Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 90er | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:57:42 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg 90er | BSZ https://bszonline.de 32 32 Kult-Quark Comeback https://bszonline.de/2019/09/11/kult-quark-comeback/ https://bszonline.de/2019/09/11/kult-quark-comeback/#respond Wed, 11 Sep 2019 10:11:19 +0000 https://bszonline.de/2019/09/11/kult-quark-comeback/ Kommentar. Er ist wieder da: Die Milchspeise der 90er kommt zurück ins Kühlregal. Frufoo feiert Relaunch!

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Kommentar. Er ist wieder da: Die Milchspeise der 90er kommt zurück ins Kühlregal. Frufoo feiert Relaunch!

Damals… vor 15 Jahren, als ich noch ein junger Hüpfer war… In der guten alten Zeit, in der noch alles besser war… Jajaja genug Sermon und Bla Bla. Wir Kinder der 90er sollten mal die Backstreetboys anwerfen und feiern: Frufoo feiert sein Comeback! Auf zum örtlichen Deichmann, Buffalos kaufen (kommt ja alles wieder) den Arsch in die Schlaghose, die Haare ins Kreppeisen und den Frufoo in den Einkaufswagen. Willkommen in meiner Kindheit und in der Kindheit aller andern Menschen, die die Neunziger als Kind erleben durften.

An alle anderen jungen Hüpfer*innen: Frufoo ist Quark und essbargewordene Liebe und Erinnerung. In einer wunderhübschen runden Ufoförmigen Verpackung mit einer Spielzeugüberraschung in der Mitte. Ich habe diesen Quark geliebt. Und dann endete meine Kindheit abrupt, als er aus dem Sortiment genommen wurde. Zig Versuche unternahm die Fanbase, die Kultmilchspeise zurückzuerobern, doch Emmi (zu denen Onken inzwischen gehört) lehnte ab. Jetzt gab es eine Petition von Emmi selbst. Bei 15.000 Unterschriften wollte man ein Frufoo Comeback in Angriff nehmen. Easy für die große Community, die seit Jahren dafür kämpft. Nach wenigen Stunden war das geknackt. Mit über 300.000 Unterschriften konnten wir überzeugen! Ich hoffe wirklich, dass Emmi uns nicht enttäuschen wird. Jede*r von uns weiß, wie Frufoo zu schmecken hat. Jede*r hat eine Erwartungshaltung. Emmi, wir zählen auf dich. Enttäusch uns nicht.
Und die Königsdisziplin steht auch aus: Wird es die mit Quark gefüllten Schokoufos auch wieder geben?

Erstmal werden wir abwarten, ob Frufoo es wirklich wieder ins Kühlregal schafft. Es wird wunderbar. Fremde Mittzwanziger werden vor Kühlregalen stehen und sich weinend in den Armen liegen. Ich freu mich drauf! Mein nächstes persönliches „Ich will es wieder haben“-Ziel ist im übrigen die alten leckeren Happy Hippos zurück zu bekommen. Ihr fehlt mir auch sehr!

:Kendra Smielowski
 

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Pornos und Mikrowelle https://bszonline.de/2017/11/27/pornos-und-mikrowelle/ https://bszonline.de/2017/11/27/pornos-und-mikrowelle/#respond Mon, 27 Nov 2017 19:01:35 +0000 https://bszonline.de/2017/11/27/pornos-und-mikrowelle/ Theater. Provokant wie in den 90ern? RUB-Studentin Anne Deutschinoff  bringt Mark Ravenhills „Shoppen & Ficken“ auf die MZ-Bühne.

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Theater. Provokant wie in den 90ern? RUB-Studentin Anne Deutschinoff  bringt Mark Ravenhills „Shoppen & Ficken“ auf die MZ-Bühne.

Fast zwanzig Jahre ist es her, da war die Inszenierung dieses Stücks ein kleiner Theater-Eklat: „Shoppen & Ficken“, so der Titel des 1996 vom britischen Dramatiker Mark Ravenhill verfassten Porträts einer Generation, die zwischen Drogenexperimenten und Technobeats nach Sinn in der Konsumgesellschaft sucht. Die deutsche Uraufführung, die Thomas Ostermeier, damals noch ein vielversprechendes Regietalent, 1998 auf die Bühne der Baracke am Deutschen Theater vor nur 99 ZuschauerInnen (mehr Plätze gab es nicht) brachte, provozierte und irritierte. Das Stück traf den Nerv der Zeit. So derb und direkt, so vulgär und schockierend wirkte Theater lange nicht mehr. Es war der Startschuss einer neuen Regiegeneration um Ostermeier, Marthaler, Castorf, die eine frische Bühnenästhetik prägte.

20 Jahre ist es her. Theatergeschichte. Dazu gehört auch der Begriff des „In-Yer-Face-Theaters“, der die ungestümen Dialoge von jungen DramatikerInnen wie Mark Ravenhill oder Sarah Kane in den 90ern bezeichnete. Und die Stücke und AutorInnen dieses Etiketts beschäftigten auch Anne Deutschinoff bisher in ihrem Studium der Theaterwissenschaft. Nächsten Freitag will die RUB-Studentin Ravenhills bekanntestes Stück auf die Bühne des Musischen Zentrums bringen. 

Sexualität in der Porno-Gesellschaft 

Mit Gegenwartstheater kennt sich Deutschinoff aus. Zuletzt hat sie Sybille Bergs „Missionen der Schönheit“ auf der Studiobühne inszeniert. Und auch in „Shoppen & Ficken“ sieht sie starken Gegenwartsbezug – auch wenn das 90er-Stück zuletzt nicht so präsent in den Schauspielhäusern war. „Was die Figuren da so sagen, könnte genauso gut auch von 2017 sein“, sagt Deutschinoff. „Das hat mich alles an die eigene Generation erinnert.“ 

Eine Frage, die von der 24-Jährigen in der Inszenierung über die Sinnsuche dieser drei Außenseiter Robbie (Luca Hennig), Lulu (Joyce Thumb von Neuburg) und Mark (Laron Janus) in den Vordergrund rückt: Wie hat sich Sexualität in der Porno-Gesellschaft gewandelt? „Wir haben versucht, die medial bestimmte Sexualität miteinfließen zu lassen“, erzählt die Bochumerin. Klingt nach Potential für ein provokantes Revival des 90er-Stücks.

:Benjamin Trilling

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Ein Metaller auf der Mayday https://bszonline.de/2016/05/02/ein-metaller-auf-der-mayday/ https://bszonline.de/2016/05/02/ein-metaller-auf-der-mayday/#respond Mon, 02 May 2016 16:54:22 +0000 https://bszonline.de/2016/05/02/ein-metaller-auf-der-mayday/ Rund 20.000 Raver und Raverinnen feierten ihren Tanz in den Mai nun zum 25. Mal auf ihre eigene Weise: Seit einem Vierteljahrhundert steht die Mayday in den Westfalenhallen für die Essenz der Technopartys. Unser Redakteur Marek, dessen Jahreshöhepunkt eher ein Festival wie Wacken ist, war vor Ort, um sich ein Bild vom Event zu machen.

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Rund 20.000 Raver und Raverinnen feierten ihren Tanz in den Mai nun zum 25. Mal auf ihre eigene Weise: Seit einem Vierteljahrhundert steht die Mayday in den Westfalenhallen für die Essenz der Technopartys. Unser Redakteur Marek, dessen Jahreshöhepunkt eher ein Festival wie Wacken ist, war vor Ort, um sich ein Bild vom Event zu machen.

Techno und ich, wir haben uns Ende der 90er Jahre auseinandergelebt. Während andere Kinder in meinem Alter mit Rolf Zuckowski gequält wurden, brachte mein älterer Bruder mir die „Thunderdome“-Hardcore-Compilations nahe. Später wurde Techno immer kommerzieller und eintöniger und ich entdeckte handgemachte Musik für mich. 2016 bin ich endlich auf der Mayday.

Zwar kommen seit 2007 immer weniger BesucherInnen, doch war jenes Jahr auch mit 27.000 Rekordjahr. Und selbst mit 20.000 ist es der wohl größte Indoor-Rave Deutschlands.

Wo ist die nackte Haut?

Was mir auffällt, ist die scheinbare Norma­lität der Leute. Wo ist die ganze nackte Haut? Wo sind die Plüschstiefel? Stattdessen fühle ich mich wie auf einer riesigen Dorfdisko. Nur dass auf allen Areas Techno läuft und nirgends „the finest Black Music“. Zum Glück. Gibt es so etwas wie eine Szene? Ist es nicht gerade schön, dass die Party für alle offen ist?

Die Menschen kommen zum Tanzen her. Überall wird getanzt, denn die Bässe sind überall zu hören und zu spüren, dass es in der Nasenspitze juckt.

Alles andere als Dorfdisko ist die Installation in der großen Halle 1: 14 Laser, 400 Scheinwerfer, Pyroeffekte, bewegliche LED-Installationen und Konfettikanonen machen ordentlich was her. Die DJs und DJanes thronen über der Menge, doch im Mittelpunkt steht tatsächlich die Party, die Effekte erfüllen den ganzen riesigen Saal. Es steht weniger der Mensch im Mittelpunkt als die Musik, die Masse, die Technik, die Ekstase.

Hier legen die kommerziell erfolgreichsten DJs und DJanes auf. Mich zieht es jedoch weiter, an House-Area und Gabber-Dom vorbei zum „Twenty Dome“, wo ich mich hinreißen lasse, zu 90er-Jahre-Techno abzuzappeln.

 

:Marek Firlej

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