Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Amadeu Antonio Stiftung | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:49:08 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Amadeu Antonio Stiftung | BSZ https://bszonline.de 32 32 „Die Rolle von Frauen und Geschlecht im Rechtsextremismus“ https://bszonline.de/2019/04/29/die-rolle-von-frauen-und-geschlecht-im-rechtsextremismus/ https://bszonline.de/2019/04/29/die-rolle-von-frauen-und-geschlecht-im-rechtsextremismus/#respond Mon, 29 Apr 2019 16:17:09 +0000 https://bszonline.de/2019/04/29/die-rolle-von-frauen-und-geschlecht-im-rechtsextremismus/ Vortrag. Die Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung hat vergangenen Freitag im Blue Square Einblicke in gesammelte  Erkenntnisse und Ergebnisse gewährt. Gibt es Frauen in den Reihen der rechten Gruppierungen und haben diese eine Stimme?

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Vortrag. Die Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung hat vergangenen Freitag im Blue Square Einblicke in gesammelte  Erkenntnisse und Ergebnisse gewährt. Gibt es Frauen in den Reihen der rechten Gruppierungen und haben diese eine Stimme?

„Frauen sind kleiner, schwächer und weniger intelligent, deswegen sollten sie auch weniger verdienen.“ So sieht das konservative Rollenverständnis in Köpfen wie von Janusz Korwin-Mikke, ehemaliges Mitglied des EU Parlaments und polnischer right-Wing Politiker, nach wie vor aus. In rechten Gruppierungen, seien sie neu oder alt, ist dies natürlich schon immer eine bekannte Begleiterscheinung. Trotzdem gibt es sie. Frauen in rechten Gruppierungen.
Doch wo bleibt der Platz für die Frauen der Rechten? Häufig, mit ein paar wenigen, aber medial sehr präsenten Ausnahmen, halten diese sich scheinbar eher im Hintergrund auf. Vieles passiere ganz anonym  unter falschen Namen auf Social Media Plattformen. Vor Falschmeldungen und Bildmanipulationen wird auch hier kein Halt gemacht.

„Frauen sollen Frauen Sachen machen!“

Beim Vortrag von Rachel Spicker, Amadeu Antonio Stiftung, wurde auch  auf eine Partnervereinigung hingewiesen die sich auf das Aufspüren von manipulierten Nachrichtenmeldungen im Netz spezialisiert hat. Einen Banner mit weiblichen, angeblichen Opfern von Angriffen durch Geflüchtete, gesehen auf einer Demonstration Der Identitären, konnten sie als gefakte Fotomontage ausmachen. Die Bilder waren größtenteils aus mehrere Jahre alten Fällen häuslicher Gewalt in Amerika und Russland.
Doch anstatt Politik zu machen, sollen Frauen in rechten Gruppierungen vorallem zeigen, dass sie da sind. Dabei bekennen sie sich meistens zum klassischen Leitbild der Familie und lehnen die Idee eher ab, dass Geschlechter auch soziale Konstrukte sein können, biologischer Unterschied zwischen Mann und Frau hingegen nicht zu leugnen sei. Dies schaffe innerhalb der Gruppierungen jedoch eine unrealistische Utopie vom Frauenbild. So sollen Frauen ihre Weiblichkeit am ehesten wie Madonna, sprich sexuell lassiv aufgeladen, präsentieren und dabei ihren häuslichen Pflichten nachkommen. Dies befeuere aber eher Wahnvorstellungen und Hirngespinste à la „Opfere dich auf – ER ist der Chef“, so wie es früher auch in einem Frauenkodex von 1955 in der Housekeeping Monthly hieß.

Ziele der rechten Frauen

Den sogenannten „Gender Terror“ wollen sie abschaffen, doch die unnatürliche Umgestaltung der deutschen Sprache als Mittel zur Umsetzung der Genderideologie wird von Mitgliedern dieser Parteien abgelehnt, denn „in einem freien Europa dürfe es keinen staatlichen Zwang zu einer politischkorrekten Sprache geben“. Frauen und Männer sowohl linker und rechter politischer Lager, werden sich wahrscheinlich, wenn nur darin einig sein, dass politisch korrekt Frage des Blickwinkels bleibt.
Dass Anfeindungen von politisch rechten oder konservativen Frauen an Frauen tagtäglich vorkommen, bewies auch eine traurige Wortmeldung einer Gästin, die berichtete, dass es immer weniger Schwangerschaftsabbruch Kliniken im Ruhrgebiet gäbe, weil es immer wieder Berichte von Frauen gab, die Patientinnen vor der Tür abfingen und sie einschüchterten und belästigten, um sie am Eintritt zu den Kliniken zu hindern. Dies hat inzwischen zu vielen Schließungen und einer erschreckenden Realität von nur zwei aktiven Kliniken in Bochum geführt, die diesen Eingriff anbieten.

:Christian Feras Kaddoura

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Aktionswochen gegen Antisemitismus an der RUB https://bszonline.de/2018/11/05/aktionswochen-gegen-antisemitismus-der-rub/ https://bszonline.de/2018/11/05/aktionswochen-gegen-antisemitismus-der-rub/#respond Mon, 05 Nov 2018 16:13:23 +0000 https://bszonline.de/2018/11/05/aktionswochen-gegen-antisemitismus-der-rub/ Politik. Die kommenden Wochen stehen an der Ruhr-Universität ganz im Zeichen des Kampfes gegen Antisemitismus. Angeregt von der Linken Liste (LiLi) finden zahlreiche Workshops und Vorträge statt.

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Politik. Die kommenden Wochen stehen an der Ruhr-Universität ganz im Zeichen des Kampfes gegen Antisemitismus. Angeregt von der Linken Liste (LiLi) finden zahlreiche Workshops und Vorträge statt.

80 Jahre ist es her, dass in Deutschland durch die November-Pogrome der Beginn der Shoa und somit der weltweit größten und tödlichsten Verfolgung von Menschen jüdischen Glaubens geschah. Angesichts dieses Jahrestags veranstalten verschiedene Akteur*innen an der Ruhr-Universität die Aktionswochen gegen Antisemitismus. Dass auch 2018 noch Aufklärungsbedarf bestehe, ist sich Cristian Luckardt (LiLi) sicher: „Antisemitismus ist Alltag, er kann viele Formen annehmen und ist in breiten Bevölkerungsschichten vertreten. Dies sagen sowohl die steigende Zahl antisemitischer Straftaten als auch die Mitte-Studien der Uni Leipzig aus.“ Daher sei es erfreulich, dass es gelungen sei, viele Akteur*innen einzubinden und so ein möglichst breites Repertoire an Themen zu bieten, betont Jasmin Delveaux (Juso-HSG).  
Die Idee zu einer Woche gegen Antisemitismus sei bereits Teil der Koalitionsverhandlungen zwischen Linker Liste, Juso-HSG und GRAS gewesen, berichtet Luckardt. Nach dem Scheitern einer
AStA-Bildung haben Mitglieder von LiLi und Jusos angefangen, ein Konzept zu erarbeiten. Gemeinsam mit der GRAS, verschiedenen Fachschaftsräten und dem autonomen Frauen*Lesbenreferat und in Zusammenarbeit mit der Amadeu-Antonio-Stiftung sei es gelungen, ein sehr breites Programm auf die Beine zu stellen, betonen die beiden Hauptverantwortlichen Luckardt und Delveaux. Mit den Kooperationspartner*innen wolle man die Aktionswochen nun in jedem Wintersemester veranstalten „sodass die KriWo [Kritische Einführungswoche, Anm. d. Verf.,
:bsz 1166] das Highlight des Sommersemesters ist und die Aktionswochen des Wintersemesters“, wünscht sich Luckardt.

Interesse an der Uni

„Beim Verteilen der Flyer und auf unserer Internetpräsenz gab es überwiegend positive Rückmeldung, aber auch Reaktionen, die uns gezeigt haben, wie wichtig das Thema Antisemitismus ist“, gibt Luckardt zu bedenken. Daher sei es erfreulich, dass beispielsweise die Veranstaltung des Fachschaftsrates Psychologie „Zur Psychologie von Opfern und Tätern im Konzentrationslager“ am 8. Novemver auf Facebook schon über 1.000 Interessierte habe und der Krav Maga-Schnupperkurs für Frauen, organisiert vom autonomen Frauen*Lesbenreferat bereits nach kurzer Zeit ausgebucht gewesen sei.
Doch die Initiator*innen geben sich auch selbstkritisch: „Beim nächsten Mal möchten wir versuchen, noch mehr Gruppen der Ruhr-Universität einzubinden“, betonen sie. „Vielleicht wäre dies auch ein Projekt eines neuen möglichen linken AStA“, so Luckardt. Zwar sei die Aktionswoche Teil der AStA-Verhandlungen und des von GRAS, LiLi und dem Großteil der Juso-HSG herausgearbeiteten Koalitionsvertrags gewesen, doch der jetzige AStA habe keine Bestrebungen gezeigt, sich zu beteiligen. „Nach dem abrupten Ende der Verhandlungen schien den Aktiven im AStA, der unter dem Vorsitz von Zeynep Dikman steht, ein solch umfassendes Projekt nicht so wichtig zu sein wie beispielsweise eine Zusammenarbeit mit einem Escape-Room“, kritisiert Luckardt. Umso erfreulicher sei es, dass sich zahlreiche Initiativen und Gruppen der Wichtigkeit des Themas bewusst seien.

:Justinian L. Mantoan
 

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