Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Covid | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 09:03:49 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Covid | BSZ https://bszonline.de 32 32 Können Sie Wahrheit und Lüge unterscheiden? https://bszonline.de/2022/04/03/koennen-sie-wahrheit-und-luege-unterscheiden/ https://bszonline.de/2022/04/03/koennen-sie-wahrheit-und-luege-unterscheiden/#respond Sun, 03 Apr 2022 08:37:40 +0000 https://bszonline.de/2022/04/03/koennen-sie-wahrheit-und-luege-unterscheiden/ In den Jahren seit Beginn der Pandemie haben sich einige Mythen und Missverständnisse etabliert, und immer wieder geistern gewisse Berichte durch die Medien. Nicht alle davon sind auf einschlägige Verschwörungs-Kreise zurückzuführen. Auf dieser Seite wird eine kleine Auswahl von ihnen kontextualisiert und erklärt.  

 
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In den Jahren seit Beginn der Pandemie haben sich einige Mythen und Missverständnisse etabliert, und immer wieder geistern gewisse Berichte durch die Medien. Nicht alle davon sind auf einschlägige Verschwörungs-Kreise zurückzuführen. Auf dieser Seite wird eine kleine Auswahl von ihnen kontextualisiert und erklärt.  

„Es sind mehr Geimpfte als Ungeimpfte auf den Intensivstationen!“ 

In bestimmten Regionen und zu bestimmten Zeiten entsprach dies durchaus der Wahrheit. Jedoch war es darauf zurückzuführen, dass ganz einfach mehr Menschen geimpft als ungeimpft waren. Ein kleiner Prozentsatz einer sehr großen Gruppe kann immer noch größer sein als ein sehr großer Prozentsatz einer kleinen Gruppe, und genau das war bei diesen Zahlen der Fall. 

„COVID kommt aus dem Labor!“ 

Die genaue Herkunft von COVID-19 konnte bisher nicht festgestellt werden. Genetische Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass die ursprüngliche Variante zuerst im November 2019 auftrat und starke Ähnlichkeiten zu einem Coronavirus hatte, die unter Fledermäusen verbreitet war. Die Ergebnisse einer ersten Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichneten eine Labor-Herkunft des Virus als extrem Unwahrscheinlich, weitere Untersuchungen stehen jedoch noch aus. Eine bewusste Manipulierung und Verbreitung des Virus wird von praktisch allen Expert:innen ausgeschlossen. Die Möglichkeit, dass das Virus durch einen Unfall in einem Labor in Wuhan, welches Coronaviren in Fledermäusen untersucht, freigesetzt wurde, kann jedoch nicht vollends ausgeschlossen werden. China verweigert eine weitere Kooperation mit der WHO, die sich auf Labore und Forschungsinstitutionen fokussieren sollte. 

„Nur eine Grippe“ 

Bereits seit einiger Zeit kommt aus Kreisen von Querdenken und anderen Verschwörungsgläubigen der Vorwurf, dass COVID-19 nur eine „Grippe“ sei, deren Verläufe nicht schwerwiegend genug seien um die Maßnahmen zu rechtfertigen. Seit kurzer Zeit kommen solche Aussagen jedoch auch aus informierten Fachkreisen. Warum? Omikron und die Subvarianten haben tatsächlich im Durchschnitt mildere Verläufe als beispielsweise Delta. In Kombination mit vielen Geimpften, und solchen die auch schon eine Boosterimpfung erhalten haben, welche zusätzlich vor schweren Verläufen schützt, führt das nun dazu, dass viele Infizierte nur noch milde Symptome haben. Boosterimpfungen schützen beispielsweise zu über 90 Prozent vor Hospitalisierung. In England heißt das aktuell, dass Infektionen mit der Omikron-Variante sogar seltener tödliche Verläufe haben als die saisonale Influenza. Derzeit ist eine Infektion damit 4000 (!) Prozent weniger tödlich als im Januar 2021, während der Alpha-Welle und vor Impfungen. Doch dabei muss klar sein: COVID-19 bleibt deutlich ansteckender als die Grippe, und mehr Fälle führen entsprechen auch zu mehr schweren Verläufen, Long-COVID und auch Toten. 

Horrorvariante XYZ! 

Mutationen von COVID-19 waren immer wieder ein Grund für steigende Fälle. Schwerere Verläufe, höhere Ansteckung und komplett neuartige Symptome gehörten zu den Veränderungen. Von der derzeit dominanten Omikron-Variante erhoffen sich viele das Ende der Pandemie, denn während sie ansteckender ist, sind ihre Symptome bei geimpften und geboosterten Menschen deutlich öfter mild. Doch nicht jede neu entdeckte Variante hat sich als das herausgestellt, was man zuerst erwartet hat, und manche Medien sind freudig auf den Panik-Zug aufgesprungen, statt Vorsicht walten zu lassen. „Deltacron“ ist dabei ein Name der immer wieder fällt: Ein erster Fall auf Zypern stellte sich als kontaminiertes Sample heraus, doch nun bestätigten sich unabhängig davon einige Fälle in Frankreich. Für fachkundige Wissenschaftler:innen ist die Variante jedoch kaum von Besorgnis. Man betrachte sie sorgfältig, gehe jedoch nicht davon aus, dass sie signifikante Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen haben wird, so Dr. William Lee, der für das Center for Disease Control der USA arbeitet. Derzeit wird auch viel von BA.2, einer Subvariante von Omikron, gesprochen. Neu ist sie jedoch nicht, schon im November war bekannt, dass Omikron in drei Subvarianten existiert, von denen zuerst BA.1 dominant war. Einige Medien sprechen davon, dass BA.2 für die steigenden Infektionszahlen verantwortlich sei. In den USA kann dies jedoch beispielsweise nicht beobachtet werden und in Europa haben die meisten Länder, in denen es so scheint, zur gleichen Zeit einen Großteil – oder sogar alle – der Restriktionen aufgehoben. Ein Anstieg der Fälle ist somit keine Überraschung, und sollte nicht allein auf eine „neue“ Variante zurückgeführt werden. Eines bleibt jedoch: Impfungen schützen, auch gegen Omikron, BA.1 oder BA.2. 

 :Jan-Krischan Spohr

 
 
 

 

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Winter, Wein und Virus https://bszonline.de/2021/11/25/winter-wein-und-virus/ https://bszonline.de/2021/11/25/winter-wein-und-virus/#respond Thu, 25 Nov 2021 14:49:20 +0000 https://bszonline.de/2021/11/25/winter-wein-und-virus/ In Österreich trat am Montag ein Lockdown in Kraft, Virologen bangen um das Pandemiegeschehen. Und die Weihnachtsmärkte werden möglicherweise zu Infektionshotspot.

 
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In Österreich trat am Montag ein Lockdown in Kraft, Virologen bangen um das Pandemiegeschehen. Und die Weihnachtsmärkte werden möglicherweise zu Infektionshotspot.

Endlich ist es wieder so weit! Nachdem wir letzten Winter auf ihn verzichten mussten, zeigt sich der Weihnachtsmarkt nun wieder in alter Pracht – naja, zumindest so gut wie. Die andauernde Corona-Pandemie ist deutlich spürbar: Einige bekannte Stände aus den letzten Jahren konnten nicht zurückkehren. Zum einen, weil die Standzahl von der Stadt reduziert wurde, zum anderen, weil leider nicht alle Schausteller die Geldkrisen, welche durch das grassierende Virus hervorgerufen wurden, bewältigen konnten. Aber auch neue Stände sind hinzugekommen und füllen alte Lücken, sodass es nur Kenner:innen des Bochumer Weihnachtsmarkts auffallen dürfte, dass hier und da ein Büdchen fehlt oder ein auffallender Leerraum vorzufinden ist, wo vor zwei Jahren noch der Stand mit den leckeren Schneeball-Gebäcken zu finden war. Dafür ist es nun zum Beispiel möglich, einen VfL-Stand zu besuchen. Das Stichwort “besuchen” bringt uns auch direkt zum Thema, das momentan einen Großteil der Bevölkerung beschäftigen sollte: Kann man sich selbst einen Besuch des Weihnachtsmarkts leichtfertig gestatten? Sollte man überhaupt den Fuß vor die Tür setzen, wenn die Zahl der Neuinfizierten pro Tag bei über 50.000 liegen? Da geraten wir allzu schnell in ein moralisches Dilemma, das uns aber aus der Coronazeit nicht unbekannt sein dürfte. Grundsätzlich sollten wir uns daher allem voran und zuerst die Frage stellen: Fühle ich mich wohl dabei, mich in sich zusammendrängenden Menschenmassen zu bewegen, von denen 30% keine Maske trotz nicht einhaltbarem Mindestabstand tragen? Fühle ich mich da tatsächlich wohl? Gut, es wurde die 2G-Regel verhängt. Aber diese lässt sich nicht vollständig durchsetzen, wenn die 2G-Bändchen-Vergabe für die Besucher:innen freiwillig ist, die Polizei sporadisch kontrolliert und nur gelegentlich mal das Impfzertifikat vorgezeigt werden muss. Demnach – mit Blick auf die aktuelle Inzidenz – kann ein Bummel über den Weihnachtsmarkt, der für viele Menschen zu den kalten Wintermonaten dazugehört, schnell mal zu einer gesundheitlich brenzligen Angelegenheit werden. Also: Schätzt Euer persönliches Risiko weiterhin gut ab, latscht nicht unbedingt bei Stoßzeiten zu den Ständen und vielleicht tut’s auch der Discounter-Glühwein aus dem Supermarkt um die Ecke. Trotz allem: Habt mal wieder Spaß, mit Achtsamkeit. 

:Rebecca Voeste

 

 

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Impfung für alle (RUB- Studis)! https://bszonline.de/2021/07/14/impfung-fuer-alle-rub-studis/ https://bszonline.de/2021/07/14/impfung-fuer-alle-rub-studis/#respond Wed, 14 Jul 2021 09:15:57 +0000 https://bszonline.de/2021/07/14/impfung-fuer-alle-rub-studis/ Corona. Die Ruhr-Uni startet eine Kampagne, um all ihren Studierenden Impfdosen zur Verfügung zu stellen. 

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Corona. Die Ruhr-Uni startet eine Kampagne, um all ihren Studierenden Impfdosen zur Verfügung zu stellen. 

Es ist soweit: Am 6. Juli gab RUB-Kanzlerin Christina Reinhardt per Twitter bekannt, dass sich ab sofort alle Studierenden der Ruhr-Uni für Impfungen gegen Covid19 anmelden können. Drei Tage später stand es dann auch auf der offiziellen RUB News-Website. Bei den Impfstoffen handelt es sich laut RUB um mRNA-Präparate, um die Vakzine von Moderna und Biontech/Pfizer, nicht um die von AstraZeneca oder Johnson & Johnson. 

Termine können über die Webseite des Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) des Bundes vereinbart werden: 116117.de, oder über die Website der KV Westfalen-Lippe: itm-wl.service-now.com/vam. Fragen können an die Adresse vaccination@bochum.de gestellt werden, auch auf Englisch. Das Angebot richtet sich explizit auch an internationale Studis. Fragen dazu beantwortet das International Office der RUB. Dieses organisiert zudem am 15. und 17. Juli zwei Gruppentermine für Impfungen. Ein Nachweis, dass man an der RUB eingeschrieben ist, wird nicht erwartet. 

Vor einem Monat hatte die RUB bereits mit der Impfung ihrer Angestellten gestartet. Damit gehörte sie zu den ersten Universitäten in Deutschland, die ihre Belegschaft systematisch zu impfen begann. Dazu wurden unter anderem 25 Freiwillige zur Unterstützung der Impfkampagne angeworben. Mittlerweile haben die Mitarbeiter:innen der RUB alle mindestens eine Impfdosis erhalten, weshalb die Uni jetzt dazu übergehen konnte, sich auch um die Studierenden zu kümmern.         

:Leon Wystrychowski

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Das kommende Hybridsemester https://bszonline.de/2021/04/13/das-kommende-hybridsemester/ https://bszonline.de/2021/04/13/das-kommende-hybridsemester/#respond Tue, 13 Apr 2021 12:26:26 +0000 https://bszonline.de/2021/04/13/das-kommende-hybridsemester/ Vor kurzem wurden die Richtlinien für das kommende Sommersemester veröffentlicht. Worauf können sich RUB-Studeirende einstellen und welche Gefahren bestehen für junge Menschen?

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Das Sommersemester 2021 wird als flexibles Hybridsemester geplant. Nachdem Pläne für weitreichende Präsenzveranstaltungen im Wintersemester 2020/2021 aufgrund steigender Fallzahlen schnell gekippt werden mussten, wird das aktuelle Semester wieder primär online stattfinden. Die Möglichkeit gewisse, praktische Veranstaltungen in Präsenz stattfinden zu lassen soll jedoch – selbstverständlich abhängig von aktuellen Entwicklungen und gemäß dem Fall, dass die rechtliche Grundlage besteht – geboten werden. Für notwendige Aufenthalte auf dem Campus wird es weiterhin die üblichen Schutzmaßnahmen wie Abstand und das Tragen von Mund-Nase-Bedeckung beziehungsweise medizinischen Masken geben. Auch Pläne für stärkere Präsenz, sollten sich die Fallzahlen entsprechend entwickeln, sind angekündigt.  Die Freiversuchsregel für Modulabschlussprüfungen gilt auch im Sommersemester erneut. Genauere Infos findet Ihr auf den Internetseiten eurer Fakultäten und auf der entsprechenden Seite der Ruhr-Universtität.

Teststrategie

Gewisse Veranstaltungen sollen im Sommersemester 2021 wieder in Präsenz stattfinden können. Dazu gehören praktische Veranstaltungen wie Laborpraktika, deren Charakter eine solche Veranstaltungsform voraussetzt und in Online-Form kaum umzusetzen ist. Dazu wurde eine Teststrategie ausgearbeitet, die vorsieht, dass allen Mitarbeiter:innen die eine Präsenztätigkeit ausführen, wöchentlich ein Corona-Schnelltest zur Laienanwendung (Selbsttest) zur Verfügung gestellt wird. Allen Beteiligten und Teilnehmer:innen von Veranstaltungen in Präsenz soll ebenfalls vor jedem Termin ein solcher Test bereitgestellt werden. Fällt der Test positiv aus, gilt ein Betretungsverbot für Einrichtungen der Ruhr-Universität und den Campus. Ein eventuelles positives Ergebnis sollte immer durch einen PCR-Test überprüft werden, wozu das zuständige Gesundheitsamt oder der Hausarzt zu kontaktieren ist. Fällt der PCR-Test negativ aus, entfällt das erwähnte Betretungsverbot.

:Jan-Krischan Spohr

Infektionen an Unis

Geschlossene Universitäten reduzieren das Infektionsgeschehen.

In einer aktuellen Studie der Johns Hopkins University aus dem Magazin „Science“ betrachtete eine Gruppe von Wissenschaftler:innen die Effektivität einer Reihe von Maßnahmen zur Reduktion des Infektionsgeschehens. Dabei verglichen sie die Maßnahmen von 41 Ländern während des ersten Lockdowns miteinander und kamen zu dem Schluss, dass die Schließung von Schulen und Universitäten die zweiteffektivste Maßnahme zur Reduktion des R-Werts, der die Zahl beschreibt, wie viele Personen eine mit dem Coronavirus infizierte Person ansteckt, war. Um durchschnittlich 38 Prozent reduzierten die Schließungen im Bildungsbereich das Infektionsgeschehen. Effektiver war nur die Begrenzung von Zusammenkünften auf 10 Menschen oder weniger (42 Prozent). Die Schließung von nicht-essenziellen Geschäften war zu 27 Prozent effektiv. Leider konnten die Wissenschaftler:innen die Schließung von Schulen und Universitäten nicht gesondert betrachten, da die allermeisten Länder beide Bildungsstätten gleichzeitig schlossen.

Die Langzeitfolgen von COVID

Long-COVID wirft einen Schatten auf die Öffnung von Universitäten – denn auch Studierende haben mit dem Virus zu kämpfen.

Wer meint, das Corona-Virus bürge nur Gefahren für gefährdete Patientengruppen, da insbesonders jüngere Menschen wie beispielsweise Studierende die Krankheit häufig asymptomatisch durchlaufen, scheint zu irren – denn rund 60 Prozent der Infizierten mit geringem Sterberisiko haben erhebliche Folgesymptome, auch Long-COVID oder PCS (Post COVID Syndrom) genannt. Besonders zum Anfang der Pandemie im vergangenen Jahr wurde an einigen Stellen das Argument gemacht, man müsse nur die Risikogruppen beziehungsweise alte Menschen vom Rest der Bevölkerung isolieren und könne die Gesellschaft dann wieder öffnen. Eine aktuelle Studie aus Großbritannien liefert dieser Ansicht einen erheblichen Dämpfer.
So schreiben die Autor:innen: „Anders als bei Symptomen, die einem kritischen Verlauf oder akuten Phasen anderer Coronavirus-Infektionen folgen, werden Symptome von PCS häufig in Individuen mit einem geringen COVID-19 Mortalitätsrisiko gefunden, beispielsweise in Frauen, jungen Menschen und solchen ohne chronische Komorbitäten. Das potenzielle Ausmaß von PCS in Individuen mit ‚geringem Risiko‘, die bis zu 80 Prozent der Bevölkerung widerspiegeln, erfordert dringende Richtlinien über viele Länder hinweg, um Langzeit-Implikationen von COVID-19 zu überwachen, behandeln und dafür zu zahlen und um die Auswirkung auf die Verwendung von Gesundheitssystemen und die Wirtschaft zu verringern.“
Die Studie, die britische Corona-Infizierte aus einer geringen Risikogruppe von April bis September 2020 untersuchte, kam zu dem Ergebnis, dass vier Monate nach der Infektion weiterhin 70 Prozent der Untersuchten in einem Organ beeinträchtigt waren und 29 Prozent in mehreren. Mehr als 80 Prozent der Betroffenen berichteten anhaltende Kopf- und Muskelschmerzen und Atemlosigkeit. 98 Prozent waren von Müdigkeit betroffen. Leichte Organbeeinträchtigungen traten im Herz (26 Prozent), den Lungen (11 Prozent), der Pankreas (40 Prozent), Leber (28 Prozent), Nieren (4 Prozent) und der Milz (4 Prozent) auf.
Somit zeigen die Ergebnisse, dass auch Studierende, die häufig Teil der gering-Risikogruppen sind, ebenfalls an den Folgen einer COVID-Erkrankung leiden.

:Stefan Moll

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Rückkehr der neuen/alten USA? https://bszonline.de/2021/01/29/rueckkehr-der-neuenalten-usa/ https://bszonline.de/2021/01/29/rueckkehr-der-neuenalten-usa/#respond Fri, 29 Jan 2021 22:59:27 +0000 https://bszonline.de/2021/01/29/rueckkehr-der-neuenalten-usa/ USA. Vergangenen Mittwoch löste Joe Biden den ehemaligen Präsidenten der USA im Amt ab. Wie die Amtseinführung lief, welche Pläne Biden hat und wie es mit dem Amtsenthebungsverfahren Trumps weitergeht hier auf einen Blick. 

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USA. Vergangenen Mittwoch löste Joe Biden den ehemaligen Präsidenten der USA im Amt ab. Wie die Amtseinführung lief, welche Pläne Biden hat und wie es mit dem Amtsenthebungsverfahren Trumps weitergeht hier auf einen Blick. 

Die Inauguration Bidens

Joseph Robinette Biden hat sein Amt als 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika angetreten. Am in der US-Verfassung festgelegten Datum, dem 20. Januar, wurde er am Kapitol vereidigt. Wenn auch Corona-bedingt ohne großes Publikum – und ohne Donald Trump, der lieber zuhause blieb – gingen damit auch wieder protzige Feierlichkeiten einher, denen wegen des Sturms auf das Kapitol durch rechtsextreme Trump-Unterstützer:innen besonders groß angelegte Aktionen der Sicherheitsbehörden vorausgingen. Am Morgen vor den Festlichkeiten besuchten Joe und Jill Biden zunächst mit den Fraktionsführer:innen beider Parteien eine Messe in der Cathedral of St. Matthew the Apostle. Den Beginn der Feierlichkeiten eröffnete die United States Marine Band, worauf Reden der Senator:innen Amy Klobuchar (Demokratin) und Roy Blunt (Republikaner) folgten. Die sogenannte Anrufung erfolgte daraufhin durch den katholischen Priester Leo O‘Donovan. Wie seit längerer Zeit üblich, sang ein Pop-Star die Nationalhymne, eine Ehre, die dieses Jahr der Ikone Lady Gaga übertragen wurde, die mit goldenem Mikrofon und gigantischer Vogel-Brosche auftrat. 

Nachdem daraufhin unter anderem gemeinsam der Nation und Flagge die Treue geschworen wurde und Jennifer Lopez ein Medley aus zwei bekannten, vor Patriotismus triefenden Liedern (America the Beautiful und This Land is Your Land) vortrug, hielt Joe Biden seine Ansprache. In dieser kündigte er mehrere Änderungen an, die Entscheidungen seines Vorgängers rückgängig machen werden, sprach sich gegen White Supremacy aus, appellierte aber auch an die „Einheit“ der Nation.  Die junge Schwarze Poetin Amanda Gorman verlas nach einem Auftritt durch Garth Brooks ihr Gedicht The Hill We Climb. Schlussendlich wurden Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris vereidigt und gaben ihren Amtsschwur ab. Kosten tut dieses Spektakel üblicherweise über 100 Millionen US-Dollar, wie viel es genau dieses Jahr war, ist nicht bekannt.           

:Jan-Krischan Spohr 

Der Trump Train ist abgefahren  

Nach dem Amtsantritt Bidens ist es offiziell: Die Trump-Ära ist vorbei. Zur Erleichterung Einiger und zur Enttäuschung Anderer. Viele meist radikale Unterstützer:innen Trumps fühlen sich verraten. Noch vor drei Wochen haben einige Anhänger:innen Trumps ihm zu Ehren das Kapitol gestürmt, jetzt wenden sie sich nach und nach von ihm ab. Nicht nur Republikaner:innen, die ihn im Senat unterstützt haben, auch Gruppierungen wie die „Proud Boys“ kehren Trump den Rücken zu und betiteln ihn als „Verräter“, da er den Kampf um sein Amt als Präsident aufgegeben hat.  
Dabei hat gerade der Sturm auf das Kapitol verheerende Folgen für Trump. Denn nach den Ereignissen des 6. Januars wird er angeklagt, eine Revolte angezettelt zu haben. Daraufhin findet zum zweiten Mal während seiner Präsidentschaft eine Amtsenthebungsklage statt.  

 

Nun entschied der Senat das Gerichtsverfahren in der zweiten Februarwoche zu eröffnen. Viele Politiker:innen, gerade Republikaner:innen, empfinden diese Entscheidung als nicht konstitutionell. Denn auch, wenn die Anklage zum sogenannten „impeachment“ (dem Amtsenhebungsverfahren) noch während Trumps Präsidentschaft erfolgt, beginnt der Prozess selbst erst nach der Ernennung des neuen Präsidenten Bidens. Die Demokraten argumentieren, dass das Verfahren trotz dieser Umstände durchgezogen werden muss. Laut ihnen würde das bedeuten, dass, würde das Amtsenthebungsverfahren nicht durchgezogen, mit dem Abtreten Trumps auch die Verweigerung von Verantwortung einhergeht. Aber neben der symbolischen Bedeutung des Verfahrens hat es noch weitere Konsequenzen für den ehemaligen Präsidenten. Denn wenn Trump die Amtsenthebungsklage verliert, würde ihn das davon abhalten, erneut als Präsident zu kandidieren. 

 

  :Augustina Berger

 

Bidens erste Tage

In den ersten Tagen seiner Amtszeit hat Joe Biden einige Erlasse und Zielsetzungen unterzeichnet: 

Corona: Einstellung von COVID-19 Koordinator:in, Verlängerung von Mieträumungsstopp und Studienkredit-Zahlungspause, Maskenpflicht auf Grundstücken der Bundesregierung, Unterstützung von Impfmittel-Produktion durch Regierungsanordnungen, Mittel für Katastrophenschutz und Masken, Test-Ausbau, Datensammlungs-Ausbau, erleichterter Zugang zu Covid-Behandlungen, Ziel von 100 Millionen Impfungen in 100 Tagen, Orientierungshilfe für Schulöffnungen, Arbeitsschutzbestimmungen, Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr, Task Force für medizinische Gleichbehandlung, internationale Koordination unterstützen, Essensmarken ausweiten und einfachere Aushändigung von Corona-Hilfen

Immigration: Zensus wieder für undokumentierte Einwander:innen zugänglich, Stärkung der DACA-Regelung (Deferred Action for Childhood Arrivals), Baustopp für Grenzmauer, Beendigung der strengen Durchsetzung  von Einwanderungsbestimmungen, Abweisungsschutz für Liberianer:innen

 
Gleichberechtigung: Ende von Trumps „1776 Commission“ und Initiative für „racial equality“, Umkehrung des Einreisestopps aus überwiegend muslimischen Ländern, Kampf gegen Diskriminierung aufgrund von Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung
 

Außenpolitik: Wiedereintritt in WHO und Pariser Klimaabkommen

Sonstiges: Baustopp für Keystone XL Öl-Pipeline, Angestellte der Exekutive müssen Ethikversprechen abgeben, Modernisierung von behördlicher Überprüfung, Ende bestimmter Trump-Regulierung und Stopp für noch ausstehende Regulierungen,  Tarifverhandlungsmacht für Bundesangestellte wiederhergestellt.                 

      :Stefan Moll

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Tragische Rekorde https://bszonline.de/2020/07/17/tragische-rekorde/ https://bszonline.de/2020/07/17/tragische-rekorde/#respond Fri, 17 Jul 2020 07:10:07 +0000 https://bszonline.de/2020/07/17/tragische-rekorde/ Kommentar. Was die steigenden Covid-Fallzahlen in den USA über die europäische Strategie sagen.

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Kommentar. Was die steigenden Covid-Fallzahlen in den USA über die europäische Strategie sagen.

Mit 15.000 bestätigten Covid-Neuninfektionen in Florida alleine hat der Bundesstaat am vergangenen Sonntag einen traurigen Rekord im Land gesetzt. Auf die gesamten Vereinigten Staaten verteilt kommen derzeit täglich in etwa 60.000 bestätigte Neuinfektionen und die Tendenz ist weiterhin steigend, insbesondere da viele Staaten auch weiterhin zögern, Sperren zu erlassen und von der zentralen Regierung nur wenig Unterstützung erhalten. Derzeit beginnt auch die Zahl der am Virus verstorbenen Personen mit der üblichen Verzögerung zwischen Neuinfektionswelle und Eintritt der schweren Krankheitsverläufe zu steigen. Für Florida stehen die Zeichen besonders schlecht. Der Bundesstaat ist bekannt für seine alte Bevölkerung, eine demographische Gruppe, die vom Virus besonders gefährdet ist. Welche verheerende Auswirkung eine breite Infektionswelle beispielsweise auf Altenpflegeheime haben kann, zeigten bereits Beispiele in Schweden oder auch hierzulande. Hinzu kommen weitere Faktoren wie der Wechsel in die kältere Jahreszeit, ein Anstieg des durchschnittlichen Infektionsalters, das Ausbrechen der Pandemie in Orten in denen diese zuvor effektiv bekämpft wurde und ein fehlender ganzheitlicher Plan und die Koordination durch Bundesbehörden. Alles in allem: Die Prognosen lassen wenig Raum für Optimismus und das politische Leitungsversagen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch viele weitere Leben kosten. 

An dem Beispiel der USA zeigt sich auch deutlich, wie fadenscheinig und selbstschädigend der Wille nach sofortiger Wirtschaftsöffnung war, ohne zunächst eine Verminderung der Fallzahlen wie in europäischen Ländern anzustreben. Denn während in den meisten Ländern Europas wieder der Alltag einkehrt und in Deutschland sogar die Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel diskutiert wird, ist die amerikanische Wirtschaft weit davon entfernt, sich zu erholen.  Wir erinnern uns: Im März und April führten wir Debatten über Kosten-Nutzen Abwägungen, was wirtschaftlich schädlicher ist. Jetzt schließen oder permanent gebeutelt sein? Die Vereinigten Staaten liefern uns nun eine tragische Bestätigung.

:Stefan Moll

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Bochum mit Abstand https://bszonline.de/2020/06/19/bochum-mit-abstand/ https://bszonline.de/2020/06/19/bochum-mit-abstand/#respond Fri, 19 Jun 2020 17:48:19 +0000 https://bszonline.de/2020/06/19/bochum-mit-abstand/ Aktion. Mit einer neuen Kampagne wirbt der Bochumer Zusammenschluss UniverCity für den Hochschulstandort Bochum.  

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Aktion. Mit einer neuen Kampagne wirbt der Bochumer Zusammenschluss UniverCity für den Hochschulstandort Bochum.  

Bochum bei Nacht, darüber in großen Buchstaben die Worte „Mit ABSTAND“: So sehen sie aus, die neuen Plakate, die in ganz Bochum zu finden sind. Thematisch angelehnt an die Abstandsregeln in Zeiten der Corona-Krise wirbt UniverCity, ein Zusammenschluss der Stadt Bochum, des Akafö, der IHK Mittleres Ruhrgebiet und des Deutschen Bergbaumuseums sowie der sieben Bochumer Hochschulen, für die Universitätsstadt Bochum.
Zu finden sind vier verschiedene Motive, die auf die Besonderheiten von Bochum mit Bezug zum Universitätsleben aufmerksam machen. Die nächtlichen Aufnahmen entstanden bereits im letzten Jahr, als der Bochumer Fotograf Dennis Brögelmann gemeinsam mit Studierenden der Hochschulen, die Stadt bei einem „InstaWalk“ erkundet hatte. Nun stellte er seine Fotos der Kampagne „Mit ABSTAND“ zur Verfügung. 

Inhaltlich soll die Kampagne beispielsweise darauf aufmerksam machen, dass die Bochumer Hochschulen mit über 250 Studiengängen ein breites Spektrum der Forschung und des Lernens abdecke. Auch die Flexibilität, mit der die Hochschulen und Studierenden auf das digitale Sommersemester in der Corona-Pandemie reagiert haben, wird gelobt. Neben der Forschung und Lehre soll mit der Kampagne aber auch auf die Kultur- und Kunstszene aufmerksam gemacht werden. Daneben stehen auch die 10.000 Jobs an den verschiedenen Hochschulen im Fokus: Neben der wissenscaftlichen Tätigkeit gebe es auch weitere, vielfältige Berufe. Gemeinsam seien die Bochumer Hochschulen der größte Arbeitgeber der Stadt. 

Mit der neuen Kampagne erhofft sich UniverCity, das Profil von Bochum als Stadt der Wissenschaft und Bildung weiter zu Stärken.                  

:Philipp Kubu

 

 

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