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WenDo – „Weg der Frauen“
Am Samstag, den 7. März, organisiert Nora e.V. einen Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurs für Frauen, Mädchen und FLINTA*-Personen. Gelehrt wird WenDo – ein Präventionskonzept, das in den 70ern von Frauen in Kanada entwickelt wurde, um sich gegen Übergriffe zu wehren. Bei WenDo handelt es sich nicht um eine klassische Kampfsportart zur Selbstverteidigung. Vielmehr ist es ein Konzept, dass zusätzlich zu physischen Techniken Fokus auf die Stimme, Körperhaltung und das selbstbewusste Auftreten legt, um sich gegen körperliche Gewalt sowie Belästigung zu wehren.
Der Kurs findet im Figurentheaterkolleg Bochum statt. Die Teilnahme ist kostenlos, erfordert jedoch eine Anmeldung unter der Telefonnummer des Nora e.V. 0234 9629996 oder per E-Mail an nora-beratung@freenet.de.
Mehr Initiative mit Bochumer Initiativen
Der 7. März ist außerdem der Aktionstag von rund 40 Frauenvereinen und Verbänden, die in Bochum aktiv sind. Am Bongard-Boulevard, auf der langen Passage vor der Drehscheibe stellen die Organisationen ihre Arbeit vor und informieren die Besucher:innen über diverse Themen wie Gewalt an Frauen, Gleichstellung sowie Bildungs- und Beratungsangebote. Dabei gibt es Gelegenheit zum Austausch, zur Vernetzung und zum Kennenlernen lokaler Initiativen.
Der Aktionstag geht von 11:00 bis 14:00 Uhr und ist kostenlos.
Musikalischer Weltfrauentag
Am Sonntag, den 8. März, ist schließlich der Weltfrauentag und mit ihm hat das Bochumer Referat für Gleichstellung, Familie und Inklusion einen Nachmittag der etwas anderen Art vorbereitet. Um 13:30 Uhr beginnt in der Rotunde – der bekannten Off-Location Am Kulturgleis 3-5 in Bochum – ein Konzert von Pamela Falcon und der Originalbesetzung der New York Nights Band der gleichnamigen Event-Serie. Es soll eine Hommage an die Frauenpower in der Musikgeschichte sein und die starken Frauen der Musikindustrie ehren.
Tickets könnt Ihr bereits jetzt online für rund 10 Euro über die Webseite der Rotunde erwerben. Einlass ist 15 Minuten vor Beginn.
Kunst, Geschichte und Frauenpower
Auch das Bergbaumuseum hat was Besonderes für den Weltfrauentag vorbereitet: Am 8. März kostet der Eintritt für FLINTA*-Personen und Mädchen nur 5 Euro. Darüber hinaus könnt Ihr die Sonderausstellung „FÜHLST DU?“ zu Tisa von Schulenburg – einer prägenden Künstlerin des Ruhrgebiets im 20. Jahrhundert – besuchen sowie an einer Führung und einer Veranstaltung über Frauen im Bergbau teilnehmen.
Zur Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen findet Ihr auf der Webseite des Bergbaumuseums.
Im Gespräch: Über Faschismus und Weltkriegsgefahr
Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) widmet sich am Mittwoch, dem 11. März, im Kulturhaus Thealozzi an der Pestalozzistraße 21 in Bochum-Stahlhauseneinem wichtigen Thema. An diesem Tag erzählen Frauen aus verschiedenen Ländern über Faschismus und thematisieren die Gefahr eines Weltkrieges. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erfahrungen und Berichte der Frauen im gemeinsamen Widerstand gegen faschistische Ideologien sowie die Diskussion über Ursachen der wachsenden globalen Spannungen.
Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr.
Feministisches Kneipenquiz
Ab 19:00 Uhr stehen am 13. März in der Goldkante, welche sich an der Alten Hattinger Straße 22 in Bochum befindet, die Zeiger auf Quiz-Time. Dieses besondere Kneipenquiz bietet Frauen* die Möglichkeit, gemeinsam ihr Wissen zu testen, spannenden Geschichten über Frauen* und Feminismus zu lauschen sowie in gemeinschaftlicher Atmosphäre ins Gespräch zu kommen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Ihr allein oder als Team teilnehmt.
Die Veranstaltung entstand in Zusammenarbeit mit dem Frauenarchiv ausZeiten e.V. Der Eintritt ist frei, allerdings sind die Plätze begrenzt. Anmeldenkönnt Ihr Euch noch bis heute, dem 6. März per E-Mail an Pikoehler@bochum.de.
Basketball ist auch Frauensache
Am Sonntag, den 15. März, duellieren sich die VfL VIACTIV AstroLadies Bochum mit den BG 74 Veilchen Ladies aus Göttingen. Bei diesem Basketball-Spiel präsentieren die AstroLadies im Rahmen der Frauenwochen und des Internationalen Frauentags erstmals ihre pinken Sondertrikots. Mit dieser Veranstaltung soll die Sichtbarkeit von Frauensport erhöht und mehr Aufmerksamkeit für Frauenbasketball geschaffen werden.
Zuschauer:innen sind eingeladen, die Sportlerinnen live in der Rundsporthalle Bochum anzufeuern. Der Eintritt beträgt 7 Euro, 5 Euro ermäßigt und für Kinder bis zwölf Jahre ist er kostenlos.
Eine detaillierte Übersicht der Veranstaltungen des Referats für Gleichstellung, Familie und Inklusion während der Bochumer Frauenwochen findet Ihr unter:
]]>Im Zuge laufender Tarifverhandlungen hat die Vereinte Dienstleistungsgesellschaft, besser bekannt als ver.di, zu einem Streik des ÖPNV aufgefordert. Hintergrund sind die Forderungen der Gewerkschaft nach faireren Löhnen und Arbeitszeiten für Arbeitende im öffentlichen Nahverkehr. Betroffen sind alle Busse und Bahnen der BOGESTRA: alle U- und Straßenbahnen, die innerhalb von Bochum fahren und viele Busse, darunter alle, die an der RUB halten. Auch für manche Pendler:innen wird es am Montag schwierig nach Bochum zu kommen. Denn auch die HCR (Herne-Castrop-Roxel GmbH) und die Vestische streiken; beides sind wichtige Verkehrsverbände im Ruhrgebiet. Lediglich die Straßen- und Regionalbahnen der Deutschen Bahn fahren regulär. Zur RUB oder in die Nähe der RUB fährt am Montag jedoch weder Bus noch Bahn. Der Streik fängt direkt am frühen Montagmorgen an und geht bis in die Nacht zum Dienstag.
]]>Wer vor einer Woche, am Freitag, den 16. Januar, vormittags über die Uni-Brücke gelaufen ist, konnte sie nicht übersehen: eine große Gruppe Protestierender mit iranischen Flaggen und dem lauten Ruf nach Gerechtigkeit. Organisiert hatte die Mahnwache die RUB-Studentin Parisa – für die Tausenden Menschen, „die in den letzten zwei Wochen auf offener Straße im Iran erschossen wurden“. Ursprünglich hatte sie geplant, sie vor dem Audimax auszurichten. Das habe die Uni jedoch abgelehnt. Eine Protestaktion von Ver.di soll dort zeitgleich stattgefunden haben.
Nach Parisas Angaben kamen rund 100 bis 120 Menschen zur Mahnwache – deutlich mehr, als sie erwartet hatte. „Die Mahnwache war wirklich viel größer, als ich dachte. Das hat mir unglaublich viel Kraft gegeben“, sagt die Organisatorin. Denn am meisten tue es weh, nicht gesehen zu werden.
Mit dieser wollten Parisa und die Teilnehmenden auf die aktuelle Gewalt im Iran aufmerksam machen. „Unser Protest richtet sich gegen eine Regierung, die die Menschen im Iran seit 47 Jahren brutal unterdrückt“, erklärt sie.
Eine Regierung um Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei, die das Land aktuell in einen Ausnahmezustand versetzt und brutal gegen die eigene Bevölkerung vorgeht: Was Anfang Januar erneut als friedliche landesweite Proteste begonnen hatte, wurde schnell von der Gewalt des iranischen Regimes überschattet. Parisa will darauf aufmerksam machen: „An jedem Tag werden Menschen verhaftet, erschossen oder hingerichtet.“ Milizen der Revolutionsgarden schossen Tausende Demonstrierende nieder. Sogar das Regime selbst spricht mittlerweile von 5.000 Toten – anzunehmen ist, dass die Zahlen deutlich höher sind. Die Sunday Times berichtet von bis zu 18.000 getöteten Menschen. Das Times-Magazin beruft sich hingegen auf zwei hochrangige Mitarbeitende des iranischen Gesundheitsministeriums, die von rund 30.000 Toten in nur zwei Tagen sprachen.
Besonders belastend ist für die iranische Diaspora die Internetsperre im Iran; Informationen dringen kaum aus dem Land. Seit dem 8. Januar hat die Mullah-Regierung das Netz abgeschaltet. Exil-Iraner:innen erreichen Familie und Freund:innen höchstens über Satellitenverbindungen – und das nur sehr unzuverlässig. Das kann auch Parisa bestätigen: „Wir haben kaum Kontakt. Für uns im Ausland ist das wirklich schlimm. Wir wissen nicht, wie es unseren Familien geht.“
Parisa und die anderen Teilnehmenden wünschen sich nun vor allem eines: „Wir wollen einfach, dass die Welt endlich hinschaut und versteht, dass die Menschen im Iran seit 47 Jahren ohne Freiheit und ohne Menschenrechte leben“, erklärt sie. Sie hoffen auf ein baldiges Ende der Gewalt und eine freie Zukunft ihres Landes. Mit der Mahnwache verbanden sie deshalb eine klare Forderung: ein echter Regimewechsel und das Ende der Mullah-Herrschaft, der theokratischen Diktatur des Landes.
]]>Du sitzt in der Bahn und schaust die ganze Fahrt gebannt auf Dein Handy? Und hast keinen Kontakt mit den anderen Menschen in der Bahn? Dann ist die neue Initiative von „Vereint Bochum“ eine ganz neue Möglichkeit für Dich. Der Verein macht es sich zum Ziel, Begegnungen zwischen Menschen zu organisieren und fördert das Knüpfen von Kontakten unter Menschen in Bochum. Er organisierte bereits eine Workshop-Reihe und einen Abend gegen Einsamkeit im Schauspielhaus Bochum – auch in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum. Zudem arbeitet Prof. Dr. Maike Luhmann, die an der RUB psychologische Methodenlehre unterrichtet, an diesem Projekt mit und bringt ihr Fachwissen zur Einsamkeitsforschung ein.
Die neue Aktion der Initiative heißt „U35 Social Line: Raus aus dem Tunnel und Anschluss finden“. Am Donnerstag, den 22. Januar, um 17 Uhr startet die Social Line. Kern des Projekts ist das Speed-Kennenlernen mit sechs Runden, die jeweils ca. 15 Minuten dauern. Dabei sind auch Guides anwesend, die helfen, dass neue Gespräche leicht zustande kommen, und das Event moderieren.
Du möchtest teilnehmen? Dann kannst Du Dir kostenlose Slot-Tickets sichern. Es gibt auch die Möglichkeit, spontan an fast allen Stationen der U35 zuzusteigen. Die Route der U35 Social Line geht von der Haltestelle Hustadt bis zur Haltestelle Riemke Markt und umgekehrt. Die erste Fahrt beginnt um 17:07 Uhr an der Haltestelle Riemke Markt, die letzte Fahrt endet dort voraussichtlich um 19:16 Uhr. Die genauen Uhrzeiten für die sechs Fahrten, alle Haltestellen und weitere Infos zum Ablauf findest Du auf der Website von Vereint Bochum.
Das Projekt richtet sich besonders an Studierende und Auszubildene, wie an neu zugezogene Bochumer:innen. Alle Haltestellen sind barrierefrei zugänglich.
Dir reicht eine kurze Fahrt mit der U-Bahn nicht und Du möchtest mehr Zeit haben, um neue Menschen kennenzulernen? Dann bietet Vereint Bochum am 22. Januar. noch eine weitere Option an: das Deep Dive Foyer im BOGESTRA-Gebäude an der Haltestelle Oskar-Hoffmann-Straße (Universitätsstraße 58). Von 17-21 Uhr gibt es Snacks, Getränke und die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen.
Mitgründer Tim Kramer, der die Idee für Vereint Bochum hatte, erzählt uns, dass die Idee für die U35 Social Line von ganz persönlichen Erfahrungen herrührt: „Ich selbst nutze [die U35] schon mein Leben lang und fand es immer faszinierend: Wir sitzen dort oft dicht an dicht, sind gedanklich aber meist weit weg und scrollen am Handy.“ Zudem habe er selbst auch die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so leicht ist, in einer neuen Stadt Anschluss zu finden. Wieso findet diese Aktion denn gerade in der U35 statt? „Die U35 verbindet die größten Hochschulen Bochums und ist so etwas wie die Herzschlagader unserer Stadt“, erzählt Tim.
]]>Hilfsmöglichkeiten
Hilfsorganisationen wie die Johanniter und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) bieten Hilfe an festen Standorten in Bochum an. Die Johanniter befinden sich donnerstags von 19-21 Uhr am Hauptbahnhof, der ASB am Dienstag von 18-21 Uhr. Beide bieten von November bis März warme Mahlzeiten für hilfsbedürftige Menschen an. Der ASB gibt zudem warme Getränke, Hygiene-Artikel und Kleidung aus. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bietet ganzjährig Hilfe an – ebenfalls am Hauptbahnhof Bochum – und versorgt bedürftige Menschen montags ab 19 Uhr mit notwendigen Ressourcen. Auch wenn die meisten hilfsbedürftigen Personen diese Möglichkeiten bereits kennen – wenn sie es aber nicht wissen, kannst Du sie darauf hinweisen, wann und wo genau diese Organisationen ihre Unterstützung anbieten.
Diese Hilfsangebote sind jedoch an einen Ort gebunden. Wenn Personen akut Unterstützung benötigen, gibt es noch andere Möglichkeiten zu helfen.
Das Deutsche Rote Kreuz ist von Oktober bis März mit einem Kältebus unterwegs, sobald die Temperaturen Minusgrade erreichen. Kältebusse können warme Mahlzeiten und Schlafsäcke austeilen und, falls nötig, Menschen in Notunterkünfte bringen. Das DRK bietet die Möglichkeit an, hilfsbedürftige Personen bei dem DRK-Kältebus zu melden. Siehst Du also eine Person bei kalten Temperaturen auf der Straße übernachten, melde diese unter der Kältebus-Hotline (0163 3375402). Auch wenn eine obdachlose Person nicht akut gefährdet scheinen mag, kann sie es dennoch sein. Hilfe können obdachlose Menschen immer gebrauchen – erst recht zu kalten Jahreszeiten.
Wenn Du selbst tätig werden willst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten dies zu tun, auch ohne viel Aufwand. Hilfsorganisationen wie die Johanniter, das DRK und der ASB arbeiten ehrenamtlich und sind auf Spenden angewiesen. Ehrenamt lebt besonders von Unterstützung und solche Organisationen suchen oft weitere ehrenamtliche Mitarbeiter:innen. Auf den Websites der Hilfsorganisationen findest Du entsprechende Informationen, Kontaktmöglichkeiten und Spendenlinks. Auch Sachspenden, wie Schlafsäcke, warme Kleidung und Schals und Mützen kannst Du beim DRK abgeben. Das kannst du am besten bei den örtlichen DRK-Stellen machen; in Bochum befindet sich der DRK-Kreisverband an der Adresse „An der Holtbrügge 8“.
Begegnest Du selbst einem obdachlosen Menschen, welcher bei kaltem Wetter auf der Straße lebt, kannst Du ihm auch direkt helfen, empfiehlt die Diakonie. Jedoch sollte man grundlegende Prinzipien beachten. Es ist wichtig, hilfsbedürftigen Menschen mit Respekt und Verständnis zu begegnen und diese auf keinen Fall zu verurteilen. Frag die Person lieber zuerst, ob sie Hilfe braucht und wenn ja, was sie gerade am meisten braucht – vielleicht ist das etwas anderes, als Du denkst. Begegnest Du einer Person, die auf Ansprache nicht reagiert und sich nicht oder nur kaum rührt, dann zögere nicht, die 112 zu wählen.
Zu guter Letzt noch eine Sache, die das ganze Jahr über gilt, aber nicht oft genug gesagt werden kann: Pfandflaschen gehören neben den Mülleimer. Besonders hier auf dem Campus gibt es viele Menschen, die Pfandflaschen sammeln, deren Leben Du einfacher machen kannst.
Zusammenfassung der Angebote von Hilfsorganisationen
Am Hauptbahnhof
Montag ab 19 Uhr – DRK
Dienstag 18-21 Uhr – ABS
Donnerstag 19-21 Uhr – Johanniter
Kontaktmöglichkeiten
DRK – Kältebus Hotline: 0163-3375402
Deutsches Rotes Kreuz Kältehilfe: https://www.drk-bochum.de/angebote/hilfe-in-der-not/kaeltehilfe.html
Arbeiter-Samariter-Bund Kältehilfe: https://www.asb-bochum.de/kaeltehilfe/
Johanniter Bochum Kältehilfe: https://www.johanniter.de/dienste-leistungen/angebote-fuer-privatpersonen/lokale-angebote/dienstleistung/kaeltehilfe-5887/
DRK Kreisverband Bochum: An der Holtbrügge 8
]]>Am Montag, dem 14. April wurde der Gehilfe beim Säureattentats im Juni 2024 zu vier Jahren Haft wegen Beihilfe zur vorsätzlichen schweren Körperverletzung verurteilt.
Er hatte den 43-jährigen Haupttäter am 30. Juni 2024 zum Tatort gefahren, wissend, was dieser geplant hatte. So hatte sein Beifahrer im Anschluss Schwefelsäure über die Gäste eines Cafés am Schauspielhaus geschüttet und dabei elf Menschen verletzt. Der Attentäter selbst stand nicht mehr vor Gericht, da er sich bereits im Oktober 2024 in Untersuchungshaft erhängt hat.
Der Angriff galt ursprünglich dem Café-Besitzer, der früher in ein Drogendelikt mit Rockern verwickelt war. Aufgrund einer Verwechselung griff er stattdessen einen 30-jährigen Studenten an, der deswegen schwere körperliche sowie psychische Verletzungen erlitt und mehrfach operiert wurde. Weitere Personen wurden ebenfalls verletzt, jedoch weniger schwer. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich sieben Jahre Haft wegen versuchten Mordes gefordert. Im Urteilsspruch heißt es, hinter dem Anschlag stand kein unmittelbares Mordmotiv, sondern die Intention, jemandem einen Denkzettel zu verpassen.
:levi
]]>Das Radkreuz Bochum ist ein zentrales Projekt zur Förderung des Radverkehrs in der Innenstadt. Es wurde im Rahmen des städtischen Radverkehrskonzepts entwickelt und soll Radfahrenden komfortable, sichere und gut strukturierte Verbindungen quer durch die Innenstadt bieten. Seit dem Start des Projekts im September 2023 wurden bereits erste Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehört der Ausbau zentraler Radwege und die Optimierung von Verkehrsknotenpunkten. Große Radkreuz-Piktogramme auf der Fahrbahn markieren die neuen Radwege und sollen die Orientierung für Radfahrende verbessern.
Trotz der Fortschritte gibt es Kritik an der Umsetzung des Radkreuzes. So bemängelt der ADFC Bochum die Sperrung der Viktoriastraße am Husemannplatz für den Radverkehr ohne ausgeschilderte Umleitung. Zudem wird kritisiert, dass das Radkreuz den Innenstadtring nicht vollständig ersetzt, da einige wichtige Verbindungen, wie die zur Universitätsstraße, fehlen.
Ursprünglich sollte das Radkreuz die Cityradialen wie Herner-, Dorstener- und Hattinger Straße durch direkte, sichere Radverbindungen innerhalb des Innenstadtrings verbinden. In der Praxis jedoch führen Teile des Radkreuzes durch Fußgängerzonen, in denen Radfahrende nur Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen oder sogar absteigen müssen. Ein Beispiel ist der Abschnitt vor dem Husemann Karree, wo Radfahrende aufgrund fehlender Beschilderung gezwungen sind, ihr Fahrrad zu schieben.
Ein weiterer Kritikpunkt ist das Baustellenmanagement der Stadt. So wurde beispielsweise die Große Beckstraße asphaltiert, um den Radverkehr zu erleichtern. Da es sich jedoch weiterhin um eine Fußgängerzone handelt, bleibt die erlaubte Geschwindigkeit für Radfahrende auf Schrittgeschwindigkeit begrenzt. Zudem werden Baustellenflächen häufig als Lager für Materialien und Geräte genutzt, was den verfügbaren Raum für den Radverkehr weiter einschränkt.
(Mein eigener) Senf: Das Radkreuz sollte ein Meilenstein für den Radverkehr in Bochum sein. Doch die Umsetzung zeigt, dass ambitionierte Ziele allein nicht ausreichen. Ohne durchdachte Planung und Berücksichtigung der tatsächlichen Bedürfnisse der Radfahrenden droht das Projekt, seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Für Studierende, die auf nachhaltige Mobilität angewiesen sind, bleibt zu hoffen, dass die Stadt Bochum die Kritik ernst nimmt und entsprechende Nachbesserungen vornimmt.
:Artur Airich
]]>Egal ob Team Bibliothek oder Diskothek — alle Studis werden hier glücklich.
Wenn Du den Campus betrittst, kommen bei Dir Beton-Blues auf? Dann ab in die Metropolen des Ruhrgebiets! Bergbau ist nicht nur wortwörtlich ziemlich verstaubt — zum Glück ist es nicht das einzige, was das Ruhrgebiet zu bieten hat. An folgenden Orten wirst Du auch als Studi auf deine Kosten kommen.
Eintauchen ins Gasometer
Dieser Tipp ist nicht nur was für Bio-Studis!
Das Gasometer ist die höchste Ausstellungs- und Veranstaltungshalle Europas. Unmittelbar am Rhein-Herne-Kanal gelegen, ist es in Oberhausen angesiedelt. Vor seiner Stilllegung im Jahre 1988 diente es als riesiger Gichtgasspeicher.
Auf 117 Meter Höhe geht es nicht in die Lüfte — sondern tief nach unten.
Hier kannst Du in der aktuellen Ausstellung „Planet Ozean“ unter den Meeresspiegel abtauchen. Das absolute Highlight? Auf der obersten Ebene findest Du ein immersives Panoramaerlebnis, in dem Du quasi mit Walen schwimmen kannst. Okay, vielleicht sitzt Ihr auch einfach auf ein paar gemütlichen Sitzsäcken und schaut staunend nach oben zu den grazilen Meeresriesen — aber die Atmosphäre aus gedämpften Licht und dumpfen Meeresklängen helfen der Fantasie doch ganz schön auf die Sprünge.
Tickets für die aktuelle Ausstellung „Planet Ozean“, die noch bis Ende November dauert, kosten ermäßigt 11€. .
Shoppen kann nichts toppen
Endlich! Die sieben Collegeblöcke, die überteuerte Unitasche von TikTok und der Studiausweis mit dem unvorteilhaften Bild sind angekommen. Bald ist Sommer und es kann nun los gehen mit dem Studium. Aber halt! Was ist eigentlich mit der passenden Kleidung für den Unialltag?
Egal, ob ein Geisteswissenschaften Outfit mit Totebag und Wollschal aus Bio-Baumwolle oder doch lieber Krawatte und Anzug für das Gebäude GD? In Shopping-Hotspots wie dem Ruhr Park, der Thier-Galerie oder der Dortmunder Innenstadt findet Ihr eine große Auswahl an Styles für jedes Uni-Gebäude — äh — jeden Geschmack natürlich. Auch das Westfield Centro in Oberhausen lädt zu einem ausgiebigen Shopping-Tag ein. Hier kommen vor allem Fashion-Nerds auf ihre Kosten. Neben Kleidung gibt es dort aber natürlich auch Fachliteratur oder Lexika zu kaufen — falls es Dich interessiert.
Antikes Leben erleben
Alle Wege führen nach Rom — doch gilt das auch für die Schienen der U35?
Finde es heraus, denn im nicht allzu weit entferntem Haltern erwartet Euch das spannende LWL- Römermuseum auf Dich. Vor 2000 Jahren befand sich hier ein wichtiger römischer Stützpunkt: Aliso. Auch die Legio XIX war hier stationiert – sie ging im Jahre 9 n. Chr. in der Varusschlacht unter.
Über 1.200 Originalfunde zeigen die hochentwickelte römische Kultur und das Leben fern der Heimat – die Blütezeit Roms in Germanien wird hier wieder lebendig.
Für erschwingliche 3,50 Euro wird im LWL-Römermuseum folgendes lateinisches Sprichwort möglich: Carpe diem.
A littleparty never killednobody
Ehe man sich versieht, ist man mitten drin im Studi Alltag. Schnell macht man Han Solo im Karbonit Konkurrenz, wenn das verzweifelte Gesicht mit dem aufgeschlagenen Buch verschmilzt. Ablenkung schadet bei Überforderung (ironischerweise) tatsächlich nicht unbedingt.
Mit KommseÜcken?! in Gelsenkirchenwird die Bochumer Straße zum Ausgehviertel in Gelsenkirchen-Ückendorf. Das Motto? Subkulturell und „mehr als sonst“! Seit 2022 gibt es hier quartalsweise besondere Nächte: Live-Musik in der Kneipe, DJs vor der Pommesbude oder Techno im leerstehenden Supermarkt. Der Eintritt ist frei und Du kannst beliebig zwischen den verschiedenen Locations hin und her wechseln. Neben Klausurterminen solltest Du dir noch die folgenden Stichtage merken: Dieses Jahr wird am 14. Juni, 13. September. & 13. Dezember „geückt“. Save the date! Du bist neugierig geworden, aber noch unsicher? Eindrücke gibt’s auf Instagram unter @kommse_uecken.
In Bochum hingegen bietet der Prater bereits seit den 90ern ausgelassene Clubnächte. Du hast dich durch alle Etagen der Bibliothek „durchgepaukt“? Als einer der größten Diskotheken Deutschlands bietet das Prater Nightlife ganze vier unterschiedliche Clubs unter einem Dach. Hier wirst Du die Bib schnell vergessen, denn es warten regelmäßig Specialevents und prominente Performer auf Dich. Der Eintritt kostet regulär 10 Euro. Dazu kommt noch ein Mindestverzehrwert von 5 Euro, aber ganz ehrlich, den wirst Du auch beim Bib-Besuch im Edwards Café sowieso jedes Mal los werden. Zeit also, das Koffein gegen Cocktails einzutauschen.
Worauf wartest Du? Shake the stress away!
:Levinia Holtz
]]>Die Polizeistelle von Bochum, Witten und Herne sieht die neue Statistik als Erfolg an. Sie sagt auch, dass durch Zivilcourage und Hilfe aus der Bevölkerung viele Straftaten aufgeklärt werden können. Dafür wird sich sehr bedankt. Trotz der anhaltenden Diskussion über Sicherheit in Deutschland, kann man zumindest für diese drei Stätde sagen, dass die Sicherheit sich allgemein verbessert hat.
:Steven Schöpper
]]>Schon knapp sechs Jahre lang ist E wie Einfach in der deutschen League of Legends Liga unterwegs. Auf dem Magenta Cup, der live vor Gamescom Publikum ausgetragen wurde, konnte sich das Team schon eine Siegertrophäe sichern. Dieses Jahr zur Wintersaison 24/25 ging es für das Team das erste Mal in das große Finale der Prime League. Wir brachten ein paar Fragen mit.
bsz: Prime League, was genau ist das?
Carsten Schulte: Es sind regionale Ligen. Die gibt es zum Beispiel in Spanien, Frankreich, der Türkei und eigentlich in ganz Europa. Bei uns heißt diese Liga Prime League. Die jeweils zwei besten Teams der Liga gehen danach in die Europameisterschaft, den EMEA Masters. Das ist dann eine Art Champions League für League of Legends.
bsz: Wie unterscheidet sich die Prime League zu den „offiziellen” Ligen von Riot Games (Inhaber von League of Legends)?
C: Von Riot Gamesgibt es überregionale Ligen weltweit. Bei uns in Europa ist das die LEC (League of Legends European Championship). Das ist eine ganz eigene Franchise über der Prime League und den EMEA Masters. Dort läuft es professionell ab mit hohen Gehältern für die Teams. Die Teams kaufen sich für dort für zweistellige Millionenpreise einen Platz. Der berechtigt sie dann zur Teilnahme. Der große Unterschied ist dafür dann die Sichtbarkeit und Reichweite der Teams. Das bringt gute Werbeverträge mit Sponsoren. Tatsächlich spielen dort dann auch die besten Spieler. Aus den regionalen Ligen schaffen es aber immer wieder Spieler in die LEC, wenn sie von Teams gescoutet und angeworben werden. Man kann also sagen, dass die Prime League auf europäischer Ebene eine von vielen zweiten Ligen ist, in Deutschland ist es aber die beste Spielklasse.
bsz: Wie bereitet Ihr Euch auf so ein großes Spiel vor?
C: Wir trainieren in sogenannten Scrims. Das heißt, wir schreiben Teams meistens aus den anderen Ländern an, mit denen wir nicht im aktuellen Wettbewerb stehen. Dann vereinbaren wir Trainingsspiele, die sehr ähnlich zu so einem Ligaspieltag sind. Und da versuchen wir ein Pensum zu halten zwischen drei und fünf von diesen Matches pro Woche. Wir achten sehr darauf, dass die Spieler viele Pausen haben. Wir trainieren hier in Bochum auch vor Ort an der Kortumstraße, dort haben wir unser Büro. Unser Team spielt auch gerade das Prime League Finale von dort aus. Vor Ort trainieren wir an zwei Tagen in der Woche. Wir wollen da das gesunde Maß halten, das man mittlerweile auch aus anderen Jobs kennt, eine gute Mischung aus Homeoffice und vor Ort. Wir haben im Blick, wenn wir sehen, jemand macht zu viel. Also einfach, dass wir sagen, das ist nicht mehr gut, das kann nicht gut sein, weil du Schlaf brauchst, weil du keine soziale Interaktion hast, dann schreiben wir auch einige an und sagen heute ist Spielverbot, dich möchte ich nicht online sehen.
bsz: Wie steht es um das Thema Nachwuchs? Wie finden Leute in den E-Sport?
C: Also tatsächlich finden wir den viel über die unteren Ligen. Da beobachten wir oft länger Spieler, die rausstechen. Es gibt noch Organisationen, die selber keine Profivereine stellen. Dazu gehören natürlich halt die E-Sport Player Foundation. Die vergibt sozusagen Stipendien, holt die auch mal zu so Lehrgängen ran. Also solche Organisationen haben sich mittlerweile entwickelt. Und ansonsten sollte man erst mal ehrlich zu sich sein. Wenn man die Online Leiter nicht klettern kann, liegt es wahrscheinlich an einem selbst und nicht an den Teammates, wie man es sich oft einredet. Und wenn man dann wiederum herausragend gut ist, dann richtig bewirb Dich bei einem Team, das vielleicht in der dritten oder in der vierten Liga ist und spiel sogenannte Tryouts. Das machen Teams regelmäßig, dass sie neue Spieler für Testspiele einfach mal holen, um sich die anschauen. Dort dann zu überzeugen, das ist der richtige Weg.
bsz: Wie steht es um Bochum und das Ruhrgebiet als Standort für E-Sports?
C: Es gibt viele Locations in denen man E-Sport organisieren kann, dennoch denke ich, da ist echt Luft nach oben. Also wir haben hier in Bochum total coole Locations, die auch multifunktional sind. Zum Beispiel die Rotunde oder Räume an Universitäten. Möglichkeiten gibt es. Ich glaube, das Problem liegt wirklich in der Förderfähigkeit von E-Sport. Das ist nach wie vor nicht richtig anerkannt als Sportart. Die Abgabenordnung regelt in Paragraf 52 ja Ausnahmen für gemeinnützige Vereine und in keiner fällt E-Sport rein. Dahingehend wurden auf politischer Ebene immer Versprechungen gemacht, die nicht gehalten wurden. Ich glaub, wir hätten ein sehr viel vitaleres Vereinsleben, wenn das so wäre und das hätten wir dann auch hier in Bochum. Wir sind meilenweit davon entfernt, ein Stadion zu füllen. Und das muss man ehrlicherweise sagen. Wir müssen da schauen, dass wir nicht zu früh als Teams gegeneinander arbeiten, wenn wir eigentlich noch gemeinsam solche Events wie heute schaffen wollen, wenn wir gemeinsam dafür sorgen wollen, dass E-Sport mehr erlebbar wird, dass man da irgendwie die Nähe dazu aufbaut, dass wir die die Gesichter der Spielenden stärker zeigen, weil nur dann werde ich Fan. Und das ist denke ich etwas, das haben wir gemeinsam als Aufgabe.
Ihr wollt mehr zu E wie Einfacherfahren? Auf Instagram findet Ihr das Team unter: https://www.instagram.com/e_wie_esports/?hl=de.
:Artur Airich