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:Die Redaktion
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Die Aufzeichnungen des ominösen Arztes gingen durch okkulte und studentische Hände, stets verdeckt in zwielichtigen Kreisen. Der „Codex Roboticus“ versammelt Fotografien, Tagebucheinträge und Militärdokumente aus Schwencks Nachlass wie auch frühneuzeitliche Quellen und Illustrationen aus späteren Nachdrucken. Das eindrucksvolle Bildmaterial hat auf jeder Seite eine beklemmende Wirkung.
„Aber die Maschine machte sich Masken und verbarg sich unter den Menschen.“ Cyborgs in der Weimarer Republik? Konnte so ein Projekt tatsächlich über die verwirrten Skizzen eines kranken Geistes hinausgehen? Die Fotos zeigen eindeutig den klobigen Roboter auf nebelbedecktem Kopfsteinpflaster. Neben den groben Skizzen finden sich technische Blaupausen. Überall diese leeren, metallenen Gesichter. Aus den Tagebucheinträgen wird ein düsterer Comic, als sei es eine Szene aus einem schlechten Drogentrip. Ein Comic? Oder hat es diesen Schwenck wirklich gegeben? Was macht der Professor, der das Vorwort verfasst hat, genau?
In einer Welt wie der heutigen, in der Wissen und Fiktion so gut ineinandergreifen und einander befruchten können wie noch nie, in der ein Kunstwerk schon lange nicht mehr auf ein Medium beschränkt sein muss, scheint es, dass wir in den Kategorien von Buch, Bild, Film, ja, sogar in Textgattungen wie Roman und Essay festgefahrener sind denn je. Und dann kommt Jens Maria Weber mit einem Buch wie dem „Codex Roboticus“ daher und präsentiert eine mutige, unglaublich aufwändige und in höchstem Maße kreative Umsetzung eines faszinierenden Stoffes.
Mit jeder Seite fragt man sich mehr, was für eine Art Werk man in den Händen hält. In dem Maße, wie dieses Buch mit seiner bloßen Existenz für die Aufhebung von Grenzen zwischen Formen der Darstellung, zwischen wahr und erfunden einsteht, warnt die Geschichte vor der Aufhebung der Grenzen zwischen Mensch und Menschgemachtem.
:Marek Firlej
Jens Maria Weber: „Codex Roboticus“
Das Wilde Dutzend Verlag. November 2014. 95 Seiten, 24,95 Euro.
„The Machine“ ist ein gut gemachter und tiefgründiger, düsterer Science-Fiction-Thriller. Es handelt sich nicht um einen Action-Film, sondern um eine sich langsam und ruhig entwickelnde emotionale Geschichte. Dass der englische Film nur ein Budget von weniger als einer Million Pfund hatte, hat die gestalterischen Möglichkeiten natürlich begrenzt. Regisseur Caradog W. James hat dafür einiges daraus gemacht. Wer bei Science Fiction mehr an Charakteren und Realismus orientiert ist, als an aufwändigen Effekten und Inszenierungen, der ist bei diesem ungewöhnlichen Film richtig.
Die Atmosphäre erinnert etwas an den dystopischen Genre-Klassiker „Blade Runner“ und einige Elemente sind bewusst daran angelehnt, so wie auch die Filmmusik ein wenig der von Vangelis für jenen Film kreierten ähnelt. Vor allem die schlichten Kulissen verhindern es jedoch, dass „The Machine“ ästhetisch an solch ein Werk heran reichen kann. Dafür ist die innovative Behandlung des Cyborg-Themas sehr gelungen, wie auch die Gestaltung der im Mittelpunkt stehenden künstlichen Frau.
Die athletische Caity Lotz spielt die „Maschine“ hervorragend – und hat in diesem Film zudem all ihre Stunts selbst durchgeführt. Der von Toby Stephens gespielte Wissenschaftler vermag dagegen wenig zu berühren. Die Cyborgs werden ungewöhnlich gut dargestellt, wobei die Nebendarstellerin Pooneh Hajimohammadi positiv auffällt. Alles in allem ein sehr sehenswerter Film, der als Inspiration für andere Filme dienen kann.
:Gastautor Patrick Henkelmann
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