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Der Graffiti-Tunnel zwischen Hermannshöhe und Bermuda3Eck ist für viele ein Dorn im Auge. Ungemütlich, düster, voller Schmierereien und vor allem nachts ein Ort an dem man sich nicht wirklich wohl fühlt. Die Initiative Frauen*kampftag hat zumindest dafür gesorgt, dass der Tunnel nun in schönem Pink erstrahlt und mit einer Vielzahl aufbauender, empowernder, feministischer Messages gefüllt ist. Auch wenn von früheren Demonstrationen und Aktionen in Bochum schon der ein oder andere feminismus-solidarische oder auch anti-rassistische Spruch an den Wänden der Unterführung gelandet ist, ist es jetzt durch und durch ein Ort, der sich für gesellschaftliches Verständnis und gesundes Miteinander stark macht. Zumindest durch Worte und Zeichen. Ein Mobivideo, das etwas Einblick in die Aktion bringt, findet Ihr im Netz unter
frauenkampftagbochum.wordpress.com sowie auf Facebook und Instagram. Das Teilen des Videos ist dabei ausdrücklich erwünscht! Doch das ist nur der Anfang von vielen Aktionen, die im Zuge des Weltfrauen*kampftages geplant sind. Der März und der April sind vollgepackt mit verschiedenen Programmpunkten zur Stärkung emanzipatorischer Bewegungen, seien es Vorträge, Konzerte, Filme, Workshops, Diskussionen und Co. Beginnend am 4. März und bis zum 16. April finden die Aktionswochen statt und beschäftigen sich mit Themen wie feministischer Empfängnis, feministischen Kämpfen in der Klimagerechtigkeitsbewegung, dem Film „Die Entstehung der Kurdischen Freiheitsbewegung der Frauen“, Antisemitismus im Feminismus, dem politischen Aspekt der Periode, Hair Politics und vielen weiteren Themen.
„No Future without Feminism – Emanzipatorische Bewegungen stärken!“ ist dabei das Motto der zweiten Runde der feministischen Aktionswochen in Bochum, einem Projekt der Initiative Frauen*kampftag Bochum. Die Initiative Frauen*kampftag ist ein im Jahr 2018 gegründeter Zusammenschluss. Bereits im Jahr 2019 haben sie die Feministischen Aktionswochen sowie die Demo zum Weltfrauentag geplant und organisiert.
Und auch dieses Jahr wird wieder dazu eingeladen, am 7. März auf die Straße zu gehen. Treffpunkt ist am Hauptbahnhof in Bochum um 17 Uhr. Anschließend wird die Demo mit einem Konzert von Lena Stoehrfaktor am Schauspielhausvorplatz und der Demoparty: Feministisch Tanzen in der Oval Office Bar abgerundet.
Bei den Veranstaltungen am 7. März handelt es sich jedoch ausdrücklich um ein Reinfeiern in den Frauen*kampftag, denn am 8. März wird gestreikt: Aber das heißt nicht einfach nur Zuhause sitzen und nichts tun, es sei denn das ist Eure bevorzugte Version von Streik. Alternativ könnt Ihr aber beispielsweise ab 11 Uhr am Feministischen Streikfrühstück im atelier automatique eine nette Runde genießen und anschließend bei dem Vortrag und Workshop „Keine Zukunft ohne Vergangenheit – Frauen-Bewegungen im Rückblick“ teilnehmen. Dieser findet ab 16 Uhr im Provisorium statt.
Dieses Jahr wurde das Programm darüber hinaus in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an Gruppen und Initiativen erstellt, wie dem „atelier automatique“, Antifa Café Bochum, ASAB Ruhr, f:antifa Bochum, Kulturfabrik Bochum e.V., Oval Office Bar und weiteren. Also schließt Euch den Aktionswochen an, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen, denn Feminismus ist für alle da! Spread the word, show support!
:Christian Feras Kaddoura
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Nicht erst seit dem rechten Terroranschlag in Halle ist deutlich, dass es in Deutschland ein Antisemitismus-Problem gibt. Steigende Zahlen von Anschlägen auf Synagogen sowie Übergriffe auf Juden* und Jüdinnen* und immer wiederkehrende antisemitische Symbole und Figuren, die von Politiker*innen sowie Aktivist*innen bedient werden, haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass in der Nachkriegszeit und durch die 68er-Bewegung bei weitem nicht alle Jüd*innenfeindlichkeit beseitigt wurde.
Daher finden bereits zum dritten Jahr in Folge die Aktionswochen gegen Antisemitismus an der RUB statt. Diese sind Teil der bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus von der Amadeu Antonio-Stiftung und finden rund um den Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. und 10. November statt. An der RUB werden sie von hochschulpolitischen Listen wie der Linken Liste (LiLi), den Grünen und Alternativen Student*innen (GRAS) und der JuSo-Hochschulgruppe Bochum, den Fachschaftsräten Sozialwissenschaft, Psychologie und Geschichte sowie dem Autonomen Frauen*Lesbenreferat und weiteren Organisationen unterstützt. „Auch die Universität ist kein Ort frei von Antisemitismus und Relativierung dessen“, schreibt Cristian Luckardt, Mitorganisator der Aktion und StuPa-Mitglied für die Linke Liste. Das haben die Organisator*innen im vergangenen Jahr selbst zu spüren bekommen. Denn ihnen gegenüber wurde mit Gewalt gedroht und Phrasen wie „Vergast sie alle“ und „Heil Hitler“ ausgerufen. Auch wurde der Antisemitismus der AfD immer wieder relativiert. Daher sei es wichtig, auch weiterhin aufzuklären und nicht davon auszugehen, dass die Universität frei von Antisemitismus ist.
:Stefan Moll
]]>Judentum in China
In Europa selten thematisiert, widmet sich der Vortrag der JuSo-Hochschulgruppe dem jüdischen Leben und der Frage nach antisemitischen Strukturen in China, beispielsweise anhand der jüdischen Gemeinschaft in Kaifeng.
• Donnerstag, 7. November, 18 Uhr. Ruhr-Uni, GB 03/42. Eintritt frei.Zur Psychologie von Opfern und Täter_innen im Konzentrationslager
Erneut organisiert der Fachschaftsrat Psychologie den Vortrag zur Opfer- und Täter*innenpsychologie. Wer im vergangenen Jahr aufgrund der knappen Raumverhältnisse keinen Platz mehr fand, kann dieses Jahr aufatmen, denn für reichlich Plätze ist im HZO gesorgt. Wer bereits einen kleinen Einblick erhalten möchte, kann unseren Bericht des Vorjahres lesen (:bsz 1190).
• Dienstag, 12. November, 18:30 Uhr. Ruhr-Uni, HZO 60. Eintritt frei.Antisemitismus in der AfD
Häufig gibt sich die AfD als anti-antisemitisch. Warum diese Eigendarstellung nicht richtig ist und welche antisemitischen Positionen in der AfD vorhanden sind, erklärt Tim Ackermann, Bildungsreferent beim DGB-Bildungswerk (Deutscher Gewerkschaftsbund), in einem Vortrag.
• Mittwoch, 13. November, 18 Uhr. Ruhr-Uni, GB 03/42. Eintritt frei.Antisemitismus von Links: Traditionen und Kontinuitäten
Dass Antisemitismus nicht nur von rechts kommt, sondern lange Teil deutscher, linker Szenen ist und weshalb dieser immer noch präsent ist, wird in einem Workshop, der durch die Liste GRAS organisiert wird, ergründet. Aufgrund der Workshopstruktur liegt die Teilnehmer*innenhöchstzahl bei 30 Personen. Kommt also rechtzeitig!
• Freitag, 15. November, 18 Uhr. Ruhr-Uni, GB 03/42. Eintritt frei.