Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Aktionen | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:46:32 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Aktionen | BSZ https://bszonline.de 32 32 Diversity-Show am Campus https://bszonline.de/2022/06/12/diversity-show-am-campus/ https://bszonline.de/2022/06/12/diversity-show-am-campus/#respond Sun, 12 Jun 2022 15:06:14 +0000 https://bszonline.de/2022/06/12/diversity-show-am-campus/ Am 31. Mai. jährte sich zum zehnten Mal der Diversity Day in Deutschland. Ein Grund für die Ruhr-Uni, sich „woke“ zu zeigen. Für mich als dreifach benachteiligte Person eine wichtige Veranstaltung. Warum die Veranstaltung am Ende den Stempel ,,stets bemüht” erhält, erfahrt ihr in diesem kritischen Nachbericht.  

 
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Am 31. Mai. jährte sich zum zehnten Mal der Diversity Day in Deutschland. Ein Grund für die Ruhr-Uni, sich „woke“ zu zeigen. Für mich als dreifach benachteiligte Person eine wichtige Veranstaltung. Warum die Veranstaltung am Ende den Stempel ,,stets bemüht” erhält, erfahrt ihr in diesem kritischen Nachbericht.  

Habt ihr es mitbekommen? Vergangene Woche zeigte sich die Uni bunt und divers! Im musischen Zentrum zeigte sich die Vielfalt, die die Uni ihren Studierenden sowie Mitarbeitenden zu bieten scheint. Es fanden sich zahlreiche Einrichtungen der Uni zusammen und stellten ihre Projekte vor. Der thematische Schwerpunkt war die Bildungsgerechtigkeit. Besonders rühmte sich die Veranstaltung mit einem Vortrag von Bildungsforscher und Soziologen Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani. Doch all das wirkte mehr als eine performative Arbeit für die Presse als wirklich für diejenigen, die um die Bildungsgerechtigkeit kämpfen. Die Menschen, die vor Ort waren, waren teils hochschulpolitisch interessierte Menschen. So wirkte es wie ein Klassentreffen der ewig selbigen. Während andere Hochschulen ganze Wochen zu diesem Thema anboten, ist die RUB im Jahr 2017 angekommen. Als Veranstaltungsort wurde das musische Zentrum gewählt. Ein Ort der zwar an der Unibrücke andockt, aber nicht wirklich für alle Studierende bekannt ist. Da hilft auch nicht eine große Figur die mit bunter Fahne am Eingang wedelt, und das neben einem Merch-Stand an dem T-Shirts verkauft werden. Für Studierende wirkte es wie eine Aktion eines NGO, die mal eben eine Unterschrift und die Bankverbindung wollen. Die Veranstaltung hätte grundsätzlich mehr Aufmerksamkeit verdient. Doch es wirkte so als hätte man innerhalb von kürzester Zeit einen Tag planen müssen und gucken, wer kann. Dass grundsätzlich nicht mit vielen Besucher:innen gerechnet wurde, zeigte sich an der Bestuhlung an dem Redner:innenbereich. Es wirkte so, als wären um die 20 Sitzplätze vorhanden gewesen und auch  nicht mit mehr Anwesendenweder erwartet noch gewünscht worden.

Warum? Mensch weiß es nicht! Aber es fiel auf, dass das Ganze irgendwie nicht so richtig „ernst“ genommen wurde. Während ich mich über die Veranstaltung an sich freute, fragten ich und auch andere Teilnehmende sich: Warum ist das nicht größer aufgebaut? Was ist mit den Vereinigungen an der RUB? Wo sind die? Wieso wurde die Mensa nicht mit ins Team geholt, die oftmals Internationale Wochen macht? All dies hätte dafür sorgen können, dass der Diversity Day sich präsenter am Campus hätte zeigen können. So wirkte es etwas stiefkindlich. Ja, wir machen was! Aber bloß nicht zu viel des Guten. Für einen Menschen, der zusätzlich zu seinem Studium um Nachteilsausgleiche kämpfen muss, darauf bedacht ist, möglichst wenig Rassismus-Erfahrung im Studium zu erleben, oder auch sich am Campus Sexismus geben darf, etwas enttäuschend. Natürlich feiern sich die öffentlichen Organe: Mit Worten wie: „Diversität wird an der RUB großgeschrieben“. Aus weißer, able-bodied Perspektive kann das schon stimmen, aber für mich ein kleiner Schlag ins Gesicht. Natürlich sehe ich solche performativen Veranstaltungen etwas kritischer, aber mit Hinblick auf die Pfingstferien hätte man mehr Veranstaltungen rund um den Campus machen können. Oder sich andere Projekte überlegen, die nicht wirken als wäre es eine nette kleine Nische. Vielleicht liest es ja einer der Veranstalter:innen und nimmt sich dieser Punkte an. Denn Diversity sollte ein niederschwelliges Konstrukt sein und keine akademische Party, die sich das who is who der akademischen Bubble einlädt und mit ihr im elitären Kreis diskutiert. Denn das ruft oft zu einem Diskurs über einen als zu einem mit einem auf, da sich einige in diesen Räumen wohl gar nicht angesprochen fühlen. Insbesondere die, die sich als Ally in jeglicher Form zeigen könnten verstehen sich oft nicht als jeweilige Zielgruppe, wenn sich ein zugängliches Konzept als Fachtagung entpuppt. Aber ich bin auch nur eine Schwarze, behinderte Frau. Was weiß ich schon 😉                      

:Abena Appiah

 

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Plöde Politiker*innen https://bszonline.de/2019/01/21/ploede-politikerinnen/ https://bszonline.de/2019/01/21/ploede-politikerinnen/#respond Mon, 21 Jan 2019 16:02:32 +0000 https://bszonline.de/2019/01/21/ploede-politikerinnen/ Kommentar. Aktionismus ist immer eine Chance, etwas zu bewegen, wenn er gut durchdacht ist. Sonst ist die  Blamage zu groß.

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Kommentar. Aktionismus ist immer eine Chance, etwas zu bewegen, wenn er gut durchdacht ist. Sonst ist die  Blamage zu groß.

Es ist nicht unüblich, dass Aktionen gegen Politiker*innen geplant sind. Gerade wenn diese an Universitäten sprechen und gerade bei umstrittenen Personen ist es nicht selten. Diese sollten jedoch gut recherchiert sein, denn die Vertreter*innen sind geübte Rhetoriker*innen und kennen sich mit dem Reden vor einem Publikum aus. Solche Momente können einen verunsichern, um Team Rocket zu zitieren, „Das war mal wieder ein Schuss in den Ofen.“
Das beste Beispiel für solch einen Fehlschuss, gerade an unserer Uni, könnt Ihr noch heute auf YouTube sehen und in vielen Zeitungen nachlesen.
Der Bundesvorsitzende der FDP war im Hörsaal an der Ruhr-Universität zu Gast und bot den Demonstrant*innen eine Plattform. Er gab ihnen zwei Minuten Redezeit, um ihnen am Ende das Wort im Munde umzudrehen. Natürlich ist das doof und man schreit dann das rein, was eigentlich gemeint war. Zur Freude eines Rhetorikers, in diesem Fall Lindner, der dann belehren kann — Ihr seid töricht und habt keine Ahnung.


Souveränität ist alles

Sechs Studierende hatten sich zusammengetan und vergangenen Montag dasselbe bei Armin Laschet getan, doch mit einem Unterschied. Klar unterbrachen sie die Veranstaltung mit einem Intro, aber sie kamen mit Fakten und ließen sich auf einen Dialog ein. Der Hauptredner der sechs gab dem Ministerpräsidenten auch zu verstehen, dass er an einer Universität sei und mit Studierenden zu tun hat und auch so mit uns reden könne.
Laschet ließ die Studis reden und die Studis ließen ihn reden. Ein Diskurs auf Augenhöhe. Auch wenn die Nachfrage auf den Umstieg auf erneuerbare Energie von Laschet für manche im Publikum falsch beantwortet wurde, zog sich die Aktionsgruppe „friedlich und ohne Belehrung“ zurück und hatte den Auftritt, den sie haben wollten.
Auch wenn das Bauchgefühl einem sagt: „Alter du laberst da gerade ziemlichen Käse, das stimmt so nicht“, sollte man immer abwägen, was man erreichen möchte. Denn am Ende kann die Nervosität eine*n souveräne*n Redner*in naiv wirken lassen und das ist von den Politiker*innen gewollt.

Lies hier den Sachartikel dazu!

:Abena Appiah

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