/candlelight-konzert-musikalische-magie-oder-oberflaechliches-marketing/#respond Thu, 27 Mar 2025 13:32:24 +0000 https://bszonline.de/?p=25638 Die Candlelight Concerts ziehen als Streichkonzerte zu den Diskographien der unterschiedlichsten Künstler:innen durch ganz Deutschland. Doch wird hier bloß auf einen Trend-Train aufgesprungen oder den Fans eine erstklassige Klassik-Unterhaltung geboten? :bsz-Redakteurin :levi war bei einem Taylor Swift Candlelight Concert mit dabei und verrät es Euch.

Das Licht im Saal ist aus, nur die flackernden Flammen hunderter Kerzen spenden Licht. Die Bühne ist von ihnen eingerahmt. Wenn man die Augen etwas zukneift, sieht es fast aus, als würden die vier Stühle mit Notenständer in diesem goldenen Meer auf und ab tanzen. 

Dann hört man eine leise Stimme, die beginnt, den Takt anzuzählen. Einen Bruchteil einer Sekunde hört man das ratschende Geräusch, das der Bogen für die Streichinstrumente erzeugt, wenn er erstmals auf die Saiten trifft. Doch dann transformiert der Klang in eine fast ätherische Harmonie aus drei Violinen und einem Cello, öffnet sich zu einem Kopfkino, das Märchenschlösser und Königspaare auf reitenden Pferden alt aussehen lässt.

Doch bei aller Schwärmerei bleibt ein kleiner Moment der Ernüchterung nicht aus. Das sanfte Kerzenlicht, das den Raum so magisch erscheinen lässt, ist in Wahrheit das Werk moderner LED-Kerzen. Eine Kleinigkeit, sicherlich, die nicht zuletzt auf Brandschutzvorgaben zurückzuführen ist – doch inmitten dieser liebevoll inszenierten Illusion fällt es auf. Es ist eine Erinnerung daran, dass diese Konzerte eben nicht in altehrwürdigen Konzertsälen stattfinden, sondern als Franchise-Event in unterschiedlichsten Städten und Locations gastieren. Hier in Dortmund hat es mich in den Schauburger Theatersaal verschlagen, nachdem ich vor einiger Zeit die Tickets als Weihnachtsgeschenk erhalten habe. Wie viel die Tickets genau gekostet haben, weiß ich als beschenkte nicht, aber vielleicht macht mich das auch wohlwollender und weniger anfällig für Skepsis. Im Internet stoße ich auf Preise von 35-60 Euro, je nach Sitzlage.

Und dann beginnt das eigentliche Konzert mit der ersten Melodie - love story. Hach ja, der Fisch (das wäre dann wohl ich), hat dabei natürlich schon angebissen. Welches Lied eignet sich auch besser für so einen Abend als ein Song, der die Geschichte von Romeo und Julia nacherzählt? Ein bisschen treibt es mir die Tränen in die Augen. Wegen der trockenen Luft im Saal. Natürlich nur deswegen.

Während einige der Arrangements durchaus reizvoll klingen – besonders das von „Enchanted“, das mit seinen märchenhaften, royalen Melodien als klassische Interpretation wunderbar aufblüht, gibt es auch Stücke, bei denen die Umsetzung weniger überzeugt. Die Bridge von „Shake It Off“ beispielsweise ist kaum wiederzuerkennen.

Zwischen den Musikstücken werden kurze Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Alben von Taylor Swift vorgelesen – ein netter Versuch, dem Konzert etwas mehr inhaltliche Tiefe zu verleihen. Ist ja auch alles schön und gut. Dass sich diese Infos eher an die Begleitungen der Fans zu richten scheinen, die mehrheitlich als männlich gelesen werden, überrascht nicht. Etwas schade ist es trotzdem. Während die Swifties im Publikum die Songs mitsummen und innerhalb der ersten drei Noten erkennen, wird ihr umfassendes Fanwissen nicht genutzt. An manchen Stellen wünscht man sich so, dass die Musik noch stärker die emotionale Tiefe der Originalsongs einfängt, statt lediglich eine bekannte Melodie nachzubilden. Hier hätte man eventuell noch eine künstlerische Tiefe reinbringen können – etwa durch tiefere Analysen der Texte, die die Darbietung der Songs noch emotionaler machen würden. Auch die Mash-ups und somit gleichzeitig die Kürzung einiger Songs nehmen ihnen teils Wirkmächtigkeit als mitreißende Geschichten. Zeit sparen geht hier doch irgendwie vor Ausschöpfung des künstlerischen Potentials, denke ich mir. Zudem ist  sofort klar: Stücke wie „Shake It Off“ wurden nicht gewählt, weil sie sich besonders gut für eine Streicherinterpretation eignen würden, sondern schlichtweg, weil sie große Hits sind. Hier waren nicht unbedingt Swifties am Werk, sondern Unternehmer:innen mit Marketinggeschick. Ich gönne es aber auch den Begleitpersonen, wenn sie wenigstens mal ein oder zwei Lieder wieder erkennen.

Am Ende ist mir auch bewusst: Es handelt sich um ein Franchise-Format, das in erster Linie die breite Masse ansprechen soll. Die Marke „Candlelight Concerts“ zieht derzeit auch mit Coldplay, Adele oder AC/DC die unterschiedlichen Fancommunities an, und allein der Name „Taylor Swift“ reicht aus, um die Säle restlos auszuverkaufen. Eine tiefere musikalische Auseinandersetzung oder eine kreative Neuinterpretation steht hier nicht zwingend im Vordergrund – es geht vielmehr darum, zu erkennen, dass Livemusik etwas ganz anderes ist als die Spotify Maschinerie, die der Musik auch immer einen Teil ihrer Magie klaut. 

Fazit: Das Konzert hat mir gefallen. Besonders der Anfang, als die ersten Töne erklingen und der Saal dabei in diesen sanften Streicherklängen versinkt! Es war ein Genuss, einige der bekannten Melodien in dieser neuen Form zu hören, auch wenn nicht jedes Arrangement restlos überzeugt. Würde ich das Event nochmal besuchen? Vielleicht – wenn die Songauswahl ganz neu wäre oder wenn das Ensemble aus noch mehr Streichinstrumenten bestünde. Ich würde jedoch sagen, der Unterhaltungsanspruch steht hier etwas mehr im Vordergrund als der künstlerische. Insgesamt hat mich das Konzert berührt und es ist mehr als nur der Versuch, sich an einem Trend zu bereichern. Jedenfalls fühlt es sich nicht so an.

:Levinia Holtz

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Helau und alaf! Karneval feiern im Ruhrgebiet https://bszonline.de/2025/03/17/helau-und-alaf-karneval-feiern-im-ruhrgebiet/ https://bszonline.de/2025/03/17/helau-und-alaf-karneval-feiern-im-ruhrgebiet/#respond Mon, 17 Mar 2025 16:33:04 +0000 https://bszonline.de/?p=25593 Karneval zieht wieder durch die Kohleregion! Normalerweise gilt der Montag als der unbeliebteste Wochentag. Doch an Rosenmontag ist alles anders. Der Kalender kündigt endlich wieder Kostüme und Konfetti an. Doch wo genau könnt Ihr nun Teil des tollen Trubels werden? Wir haben für Euch die unterschiedlichsten Umzugslocations für den Pott herausgesucht. Freut Euch auf ein(en) Pott(pourri) aus Konfetti, Konvention und Kritik an Politik.

Watt ‘n Spaß in Wattenscheid

Bereits amSonntag, dem 02. März geht es in Bochum-Wattenscheid mit dem Karnevalsumzug los.  Ab 14:00 Uhr könnt Ihr auf der Günnigfelder Straße vorbei am August-Bebel-Platz bis zur Einmündungen der Sedanstraße ausgelassen feiern!

Gänsereiten und Festumzug in Hörntrop

In Bochum-Hörntrop startet das Gänsereiten der Höntroper und Sevinghauser Gänsereiter um 13:00 Uhr im Südpark. Der Umzug beginnt anschließend um 14:00 Uhr am Spelbergsfeld und führt über die Op de Veih, die Höntroper Straße und den Wattenscheider Hellweg bis zur Straße Alter Zoll. Dieses Jahr wurde die Route also abgeändert.

Bochum Linden und der Lindwurm

Um 14:11 startet der jährliche Umzug von der Lindener Straße aus. Entlang der Wuppertaler Straße schlängelt sich der Lindwurm über die Hattinger Straße und wird an der Dr.-C.-Otto-Straße schließlich zur Ruhe kommen. Keine Sorge, Iihr müsst  nicht unbedingt als kühner Ritter verkleidet erscheinen. Denn statt Feuer speit er jede Menge Süßigkeiten. Einheimische sagen zu diesem Traditions-Umzug: kKleiner aber umso feiner! 

In Gelsenkirchen feiern wieder alle

Die Stadt, die seit der Bundestagswahl eher in blaues Licht getaucht ist, nimmt am Montag wieder alle Farben des Regenbogens an. Ab 14:30 Uhr zieht der Zug seine Runden über die Cranger Straße. Begleitet wird er dabei von den Fußgruppen der örtlichen Karnevalsvereine.

Party und Politik in Düsseldorf

Der Düsseldorfer Rosenmontagszug beginnt um 12:24 Uhr auf der Corneliusstraße in Bilk und führt durch die Innenstadt. Das Chaos, in dem die Welt wie immer versinkt, wird hier in einen Trubel der feierlichen Art umfunktioniert. Wagenbauer Jacques Tilly präsentiert hier so erneut seine bekannten politischen Motivwagen. Awareness und Abfeiern  können so doch noch irgendwie zusammenpassen. Das Spannende? Die genauen Motive bleiben bis zum Umzug geheim. Vielleicht werden deshalb auch nicht weniger als 11.000 Teilnehmende erwartet!  

Kirmes und Karneval in Dortmund

Auch In Dortmund findet ein Rosenmontagszug ab 14:00 Uhr an der Eber Straße bis zum Friedensplatz am Südwall statt. Ein weiteres Highlight? Überdies gibt es von Weiberfastnacht bis Rosenmontag eine Karnevalskirmes im Bereich der Reinoldikirche und dem Alten Markt. Have fun!

Doppelt hält besser in Duisburg

Natürlich darf auch Duisburg nicht fehlen. Hier startet der Umzug um 13:11 Uhr am Philosophenweg, verläuft durch den Innenhafen und kommt gegen 16:00 Uhr am alten Güterbahnhof zum Abschluss. Das soll es aber noch nicht gewesen sein! Im Anschluss könnt Ihr noch bei der „After-Zug-Party“ im Festzelt richtig abfeiern. 

Es(sen) ist bald so weit!

Auch Essen wollen wir nicht vergessen 😉 Man beachte: Gemeint ist die Stadt, nicht die Berliner, die Krapfen oder Kreppen —  aber die lasst Ihr sicherlich auch nicht außer Acht! Bochums Nachbar bietet einen Festumzug unter dem Motto „In den Farben getrennt, im Karneval vereint“. Anders als im Bundestag wird hier nicht zwischen Grün, Rot oder Gelb unterschieden, denn alle feiern gemeinsam im bunten Konfettiregen. Der Zug beginnt um 13:11 Uhr auf der Rüttenscheider Straße und endet gegen 16:30 Uhr. Macht Euch bereit auf eine stolze Zahl von erwartungsgemäß 60.000 bis 100.000 Teilnehmenden. 

:levi

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Es war einmal … https://bszonline.de/2024/10/10/es-war-einmal-2/ https://bszonline.de/2024/10/10/es-war-einmal-2/#respond Thu, 10 Oct 2024 10:58:27 +0000 https://bszonline.de/?p=24998 Nicht mehr lange und die Ruhr-Universität Bochum hat 60 Jahre auf dem Buckel. Und die Zahl 60 trifft es ganz gut, denn in den 60er Jahren wurde auch der Grundstein für den Bau gelegt. Wir blicken zurück in das Bochum von damals, und warum ausgerechnet hier dieser schöne Betonriese entstanden ist.

Die Kohlekrise
Die Idee, eine Universität in dem von der Kohleindustrie dominierten Ruhrgebiet zu errichten, kam der nordrhein-westfälischen Landesregierung bereits in den 1950er Jahren.  Eine Universität zu gründen, bedeutete, sich den Herausforderungen des Kohle-und Stahlrückgangs zu stellen. Denn die “Kohlekrise” der 50er und 60er machte dem Ruhrgebiet als Herz der Kohleindustrie besonders zu schaffen. Kohle wurde als Brennstoff immer mehr durch Erdöl ersetzt, wodurch die Industrie einzubrechen drohte. Dazu kam, dass auch die geografischen Bedingungen für den Abbau von Kohle immer schlechter wurden. Dies führte letztendlich dazu, dass der Anteil von Kohle auf dem Energiemarkt drastisch um fast 20 Prozent gesunken war, und das Erdöl immer wichtiger wurde. Viele der Zechen mussten schließen und zehntausende Bergleute verloren ihren Arbeitsplatz. Andere Märkte mussten erschlossen werden, um den Standort Ruhrgebiet attraktiv zu halten. Und hierfür brauchte es Fachkräfte und Ausbildungsstätten. Dieser Strukturwandel trug dazu bei, dass sich auch im Ruhrgebiet die erste Hochschule bildeten.

Dortmund ist empört
Um den Standort für die erste Universität im Ruhrgebiet gab es einige Diskussionen. Naheliegend war zunächst der Standort Dortmund, der sich schon zur Kaiserzeit um eine technische Hochschule bemühte. Der Kaiser Wilhelm II. Hatte jedoch Bedenken, eine Hochschule in einem Industriegebiet zu bauen, da er Unruhen fürchtete. 40 Jahre später waren diese Bedenken kein Grund mehr und die Stadt Dortmund hatte eine gute Verkehrsanbindung.
DHochschulen in Köln und Münster waren zunehmend überfüllt. Deshalb sollte aus der technischen Hochschule eine Volluniversität mit eigenem Campusgelände werden, um die Unis Köln und Münster zu entlasten. Außerdem sollte die Hochschule mitten im Herzen des Industriegebiets errichtet werden, um damit auch einen kulturellen Mittelpunkt entstehen zu lassen. Die Diskussionen über den Standort wurden größtenteils abseits der Öffentlichkeit geführt. Entsprechend groß war die Empörung aus Dortmund, als man Bochum Ende 1960 als Standort wählte. Nachdem nur ein Jahr zuvor auch das Opel Werk in Bochum gebaut wurde, zählte die Bergbaustadt in kurzer Zeit zu den strukturpolitischen Gewinnern der Region. Die Idee, die Universität zwischen Bochum und Dortmund aufzuteilen, verlief trotz Bemühungen im Sande. Doch es dauerte gerade mal nur zwei Jahre, bis auch für Dortmund 1962 über den Bau einer technischen Hochschule entschieden wurde. Damit wurde dieser Konflikt zeitnah bei Seite gelegt und der sogenannte “Westfälische Frieden” wiederhergestellt.

Die Reformuniversität
Im August 1961 wurde das Konzept für die Ruhr-Uni ausgearbeitet. Sie sollte einem reformfreudigen Konzept folgen, das vorsieht, die üblichen Fakultätsstrukturen abzulösen und durch fächerübergreifende Abteilungen zu ersetzen. Diese Abteilungen sollten den interdisziplinären Austausch fördern. Die Verbindung von Geistes-, Natur- und Ingenieurswissenschaften und der fächerübergreifende Austausch ist auch im Siegel der Ruhr-Uni niedergelassen: Dieses zeigt das Brüderpaar Prometheus und Epimetheus aus der griechischen Mythologie. Prometheus verkörpert die Natur- und Ingenieurswissenschaften während Epimetheus für die Geisteswissenschaften steht.
Der Bau der Ruhr-Universität begann im Juli 1962 als der Ministerpräsident Franz Meyers von der CDU mit seiner Rede den Grundstein legte. Sie wurde von Düsseldorfer Architekten im brutalistischen Stil, der sich durch Betonbauten auszeichnet und seit den 1950er Jahren verbreitet war, gebaut. Zeitweise war es die größte Baustelle Europas und allein im Planungsstab saßen mehr als 400 Fachleute. Ein Großteil der Gebäude ist aus Beton, denn der Baustoff galt damals als hochmodern und erlaubte ein schnelles Bauen. So konnten die ersten Strukturen der Uni bereits nach 18 Monaten fertiggestellt, zum Juni 1965 hin eröffnet werden und im November 1965 den Lehrbetrieb aufnehmen.

:Artur Airich

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Get to know Data2Resilience: Project Tackles Heat Challenges https://bszonline.de/2024/08/27/get-to-know-data2resilience-project-tackles-heat-challenges/ https://bszonline.de/2024/08/27/get-to-know-data2resilience-project-tackles-heat-challenges/#respond Tue, 27 Aug 2024 19:00:00 +0000 https://bszonline.de/?p=24944 In a cooperative effort to counteract the growing effects of climate change, scientific teams from Ruhr-Universität Bochum and Leibniz Universität Hannover have launched the project Data2Resilience. The project, led by Prof. Benjamin Bechtel from RUB and Prof. Christian Albert from Hannover, is designed to help Dortmund and its residents to protect themselves against the increasing impacts of extreme heat.

Addressing the Climate Crisis

The project's primary goal is to enhance Dortmund's resilience to heatwaves, which have become more frequent and severe due to climate change. Extreme heat not only disrupts daily life but also poses significant threats to both physical and mental health. To combat this, Dortmund has adopted a climate adaptation plan known as Masterplan integrierte Klimafolgenanpassung (MiKaDo)— an action framework aimed at improving heat resilience across the city. Data2Resilience serves as a crucial support system for this plan, helping to ensure that it achieves its intended objective.

Innovative Heat Monitoring

One of the hallmarks of the project is its cutting-edge approach to monitoring thermal comfort. A biometeorological sensor network has been installed throughout Dortmund, complemented by a digital dashboard that provides real-time data on thermal conditions. Unlike traditional weather monitoring, this system uses a black sphere equipped with sensors to track temperature, humidity, and radiation levels, thus offering a more comprehensive assessment of heat impacts in Dortmund.

The gathered data allows researchers to map out the distribution of hot weather across Dortmund and identify areas most vulnerable to heat stress. Remote sensing technology and climate modeling are also employed to better understand the city's heat patterns, providing insights into where interventions are most needed.

Supporting Dortmund's Smart City Vision

Data2Resilience aligns with Dortmund’s broader Smart City strategy which focuses on enhancing quality of life in the city through the integration of technology. By incorporating the data gathered by the project into urban planning, the initiative not only supports Dortmund's climate adaptation goals but also promotes the development of a more sustainable urban environment.

Engaging the Community

City planners, local government officials, and citizens are actively engaged in the Data2Resilience project. A variety of activities are planned to foster collaboration and raise awareness about heat resilience. These include climate comfort labs (interactive booths designed to facilitate public discussion on climate adaptation); sensation walks designed to help citizens experience and understand varying heat conditions; crowd bike campaigns to collect additional environmental data; and workshops that offer strategies to cope with the situation. 

Get Involved

Dortmund residents are encouraged to get involved in Data2Resilience through various engagement opportunities. Detailed information about the project, ongoing activities, and how to participate can be found on the project’s homepage at data2resilience.de. The team can also be reached via their social media presence on  X (https://x.com/i/flow/login?redirect_after_login=%2FRUBclim).

Through its innovative approach and commitment to community engagement, Data2Resilience positions Dortmund well in urban heat resilience, offering a blueprint for other cities facing similar challenges.

   :Jenefer Selvarajah

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Camping statt Campus https://bszonline.de/2024/08/14/camping-statt-campus/ https://bszonline.de/2024/08/14/camping-statt-campus/#respond Wed, 14 Aug 2024 09:00:00 +0000 https://bszonline.de/?p=24882 Das Ruhrgebiet ist nicht bloß für Beton und Bergbau bekannt. Hier könnt Ihr sogar Eure Zelte aufschlagen und eine kühle Nacht unterm funkelnden Sternhimmel genießen.

Endlich sind Semesterferien! Zeit, alle sieben Sachen zu packen und in den Urlaub zu fahren, oder? Leider steht mal wieder die Zahlung des Semesterbeitrags an und Lebensmittelpreise im Supermarkt machen uns Studis weiterhin zu schaffen. Mit einem Sommerurlaub kann es also gar nichts werden, richtig? Falsch! In diesem Artikel erfahrt Ihr, wo genau Ihr auch in Bochum und Umgebung Eure Köpfe richtig ausschalten könnt und es heißt: Camping statt Campus.

Campingplatz Wasserfreunde Ruhrmühle e.V. Bochum

Für welchen Ort steht nochmal das Ruhr in Ruhr-Uni? Richtig, für den Ruhrpark. Spaß beiseite, selbst, wenn Ihr in Stadt-Land-Fluss schlecht in der Kategorie „Flüsse“ abschneidet, solltet Ihr diesen großen Fluss NRWs kennen! Die Ruhr bietet unter anderem in Bochum-Dahlhausen ein gemütliches Campingerlebnis. Hier besitzt der Wasserfreunde Ruhrmühle e.V. Bochum einen Campingplatz, der über Ent- und Versorgungsmöglichkeiten, moderne Sanitäranlagen mit Warmwasserduschen und Stromanschlüsse verfügt. Egal ob mit Wohnwagen, Fahrrad oder Zelt – hier findet jeder das passende Plätzchen. Das bekannte Bochumer Eisenbahnmuseum ist zudem nur 1,5 km entfernt. 

Campingplatz Ruhrbrücke in Hattingen

Es sind zwar Semesterferien, aber ein bisschen geographisches Allgemeinwissen kann doch nicht schaden: Die Ruhr fließt nördlich von Winterberg aus auch durch Bochums Nachbarstadt Hattingen. Auf dem Campingplatz Ruhrbrücke könnt Ihr also ebenso Euer Zelt aufschlagen und einen preiswerten Studi-Urlaub genießen. Hier gibt es vielfältige Wassersportmöglichkeiten und die Hattinger Innenstadt ist nur rund 2,5 km entfernt. 

Camping Hohensyburg

Ihr wisst Bochum zwar (hoffentlich) zu schätzen, doch Euer Herz hängt irgendwie mehr an Dortmund? Dann könnt Ihr Euren Natururlaub bei Camping Hohensyburg verbringen. Auch hier kommt Ihr zur Ruh‘(r)!

Mit Aussicht bis zum Sauerland und auf die umliegenden Hügel bietet der Campingplatz moderne Sanitäranlagen, behindertengerechte Toiletten und Duschen sowie Kindertoiletten. Wenn das Portmonee die Konzertsaison im Ruhrpott überlebt hat, gibt es sogar die Option, ein privates Badezimmer zu buchen. Und es gibt noch ein weiteres Extra: Wer ohne Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil anreisen möchte, kann in einem gemütlichen Campingfass oder Bauwagen übernachten. 

Campingplatz Baldeneysee

Auch in Essen befindet sich ein großer Campingplatz. Statt Balkonien wird hier Urlaub am südlichen Ufer des Baldeneysees gemacht! Das Besondere: Habt Ihr das Gefühl, das viele Grün ist Euch irgendwann einfach nicht mehr grün, könnt Ihr zur Abwechslung einfach einen Abstecher in den nächstgelegenen Ort machen. 

„Werden“ ist lediglich ca. 4 km entfernt, die schöne Altstadt könnt Ihr entspannt mit dem Fahrrad erreichen. Radelt einfach entlang des See`s und schon seid Ihr mittendrin!

Ebenso vom Campingpark aus gut zu erreichen, sind die Villa Hügel, das Folkwangmuseum oder der Grugapark  — entweder mit dem Fahrrad oder Auto. Am See bieten sich außerdem noch Inlineskating, Joggen sowie Wandern an. Wer sich lieber mal selbst kutschieren lassen möchte, kann eine Fahrt mit den Schiffen der „Weißen Flotte“ über den Baldeneysee buchen. Alle Stellplätze auf dem Campingplatz verfügen über einen Stromanschluss und es gibt Duschen, Waschkabinen, behindertengerechte Toiletten undKindertoiletten. Waschmaschinen und Trockner kann man ebenfalls auf Anfrage nutzen. 

Campingplatz Ennepetal Fam. Steffen-Mester

Der nächste Tipp bietet sich an, wenn man etwas weiter weg von all dem Trubel der Uni-Stadt möchte! Im idyllischen Sauerland, dem Bergischen Land und dem südlichen Ruhrgebiet, erwartet Euch der Campingplatz Ennepetal der Familie Steffen-Mester, umgeben von weiten, grünen Wiesen und Buchenwäldern. Kürzere Rundwege laden zudem zum entspannten Spazieren ein. Wenn Ihr jedoch nun denkt, hier kann man nur die Füße hochlegen, dann werdet Ihr überrascht sein: Der Campingplatz liegt mitten in einem Naturschutzgebiet, von dem aus zahlreiche Wander- und Radwege in alle Himmelsrichtungen führen. Lediglich 500 Meter entfernt befindet sich die Heilenbecker- Talsperre, wo regelmäßig Lauftreffs stattfinden, die auch Neueinsteiger:innen herzlich willkommen heißen. In unmittelbarer Nähe erwartet Euch des Weiteren das beliebte Ausflugsgebiet „Hülsenbecker Tal“ mit seiner Konzertmuschel, einem Wildgehege, einem Streichelzoo, einem Ententeich und einer historischen Wassermühle. Eine Abkühlung gefällig? Das kürzlich modernisierte Frei- und Hallenbad „Platsch“ bietet nicht nur Badespaß, sondern auch eine neu eingerichtete Sauna und eine große Wasserrutsche. Wer doch lieber trocken bleiben möchte, findet direkt daneben eine großzügige Sterngolf-Anlage. Und wäre das noch nicht genug, liegt mitten im Ennepetal die beeindruckende Kluterthöhle, die tatsächlich größte Naturhöhle Deutschlands! Hier kommen nicht nur Geographiestudis auf ihre Kosten:  In der Höhle könnt Ihr an aufregenden Abenteuerführungen und Extremklettertouren teilnehmen, oder alternativ Kunstausstellungen bewundern. 

:Levinia Holtz

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Wie die Straßen klingen können https://bszonline.de/2022/06/12/wie-die-strassen-klingen-koennen/ https://bszonline.de/2022/06/12/wie-die-strassen-klingen-koennen/#respond Sun, 12 Jun 2022 14:43:55 +0000 https://bszonline.de/2022/06/12/wie-die-strassen-klingen-koennen/ Mit der Nordstadtoper lieferte das Theater Dortmund den Versuch einer Emulsion sehr unterschiedlicher Formen von Kultur, Geschichten, die sonst selten in denselben Räumen stattfinden. Das Ergebnis war ein Event, was im Gedächtnis bleibt. 

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Mit der Nordstadtoper lieferte das Theater Dortmund den Versuch einer Emulsion sehr unterschiedlicher Formen von Kultur, Geschichten, die sonst selten in denselben Räumen stattfinden. Das Ergebnis war ein Event, was im Gedächtnis bleibt. 

Wer am vergangenen Samstagabend durch die Dortmunder Nordstadt spaziert ist und dem Geräusch lauter elektronischer Musik in Richtung Hafen folgend, durfte etwas Erstaunliches bewundern. Im Zuge des Kulturfestivals Beyond Opera 22 zog eine „performative Soundkarawane“ vom Blückerpark in Richtung Kanal.  Finaler Stopp am „Umschlagplatz“ – Der Name dieses Events? Nordstadtoper.  Wer sich ein wenig in Dortmund auskennt, wird bei der Kombination von „Nordstadt“ und „Oper“ vielleicht staunen. Der stark migrantisch geprägte Stadtbezirk Innenstadt-Nord – in den Medien oft als „Ghetto“ und voll mit vermeintlichen No-Go-Areas geframed – steht nicht unbedingt mit solch anerkannter Hochkultur wie der Oper in Verbindung. Aufmerksamkeit bekommt man dort meist nur in Form von Taser-Pilotprojekten bei der Polizei und gutbürgerlicher Angst vor allem was anders ist. Doch seit einigen Jahren befindet sich der Stadtteil in einer konfliktreichen Entwicklung zwischen selbstverwalteten Projekten und Gentrifizierung. Eins ist jedoch immer noch klar, nördlich des Hauptbahnhofs ist es anders als im Rest der Stadt. Dieses „anders“ gehört zu dem, was die Nordstadtoper in ihrer Konzeption einfangen will. Um 19 Uhr sollte es losgehen, schon vorher sammelten sich viele Menschen im Blücherpark. Dort konnte man bereits tänzerische Bewegung auf einem Spielplatz zu meditativen Parolen von Sicherheit, Geborgenheit und Liebe betrachten. Jemand steht an einer Telefonzelle, singt Oper in den Hörer. Bereits auf dem Weg zum Park fallen die gesperrten Straßen und fragende Anwohner:innen auf. Irgendwas liegt in der Luft, so viel ist klar. Eine Hochzeitsgesellschaft wird – wahrscheinlich unfreiwillig – kurz Teil der Inszenierung, als sie feierlich hupend versuchte, noch zwischen Soundkarawane und Straßenabsperrungen hindurch zu schlüpfen. Dann aus nicht allzu weiter Ferne die Klänge von Bass und Kickdrums, während ein LKW mit einer Bühne vorfährt. Dieses Fahrzeug bildete das Herzstück der Karawane, die nun mit einigen Schlenkern durch die Straßen der Nordstadt lief. Immer wieder kamen zu den repetitiven Beats andere Impulse hinzu: Am Eingang einer Schule spielte ein Jazzensemble, vor einer Bar erklungen Streichinstrumente, Balletttanz im Hof einer Kirche, ein Gitarrist auf einem Balkon, Schlagzeuger in einem Treppenhaus … Mal mehr Zeit, mal weniger Zeit, um innezuhalten und die neue Kombination aus elektronischem und akustischem Klang auf sich wirken zu lassen. Eine große Masse Menschen hatte sich dem Zug angeschlossen, zwischen den Schaulustigen spontanen und extra Angereisten immer wieder eine kostümierte Person und dann eine zweite und eine dritte, die sich durch die Menge schlängelt. Oft fällt erst im allerletzten Moment auf, dass gerad eine weitere Performance beginnt. Immer wieder auch der Klang von Operngesang, der die fast profanen Klänge der Tanzmusik durchdringt. Klänge, die man auch an jedem anderen Wochenende auf den Straßen der Nordstadt vernimmt, vermischt mit Klängen, die sonst nur in exklusiven Veranstaltungen in Opern- und Konzerthäusern zu hören sind. Angekommen am Ziel erwartete die Karawane eine Bühne, darauf all die Musiker:innen die uns bereits unterwegs an ihren Stationen erwartet hatten. Noch ein letztes Mal spielten alle zusammen, als vorläufiger Klimax der Veranstaltung. Doch auch nach dem dankenden Abschlussgruß der Organisator:innen war es noch nicht vorbei mit der Nordstadtoper. Für alle, die noch nicht genug hatten, gab es noch Musik bis zur Mitte der Nacht – rollende Bässe und rhythmische Bewegungen, Impulse und Ekstase, die die Straßen und das Nachtleben der Städte prägen, während anderswo in den heiligen Stätten der Hochkultur mit Weißweinglas in der Hand applaudiert wird. Die Nordstadtoper das Bindeglied, ein zaghaftes, gegenseitiges Ausstrecken der Finger entgegen einer Kultur, die man vielleicht nicht versteht, wohl aber respektieren kann.                                                                                                                                                                                                                                                                                                        

:Jan-Krischan Spohr

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Dortmunder Moschee geschändet https://bszonline.de/2021/12/15/dortmunder-moschee-geschaendet/ https://bszonline.de/2021/12/15/dortmunder-moschee-geschaendet/#respond Wed, 15 Dec 2021 21:32:11 +0000 https://bszonline.de/2021/12/15/dortmunder-moschee-geschaendet/ Unbekannte haben an einer Moschee in Dortmund einen Schweinekopf deponiert. Derlei Taten sind Alltag in Deutschland. 

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Unbekannte haben an einer Moschee in Dortmund einen Schweinekopf deponiert. Derlei Taten sind Alltag in Deutschland. 

In der Nacht zum Sonntag hat ein Unbekannter einen Schweinskopf am Eingangstor der Selimiye Moschee im Dortmunder Stadtteil Eving befestigt. Der Kopf wurde am nächsten Morgen von einem Kind aus der Gemeinde entdeckt. Der Vorstand der Gemeinde sprach von einer „widerlichen rassistischen Tat“, von der man sich aber nicht einschüchtern lasse. Wie im Judentum, so gilt auch im Islam das Schwein bekanntlich als religiös unrein. Neben der Polizei, die derzeit Zeug:innen sucht, ist auch der Staatsschutz aktiv geworden, der bei Vergehen ermittelt, bei denen ein politischer Hintergrund vermutet wird. Der mutmaßliche Täter ist zwar auf einer Überwachungskamera der Moschee zu sehen, wegen der Dunkelheit zum Tatzeitpunkt aber wohl kaum zu identifizieren. Auf dem Video soll zu sehen sein, wie er mit dem Schweinekopf posiert und Selfies schießt. Laut Polizei „liegt der Verdacht der Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“ vor. Ermittelt wird wegen „Beleidigung“ und „Störung des öffentlichen Friedens“, nicht aber wegen „Volksverhetzung“. Rassismus ist in der Bundesrepublik ohnehin kein Straftatbestand. 

Der Fall in Dortmund reiht sich ein in eine lange und anhaltende Kette von rassistischen Angriffen und Übergriffen gegen Muslim:innen und ihre Präsenz in Deutschland. Offiziell erfolgten allein 2020 mehr als 900 Angriffe auf Muslim:innen und Moscheen, also zwei bis drei pro Tag. Damit liegt die Bundesrepublik im europäischen Vergleich weit vorn. Insbesondere was die Zahl der physischen und verbalen Übergriffe angeht von der Beleidigung über Anrempeln bis hin zum Anspucken, massiven körperlichen Angriffen oder Versuchen, Frauen das Kopftuch herunterzureißen, dürfte es indes eine extrem hohe Dunkelziffer geben. Vor allem weil die Opfer derlei Attacken meist nicht anzeigen, aber auch weil sie von den Beamt:innen häufig nicht ernstgenommen werden. Darüber hinaus lässt sich alltägliche Diskriminierung auf der Straße, in der Schule, beim Einkaufen oder bei der Arbeit quantitativ schwer messen. Als erstes Todesopfer dezidiert antimuslimischer Gewalt in Deutschland gilt Marwa El-Sherbini, die 2009 in Dresden wegen ihres Kopftuchs erstochen wurde. Allerdings hängen antimuslimischer, antitürkischer und antiarabischer Rassismus eng zusammen und lassen sich häufig kaum trennen. So werden auch die zahlreichen Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, in denen heute vor allem Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern leben, von vielen genauso als – unter anderem – antimuslimisch-rassistisch gewertet, wie der NSU-Terror oder die Anschläge von Hanau und Halle.      Bild und Text   :Leon Wystrychowski

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Weihnachtsmarkt trotz Corona? https://bszonline.de/2021/11/20/weihnachtsmarkt-trotz-corona/ https://bszonline.de/2021/11/20/weihnachtsmarkt-trotz-corona/#respond Sat, 20 Nov 2021 20:22:54 +0000 https://bszonline.de/2021/11/20/weihnachtsmarkt-trotz-corona/ Noch herrscht Stille, doch im Laufe der Woche heißt es auch in Bochum endlich Weihnachts- und Winterspaß! Der Weihnachtsmarkt beginnt.

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Noch herrscht Stille, doch im Laufe der Woche heißt es auch in Bochum endlich Weihnachts- und Winterspaß! Der Weihnachtsmarkt beginnt. Und damit wird auch der Startschuss für den fliegenden Weihnachtsmann und das gesellige Glühweintrinken rund um den Dr-.Ruer-Platz abgegeben! Während im letzten Jahr aufgrund der hohen Inzidenzzahlen die Bochumer Weihnacht abgesagt wurde, findet in diesem Jahr das Weihnachtsspektakel in der Bochumer Innenstadt statt. Jedoch müssen auch hier einige Einschränkungen hingenommen werden! Denn das Virus ist immer noch eine zu beachtende Konstante, welche die Städte beobachten. Was Ihr alles berücksichtigen müsst und wo ihr im Ruhrgebiet zu Lebkuchen- und gebrannten Mandel-Geruch flanieren könnt, erfahrt Ihr in dieser Ausgabe! 

 
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Großer Prozess gegen Dortmunder Neonazis https://bszonline.de/2021/11/20/grosser-prozess-gegen-dortmunder-neonazis/ https://bszonline.de/2021/11/20/grosser-prozess-gegen-dortmunder-neonazis/#respond Sat, 20 Nov 2021 11:11:28 +0000 https://bszonline.de/2021/11/20/grosser-prozess-gegen-dortmunder-neonazis/ In Dortmund läuft seit kurzem ein Gerichtsverfahren gegen zehn Mitglieder der rechten Szene wegen Volksverhetzung.

 
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In Dortmund läuft seit kurzem ein Gerichtsverfahren gegen zehn Mitglieder der rechten Szene wegen Volksverhetzung.

Es war ein Prozessauftakt unter ungewöhnlichen Bedingungen: Wegen der Corona-Pandemie, weil auf der Anklagebank zehn Personen mit ihren insgesamt rund 20 Anwält:innen sitzen und aufgrund des erwarteten großen öffentlichen und medialen Interesses fanden die ersten Sitzungen im kürzlich angelaufenen Dortmunder Neonazi-Prozess im Freizeitzentrum West (FZW) in Dortmund-Mitte statt. Der Prozess gegen die vor Gericht Stehenden hatte eigentlich bereits Ende Oktober begonnen, wurde aber am ersten Verhandlungstag auf Antrag der Verteidigung bereits nach wenigen Minuten vertagt, weil die Anwält:innen noch nicht alle Beweise der Anklage gesichtet hätten. 

 

Das Verfahren dreht sich um zwei rechte Aufmärsche am 21. September 2018. Damals hatten Nazi-Gegner:innen im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld, wo es seit Jahren eine Wohngemeinschaft der lokalen rechten Szene gibt, die das Viertel als „Nazikiez“ deklariert, ein Stadtteilfest veranstaltet, um der Präsenz der Neofaschist:innen etwas entgegenzusetzen. Die Neonazis hatten offenbar zunächst versucht, sich unter die Festivalbesucher:innen zu mischen, hatten dann aber Platzverweise erhalten. Daraufhin zogen noch am selben Abend rund 100 Rechte mit einer Spontan-Demonstration durch den Stadtteil. Dabei war, wie Beobachter:innen berichten, kaum Polizei zugegen. Diese war zu diesem Zeitpunkt dabei, gemeinsam mit der Bundespolizei und in Anwesenheit von NRW-Innenminister Reul (CDU) medial groß in Szene gesetzte Razzien gegen Shisha-Bars im Dortmunder Norden durchzuführen. „Die „sensationellen“ Funde waren“, wie Iris Bernert-Leushacke von der Linkspartei ironisch feststellte, auch damals wieder einmal nicht mehr als  „ein paar Kilogramm unversteuerter Tabak.“ Die Neonazis nutzten ihren freien Spielraum, um sich in rassistischen Parolen zu ergehen und fühlten sich ermutigt, nach der Demonstration, in tiefster Dunkelheit, mit rund 70 Personen, ohne Anmeldung, dafür mit Pyrotechnik und Reichsfahnen, ihren Anspruch auf den Dortmunder Stadtteil zu erheben. 

 

Der konkrete Anklagepunkt lautet Volksverhetzung. Die Nazis riefen unter anderem „Wer Deutschland liebt, ist Antisemit“, was durch Videoaufnahmen von einem anwesenden Journalisten dokumentiert ist. Von der Polizei ging allerdings keinerlei Initiative aus, diesen Tatbestand zur Anzeige zu bringen. Stattdessen erklärte der als Zeuge geladene Polizeikommissar E. bei seiner Vernehmung, die Stimmung sei „nicht aggressiv“ gewesen. Außerdem handle es sich bei der besagten Parole um keine strafrechtlich relevante Aussage. Damit folgt E. der Einschätzung des Staatsschutzes, der auch die Staatsanwaltschaft lange gefolgt war. Dass sich letztere mittlerweile doch für einen Prozess entschieden hat, dürfte vor allem am öffentlichen Druck gelegen haben, nachdem die  Aufnahmen des Naziaufmarschs publik wurden. 

 

Lange galt Dortmund als westdeutsche Neonazi-Hochburg. Von Polizei und Politik wurden die Rechten lange ignoriert, Dortmund habe kein Nazi-Problem, hieß es damals stur. Erst nach jahrelangem Druck von Antifaschist:innen und nachdem die Dortmunder Szene regelmäßig durch Gewalttaten und große Aufmärsche bundesweit und international Aufmerksamkeit auf sich lenkte, lenkten die Behörden und Regierenden ein und gestanden die Sachlage ein. Zuletzt schwächelte die Dortmunder Neonazi-Szene, nachdem einige Führungskader die Stadt verließen und mit Siegfried Borchardt, alias „SS-Siggi“, zuletzt auch ihre Vaterfigur starb.   

      :Leon Wystrychowski

 

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Konzerte mit Lukas https://bszonline.de/2021/07/14/konzerte-mit-lukas/ https://bszonline.de/2021/07/14/konzerte-mit-lukas/#respond Wed, 14 Jul 2021 07:14:02 +0000 https://bszonline.de/2021/07/14/konzerte-mit-lukas/ Veranstaltungen. Mit den Lockerungen kommen altbekannte Sachen des Lebens zurück, so auch die Möglichkeit sich Shows anzusehen. Wie das ablaufen könnte, erfahrt Ihr hier.  

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Veranstaltungen. Mit den Lockerungen kommen altbekannte Sachen des Lebens zurück, so auch die Möglichkeit sich Shows anzusehen. Wie das ablaufen könnte, erfahrt Ihr hier.  

Gelobt sei der Fakt, dass die Inzidenzwerte niedrig bleiben. Damit ergeben sich lange ungeahnte Arten, das Leben zu genießen. Nicht nur Cafés und Clubs öffnen Tor und Tür mit gegebenem Hygienekonzepten. Bei gutem Wetter kann es sogar sein, dass die Chance auf ein Freiluftkonzert geboten wird. Im Vorhinein stellen sich vielleicht Fragen wie: wie läuft das ab? Wie fühlt es sich an? Was hat sich verändert? Solchen und anderen spannenden Fragen gehe ich jetzt nach. 

Künstler:innen erfreuen sich deutschlandweit an der Möglichkeit, wieder auf der Bühne zu stehen und die Zeit nicht mehr unbedingt mit Online-Konzerten überbrücken zu müssen. Ein Format, das diesen Traum für Musiker:innen, Podcaster:innen und Fans wahr werden lässt, sind die Juicy Beats Park Sessions in Dortmund. Seit Mai stehen dadurch im Westfalenpark verschiedene Shows für das Amüsement bereit. So habe ich mich am Dienstag, den 6.07., abends auf die Socken gemacht und dem Park einen Besuch abgestattet, um dort mit Freunden dem Bukahara Konzert beizuwohnen.  

Durch die lange Durststrecke ohne Konzerte habe ich mehrere Phänomene von solchen Events vergessen und war umso erfreuter, als ich sie wieder durchlebt habe. Der berühmte Weg zum Konzert hat sich nicht von früher unterschieden. Je näher ein Mensch dem Veranstaltungsort kommt, desto mehr Leute fallen einem auf, die offensichtlich das gleiche Ziel verfolgen und spätestens, wenn alle an der gleichen Haltestelle aussteigen, ist es klar, dass wir in einem Boot sitzen. Vor dem Eingang in den Park wird sich versammelt, geredet, gefreut und die letzten Getränke geleert, denn mit rein dürfen sie immer noch nicht. 
Der erste Unterschied zu früher ist die Anmeldung, welche per QR-Code oder Papierbogen einzureichen ist. Doch daran haben wir uns alle ja gewöhnt. Dann fiel mir auf, als wir gebeten wurden uns einzutragen und auf das Konzertgelände zu gehen, dass es keine Vorband gibt. Die wurden also wegrationalisiert. Doch die Schlange vor dem Eingang war erwartungsgemäß lang, langsam und voller Unterhaltungen. Somit konnte ich über die nichtvorhandene Vorband hinwegsehen.  

Auf dem Gelände war neben der Bühne, den Toiletten und einem Stand für Getränke und Pommes, ein Feld bereitgestellt, wo das Publikum eingeplant war. Immer zwei Stühle waren mit Abstand in Reihen und Blöcken organisiert, zwischen denen jeweils ein leerer Kasten Bier stand, um dort die geleerten Getränke zu lagern. Zuerst gab es eine Einweisungserklärung in die Spielregeln des Abends, die einfach wie simpel waren: sitzt du auf deinem Platz? Dann kannst du die Maske abnehmen und darfst trinken, essen, rauchen. Stehst du auf? Muss die Maske getragen werden. Dann kam die Band auf die Bühne und hat die Sachen gesagt, die alle erwartet haben. Es sei ihr erstes Konzert seit voll Langem, sie freuen sich alle extrem, sind vielleicht etwas eingerostet und haben Fragen gestellt, damit das Publikum mit „Whoo!“ antworten kann.  

Die lustige Meute stand nach dem, ersten Ton der Band fast komplett auf und fing an sich zu bewegen. Manche mussten ein paar Mal öfter, an die Maske von den Ordner:innen erinnert werden, aber alles verlief sehr harmlos und locker. Die Menschenmasse war super homogen wie immer, aber auch der Mensch, der in seinen Augen lustige und für alle anderen nervige Kommentare reinbrüllt, hatte seinen Platz. Also ist mit den richtigen Leuten ein spaßiger Abend garantiert, auch wenn man während des Konzerts nicht einfach mit fremden Leuten tanzen kann.       

                    :Lukas Simon Quentin

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