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Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) hatte in der ersten Februarwoche sogar jedes sechste Kind eine akute Atemwegserkrankung.Besonders Schulkinder zwischen fünf und 14 Jahren seien von der aktuellen Grippewelle betroffen. Im selben Zeitraum im vergangenen Jahr waren noch 13.810 erkrankte Schulkinder pro 100.000 Einwohner betroffen, also nur etwa jedes siebte Kind. Außerdem sind laut weiteren Angaben des RKI Anfang Februar bundesweit insgesamt rund acht Millionen Menschen an einer akuten Atemwegserkrankung erkrankt. Besonders verbreitet sind Grippeviren, aber auch das Coronavirus, Erkältungen und das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) sind weiterhin im Umlauf. Von dem ständig angeschwollenen Hals platzt einem langsam echt der Kragen und die Menschen haben die Nase voll von der Grippewelle. Zwar haben wir jetzt Semesterferien, doch auch Studis müssen arbeiten und wollen mit ihren Abgaben vorankommen. Was kannst du also tun, um sich nicht selbst etwas einzufangen? In Zeiten von Erkältungswellen geht viel viral – haha – auch Mythen rund um das Thema Gesundheit. Heute wollen wir damit aufräumen.
Mythos eins: Kälte macht krank
Jeder erinnert sich wahrscheinlich noch an diesen Spruch aus der Kindheit: Wenn Du Deine Jacke nicht anziehst, erkältest Du Dich. Und obwohl es unsere Eltern nur gut gemeint haben, hat darauf oft Augenrollen gefolgt. Zurecht? Tatsächlich schwächt Kälte das Immunsystem etwas – die Schleimhäute in Nase und Rachen werden schlechter durchblutet und die Abwehrkräfte lassen so nach. Das macht es Viren manchmal ein leichtes Spiel, sich festzusetzen. Wenn ihr also schon einen Erreger in Euch tragt und Euer Immunsystem zu sehr beansprucht, kann es sein, dass er durchkommt. Ihr geht vor die Tür und haltet sie dem Virus also auf. Die Kälte allein führt jedoch nicht zum Erkranken. Was vor allem im Winter dazu kommt, ist, dass man mehr Zeit drinnen verbringt und enger mit anderen zusammen ist – zuhauf in trockener Heizungsluft. Das sind perfekte Bedingungen für Erkältungs- und Grippeviren.
Mythos zwei: Mit dem Kräutertee zur Genesung
Tee gilt als nicht chemisches Wundermittel gegen Erkältungen. „Heiße Kamille gegen Halskratzen“ heißt es oft. Doch ist das alles so wirksam, wie es der Volksmund sagt, oder eher Placebo? Tees wie Kamille oder Ingwer wirken zwar beruhigend auf den Hals und können bei Reizungen oder Husten helfen. Bei einer Erkältung ist es zudem wichtig, viel zu trinken, um den Schleim zu lösen und den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen. Ein warmer Tee kann den Körper außerdem entspannen und bei verstopfter Nase helfen, die Atemwege zu befreien. Also – naja – Tees lindern die Symptome, aber bekämpfen die Viren nicht. Verhilft euch also auch nicht, zu wenig oder zu viel davon.
Mythos drei: Ein Schnäpschen gegen den Schnupfen
Jaja, ich kenne Euch doch. Unter der Woche verlasst Ihr das Bett nicht wegen eines Schnupfens, aber am Wochenende geht es wieder zur Party. Ganz nach dem Motto: Ein Schnäpschen gegen den Schnupfen. Dabei sei jedoch Vorsicht geboten. Ein kleines Schnäpschen kann tatsächlich kurzfristig den Kreislauf anregen und für ein warmes Gefühl sorgen, aber es hat keine direkte Wirkung auf den Infekt. Ganz im Gegenteil: Alkohol kann sogar kontraproduktiv sein, weil er den Körper dehydrieren kann. Wie wir oben schon gelesen haben, ist Trinken bei einer Erkältung dabei aber super wichtig – am besten etwas ohne Prozente. Zu viel Alkohol kann das Immunsystem zudem allgemein schwächen. Also gibt es statt einem Shot lieber viel Schlaf.
Mythos vier: Nach draußen gehen ist tabu
Bei einer Grippe ist es wirklich wichtig, dass Ihr Eurem Körper Ruhe gönnt. In Eurem Inneren werden lauter Zytokine und Prostaglandine hin und her gescheucht, da müsst ihr nicht noch draußen durch die Gegend rennen. Trotzdem ist frische Luft bei einer Erkältung durchaus hilfreich, da sie Eure Atemwege befeuchtet. Ein kleiner Spaziergang kann zudem den Kreislauf etwas stabilisieren und für eine bessere Durchblutung sorgen. Jedoch solltet Ihr Euch nicht direkt einem Polarsturm aussetzen.
:Levinia Holtz
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Der Einfluss von TikTok auf die Musikindustrie wird immer größer. Die Folgen sind mittlerweile so groß, dass es für die Branche unumgänglich scheint, ihre Musik und deren Verwertung an die App anzupassen.
“Es gibt einen Song, den ich so bald wie möglich veröffentlichen möchte, aber mein Label lässt mich nicht. Ich bin seit acht Jahren in dieser Industrie, habe über 165 Millionen Einheiten verkauft, und mein Label sagt, sie können den Song nicht veröffentlichen, bis sie einen viralen Moment auf Tiktok faken können.“ das sind die Worte der Künstlerin Halsey. Der Vorwurf ging nicht primär gegen TikTok, sondern gegen die Bosse ihres Labels. Mit ihrer Kritik schaffte sie den Viralen Moment, den sich die Obrigkeiten anders vorgestellt hatten. Doch mit dem „Viralen Moment“ haben sie recht. TikTok hat mittlerweile um die 1,6 Milliarden Nutzer:innen, Tendenz steigend, und ist mit den Sounds mehr als nur ein Global Player in Sachen Musikvermarktung. Gefühlt startete alles mit Lil Nas X der mit seinem Song „Old Town Road“ über die App an die Spitze der Charts mauserte. Nach ihm kamen viele andere und das auf vielfältigen Wegen. Während es bei Lil Nas X sich noch organisch aufbaute, wie zu Justin Biebers YouTube-Zeiten, gibt es Künstler:innen die gezielt auf der Plattform ihren Song als Karrierestarter gesehen haben. So zum Beispiel Gayle, die mit ihrem Song „abcdfu“ einen Nummer-Eins-Hit verbuchte. Sie fragte die TikTok-Community nach Song-Ideen. Mittlerweile gibt sie zu, dass sie den Song schon vorher fertig hatte und der Einfluss der TikTok-Community doch eher gering ausgefallen ist. Dennoch hatten sie das Gefühl Teil eines Songs zu sein und teilten fleißig, die Videos zu dem Song. Dieses Perfekt durchdachte Konstrukt, sorgte dafür, dass Gayle sich auch dem Vorwurf der Industry-Plant stellen musste. Industry Plants sind Künstler:innen, die sich als unabhängig verkaufen, aber im Hintergrund ein Major-Label haben, die sie auf dem Weg begleiten und vorgeben, welcher der richtige ist, um möglichst Viral zu gehen und die Reichweite möglichst gut nutzen zu können.
Es kristallisiert sich heraus, dass die Messung eines möglichst viralen Moments der größte Wunsch der Plattenbosse ist. Doch die meisten viralen Momente verstehen sich eher nicht als kalkulierbaren Vibe. So kann es auch sein, dass Songs die nicht neu sind nochmal zum Hit werden. So zum Beispiel Fleetwood Macs „Dreams“, welches durch den User Nathan Apodaca viral ging. Ein einfaches Video, wie er auf dem Skateboard durch die Straßen fährt, und im Hintergrund läuft der Song. Ein Boost für die Charts, den Song und die Künstler:innen. Songs sind in diesem Day and Age möglichst gut, wenn sie „tiktokable“ sind. Heißt: Instrumentale Hooks, einfache Melodien und am besten gleich zur Tanz-Challenge mitvermarkten. So ist es auch nur sinnvoll von der App aus eine eigene Musikabteilung zu haben, die nichts anderes macht als die Musiktrends der App zu überwachen. Eine hausinterne Studie gab auch heraus, dass rund 80 Prozent der Nutzer:innen, die App eine der ersten Anlaufstelle sei, um Musik zu entdecken. Zwar gehen die Sounds und Songs nicht in die Messungen der Charts ein, aber sie haben einen großen Einfluss auf die Charts der Streamingdienste. Damit sich dieser Kreis schließt, gibt es Faustregeln, die für Produzent:innen wichtig sind, damit sie wissen, ob der Song ein Erfolg auf der Plattform und in den Charts wird. Denn TikTok ist eine extremere Form von Spotify. Hier zählen die besten 15 Sekunden, der Text, die Beats, Samples etc..
Macht TikTok nun die Musik kaputt?
Ich sage Nein! TikTok führt dazu, dass Künstler:innen aus verschiedenen Teilen der Welt in ihrer Nativetounge weltweite Erfolge haben und sich der Musikmarkt vom amerikanischen Ideal trennt. Was man natürlich nicht außer Acht lassen kann ist, dass die Songs schneller werden, wie auch die Langlebigkeit von Künstler:innen. Und die die es auf den klassischen weggeschafft haben, bereichern die App auf ihre Art und Weise. So treffen verschiedene Musikgenerationen auf einander und schaffen mit Samples und Remixe ein neues Konstrukt. :Abena Appiah
:Abena Appiah
Musikstreaming in der Pandemie
In großen Teilen der Welt wurden während der immer noch anhaltenden Corona-Pandemie Lockdowns verhängt, was zur Folge hat, dass währenddessen auch zahlreiche Menschen in ihren eigenen vier Wänden festsaßen. Nicht nur viele Arbeitsprozesse wurden in Zeiten des Lockdowns vom Home-Office aus erledigt, auch die Freizeitgestaltung hat sich für viele verändert und spiegelt sich in einem höherem Medienkonsum wider. Kaum überraschend haben davon viele Entertainment-Medienformate, und insbesondere Streaming Plattformen profitiert.
Durch Versammlungs- und Reiseverbote während der Corona-Pandemie mussten weltweit auch Konzerte und Musik-Events verschoben oder sogar abgesagt werden. Musik-Streaming Plattformen konnten somit in der Pandemie als Ersatz an Bedeutung gewinnen. Was sich bei Spotify und Co. in den letzten zwei Jahren so getan hat und welche Genres und Formate besonders an Zuhörer:innen gewonnen hat, haben wir uns einmal genauer angeschaut.
Statistische Erhebungen aus dem Global Music Report zeigen, dass die weltweiten Einnahmen durch das Musik Streaming auf den gängigen Plattformen seit 2019 von rund 11 Milliarden Dollar auf knapp 17 Milliarden im Jahr 2021 gestiegen sind. Dabei stieg der Umsatz von Streamingdiensten allein im Jahr 2021 um 24 % im Gegensatz zum Vorjahr. Streaming ist damit für 65% der Umsätze in der Musikindustrie ausschlaggebend. Mit einem Anstieg von 26% besitzen rund 524 Millionen User:innen einen bezahlten Zugang zu einer Musik Streaming Plattform im Jahr 2021.
Die Musikindustrie hat vor allem in Latein-Amerika, im Mittleren Osten und Nordafrika sowie in Kanada und den USA den größten Anstieg in den Verkaufszahlen verbuchen können. Auch wenn Streaming in diesen Regionen für über 85% der Einnahmen verantwortlich ist, ist nicht zu vernachlässigen, dass auch der Verkauf von CDs und Vinyls sich überraschend rasch von der Pandemie erholt hat und ebenso seinen Teil für den Wachstum der Industrie beigetragen hat. Spotify ist und bleibt auch nach der Pandemie mit 31% Marktanteil die führende Plattform. Die Konkurrenz ist jedoch nicht zu unterschätzen. Apple Music ist mit 15% Marktanteil auf dem zweiten Platz und sowohl Amazon Music und Tencent Music teilen sich mit 13% den dritten Platz.
Und was hörte man so im Lockdown? Sowohl Pop, Hip-Hop und Latin und Rock bleiben die Spitzenreiter der Musikgenres. Einen bemerkenswerten Anstieg konnte laut Google Trends Analysen das Genre der klassischen Musik verbuchen. An das Home-Office gebunden begleiteten die textlosen Kompositionen die User:innen in ihrer Arbeit. Wenig Text bedeutet hier auch wenig Ablenkung. Im Kontrast dazu, kommt mit sehr viel Text das Format der Podcasts daher und konnte einen regelrechten Podcast-Boom aufweisen. Der Boom ist aber weniger der Pandemie, sondern einer Podcast Offensive seitens Spotify zu verdanken, in Zuge dessen das Angebot erweitert und exklusive Verträge mit Podcast-Größen wie zum Beispiel Joe Rogan abgeschlossen wurden.
Das Musik Streaming wird Hochrechnungen zufolge auch lange nach der Pandemie noch wachsen. Die Pandemie hat sich in einer schon vorher stetig steigenden Entwicklung von Streaming Angeboten durchaus positiv niedergeschlagen. Die Angebotsvielfalt hat enorm zugenommen und auch weniger beliebte Musikrichtungen finden innerhalb der Plattformen neue Zuhörer:innen. Kritisch zu betrachten ist allerdings, dass von dem Wachstum die Anbieter bislang mehr als die Künstler:innen profitieren können, denn der steigende Umsatz spiegelt sich nicht in höheren Einnahmen pro gestreamten Song wider.
:Artur Airich
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Was eine Party! Zum Semesterabschluss ließen es die Fachschaftsräte (FSR) der Ruhr-Universität noch einmal so richtig krachen. FSR Geschichte, FSR Kunstgeschichte, FSR Chemie, und viele weitere Fachschaftsräte hatten scheinbar die gleiche Idee: Jetzt oder nie! Bevor es zum erneuten Lockdown kommt und Mensch nicht mehr raus darf, muss gefeiert werden. Am letzten Freitag im Sommersemester (15. Juli) fing die Stimmung bereits beim Nachhaltigkeitsflohmarkt an, ging weiter in der After-Party im Repair Café und breitete sich gegen 19 / 20 Uhr auf die verschiedenen FSR Partys aus. Ich selbst ließ mich auf die Feier der Kunstgeschichtler*innen ein – Hallo, die hatten einfach einen nicen DJ am Start! Das Ganze fand auf der Wiese vor dem GA-Gebäude statt, wo es die Möglichkeit gibt zu grillen, die natürlich auch genutzt wurde. Vegane Würstchen, Maiskolben, Salat – ein bunter Mix an Essen wurde gestellt und nicht zu vergessen „Frei Bier“. Ich persönlich hätte mir auch nicht-alkoholische Kaltgetränke gewünscht, vor allem beim Flunkyball spielen. Das erste Turnier wurde mit – na klar – meinem Team eröffnet und wir haben hochkant beim Trinken gewonnen. Normies würden „verloren“ sagen, aber es geht doch um den höchsten Pegel oder nicht? Den hat mein Team am Ende auf jeden Fall gehabt: Mit vier Strafbier (beim fünften wäre es totally over gewesen, so strikter Schiedsrichter) unterstütze ich mein Team – hey, sie konnten sich immerhin nicht beschweren dehydriert zu sein – denn nach bereits dem ersten geexten Bier dreht sich für mich alles, so dass die anderen Teammitglieder*innen mir die anderen drei Bierflaschen abnahmen. Nachdem Spiel waren wir alle auf jeden Fall ein Level Up in der Pegelskala und zwei Level Down in der Hemmungsskala. Perfekt um meine Bachelorarbeit-Erstgutachterin zu konfrontieren…not! Die genau Geschichte dazu bleibt besser unter sämtlichen „Fuck, ich bereue das so sehr!“-Morgen-danach-Sprachnachrichten. Ich schaute beim FSR Geschichte vorbei, die befanden sich direkt neben der Kunstgeschichte-Party, um meine Mitstudierende etwas zu unterstützen. Was direkt auffiel, hier ging es gesitteter zu: Es waren Professor*innen anwesend, es wurde sich unterhalten anstatt besoffen zu philosophieren, und es gab noch Essen. Was der FSR Geschichte an definitiven Pros hatte: Die wunderhafttastische Pride Flag. Doch auch hier schwappte es irgendwann in einen gewissen Pegel. Die Lust nach tanzen wurde größer und so kam es das Geschichte und Kunstgeschichte zusammen feierten! Die Kombi machte den Abend aus: Aus Frei Bier wurde Frei Bier und Sekt, aus kein Essen mehr wurde Hotdog-Brötchen mit Coucous-Salat und Röstzwiebeln und aus elitären Gesprächen wurde grinsen und tanzen – achja, die Magie einer ausgelassenen Zusammenkunft. Und das alles trotz gestiegener Coronazahlen möglich. Bis heute gibt es keine Info das eine*r der Anwesenden anschließend positiv getestet wurde. Das macht die bewusste Planung, die Partys im Freien stattfinden zu lassen, aus und das Vertrauen dass Mitmenschen sich vorher haben testen und impfen lassen. Alles in Allem zwei gelungene Post-Lockdown-Partys die zusammen zu einem unvergesslichen Abend wurden. Ich habe auf jeden Fall Party-Energie und Erinnerungen sammeln können, die mich durch die Herbst-/Winterzeit bringen werden.
:Nathalia Rodriguez
6,4 Millionen Todesfälle wurden seit Beginn der Pandemie weltweit verzeichnet. Unter ihnen befinden sich folglich auch Instrumentalist:innen, Musiker:innen und Produzent:innen. Die Musikbranche hat einige prägende Persönlichkeiten verloren, darunter …
… der US-amerikanische Sänger, Bassist und Komponist John Davis
2021, Im Alter von 66 Jahren, starb der in Deutschland im Landkreis Führt lebende Davis. Er erlangte 1990 Bekanntheit als einer der tatsächlichen Sänger hinter den Songs des Trittbretts fahrenden Pop-Duos Milli Vanilli. Von da an verschlug es Davis nach Deutschland, wo er unter anderem mit den Nürnberger Symphonikern auf dem Classic Open Air auftrat, in verschiedenen Fernsehshows auftauchte und die Musik für zwei Filme produzierte – Workaholics und Tafelspitz. Bis einschließlich 2020 tourte der Sänger mit seinen Songs durch Deutschland.
… Hana Horká, eine Sängerin der tschechischen Folk-Band Asonance
Asonance spielt seit 1976 mit wechselnden Bandmitgliedern irische, englische und schottische Volksmusik. 1985 stieß Horká hinzu. Über 30 Jahre stand sie mit Asonance auf der Bühne, bevor sie sich während der Coronapandemie in Impfgegnerkreisen radikalisierte und sich absichtlich einer Infektion aussetzte, die letztlich zu ihrem Tod führte. Sie wurde 57 Jahre alt.
… Meat Loaf
Es ist nicht gesichert, ob der Sänger, dessen bürgerlicher Name Marvin Lee Aday war, kurz vor seinem plötzlichen Tod an einer Coronainfektion gelitten hat. Einige Quellen und Stimmen aus dem näheren Umfeld des Verstorbenen weisen jedoch darauf hin. Mit Meat Loaf verliert die Musikwelt einen prägenden Rocksänger, der mehr als 100 Millionen Alben verkaufte – vor allem seine Songs I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) und Bat Out of Hell haben zu seiner großen Berühmtheit beigetragen. Seinen letzten Auftritt hatte Meat Loaf im März 2021 in Nashville.
:Rebecca Voeste
Weltweit liegen hinter den meisten Eventverantstalter:innen eine lange Durststrecke. Auch in Deutschland wurden in den letzten zwei Jahren nahezu alle kleinen und großen Veranstaltungen abgesagt, unter diesen auch die größten Musikfestivals unseres Landes. Neben kostenlosen Festivals – das am stärksten besuchte davon Bochum Total – fanden auch kostenpflichtige wie das Wacken Open Air, das Deichbrand oder Rock im Park nicht statt. Mittlerweile, unter fallenden Corona-Beschränkungen, hält die Festivalsaison allerdings wieder Einzug in Deutschland und Rock am Ring, das als traditionsreichstes Rockfestival Deutschlands gilt, beginnt diesen Mittwoch.
Jedoch zeigt sich schon im Vorfeld, dass Corona Spuren hinterlassen hat, und zwar nicht nur jene, die seit der Pandemie in aller Munde sind – nämlich fehlende Einnahmen, sowohl für die Veranstalter:innen und Bands als auch die Catering-Unternehmen. Außerdem haben Corona und die vergangene Zeit stark am 2020 angekündigten Line-Up geschraubt. Fans freuten sich auf den Headliner System Of A Down und weitere weltweit bekannte Bands wie Disturbed, Powerwolf, Yungblud und Electric Callboy, welche in den nächsten Tagen alle nicht am Ring auftreten werden. Dafür werden kleinere Bands die Stages bespielen, beispielsweise die Donots oder The Linda Lindas, deren Bekanntheitsgrad durch die Auftritte am Ring steigen dürfte. Aber die zweijährige Verzögerung förderte auch einige erfreuliche Änderungen im Line-Up: Måneskin, die italienische Band, die den Eurovision Song Contest 2021 mit nachhause nahm und eine filmreife Karriere hinlegte, rockt am Freitag die Utopia-Bühne, und Scooter erfreut die Fans Samstagnacht. Auch einige der am meisten erwarteten Bands von 2020 blieben erhalten; dazu gehören die Headliner Green Day und Volbeat sowie The Offspring. Dass das Line-Up von 2020 jedoch mehr Anklang gefunden zu haben schien, zeigt sich in den Ticketverkäufen. Im März 2020 war das Festival nahezu ausverkauft und nur noch sehr wenige Tickets verfügbar – nach coronabedingten Umtausch- und Rückerstattungsaktionen, steigenden Ticketpreisen, sich wandelndem Line-Up und steigender Inflation, waren eine Woche vor Beginn des Festivals die Camping-Tickets zwar ausverkauft, jedoch gab es noch 1.000 unverkaufte Wochenend-Tickets. Sollten diese auch noch vollständig verkauft worden sein, tummeln sich am Wochenende 90.000 Besucher:innen auf dem Ringgelände. Im Vergleich zu 2019 sind dies 5.000 mehr. Um bei dieser hohen Zahl zumindest ein Minimum an Infektionsschutz zu gewährleisten, wird in den Shuttlebussen das Tragen einer Maske empfohlen. Es ist trotzdem mit einem relativ hohen Infektionsrisiko zu rechnen, wenn man die Hygienebedingungen auf den Camping- und Caravanplätzen und die Menschenmassen vor den Bühnen bedenkt. Doch Corona rückt Angesichts der allgemeinen Freude über das Fest in den Hintergrund. Es sind nicht nur Festival:gängerinnen, die sich lange zum Ring zurückgesehnt haben, es ist auch der Ring selbst, der die Festivalliebhaber:innen erwartet hat. Rock am Ring und der Autorennen auf dem Nürburgring bilden den Wirtschaftsmotor der Region und sind eine wichtige Einnahmequelle. Umso schöner, dass beides wieder stattfinden kann. Das einzige, was sich über die letzten beiden Jahre für Rock am Ring nicht verändert hat, ist übrigens das Wetter: Für das Wochenende wird Regen und Gewitter vorhergesagt, die Temperaturen fallen nachts unter 10 Grad. Auf ungastliches Wetter am Ring kann
man sich verlassen.
:Rebecca Voeste
]]>Wer weder an der Podiumsdiskussion zur Landtagswahl, noch an der Podiumsdiskussion zur Frage, wie viel Europa in der Ruhr-Universität Bochum steckt, teilnehmen konnte, braucht sich keine Sorgen zu machen, denn wir waren live dabei und berichten über die Veranstaltungen. Außerdem erfahrt Ihr bei uns, wo Ihr Euch Tickets für die größte Studierenden-Party Bochums am 20.05 besorgen könnt. Darüber hinaus könnt Ihr bei uns nicht nur über das Ergebnis der Landtagswahlen lesen, sondern auch über den Eurovision Song Contest Gewinner.
PS: Eine alte Tradition wurde wieder eingeführt – Rückkehr des :bszank!
:Die Redaktion
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Am 20.05.2022 soll die größte Studierenden-Party Bochums auf 3 Etagen im Matrix stattfinden. Veranstalter der Party ist StudiEvents/Black Ice Events. Für jeden EDM-, Hiphop- oder Chart-Lover soll etwas dabei sein. Von 90s bis hin zu Charts und Clubsounds wird auf dem Mainfloor alles gespielt. Alle Fans von EDM, House und Techno kommen im zweiten Floor voll auf ihre Kosten. Der dritte Floor bietet die passende Musik für alle Hip-Hop-, RnB- und Dancehall-Liebhaber. Geplant ist auch eine Event-Area für Sponsoren und Fachschaften, die kooperieren, die sie selbst gestalten können, mit Beerpong-Tischen, Bannern etc. Für das Event wird mit den unterschiedlichsten Specials geworben, wie zum Beispiel Konfetti-Kanonen, Welcome-Shots, einem Event-Fotografen, Currywurst und unterschiedlichen DJs. Damit werben die Veranstalter:innen.
Auf den ersten Blick die womöglich größte Party des Semesters. Allerdings teilen nicht alle die Freude der Party-News. Einige Fachschaftsräte sehen von einer Kooperation mit dem Veranstalter ab. Gründe dafür sind, dass die Party für einige Fachschaftsräte einen kommerziellen Charakter hat, Angst vor Konkurrenz und die Corona-Pandemie. Denn die Studierenden-Party von StudiEvents stellt gewissermaßen eine Konkurrenz für die eigenen Partys der Fachschaftsräte dar. Von den Partys profitieren vergleichsweise nämlich nicht nur die Fachschaftsräte, die mit den Einnahmen Fachschaftsrat-Angebote finanzieren, sondern im Umkehrschluss auch die Student:innen, die die Angebote nutzen können. StudiEvents erwiderte darauf, dass die Partys eine Alternative für die Fachschaftsräte darstellen soll, die ihre eigenen Partys nicht selbst „stemmen“ können.
Einige Fachschaftsräte sehen allerdings auch wegen der Corona-Situation von einer Kooperation ab. Die Party ist, wie StudiEvents richtigerweise betont, völlig legal. Nichtsdestotrotz können einige Fachschaftsräte Partys nicht mit ihren Forderungen nach online Klausuren und Hybrid-Veranstaltungen mit ihrer Sorge vor der Ansteckungsgefahr vereinbaren. Denn obwohl in den meisten Bereichen seit dem 20. März 2022 kein Testnachweis mehr nötig ist oder aber auf das Tragen einer Maske verzichtet werden darf, sollten die Gefahren der Pandemie nicht in Vergessenheit geraten. In Bochum herrscht eine Inzidenz von 384 (Stand: 12.05.2022 00:00, Quelle: RKI). Deutschlandweit steigen die Zahlen der an Covid-19-Infektion Verstorbenen und Mehrfachinfizierten. Der Bundesverband von Ärzt:innen des öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) warnt vor einer hohen Dunkelziffer, da Schnelltests nicht mit in die RKI-Statistik eingeschlossen werden. Der Realwert der Inzidenz liegt womöglich um das Doppelte höher, laut dem BVÖGD. Partys, bei denen es keine Einschränkungen oder Regeln zur Eindämmerung der Pandemie gibt, sind grade zu Hotspots für Neuinfektionen. Das zeigen auch die in der Vergangenheit immer wieder gestiegenen Inzidenz-Werte nach Partys. Deshalb scheint eine Kooperation für einige Fachschaftsräte in Anbetracht der momentanen Corona-Situation unangebracht zu sein.
Dennoch wird die Party für viele Student:innen eine Abwechslung vom Corona-Studium und der Corona-Zwangspause der letzten Semester. Einige Fachschaftsräte haben sich demnach für eine Kooperation entschieden. Eintrittskarten gibt es für 8 € (exklusive 5 € Mindestverzehr) auf der Black Ice Events Seite oder für 6 € bei kooperierenden Fachschaftsräten, wie zum Beispiel
beim Fachschaftsrat Biologie.
:Miena Momandi
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Zurück ins Jahr 2017, zurück zu den Landtagswahlen
2017 en revue. Die aktuelle Legislaturperiode steuert auf ihr Ende zu. Welche politischen Persönlichkeiten werden uns verlassen? Was werden wir nicht vergessen?
Im Mai findet die 18. Landtagswahl statt, und es ist ein politischer Umschwung zu erwarten. Bei der 17. Landtagswahl verlor die davor regierende Koalition aus Sozialdemokratischer Partei (SDP) und Bündnis 90/Die Grünen ihre Mehrheit zugunsten der CDU, die mit 33 Prozent der Zweitstimmen als stärkste Partei aus den Wahlen hervorging – für die Christlich Demokratische Union war dies bei einer Wahl in Nordrhein-Westfalen trotzdem ihr zweitschlechtestes Ergebnis. Für die SPD, für die 31,2 Prozent der Stimmen blieb, handelte es sich sogar um das schlechteste Wahlergebnis seit 1947. Außerdem sicherte sich die Alternative für Deutschland (AfD) mit 7,4 Prozent zum ersten Mal einen Platz im Landtag. Letztlich bildeten die Freien Demokraten (FDP) – sie erhielten 12,6 Prozent der Stimmen – mit der CDU eine schwarz-gelbe Regierungskoalition, an deren Spitze Armin Laschet stand.
Sein Kabinett, unter anderem bestehend aus dem Stellvertretendem Ministerpräsidenten Joachim Stamp (FDP), dem Chef der Staatskanzlei und Medienstaatssekretär
Nathanael Liminski (CDU) und der Integrationspolitikerin Serap Güler (CDU), löste das rot-grüne unter Hannelore Kraft ab. Die Legislaturperiode Laschets wurde größtenteils von der Kritik an seiner Person überschattet. Bereits kurz nach seiner Wahl gab es Stimmen des Widerstands aus seiner eigenen Partei, die ihn als ungeeignet bezeichneten. Nicht zuletzt in der 2019 einsetzenden Corona-Pandemie zeigte sich Laschet politisch wenig souverän, sodass sogar Forderungen nach seinem Rücktritt laut wurden. Laschets Amtszeit wurde von weiteren Faupaxs begleitet, wie einem falsch gefalteten Stimmzettel oder einer Kameraaufnahme im deutschen Flutgebiet bei Brühl, die Armin Laschet lachend im Hintergrund zeigt, während Flutopfer unter den Folgen des Hochwassers leiden. Insgesamt hinterlässt Laschet daher vor allem Eines: Die Lust auf frischen Wind, auf frische Politik.
:Rebecca Voeste
Bilanz der 17. Legislaturperiode
Fünf Jahre lang war Nordrhein-Westfalen nun unter der politischen Führung der CDU/FDP Koalition. Werfen wir einen Blick auf ein paar Themen des Koalitionsvertrag von 2017 und was daraus trotz der schweren Umstände durch die Corona-Pandemie umgesetzt werden konnte. Im Bereich der Bildung wurde für Hochschulen das im Koalitionsvertrag versprochene überarbeitete Hochschulgesetz zum Wintersemester 19/20 umgesetzt. Hier kehrte man zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Land und Hochschulen zurück, was unter anderem bedeutet, dass die Abstimmung von strategischen Zielen wieder gemeinsam zwischen Ministerium und den Hochschulen erfolgt. Im Bereich Hochschulbau wurden die Befugnisse der Hochschulen gestärkt. Zudem wurde ermöglicht, dass Hochschulen in Sachen Forschung und Lehre wieder eigenständiger agieren können zum Beispiel bei Themen wie der Anwesenheitspflicht oder Zivilklauseln.
Bei der Mobilität sollte es über klassische Infrastrukturpolitik hinausgehen und der Fokus auf den Nutzer:innen liegen.Vor allem der Sektor der Elektromobilität wuchs deutlich. Somit musste auch die Förderung für Ladestationen und der Ausbau von Ladepunkten vorangetrieben werden. Mittlerweile gibt es rund 9.000 öffentlich zugängliche Ladestationen (Stand 2020). Für den Schienenverkehr wurde die Umsetzung des Projektes Rhein-Ruhr Express (RRX). Der RRX soll bisherige Regional-Express Linien ersetzen und Beförderungskapazitäten erhöhen. Das Projekt ist zurzeit nur in Stücken, wie etwa auf der RE-Linie, umgesetzt und soll bis 2030 voll ausgebaut sein. In Sachen Klimaschutz musste die Koalition jedoch einbüßen. Der Entwurf für das neue Klimaschutzgesetzt wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz als “Klimaschutz-Blockierungsgesetz” betitelt und forderte den damaligen Ministerpräsidenten Armin Laschet auf, diesen zurückzuziehen. Kritisiert wurde die unzureichende Reduzierung der Treibhausgase und eine generell fehlende Konkretisierung von Zwischenzielen auf dem Weg zur Treibhausneutralität. Auch das trotzige Festhalten an der Braunkohle sei eine Blockade für den Ausbau der naturverträglichen Windkraft und nicht kompatibel mit dem Pariser Abkommen. Die 17. Legislaturperiode war für die CDU/FPD Koalition also durchwachsen und auch zurecht kritisiert. Die anstehenden Landtagswahlen werden zeigen, ob die Politik der letzten fünf Jahre ausreichte, um den Erhalt der Regierungsmacht zu gewährleisten.
:Artur Airich
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:Die Redaktion
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„Es sind mehr Geimpfte als Ungeimpfte auf den Intensivstationen!“
In bestimmten Regionen und zu bestimmten Zeiten entsprach dies durchaus der Wahrheit. Jedoch war es darauf zurückzuführen, dass ganz einfach mehr Menschen geimpft als ungeimpft waren. Ein kleiner Prozentsatz einer sehr großen Gruppe kann immer noch größer sein als ein sehr großer Prozentsatz einer kleinen Gruppe, und genau das war bei diesen Zahlen der Fall.
„COVID kommt aus dem Labor!“
Die genaue Herkunft von COVID-19 konnte bisher nicht festgestellt werden. Genetische Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass die ursprüngliche Variante zuerst im November 2019 auftrat und starke Ähnlichkeiten zu einem Coronavirus hatte, die unter Fledermäusen verbreitet war. Die Ergebnisse einer ersten Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichneten eine Labor-Herkunft des Virus als extrem Unwahrscheinlich, weitere Untersuchungen stehen jedoch noch aus. Eine bewusste Manipulierung und Verbreitung des Virus wird von praktisch allen Expert:innen ausgeschlossen. Die Möglichkeit, dass das Virus durch einen Unfall in einem Labor in Wuhan, welches Coronaviren in Fledermäusen untersucht, freigesetzt wurde, kann jedoch nicht vollends ausgeschlossen werden. China verweigert eine weitere Kooperation mit der WHO, die sich auf Labore und Forschungsinstitutionen fokussieren sollte.
„Nur eine Grippe“
Bereits seit einiger Zeit kommt aus Kreisen von Querdenken und anderen Verschwörungsgläubigen der Vorwurf, dass COVID-19 nur eine „Grippe“ sei, deren Verläufe nicht schwerwiegend genug seien um die Maßnahmen zu rechtfertigen. Seit kurzer Zeit kommen solche Aussagen jedoch auch aus informierten Fachkreisen. Warum? Omikron und die Subvarianten haben tatsächlich im Durchschnitt mildere Verläufe als beispielsweise Delta. In Kombination mit vielen Geimpften, und solchen die auch schon eine Boosterimpfung erhalten haben, welche zusätzlich vor schweren Verläufen schützt, führt das nun dazu, dass viele Infizierte nur noch milde Symptome haben. Boosterimpfungen schützen beispielsweise zu über 90 Prozent vor Hospitalisierung. In England heißt das aktuell, dass Infektionen mit der Omikron-Variante sogar seltener tödliche Verläufe haben als die saisonale Influenza. Derzeit ist eine Infektion damit 4000 (!) Prozent weniger tödlich als im Januar 2021, während der Alpha-Welle und vor Impfungen. Doch dabei muss klar sein: COVID-19 bleibt deutlich ansteckender als die Grippe, und mehr Fälle führen entsprechen auch zu mehr schweren Verläufen, Long-COVID und auch Toten.
Horrorvariante XYZ!
Mutationen von COVID-19 waren immer wieder ein Grund für steigende Fälle. Schwerere Verläufe, höhere Ansteckung und komplett neuartige Symptome gehörten zu den Veränderungen. Von der derzeit dominanten Omikron-Variante erhoffen sich viele das Ende der Pandemie, denn während sie ansteckender ist, sind ihre Symptome bei geimpften und geboosterten Menschen deutlich öfter mild. Doch nicht jede neu entdeckte Variante hat sich als das herausgestellt, was man zuerst erwartet hat, und manche Medien sind freudig auf den Panik-Zug aufgesprungen, statt Vorsicht walten zu lassen. „Deltacron“ ist dabei ein Name der immer wieder fällt: Ein erster Fall auf Zypern stellte sich als kontaminiertes Sample heraus, doch nun bestätigten sich unabhängig davon einige Fälle in Frankreich. Für fachkundige Wissenschaftler:innen ist die Variante jedoch kaum von Besorgnis. Man betrachte sie sorgfältig, gehe jedoch nicht davon aus, dass sie signifikante Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen haben wird, so Dr. William Lee, der für das Center for Disease Control der USA arbeitet. Derzeit wird auch viel von BA.2, einer Subvariante von Omikron, gesprochen. Neu ist sie jedoch nicht, schon im November war bekannt, dass Omikron in drei Subvarianten existiert, von denen zuerst BA.1 dominant war. Einige Medien sprechen davon, dass BA.2 für die steigenden Infektionszahlen verantwortlich sei. In den USA kann dies jedoch beispielsweise nicht beobachtet werden und in Europa haben die meisten Länder, in denen es so scheint, zur gleichen Zeit einen Großteil – oder sogar alle – der Restriktionen aufgehoben. Ein Anstieg der Fälle ist somit keine Überraschung, und sollte nicht allein auf eine „neue“ Variante zurückgeführt werden. Eines bleibt jedoch: Impfungen schützen, auch gegen Omikron, BA.1 oder BA.2.
:Jan-Krischan Spohr
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