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Versackbeutelt: Redakteure müssen mit einer Wertbeutelfahne in einem Wertbeutel versackt werden. Im übrigen sind Verwechslungen ausgeschlossen. - Foto: Chs

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Aktuelle Ausgabe

#821 Fragwürdiges Versprechen: Pinkwart gibt Studienplatzgarantie

In zwei Jahren werden in Nordrhein-Westfalen erstmals Studienanfänger_innen mit einem Abitur nach 12 Jahren an die Hochschulen drängen. Sie werden mit ihren Mitschüler_innen um einen Studienplatz konkurrieren, die noch 13 Jahre bis zum Abi brauchten. Wissenschaftsminister Pinkwart verspricht jetzt jedem und jeder Studierwilligen einen Studienplatz.


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#821 Kaum Neuanmeldungen an Bochumer Hauptschulen

Starke Hauptschulen – mit diesem Schlagwort versucht NRW-Schulministerin Barbara Sommer zu erklären, weshalb sich die Landesregierung gegen eine grundlegende Reform des Schulsystems wehrt. Während anderswo die Einführung von Gemeinschaftsschulen heiß diskutiert wird, soll es in Nordrhein-Westfalen beim dreigliedrigen Schulsystem bleiben – wenn es nach CDU und FDP geht. Was die Betroffenen in Bochum davon halten, haben sie jetzt erneut gezeigt. Von über 2.600 SchülerInnen, die im Sommer auf eine weiterführende Schule wechseln, sind gerade einmal 88 für eine der sieben Bochumer Hauptschulen angemeldet. Auf die vier Gesamtschulen der Stadt wollen dagegen mit über 700 SchülerInnen achtmal so viele gehen.


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#821 FDP für Senkung des Medizin-NC: Quacksalberei statt Studienplätze

Die Hürden für ein Medizin-Studium in Deutschland sind hoch: Ein Einser-Abitur ist Voraussetzung, um gleich nach dem Schulabschluss an einen der raren Studienplätze zu kommen. Seit einiger Zeit macht jedoch das Gespenst des Ärztemangels die Runde, was nun zu Überlegungen führt, die Zulassungsbedingungen für das Studium zu senken.


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#821 DFG gegen wissenschaftliche Publikationsflut: „Qualität statt Quantität“

Während die ‚Arbeitsagenturen‘ Hartz-4-Empfänger_innen mit ständigem Bewerbungszwang terrorisieren, sind Wissenschaftler_innen bislang einem permanenten Publikationsdruck ausgesetzt. Bei steigender Bewerber_innenzahl auf wissenschaftliche Stellen sowie Stipendien zählt neben dem Alter der (Nachwuchs-)akademiker_innen häufig vor allem eines als entscheidendes Selektionskriterium: eine möglichst lange Publikationsliste. Wenn es nach der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geht, soll damit künftig jedoch Schluss sein: Ab Juli 2010 wird die maximale Anzahl bei Bewerbungen um DFG-Fördermittel oder in Projektberichten aufzulistender Literaturangaben auf die relevanten Hauptwerke der Bewerber_innen beschränkt.


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#821 AufRUHR 1225: Mittelalterliche Geschichte neu erzählt

Über 40 tödliche Hieb- und Stichwunden brachten dem Kölner Erzbischof Engelbert den Tod, hingemeuchelt wohl durch Graf Friedrich von Isenberg und seine Mannen. So starb nahe Gevelsberg einer der mächtigsten Männer des Reiches 1225. Ob er nur gefangen genommen werden sollte? Die Ausstellung im Museum für Archäologie in Herne wirft bis zum 28. November 2010 viele blutige Detailfragen über die mittelalterliche Geschichte des Ruhrgebiets auf und beantwortet sie auch.


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#821 Planetarium erstrahlt in neuem Glanz

Bochums Sterne werden neu poliert

Große Ereignisse werfen auch bei den Sternen lange Schatten voraus: Das Planetarium Bochum wird runderneuert. Noch bis zum 5. Mai 2010 werden die Erneuerungsarbeiten dauern, aber dann wird das Planetarium in unserer Stadt wieder das modernste der Welt sein.

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#821 Göttliche Gewalt

Tagung zum Thema "Terror und Religion"

Das Verhältnis von Terror und Religion nimmt in den Medien einen besonders breiten Raum ein. Deswegen verwundert es nicht, dass es zu den Ursachen und Hintergründen von Terror und Terrorismus auch entsprechend viele Theorien gibt. Anlässlich einer interdisziplinären Tagung zum Thema „Religion und Terror“ fanden sich Experten und Expertinnen aus verschiedenen Fachbereichen zur Diskussion in Essen zusammen. Ihnen ging es in Abgrenzung zum medialen Diskurs darum, einen differenzierteren Blick auf das Thema zu werfen.


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#821 Käsekirchenmoral

:bsz-Kolumne

Welch Vorbild Frau Käßmann doch ist! Durch ihren von niemandem geforderten Rücktritt vom Amt der Ratsvorsitzenden der EKD wird sie von Presse und Politik mehr als zuvor als  verantwortungsvolle und zu respektierende Person des öffentlichen Lebens gefeiert. Der Umstand, dass die bischöfliche Protestantin besoffen wie der Papst nach der Ostermesse auf dem Heimweg eine rote Ampel überfuhr, ist offensichtlich höchst vorbildlich.


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Termine

Donnerstag, 4. März

Treffen der AG Bildungsstreik
Planung bildungspolitischer Aktionen im Sommersemester.
Zeit: 18.00 Uhr
Ort: Ruhr-Uni, AStA-Foyer

Freitag, 5. März

Workshop Medizin: Studierendenunterricht in der Lehrpraxis
U. a. Reflexion der besonderen Lehrsituation zwischen Ärztin/Arzt, Patient_in sowie Student_in.
Zeit: 16.30 Uhr (auch Samstag, 6.3., ab 17 Uhr)
Ort: Ruhr-Uni, Gebäude MA

EntflammBAR
Leckere Cocktails zu günstigen Preisen im ‚Zentrum‘.
Zeit: 20 Uhr
Ort: Soziales Zentrum, Josephstr. 2 / Ecke Schmechtingstr.

Bochumer Blues Session
Das Kulturbüro boSKop präsentiert die „Die 4 vom Revier“ – Rhythm & Blues mit einer Idee Soul und Rock‘n‘Roll.
Zeit: 21.00 Uhr
Ort: Ruhr-Uni, KulturCafé

Samstag, 6. März

Werkstatt-Treffen: „Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan“
Mehr als 150 Personen haben den Appell: „Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan!“ unterschrieben. Nun soll mehr passieren! Um den Druck auf Parteiführungen, Parlament und Regierung zu erhöhen, damit die Bundeswehr umgehend und vollständig aus Afghanistan abzieht, wird zu einer eintägigen Beratung eingeladen.
Zeit: 10 Uhr
Ort: Studio 108 (Bahnhof Langendreer), Wallbaumweg 108

Café Emily Unberechenbar
Neu im Sozialen Zentrum Bochum: Das Café in Zeiten der Wirtschaftskrise, die sich immer mehr auch als Krise der Linken erweist, deren Lösungsvorschläge von den Regierungen durch schlichtes Anwenden enteignet werden, während von den ihrerseits geforderten Enteignungen – etwa der Stromkonzerne – kaum noch die Rede ist. Die Bochumer attac-Campusgruppe hat sich daher entschlossen, gemeinsam mit attac-fernen Menschen ein neues Café im Sozialen Zentrum zu eröffnen. Kommt vorbei und diskutiert mit, wenn Ihr der Meinung seid, dass rechthaben allein nicht reicht und die Staatsmacht keine Lösung ist!
Zeit: 20 Uhr
Ort: Soziales Zentrum, Josephstr. 2 / Ecke Schmechtingstr.

Sonntag, 7. März

KostNixLaden & Food not bombs + Filmabend im ‚Zentrum‘
Erst im Umsonstladen stöbern, dann mit netten Leuten lecker vegan essen und schließlich einen guten Film gucken: „Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?“ ist ein früher Independent-Streifen von Slatan Dudow (D, 1932). Angespornt von den Einblicken in das Leben des Berliner Proletariats gewann Dudow u.a. Bertolt Brecht als Autor. Die Musik schrieb Hanns Eisler.
Zeit: 17 + 19 + 20.30 Uhr
Ort: Soziales Zentrum, Ecke Schmechtingstr./Josephstr.

Donnerstag, 18. März

Über allen Wipfeln ist Unruh
Premiere einer Bertolt-Brecht-Revue des freien Theaters Gegendruck – ein kurzweiliger Abend mit vielen Neuentdeckungen nicht nur für Brecht-Fans.
Zeit: 20 Uhr
Ort: Altstadtschmiede Recklinghausen, Kellerstr. 10