Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Brutalismus | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:56:33 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Brutalismus | BSZ https://bszonline.de 32 32 Ist die RUB ,,brutal schön‘‘? https://bszonline.de/2019/10/08/ist-die-rub-brutal-schoen/ https://bszonline.de/2019/10/08/ist-die-rub-brutal-schoen/#respond Tue, 08 Oct 2019 11:03:10 +0000 https://bszonline.de/2019/10/08/ist-die-rub-brutal-schoen/ Kunstgeschichte. In der Universitätsbibliothek befindet sich aktuell eine Ausstellung zur Bauart der RUB.

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Kunstgeschichte. In der Universitätsbibliothek befindet sich aktuell eine Ausstellung zur Bauart der RUB.

Seit dem 26. September und bis Ende Oktober können Interessierte die studentische Ausstellung ,,RUB: brutal schön?‘‘ im Erdgeschoss der UB besichtigen. Ebenfalls seit dem 26. September, allerdings bis zum 24. November, befindet sich die Ausstellung ,,SOS Brutalismus. Rettet die Betonmonster!‘‘ des Deutschen Architekturmuseums im Musischen Zentrum.

Die studentische Ausstellung entstand aus einem Praxisseminar der Kunstgeschichte heraus. Geleitet wird sie von Prof. Cornelia Jöchner, der die Idee zu dem Seminar kam, als die Kanzlerin Dr. Reinhardt sich bemühte, die Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums an die RUB zu holen. Jöchner erklärt: ,,Es erschien mir wichtig, hier auch einen Beitrag vor Ort zu leisten. Die Architektur der RUB auf Stilmittel des Brutalismus hin zu untersuchen, schien mir eine lohnende Aufgabe für ein Praxisseminar. Begleitet war dies von einem Seminar zur Architektur des Brutalismus, sodass zeitgleich gewissermaßen Theorie und Praxis angeboten wurden.‘‘ An der Ausstellung waren 20 Studierende beteiligt. Ein Projekt in diesem Sinne ist in der Kunstgeschichte nicht üblich. So Jöchner: ,,Normalerweise sind Architekturausstellungen im Praxismodul der Kunstgeschichte eher selten. Von daher schien das eine gute Gelegenheit, das an einem Beispiel direkt aus unserer Umgebung zu exemplifizieren.‘‘ Andreas Nowak, studentische Hilfskraft und Seminarteilnehmer, berichtet, dass aus zeitlichen Gründen außerhalb des Seminars weitere Planungstreffen stattfanden: ,,Bei diesen Planungstreffen konnte jeder von uns Ideen einbringen, über die diskutiert wurden. Manche haben wir im Plenum verworfen, andere wurden in die Ausstellung mit einbezogen. Frau Jöchner hatte als Seminarleiterin und Ideengeberin eine Schlüsselrolle inne und moderierte die Treffen, aber jede Entscheidung wurde in der Großgruppe besprochen, sodass jeder zum Schluss einen Teil zur Planung dieser Ausstellung beitragen konnte.‘‘

In der Universitätsbibliothek können Besucher*innen nun einen Nachbau sowie mehrere Fotos und Erklärungen finden. Beispielsweise finden sich Erläuterungen zur Materialität der RUB, den verschiedenen Gebäuden und Achsen des Campus sowie der Kunst an den Gebäuden.

,,Besonders interessant am Baustil der RUB ist die Vielfalt, in der hier mit Beton gearbeitet wurde‘‘, so Jöchner. Dies fiele an mehreren Stellen auf, zum Beispiel ,,am Audimax mit seinem polygonalen Dach, das auf markanten Strebepfeilern ruht‘‘ oder an den Pfeilern der UB. ,,Trotz solcher Schmuckelemente werden im Brutalismus die eigentlichen Funktionen des Baus – Tragen, Lasten, Versorgungselemente – offen gelegt. Das hat viele Menschen nach der Eröffnung der Universität verstört, da es neu war und nach einer sehr ungekünstelten Architektursprache schien. Im Rahmen unserer Ausstellungen können wir zeigen, dass diese Art zu bauen eine weltweite Strömung war, die in der Bundesrepublik gegen die Architektur unter dem Nationalsozialismus gerichtet war und in den jungen unabhängig gewordenen Ländern ein Ausdruck ihres neuen Selbstbewusstseins war.‘‘

:Charleena Schweda

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Experimentelle Übernachtungen an der RUB https://bszonline.de/2018/06/18/experimentelle-uebernachtungen-der-rub/ https://bszonline.de/2018/06/18/experimentelle-uebernachtungen-der-rub/#respond Mon, 18 Jun 2018 15:11:28 +0000 https://bszonline.de/2018/06/18/experimentelle-uebernachtungen-der-rub/ Campus. Zelte aufschlagen und die RUB neu erleben: Dazu luden Studierende aus Weimar und der Szenischen Forschung vergangene Woche mit dem Projekt „Airbnb goes brutalism“ ein.

Urlaub machen wohl nur die wenigstens in den Beton-Dünen der RUB. Als trist und funktional ist der brutalistische Baustil verschrien: AbsolventInnen des Masterstudiengangs Public Art der Bauhaus Universität und Studierende der Szenischen Forschung haben die RUB vom 11. bis 19. Juni performativ bespielt. Ihr Ziel: andere Perspektiven auf das graue Gelände gewinnen. Dafür haben sie bei Airbnb eine Anzeige geschaltet, wo Interessierte einen Zeltplatz auf dem Campus ergattern können. „Makler“ Jakob Wirth hat zudem direkt an der Uni geworben – auch für die unterschiedlichen Survival-Kits, die Teilnehmende für nächtliche Spaziergänge an der RUB erhielten.

:Die Redaktion

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Campus. Zelte aufschlagen und die RUB neu erleben: Dazu luden Studierende aus Weimar und der Szenischen Forschung vergangene Woche mit dem Projekt „Airbnb goes brutalism“ ein.

Urlaub machen wohl nur die wenigstens in den Beton-Dünen der RUB. Als trist und funktional ist der brutalistische Baustil verschrien: AbsolventInnen des Masterstudiengangs Public Art der Bauhaus Universität und Studierende der Szenischen Forschung haben die RUB vom 11. bis 19. Juni performativ bespielt. Ihr Ziel: andere Perspektiven auf das graue Gelände gewinnen. Dafür haben sie bei Airbnb eine Anzeige geschaltet, wo Interessierte einen Zeltplatz auf dem Campus ergattern können. „Makler“ Jakob Wirth hat zudem direkt an der Uni geworben – auch für die unterschiedlichen Survival-Kits, die Teilnehmende für nächtliche Spaziergänge an der RUB erhielten.

:Die Redaktion

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Ein Zeltdorf gegen die Privatisierung https://bszonline.de/2018/06/18/ein-zeltdorf-gegen-die-privatisierung/ https://bszonline.de/2018/06/18/ein-zeltdorf-gegen-die-privatisierung/#respond Mon, 18 Jun 2018 14:51:25 +0000 https://bszonline.de/2018/06/18/ein-zeltdorf-gegen-die-privatisierung/ Campus. Die RUB als exotisches Erlebnis: Studierende der Bauhaus-Uni in Weimar und der Szenischen Forschung luden vergangene Woche zur achttägigen Aktionswoche „Airbnb goes brutalism“ ein. Die CamperInnen gestalteten kreative Survival-Kits für die Nächte.

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Campus. Die RUB als exotisches Erlebnis: Studierende der Bauhaus-Uni in Weimar und der Szenischen Forschung luden vergangene Woche zur achttägigen Aktionswoche „Airbnb goes brutalism“ ein. Die CamperInnen gestalteten kreative Survival-Kits für die Nächte.

Ist die Anzeige schon wieder gelöscht? Jacob Wirt sitzt in der Mensa der RUB und klappt sein Notebook auf. Nein,  sie ist noch da, diese Annonce auf Airbnb: „Experimentelle Unterkunft. Brutalistic airbnb.“ Schon einmal hat der Community-Marktplatz für Unterkünfte es entfernt. Denn was als brutalistisch-architektonisches Ambiente  beworben wird,  das ein außergewöhnliches Erlebnis experimentellen Charakters für alle GästInnen, die Lust auf Authentizität und Exotik haben, verspricht, ist keine entfernte Urlaubsregion, sondern die Betonwüste RUB. 

Kein Wunder also, dass die in der Kritik stehende Online-Plattform für Unterkünfte nicht begeistert war von dieser Aktion, die zum Campen auf dem Uni-Gelände einlädt. Das Ziel: Den Campus öffnen und privatisieren. Gemeint ist das nicht ohne Ironie, wie Wirth erklärt: „Wie wollen wir damit umgehen, dass öffentlicher Raum privatisiert wird?“

Der 26-Jährige studiert an der Bauhaus-Universität in Weimar den interdisziplinären Master-Studiengang Public Art and New Artistic Strategies. Mit sieben KommilitonInnen zog es ihn nach Bochum. Die Idee des Projekts: „Es geht darum, andere Perspektiven auf den Campus zu erhalten“, sagt Wirth. Dazu gehöre zum einen der brutalistische Baustil der RUB, der lange Zeit nicht als architektonische Schönheit verschrien war: „Das ist wahnsinnig funktional und so einen Gesamtkomplex würde man heute wohl nicht mehr bauen“, so der studierte Soziologe über die denkmalgeschützte RUB. 

Kits für NarzistInnen oder AktivistInnen 

Für das Projekt wollten die Studierenden vor Ort sein. Deshalb schlugen sie am 11. Juni für acht Tage die Zelte an der RUB auf. Erst bei den Naturwissenschaften, später vor der G-Reihe. „Aber alle sind eingeladen, mitzumachen“, sagt Wirth. Daher die Annonce auf Airbnb, deswegen steht er am Donnerstag mit einer Pinnwand auf dem Campus und wirbt für die Aktion. „Makler“ steht auf seinem Anstecker. 

Manche machen mit. Mittwoch Abend erscheinen etwa Studierende der Szenischen Forschung zum gemeinsamen Grillen vor der G-Reihe und dem neuen Zeltdorf.  Bei Wein und Wasser diskutieren sie über Theater, Bauhaus oder Ikeas Adaption der einstigen Avantgarde-Strömung. 

JedeR soll eigene Vorschläge miteinbringen, wie Wirth erklärt: „Alle werden irgendwie eine Art der Intervention machen.“ Das kann eine Performance oder eine Installation sein. Außerdem haben die Projket-TeilnehmerInnen verschiedene Survival-Kits mit jeweils sieben Requisiten zusammengestellt. „Damit kann man eine Nacht hier verbringen, um die Uni neu zu entdecken“, so Wirth. TeilnehmerInnen können etwa mit einem Narzismus-Kit (Deo, Spiegel, Fotoapparat etc.) sich selbst inszenieren. Oder mit einem Besetzungs-Kit andere Dinge anstellen.

Zum Abschluss der Woche fand auf dem Campus ein Walk of Art statt. Bevor die Weimarer Studierenden nach acht abenteuerlichen Tagen an der RUB ihre Zelte abgebaut und die Airbnb-Anzeige entfernt haben. Falls die Online-Plattform das nicht wieder selbst getan hat.

:Benjamin Trilling

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