Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Andreas Schneider (asch) | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 09:04:43 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Andreas Schneider (asch) | BSZ https://bszonline.de 32 32 AStA-Betriebe werden zusammengelegt https://bszonline.de/2017/12/04/asta-betriebe-werden-zusammengelegt/ https://bszonline.de/2017/12/04/asta-betriebe-werden-zusammengelegt/#respond Mon, 04 Dec 2017 15:40:21 +0000 https://bszonline.de/2017/12/04/asta-betriebe-werden-zusammengelegt/ Campus. Die Sofortdruckerei im GA und der AStA-Copyshop in GB werden zum 1. Februar 2018 zusammengelegt. Studierende sollen zukünftig nur noch in GB kopieren.

Viele Studierende haben in diesem Semester missmutig auf den Kontoauszug oder den Überweisungsträger geschaut. Grund war der gestiegene Sozialbeitrag im Vergleich zum letzten Jahr. Stolze 316,28 Euro waren dieses Wintersemester fällig. Mitverantwortlich für den Anstieg des Sozialbeitrags war, neben gestiegenen Kosten für das Semester-Ticket, auch eine vom Studierendenparlament (StuPa) beschlossene Erhöhung des Sozialbeitrags für den Haushalt der Studierendenschaft. Mitte Juni informierte Finanzreferent Simon Paul die 

Fachschaftsratvertreterinnen-Konferenz über die „finanzielle Situation der Studierendenschaft“ (:bsz 1130). In den nächsten Wochen folgte ein Rechenschaftsbericht von Simon Paul, hitzige Diskussionen im StuPa und verschiedene Sparmaßnahmen (:bsz 1130; 1131 & 1132). Am 29. Juni beschloss das StuPa letztendlich die Erhöhung des Sozialbeitrag um 4,40 Euro (:bsz 1133). 

Sozialverträgliche Sparmaßnahmen 

In der Sitzung am 29. Juni stellte Simon Paul außerdem ein Konzept für „Einsparungen bei Personalkosten“ vor. Der AStA plane die Schließung des AStA-Copyshops, da dieser weniger Gewinn einbrachte als im Haushaltsplan geschätzt wurde. Da alle Sparmaßnahmen sozialverträglich durchgeführt werden sollten, verschob der AStA die Schließung allerdings auf 2018: „Da der zuständige Mitarbeiter bald in Rente geht, wird die Position einfach nicht neu besetzt. Damit werden Personalkosten gesenkt und es muss niemand entlassen werden“, ließ Paul damals verlauten (:bsz 1133). 

Zum 1. Februar sollen die Betriebe Sofortdruckerei und Copyshop nun zusammenzulegt werden. Als Konsequenz soll ab dem 1. Februar die Druckerei in GA nur noch für interne Zwecke, wie Drucke von Fachschafträten, Initiativen oder dem AStA, genutzt werden. Der Copyshop in GB soll den Studierenden weiterhin wie gewohnt zur Verfügung stehen. „Der Haushalt zeigt deutlich, dass zwei Druckereibetriebe nicht wirtschaftlich sind. Der Bedarf bei den Studierenden ist einfach gesunken. Es wird nicht mehr so viel kopiert wie früher“, erläutert Nur Demir, AStA-Referentin von der Internationalen Liste. Das Konzept der Zusammenlegung sei auf allgemeine Zustimmung im StuPa gestoßen, so Demir weiter.  

  Gastautor :Andreas Schneider

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ELEX: Veraltete Technik oder nostalgischer Charme? https://bszonline.de/2017/11/27/elex-veraltete-technik-oder-nostalgischer-charme/ https://bszonline.de/2017/11/27/elex-veraltete-technik-oder-nostalgischer-charme/#respond Mon, 27 Nov 2017 18:38:04 +0000 https://bszonline.de/2017/11/27/elex-veraltete-technik-oder-nostalgischer-charme/ Rezension. ELEX polarisiert. Einerseits begeistert KritikerInnen die hohe Immersion, andererseits kritisieren sie die Animationen und das fummelige Kampfsystem. Aber hebt gerade das ELEX nicht von anderen Spielen ab?

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Rezension. ELEX polarisiert. Einerseits begeistert KritikerInnen die hohe Immersion, andererseits kritisieren sie die Animationen und das fummelige Kampfsystem. Aber hebt gerade das ELEX nicht von anderen Spielen ab?

Der 17. Oktober wurde bei vielen Rollenspielfans bereits rot im Kalender markiert. An diesem Tag ist das neue Piranha-Bytes-Spiel ELEX erschienen. Das Essener Entwicklerstudio hat sich in der Vergangenheit einen Namen gemacht durch die legendäre Gothic-Reihe, sowie die inoffizielle Nachfolgerreihe Risen. Aber was steckt hinter dem neuen Scifi-Rollenspiel?

ELEX hat sich viel vorgenommen. Wie in Piranha-Bytes-Spielen üblich soll es ein riesiges Openworld-Spiel mit fast unbegrenzten Möglichkeiten werden. Wir starten, anders als gewohnt, als Charakter mit Namen. Unser Held Jax kämpft sich durch die postapokalyptische Welt und kann sich entscheiden, ob er weiter die seltene Ressource ELEX konsumiert und damit ein grausamer, seelenloser Jäger bleibt oder aber auf ELEX verzichtet und Gefühle zulässt. Das Setting ist im Vergleich zu den Vorgängern ein vollkommen neues. Magie trifft hier auf Technik und Science Fiction auf Fantasy. Wir können uns sowohl mit dem Schwert durch unsere GegnerInnen Metzeln, als uns auch mit Jetpack, Magie und großen Wummen unseren Weg freikämpfen.  Nicht überraschend also, dass viele SpielerInnen Größen wie Mass Effect oder Skyrim im selben Atemzug nennen. Während aber an Titeln wie Mass Effect mehrere hunderte MitarbeiterInnen arbeiten, wird ELEX von dreißig Festangestellten  gestemmt. Viele SpielerInnen verbinden mit Piranha-Bytes-Spielen neben fürchterlichen Konsolenports auch hölzerne Animationen und liebloses Voiceacting. Wieder andere loben die liebevoll durchdachten Storys und die aufwendig designten Spielewelten, sowie den erfrischend herausfordernden Schwierigkeitsgrad.

Hat Piranha Bytes sich mit einem Titel wie ELEX vielleicht einfach übernommen? Ist Piranha Bytes vielleicht einfach ein Studio mit fantastischen Ideen, aber zu wenig Ressourcen für solch ambitionierte Projekte?

Detailreiche Spielwelt – Zahlreiche Eigenheiten

Die Spielewelt von ELEX macht Spaß. Wie von Piranha Bytes gewohnt, strotzt die Welt nur so vor Details. Hinter jeder Ecke, auf jedem Turm und in jeder Höhle lässt sich etwas Spannendes finden. Loot, Audiologs oder große Trolle, die uns onehitten. Abgesehen von den Bethesda-Spielen wie Skyrim und Fallout gibt es kaum ein Spiel, in dem das freie Erkunden der Spielewelt so viel Spaß macht wie in ELEX. Aber anders als in Skyrim oder Fallout muss man in ELEX häufig die Beine in die Hand nehmen, will man nicht sterben.

ELEX füllt, anders als Mass Effect Andromeda, die große Welt sinnvoll auf und schafft es, dass sich nichts darin generisch anfühlt. Nur die teils matschigen Texturen und eindimensional wirkenden Objekte trüben das Gesamtbild. Mit dem Jetpack soll der/die SpielerIn die Möglichkeit bekommen, jeden Ort der Karte zu erkunden. Die Steuerung des Jetpacks stellt sich allerdings als kontraintuitiver heraus, als man glaubt. Man braucht, gerade wenn man versucht, an einen Ort zu kommen, der eigentlich nicht dafür vorgesehen ist, einige Anläufe.  Hat man es geschafft, freut man sich dafür später umso mehr. Auch die Kämpfe erinnern eher an World of Warcraft und können sich nicht mit den Animationen von The Witcher 3 messen.  Vielleicht sorgen aber gerade die altbackenen Animationen und das fummelige Kampfsystem für ein nostalgisches Gefühl von Zuhause. Mit ELEX hat man die Chance, nochmal das spezielle Gothicgefühl zu erleben.

Was so mancher also als Schwäche einschätzt, könnte sich am Ende als eine der größten Stärken von ELEX entpuppen. Ähnlich wie das warme Knistern von Vinyl oder der Reiz analoger Einwegkameras auf Partys, könnte ELEX mit seinen Eigenheiten eine Nische füllen, von der so mancher gar nicht wusste, dass sie in der Gamingbranche existiert. Ist ELEX vielleicht sogar der Startpunkt einer Entwicklung, die wir schon länger in anderen Bereichen beobachten? Immer mehr Menschen fotografieren auch analog und Vinyl erlebt einen zweiten Frühling. Craftbiere versuchen mit experimentellen Brauverfahren und Zutaten, den Einheitsbrei großer Marken aufzubrechen.

Vielleicht ist ELEX der Startpunkt einer ähnlich nostalgischen, experimentelleren Strömung im Gamingbereich. Einer Entwicklung, die Spiele im Gesamtpaket sieht und kleinere Fehler vielleicht sogar als Stil oder als liebenswert empfindet. Eine Entwicklung,in der Spiele wie ELEX friedlich neben Titeln wie The Witcher, Skyrim oder Mass Effect koexistieren. Gerade weil sie anders und speziell sind und wir genau dieses Gefühl von früher wieder mal erleben möchten. ELEX hat das Potential, genau das zu liefern. Kuriose Zufälle und witzige Bugs, über die man lachend den Kopf schüttelt, um sie später seinen Freunden zu erzählen, während der Spielspaß nicht völlig leidet.

:Andreas Schneider

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Rettung durch Gentherapie und Stammzellen https://bszonline.de/2017/11/20/rettung-durch-gentherapie-und-stammzellen/ https://bszonline.de/2017/11/20/rettung-durch-gentherapie-und-stammzellen/#respond Mon, 20 Nov 2017 15:44:39 +0000 https://bszonline.de/2017/11/20/rettung-durch-gentherapie-und-stammzellen/ Behandlungserfolg. Bochumer Ärzte konnten durch gentechnisch veränderte Stammzellen einem Jungen das Leben retten und sorgen damit auch international für Aufmerksamkeit. Es war die weltweit erste Transplantation gentechnisch veränderter Stammzellen in dieser Größenordnung.

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Behandlungserfolg. Bochumer Ärzte konnten durch gentechnisch veränderte Stammzellen einem Jungen das Leben retten und sorgen damit auch international für Aufmerksamkeit. Es war die weltweit erste Transplantation gentechnisch veränderter Stammzellen in dieser Größenordnung.

Weltweit zum ersten Mal wurde am Universitätsklinikum Bergmannsheil einem neunjährigen Jungen großflächig Haut aus genmodifizierten Stammzellen transplantiert. Der damals siebenjährige Hassan litt an einer seltenen genetisch bedingten Hautkrankheit: Epidermolysis bullosa. Durch eine Mutation in den Genen für das Membranprotein Laminin-332 ist die oberste Hautschicht nicht mehr mit dem Rest der Haut verankert. Dadurch können bereits geringste Einwirkungen oder Stöße auf der Hautoberfläche zur Bildung von Blasen, Wunden und Hautverlust mit Vernarbungen führen. „Die Erkrankung schränkt die Lebensqualität der Betroffenen stark ein und verläuft häufig lebensgefährlich“, erklärt Dr. Tobias Rothoeft, Kinder- und Oberarzt des Brandverletztenzentrums des St. Josef-Hospitals und des Bergmannsheils. Nachdem alle etablierten Therapiemethoden scheiterten und auch die Transplantation von Haut des Vaters abgestoßen wurde, entschied sich das Bochumer Ärzteteam auf Wunsch der Eltern für eine experimentelle Therapie: „Wir haben zusammen mit den Eltern nach weiteren Therapiemöglichkeiten gesucht und sind auf einen Patientenbericht aus Italien gestoßen. Dort wurde einem Patienten mit Epidermolysis bullosa bereits ein kleiner Teil Haut aus eigenen Stammzellen erfolgreich transplantiert“, erklärt Rothoeft. Mit diesen ExpertInnen stellten die Bochumer Ärzte dann den Kontakt her.
Durch eine Hautbiopsie wurden dem Jungen adulte Stammzellen entnommen. Diese Zellen haben nicht mehr die Möglichkeit, sich in jeden Zelltyp zu entwickeln wie embryonale Stammzellen, sondern nur in einen bestimmten Zelltyp. Die Biopsie wurde zu den ExpertInnen nach Italien geschickt, welche die Zellen kultivierten. Um die Zellen in diesem „Stammzell-Modus“ zu halten, sei eine spezielle Behandlung der Zellen notwendig, so Rothoeft. Außerdem wurden die Zellen gentechnisch verändert. Durch einen Virus konnte eine intakte Kopie des Gens in die DNS der Zellen eingebaut werden und so letztendlich gesundes Gewebe gezüchtet werden. 

Durch ihren Behandlungserfolg konnten die Bochumer Ärzte dem jetzt neunjährigen Hassan das Leben retten. Er kann wieder am sozialen Leben teilnehmen und besucht die Grundschule. Ihren Erfolg veröffentlichten sie außerdem im renommierten Fachmagazin Nature und sorgten so auch international unter WissenschaftlerInnen für Aufmerksamkeit. Für Rothoeft sei das aber zweitrangig: „In erster Linie bin ich immer noch Kinderarzt“.

Ausblick

Für die Zukunft plant das Bochumer Ärzteteam, auch selbst Stammzellen zu kultivieren. So wolle man Brandverletzte besser behandeln. Zurzeit nutze man Spalthaut, also Haut, die an anderer Stelle abgenommen wird. Für die Zukunft könnten durch Stammzellen auch PatientInnen behandelt werden, die großflächig neue Haut benötigen. Die gentechnische Veränderung von Stammzellen könnte in Zukunft auch bei anderen Krankheiten eingesetzt werden. In Tierversuchen führten einige Tests bei anderen Krankheiten allerdings zur Tumorentwicklung. Für eine erfolgreiche Behandlung anderer genetisch bedingter Krankheiten ist also noch weitere Forschung notwendig. Für den heute neunjährigen Hassan sieht es allerdings gut aus. Zwei Jahre nach der Behandlung konnten keine Anzeichen für Hautkrebs gefunden werden und auch die Haut scheint stressresistent und stabil. 

:Andreas Schneider

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Wenn Computer Physik machen https://bszonline.de/2017/11/06/wenn-computer-physik-machen/ https://bszonline.de/2017/11/06/wenn-computer-physik-machen/#respond Mon, 06 Nov 2017 16:28:59 +0000 https://bszonline.de/2017/11/06/wenn-computer-physik-machen/ Vortrag. Prof. Rhode von der TU Dortmund erklärt der Öffentlichkeit im Blue Square, warum moderne Physik ohne Computer nicht mehr denkbar ist und wie Algorithmen unseren jetzigen und künftigen Alltag beeinflussen.

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Vortrag. Prof. Rhode von der TU Dortmund erklärt der Öffentlichkeit im Blue Square, warum moderne Physik ohne Computer nicht mehr denkbar ist und wie Algorithmen unseren jetzigen und künftigen Alltag beeinflussen.

Immer leistungsstärkere Computer und die zunehmende Digitalisierung verändern unser Leben. Computer können schnell und vor allem kostengünstig sehr große Datenmengen verarbeiten. Prof.  Wolfgang Rhode von der Fakultät für Physik der TU Dortmund gab im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Neue Fenster zum Universum: Physik mit dem größten Labor der Welt“ des Blue Squares Einblicke in die Datenanalyse und die Rolle von Computern, Algorithmen und Verfahren des maschinellen Lernens bei astrophysikalischen Experimenten und Messungen. 

Wie jede Wissenschaft arbeitet auch die Astro- und Teilchenphysik an immer sensibleren Messmethoden. Je größer die Sensibilität einer Messung, desto genauer können PhysikerInnen Theorien überprüfen oder besondere Ereignisse beobachten. Die Sensibilität von Messgeräten ist vergleichbar mit der Auflösung eines Bildes. Bei einer schlechten Auflösung können zwei nahe Punkte als ein einziger wahrgenommen werden. Mit steigender Auflösung wird das Bild schärfer und man erkennt zwei getrennte Punkte. Wir kennen das Phänomen in abgeschwächter Form beispielsweise von Videoplattformen wie YouTube oder Netflix. Für eine höhere Auflösung sind aber mehr Bildpunkte notwendig. Im Vergleich: Für eine Auflösung von 1920 x 1080 sind mehr als zwei Millionen Bildpunkte notwendig, für eine Auflösung von 256 x 144 nur circa 36.000. Die höhere Sensibilität der Messgeräte und Methoden führt also auch zu einer steigenden Anzahl an Messpunkten. Die Datenmenge ist so stark angestiegen, dass sie durch Computer verarbeitet werden muss. 

Zufallswerte und Simulationen

AstrophysikerInnen nutzen die sogenannte Monte-Carlo-Simulation, um die entscheidenden Informationen von Hintergrunddaten und Rauschen zu isolieren. Dafür wird ein Computer mit mehreren Theorien gefüttert, in welche dann verschiedene Zufallswerte aus dem Wertebereich eingesetzt werden. Durch die komplexen Theorien entstehen dabei vieldimensionale, komplizierte mathematische Konstrukte. Diese werden mit den Messdaten abgeglichen. Ergeben sich Differenzen zum berechneten „Normalzustand“, dem Hintergrund, können PhysikerInnen daraus Informationen ziehen und berechnen. Durch diese „Vorauswahl“ der Algorithmen müssen WissenschaftlerInnen sich nicht mehr alle Daten angucken, sondern erhalten direkt die potentiell interessanten Messpunkte. 

Universität und Öffentlichkeit verbinden

Das Blue Square versteht sich selbst als Brücke zwischen der Ruhr-Universität Bochum und den Bochumer BürgerInnen. Wissenschaft soll aus dem akademischen Elfenbeinturm und für BürgerInnen greifbar werden.  Daher wurde, wie bei jedem Vortrag im Blue Square, im Anschluss eine ausgiebige Diskussion mit Fragen der Öffentlichkeit geführt. Auch für die GästInnen ist der Spagat zwischen Wissenschaft und reduzierter Komplexität für NichtphysikerInnen gelungen: „Das war ein guter Mittelweg zwischen komplexen Themen und guter Umschreibung“, erzählt ein Gast. Es sei super interessant, zu sehen, wie wissenschaftlich „in quasi Star-Trek-Dimesionen“ gearbeitet wird. 

:Andreas Schneider

Wie denkt Ihr über die zunehmende Digitalisierung? Lest hier Redakteur Andreas' Kommentar.

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Big Data: Sind wir schon in der Matrix? https://bszonline.de/2017/11/06/big-data-sind-wir-schon-der-matrix/ https://bszonline.de/2017/11/06/big-data-sind-wir-schon-der-matrix/#respond Mon, 06 Nov 2017 16:20:57 +0000 https://bszonline.de/2017/11/06/big-data-sind-wir-schon-der-matrix/ Kommentar. Jede Suche im Netz, jede Statusmeldung bei Facebook wird gespeichert. Diskussionen über Algorithmen, künstliche Intelligenzen und ihre Folgen finden aber nur in Science-Fiction-Foren statt.

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Kommentar. Jede Suche im Netz, jede Statusmeldung bei Facebook wird gespeichert. Diskussionen über Algorithmen, künstliche Intelligenzen und ihre Folgen finden aber nur in Science-Fiction-Foren statt.

Algorithmen bestimmen unser Leben. Welche Suchergebnisse sehen wir bei Google und anderen Suchmaschinen zuerst? Welche Seiten werden uns bei Facebook vorgeschlagen? Künstliche Intelligenzen (KI) und Algorithmen fangen an, unsere Autos zu steuern, tätigen 70 Prozent des Aktienhandels am Finanzmarkt und entscheiden über unsere Kreditwürdigkeit. Im Radio berechnen Algorithmen den idealen Musikmix für müde Menschen morgens und die Feierabendlaune am Abend. In Los Angeles sagt ein Algorithmus veraus, in welchen Bezirken es wahrscheinlich zu einem Verbrechen kommt, damit die Polizei dort stärker patrouilliert.  

Können Nullen und Einsen diskriminieren?

ForscherInnen der Carnegie Mellon University fanden 2015 heraus, dass Googles Werbealgorithmen Frauen Werbung für Jobs mit niedrigeren Gehältern anzeigen als Männern. Anna Lauren Hoffmann ist Forscherin der School of Information der University of California, Berkeley, und sagt, dass Algorithmen per Definition diskriminierend seien, da sie Unterscheidungen aufgrund von Regelsätzen vornehmen. Sie müssen verallgemeinern. Aber nicht nur diskriminierende Algorithmen können in einer Welt, die mehr und mehr durch ebenjene bestimmt wird, zum Problem werden. Schätzungen zufolge werden Algorithmen in den kommenden 10 bis 20 Jahren wohl die Hälfte der heutigen Jobs verdrängen.

Dystopie oder Utopie?

Algorithmen, KI und Deep-Learning-Verfahren werden unsere Art, zu leben, unsere Gesellschaft und unser Bild der Welt verändern. Wir müssen endlich anfangen, darüber zu diskutieren, wie wir in Zukunft leben wollen. Die Entwicklung von KI geht rasant voran und wird nicht stoppen, weil wir nicht darüber nachgedacht haben, wie wir mit den Veränderungen umgehen wollen. Ungefähr alle zwei Jahre hat sich die Rechenleistung von Computerchips verdoppelt. Es ist so, als würden wir wissen, dass in 10 bis 20 Jahren Aliens auf der Erde landen werden, aber niemand darüber spricht, was wir dann tun werden. Die Gesellschaft braucht einen Diskurs.  Eine Studie von 2013 ergab ein Ranking von Berufen, die leicht von Computern übernommen werden können. Mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent rangieren dort Jobs wie BäckerIn, DachdeckerIn, VerkäuferIn, MetallarbeiterIn oder BuchhalterIn ganz oben. Was tun wir mit den Betroffenen? Wie können wir verhindern, dass Algorithmen Menschen diskriminieren? Wie können wir verhindern, dass verschiedene Realitäten konstruiert werden, die unüberwindbare Differenzen nach sich ziehen? Wie können wir verhindern, dass HackerInnen Algorithmen manipulieren? Wie gehen wir mit KI um, wenn sie ein Bewusstsein entwickelt? Wir müssen endlich anfangen, über unsere Zukunft zu verhandeln und Lösungen zu entwickeln, bevor Probleme auftreten.  Künstliche Intelligenzen, Algorithmen und Deep-Learning-Verfahren haben das Potential, die Menschheit in eine Utopie oder eine Dystopie zu führen. Sie ermöglichen große Chancen, aber bergen auch beträchtliche Risiken. Diese Verantwortung muss die Gesellschaft endlich realisieren und übernehmen, sonst erledigt das der Homo oeconomicus der großen Internetkonzerne. Und deren Entscheidungen gefallen uns vielleicht nicht. 

:Andreas Schneider
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RUB-Student bei Poetry-Slam-Meisterschaften https://bszonline.de/2017/10/30/rub-student-bei-poetry-slam-meisterschaften/ https://bszonline.de/2017/10/30/rub-student-bei-poetry-slam-meisterschaften/#respond Mon, 30 Oct 2017 17:00:34 +0000 https://bszonline.de/2017/10/30/rub-student-bei-poetry-slam-meisterschaften/ Literatur. Sven Hensel studiert Germanistik und Komparatistik an der RUB und qualifizierte sich für die deutschsprachigen Poetry Slam-Meisterschaft in Hannover. Für die :bsz erzählt Sven, wie er anfing zu slammen und wie sein Leben als slammender Poet aussieht.

Mit Poetry Slam verbindet man häufig Locations wie kleine Kneipen oder Jugendzentren. Am Wochenende durften die LiveliteratInnen bei den deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften in Hannover aber auf der großen Bühne des Opernhauses stehen. Das war auch für Sven Hensel, Germanistik- und Komparatistik-Student der Ruhr-Universität Bochum etwas Besonderes: „Da haben vor dem Teamfinale noch Dirigenten mit ’nem Orchester geprobt und da gehen sonst nur piekfeine Leute hin.“ Poetry Slam würde dadurch solche Orte auch nahbarer für die breite Gesellschaft machen, so Sven weiter. „Ein bisschen Globe-Theatre-Style, Shakespeare und so“, schiebt er noch hinterher. Dass Poetry Slam tatsächlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, zeigt auch die Eröffnung des Einzelwettbewerbs durch Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil. Insgesamt besuchten knapp 10.000 BesucherInnen die verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der Meisterschaften in Hannover.

Teamfinale

Im Einzelwettbewerb hat Sven das Finale knapp verpasst und schied bereits in der Vorrunde aus. Dafür zog er im Teamwettbewerb, bei dem mehrere SlammerInnen zusammen performen, mit seiner Teampartnerin Kim Catrin überraschend ins Finale ein: „Wir hätten darüber nicht glücklicher sein können. Wir konnten zu keinem Zeitpunkt verlieren, sondern nur rausfliegen“ erzählt Sven. Insgesamt fühle er sich in seinem Kurs bestätigt. Er wolle keine „Billopointen von Jodel“ in seinen Texten verwenden, um „’ne 9,4 statt ’ner 8,2“ zu bekommen. 

Nicht immer gut

2014 fing Sven zu slammen an. Er kann sich noch gut an seinen ersten Slam erinnern: „Mein erster Auftritt bei einem richtigen Poetry Slam war im Taranta Babu beim Wohnzimmerslam und ich wurde Vorletzter, weil mein Text schlecht und ich nervös war. Nur einer landete im Punktefeld noch hinter mir, weil er stockbesoffen einen romantischen Text versucht hatte, der leider nur ein Versuch blieb.“ 2015 errang er den Titel des U20-NRW-Slam-Meisters und weitere Meisterschaftsteilnahmen folgten. Dieses Jahr hat er sein erstes Buch veröffentlicht: „Aufhause: Von Zugvögeln und Fernverkehrern.“ „Ich kann meinen Eltern jetzt sagen, dass ich Autor bin und sie glauben es mir, weil sie ein Buch von mir haben“, kommentiert Sven seine Veröffentlichung. „Mein Bruder hat mich von Anfang an aber unterstützt, sogar, als ich noch echt nicht angenehm anzuhören war. Er hat trotzdem am lautesten geklatscht.“ 

Für Sven ist Poetry Slam ein Veranstaltungsformat, das alles verbindet, was er an Bühnen schätzt: Aufmerksamkeit, Reichweite, Politisierung und Selbstbestimmung. „Wenn man Slam nur als Comedy für drei Euro betrachtet und deshalb hingeht, dann find ich das immer schade.“ Neben dem Tourleben organisiert und moderiert Sven in Dortmund den Wohnzimmer-Slam. Den Slam, mit dem seine Laufbahn 2014 begann.

:Andreas Schneider

Gewinn:Spiel

Bock aufs Buch? Schickt uns bis zum 15. November eine Mail mit dem Betreff „Hensel und Grätel“ an redaktion@bszonline.de

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Poetry Slam ist widerlich? https://bszonline.de/2017/10/30/poetry-slam-ist-widerlich/ https://bszonline.de/2017/10/30/poetry-slam-ist-widerlich/#respond Mon, 30 Oct 2017 16:54:57 +0000 https://bszonline.de/2017/10/30/poetry-slam-ist-widerlich/ Pro-Kommentar. Poetry Slam polarisiert wie keine andere Kunst. Viel Kritik scheint bei genauerer Betrachtung aber sehr kurzsichtig.

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Pro-Kommentar. Poetry Slam polarisiert wie keine andere Kunst. Viel Kritik scheint bei genauerer Betrachtung aber sehr kurzsichtig.

Die „widerlichste Kunstform, die in den letzten 20 Jahren in Deutschland entstanden ist“, sagt Jan Böhmermann. „Du freust dich auf dein erstes Date. Sie will zum Poetry Slam. Life is bitter“, sagt die Fernet-Branca-Werbung. Und natürlich findet auch der Doppelmoralapostel und Alles-scheiße-Finder Shahak Shapira Poetry Slam kacke. Ja, Poetry Slam scheiße finden ist momentan definitiv en vogue.
Argumentiert wird häufig am Beispiel Julia Engelmann. Ihr Text „Eines Tages, Baby“ ging viral und erzählt von Orientierungslosigkeit, von Glühwürmchen und davon, auf Häuserdächern sich barfuß den Sonnenuntergang anzuschauen. Und ja, das mag der/die einE oder andere kitschig oder drüber finden, aber Poetry Slam ist so viel mehr. Ich sage ja auch nicht, ich finde Musik scheiße, weil es Pietro Lombardi und David Guetta gibt. Es gibt Witziges und Trauriges. Es gibt Überspitztes und es gibt Literarisches. Poetry Slam ist Performance, Lautpoesie, Kabarett und Lyrik. Und auch hier: Nicht alles muss gefallen. Und ja, vielleicht gibt es auch mal Auftritte, die aus fünf Minuten gefühlte zwei Stunden machen.
Es gibt aber eben auch Texte, die mich mitreißen. Die mich entführen und meine gesamte Aufmerksamkeit erfordern. Texte, bei denen ich mich unterhalten fühle und lache oder von Rhythmus, Wortkonstruktionen und Performance gebannt werde. 

Poetry Slam ist vielschichtig

Poetry Slam lebt von Varianz. Es ist eben Comedy, Lyrik, Lautmalerei und vieles mehr im shotgunartigen Fünf-Minuten-Wechsel. In Zeiten von personalisierten Vorschlägen bei Amazon, personalisierter Werbung und Facebook-Filterblase bietet Poetry Slam wieder die Möglichkeit, die Gesamtheit zu sehen. Und da kann eben auch was dabei sein, das man nicht mag. Shahak Shapira hat übrigens in seinem Nightwash-Auftritt über Poetry Slam nur Zitate von Julia Engelmann benutzt. Und wer wegen Julia Engelmann sagt: „Poetry Slam ist überschätzt“, der könnte auch sagen: „Ich hab auf Eurosport Dart gesehen. Sport finde ich ganz schön langweilig“, oder „Ich hab mal einen Song von Avicii gehört. Musik ist keine Kunst.“

:Andreas Schneider

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ICH VS. WIR https://bszonline.de/2017/10/30/ich-vs-wir/ https://bszonline.de/2017/10/30/ich-vs-wir/#respond Mon, 30 Oct 2017 16:43:12 +0000 https://bszonline.de/2017/10/30/ich-vs-wir/ Fünfeinhalb Jahre hat es gedauert, bis Kettcar ihr neues Album ICH VS. WIR veröffentlicht haben. Zwischenzeitlich konnte man fast glauben, die Urgesteine aus Hamburg hätten sich heimlich getrennt, aber nichts da. Kettcar schafft den Spagat zwischen Wandel und Beständigkeit. Sie malen romantisch schäbige Bilder, die wir gut kennen: „Dosenbier und Chio-Chips// Rauchen bis die Augen brennen// Die ganze Scheiße mitsingen können“. Gewohnt emotional, gewohnt kantiger Marcus-Wiebusch-Gesang. Ganz klassischer Gitarrenpop der Hamburger Schule. Typisch Grand Hotel van Cleef. Aber „Ich vs. Wir“ ist auch ungewohnt politisch. Textlich geht es oft um Empathie. In der Vorabsingle Sommer ’89 (Er schnitt Löcher in den Zaun) erzählt Wiebusch die Geschichte eines Fluchthelfers zu DDR-Zeiten. Auch in anderen Songs erzählt Wiebusch die Geschichte verschiedener Individuen. Mal verständnisvoll und mal wütend, wie in Wagenburg. Am Ende bleibt eine vertraut emotionale, aber neu nervöse Aufgeregtheit. Vielleicht genau das Gefühl, das wir in Zeiten neubelebter rechter Bewegungen haben sollten.

:asch

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Was geht eigentlich auf dem Campus? https://bszonline.de/2017/10/04/was-geht-eigentlich-auf-dem-campus/ https://bszonline.de/2017/10/04/was-geht-eigentlich-auf-dem-campus/#respond Wed, 04 Oct 2017 14:37:34 +0000 https://bszonline.de/2017/10/04/was-geht-eigentlich-auf-dem-campus/ Campusmedien. Was für Eure Stadt das Lokalradio oder die Lokalzeitung ist, sind für die RUB die :bsz, CT das radio und tv.RUB. Wir informieren Euch über alles rund um den Campus und mehr.

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Campusmedien. Was für Eure Stadt das Lokalradio oder die Lokalzeitung ist, sind für die RUB die :bsz, CT das radio und tv.RUB. Wir informieren Euch über alles rund um den Campus und mehr.

Bei 188 verschiedenen Studiengängen, einer lebendigen Hochschulpolitik, vielen studentischen Initiativen und Angeboten wie dem Musischen Zentrum verliert man schnell mal den Überblick. Wo finde ich welche Fachschaftsparty? Welche interessanten Vorträge gibt es drüben bei den PhilosophInnen oder was wurde bei der letzten Sitzung des Studierendenparlaments beschlossen? Der Campus der Ruhr-Universität Bochum (RUB) bietet viele Möglichkeiten, sich auszuleben: Sport, Kunst, Kultur Vorträge, ein Unikino und vieles mehr.

Damit Ihr immer bestens Bescheid wisst, was auf dem Campus der RUB geht, berichten drei verschiedene Redaktionen vom Campus für Euch. 

Euer Uniradio

CT das radio ist das älteste Uniradio in NRW und seit 1997 in Betrieb. Thematisch richtet sich das Programm vorwiegend an Studierende der Bochumer Hochschulen und an Interessierte aus der Region. In der Frühschicht, jeden Wochentag von 7 bis 10 Uhr, und in der Spätschicht, jeden Werktag von 17 bis 20 Uhr, werden Beiträge rund um Bochum und speziell den Campus gesendet. Ab 20 Uhr gibt es verschiedene Musiksendungen mit Schwerpunkten wie Alternativerock, HipHop oder Reggae und Specials zu Themen wie Kultur und Gaming. Außerdem werden tagesaktuelle Veranstaltungstipps, der Mensaplan und Nachrichten gesendet. Die Sendefrequenz ist 90,0 MHz. Darüber hinaus könnt Ihr das Programm im Livestream auf ctdasradio.de verfolgen. Musikalisch will CT das radio unbekannte KünstlerInnen und Trends aufgreifen, bevor diese die großen Medien erreichen.

Eure Studi-Zeitung

Die :bsz ist Eure Campuszeitung. Wir erscheinen während des Semesters wöchentlich, in der vorlesungsfreien Zeit alle zwei Wochen in einer Auflage von 3.000 Exemplaren. Die frisch gedruckte :bsz gibt es jeden Mittwoch. Gerüchten zufolge ist sie die beliebteste Mensabeilage. Auch unsere Themen richten sich an Studierende der RUB. Wir bieten zwei Seiten Unithemen in unserer Rubrik Uni:Versum. Hier werden Euch Nachrichten rund um den Campus geboten. Die Seite Welt:Stadt beschäftigt sich mit Ereignissen in und um Bochum sowie Überregionalem. In der Rubrik 

Kultur:Schock behandeln wir alles von Theater über Musik bis Gaming. Meinungsbeiträge findet Ihr auf Seite 6, im Blick:Winkel, auf Seite 7 Veranstaltungstipps sowie Rezensionen von Neuerscheinungen und manchmal alte Schätze aus verschiedenen Medien. Seite 8 ist unser Schwer:Punkt, der jede Woche ein neues Thema behandelt.

Euer Campus-TV

tv.RUB ist die Lehr- und Lernredaktion für audiovisuelle Medien am Institut für Medienwissenschaft – anders gesagt, hier entstehen fernsehjournalistische Beiträge von Studierenden für Studierende. tv.RUB verfügt derzeit über drei Formate  – tv.RUB Das Magazin, eine monatliche Sendung vom Campus der Ruhr-Universität Bochum, tv.RUB Wissen, für wissenschaftsjournalistische Inhalte und tv.RUB Formate, wo Studierende Dokumentationen und andere Formate veröffentlichen. tv.RUB könnt Ihr über den digitalen Kabelsender von nrwision sowie www.tv.rub.de empfangen. 

DISCLAIMER: Der Autor des Artikels ist sowohl Redakteur bei der :bsz als auch bei CT das radio.

:Andreas Schneider

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Jäger der verlorenen Tapes https://bszonline.de/2017/09/11/jaeger-der-verlorenen-tapes/ https://bszonline.de/2017/09/11/jaeger-der-verlorenen-tapes/#respond Mon, 11 Sep 2017 15:41:40 +0000 https://bszonline.de/2017/09/11/jaeger-der-verlorenen-tapes/ Neuvorstellung. Ende August erschien die Compilation „Sweet as Broken Dates: Lost Somali Tapes from the Horn of Africa“.

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Neuvorstellung. Ende August erschien die Compilation „Sweet as Broken Dates: Lost Somali Tapes from the Horn of Africa“.

Mit der Compilation „Sweet as Broken Dates: Lost Somali Tapes from the Horn of Africa“ veröffentlichen Ostinato Records aus New York City eine Zusammenstellung von verschiedenen KünstlerInnen aus Somaliland. Dabei handelt es sich um einen sogenannten De-facto-Staat. Somaliland ist ein praktisch unabhängiger, international aber bisher nicht anerkannter Staat. 1991 erklärte Somaliland sich, als der Bürgerkrieg in Somalia außer Kontrolle geriet, für unabhängig und hat seitdem seine politische Stabilität weitgehend gewahrt und Schritte zur Demokratisierung unternommen. Mit „Sweet as Broken Dates: Lost Somali Tapes from the Horn of Africa“ möchten Ostinato Records die Musik erstmals einem großen Publikum weltweit zugänglich machen. Während der Anfangsphase des Bürgerkriegs ließ der ehemalige Diktator Siad Barre den Radiosender Radio Hargeisa in der Hauptstadt Hargeysa bombardieren. Um die rebellische Musik zu retten, wurden viele Tonbänder und Kassetten außer Landes gebracht oder verbuddelt. 

Eingängige Melodien

Die Compilation spiegelt einen ganz speziellen Stil wieder, den lokale Bands entwickelt und etabliert haben. Das gesamte Album mischt arabische und indische Einflüsse mit viel Funk, Soul und einem reggaeartigen Rhythmus. Zum frischen Stil mischt sich eine gewisse Authentizität durch den Low-Fidelity Sound, der die gesamte LP ein wenig matschig und  schmutzig antiquiert klingen lässt. Nichtsdestotrotz, oder gerade deshalb, kann man jedem einzelnen Song Passion, Gefühl, Liebe und vor allem Optimismus anhören. „Sweet as Broken Dates: Lost Somali Tapes from the Horn of Africa“ klingt wie eine hoffnungsvolle und friedliche Kampfansage an Unterdrückung und Korruption. Die eingängigen Melodien und der markante, für die meisten EuropäerInnen ungewohnte Gesang transportieren einen kaum definierbaren, aber ganz klar spürbaren Esprit von Lebensfreude und Zuversicht.            

:Andreas Schneider

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